Basler Fasnacht

| DialÀkt: Baseldytsch |
D Basler Fasnacht isch die greeschti Fasnacht in dr ganze Schwiz. Im Dezember 2017 isch si in d ReprÀsentatyv Lischt vom immaterielle Kulturerb vo dr MÀnschhait ufgnoo worde.[1]


Wenn und wo
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]D Basler Fasnacht foot am MĂ€ntig no-n-em Ăschermittwuch gnau am Vieri de Morge mit em sogenannte Morgestraich aa. D Fasnacht duurt denn gnau 72 Stund und heert drum am Donschtig Morgen am Vieri mit em Ăndstraich wider uff. WÀÀrend deere Zyt isch d Altstadt vo Basel in feschte HĂ€nd vo de FasnĂ€chtler, wo dur d Stroosse zien und musiziere und intrigiere drbyy. Fir e Huffe Basler isch es dr wichtigschti Aaloss im Joor, drum saage si deere Zyt au "die drey scheenschte DÀÀg".
D Fasnacht im Baselbiet
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]D Basler Fasnacht isch aber nit numme e Schtadtbasler AaglÀÀgehait. Au im Baselbiet wird d Fasnacht gfyyrt. D BuurefasnĂ€cht in de Derfer fange am Sunndig vor em Basler Morgestraich aa und hai e Hufe Ăhnligkaite mit dr schedtische Fasnacht. Die greeschti Baselbieter Fasnacht isch die vo Lieschdel, wo ZĂ€hduusigi vo Zueschauer aazieht. D Baselbieter mache aber au bi dr Fasnacht in dr Schdadt mit, und es git grad sovil Aktyvi vom Land wie us dr Schtadt sĂ€lber, bi de SchnitzelbĂ€nggler si d LandschĂ€ftler sogar e bedytendi Mehrhait.[2]
Goschdyym
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E jeede vo den ebbe 18'000 aktyve FasnÀchtler drait e Goschdyym und e Larve (Dasch e Masgge, aber kumm jo nie uff d Idee das in Basel eso zsaage!). E Masgge isch in Basel e Goschdyymierte, aso aine won e Goschdyym und a Larven aahet. E Goschdyym aa zhaa bedyted unerkannt zsy und es isch au e Gattig, as me sich nit zerkenne git. In de Clique und Fasnachtsgsellschafte drait me vor allem wÀÀred em CortÚge ainhaitligi Goschdyym, wo jedes Joor zum ene bestimmte Sujet passe dien. Ussnaame sin dr Morgestraich und dr Fasnachtszyschtig, wo men im sognannte Charivari laufe duet (Gmischti, individuelli und traditionelli Goschdyym). Am CortÚge gseet men e huffe verschiideni Goschdyym, wo hyffig beriemti Persone daarstelle, mÀngmool au Dierli oder Zaichedriggfigure. MÀnggmool seet men au die klassische Figuure (oder Variante drfoo) wie zem Byschpil dr Harlekin, wo de Offizier vo dr franzeesische Armee nochenempfunden isch oder nadyyrligg dr Waggis.





Do e woorschynlig unvollstÀndigi Uffzellig vo tradizionelle Goschdyym:
- Altfrangg: Er kunnt drhÀr wien e Herr, gseht aber e bitzeli dumm us und isch e Parodyy uf die mehbessere Byrger gsi. Ursprynglig isch dr Altfrangg e BannerdrÀger gsi, wie mÀn en no bim Vogel Gryff ka gseh. Hytzudags si d Altfrangge Raritete.[3]
- Alti Dante: Sicher isch das ains vo de beliebtischte Fasnachtsgoschdyym. Alti Dante hai maischtens e HanddÀschli, s "Ridicule", bi sech, wos Siessikaite din het. Ursprynglig het mÀ fir s Goschdyym aifach alti Fraueklaider gnoh, hytzudags si die alte Dante e bitz vornÀhmer und kemme in Samt und Syyde drhÀr.[3][4]
- BlĂ€tzlibajass: Die Figur kunnt as Pagliaccio us dr Commedia dellâarte und isch emol en Art LiebeserklĂ€rig gsi. Wenn nĂ€mlig e Baslere ebberem e BlĂ€tzlibajass gnaiht het, het das bedyytet, ass si en wirklig gĂ€rn het.[3]
- Domino: E Domino isch e lange, schwarze Umhang mit ere Kapuze, aber ohni Ermel, historisch e Glaidigsstigg vo de italiÀÀnische Gaistlige und speeter vo sonige, wo nid hai welle ass mÀ sÀ erkennt. Vo do isch wohrschynlig d Fasnachtsfigur vom Domino koo.[3]
- Dummpeter (Trumpeter): Das Goschdyym isch e zyytlilang us dr Mode koo, isch aber wider populÀrer worde in de letschte Johr. Dr Dummpeter het es kindligs, verdreimts Gsicht mit Pfuusbagge.[3][5]
- Harlekin: Ursprynglig e Dienerfigur us dr Commedia del Arte isch s Harlekingoschdyym erst in letschter Zyyt an dr Fasnacht beliebt worde.[3]
- Hemmliglunggi
- Junteressli: D Masgge gseht us wien e Ryter uf eme zwaibainige Ressli. D Junteressli ghere bim CortĂšge zum Vordraab, verdaile Zeedel und mache Blatz fir d Pfyffer und d Damboure.[6]
- Pierrot: Dr Pierrot isch e klassischs Goschdyym, wo bi de maischte Cligge beliebt isch. D Figur het e klassisch scheens Gsicht. Es isch emol À beliebts Goschdyym fir Kinder gsi, wo si im Allgemaine ohni Larve aagha hai. S Vorbild vom Pierrot isch dr italiÀnisch Arlecchino.[3]
- StÀnzler: D StÀnzler hai Uniforme aa, wie mÀ sÀ in dr erschte Helfti vom 19. Johrhundert drait het, mit eme lange Wafferogg mit Epaulette und eme Tschakko uf em Kopf[7]
- Ueli: D Figur vom Ueli isch scho bim Vogel Gryff drbyy. Syys Goschdyym mit dr Narrekappe isch an das vom Eulespiegel aaglehnt und dr Name isch wohrschynlig en Abkyrzig vo Eulespiegel.[3][8]
- Waggis: Dr Waggis isch e lyycht iberspitzti Karikatuur vommene ElsÀsser Buur. Die sinn friener als uff d Basler MÀÀrt koo und hÀnn iiri Waaren aabotte. S Goschdyym vom Waggis isch dÀmentsprÀchend aifach (Kutteli, halblangi Hoose, Gneisoggen und Zoggeli) und in de franzeesische Nationalfarbe Blau, Wyss und Rot ghalte.
Sujet
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Die maischte Grubbe an dr Fasnacht hÀn jeedes Joohr e Sujet (Franzeesisch fir: Thema). Normalerwyys gryfft men eso ebbis uff, wo im vergangene Joor passiert isch und me mechts uff die typisch baslerisch witzigi Art kritisiere. S Usspiile vo de Sujets kamme immer wÀhrend em CortÚge (so sait me zum Umzug am MÀndig und am Mitwuch) beobachte. Die untrennbar derzuegheerende LadÀÀrne seet me scho am Morgestraich. Nadyyrlig hÀn bragdisch alli Clique e Zeedel wo si dien unter em Volk verdaile. Dert kasch denn au Genauers iber s Sujet noochelÀÀse.
RĂ€ppli
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E baar lokali Hischtoriker behaupte as s WÀrfe vo RÀppli (so sait me z Basel de Konfetti) e dypischi Tradition vo dr Basler Fasnacht syg und erscht speeter sich in die ganzi WÀlt verdailt haigi. Laider gits fir die Theorie kai Bewyys. AinewÀg isch d MÀngi vo RÀppli wo wÀhrend dr Basler Fasnacht "verdailt" wird, gewaltig im Verglyych ze andere Fasnachte und Carnevals. In syne Urspring sin d confetti Siessigkaite (vo comfit, confect) gsi wo me-n-in Form vo glaine Zuggerkiigeli verdailt hett oder ebbe in d Lyt gworfe hett. Das isch denn aber im 19te Joohrhundert verbotte worde. Als Ersatz hÀn d FasnÀchtler drum uff glaini PapierschnÀÀfeli zruggriffe (UsserdÀm isch es bis zem Verbott mitti zwanzigschts Johrhundert au normal gsi, Spreier (das isch Abfall, wos bim Waize dresche git, anstatt RÀppli z verwÀnde. Das Zyg hett saumÀssig bisse uff dr Hut, wenns under d Glaider grooten isch). Als Zueschauer sottsch immer uffpasse, dass de nit uff ai Mool Opfer vom ene rÀpplibewaffnete Waggis wirsch. Das bsunders, falls de kai Blaggedde a hesch. Anderersyts isch es e ungschriibe Gsetz, as me kaini Persone, wo Goschdyym oder gar Larve ahÀn, duet mit RÀppli bewÀrfe!
Allewyl am Oobe sin denn d Route knecheldief mit RÀppli bedeggt. Es isch immer wiider yydrigglig wie s Baudepartement s schafft in dr Nacht die riisige MÀngene vo RÀppli und anderem DrÀgg in weniger als zwai Stund uss de Stroosse z butze. NochhÀr ka men amme kuum no erkenne was am Vordaag in dr Stadt abgange isch. Interessanterwys kamme z Basel nur aifarbigi RÀppli kaufe (also pro Sagg nur ai Farb, Segg gits aber in verschiidene Farbe). Die regionale RÀppli HÀrsteller hÀnn das abgmacht, will si so die bis denn iebligi Praxis hÀnn welle unterbinde, as "bruuchti" RÀppli vom Bode yygsammlet und wiederverkauft wÀrde. Uss dÀm Grund isch s WÀrfe vo gmischlete RÀppli in Basel unerwyntscht will me si woorschynlig vo dr Strooss uffglÀse het und das isch aifach gruusig und au unhygienisch. (Syt vyyle Jooren isch dr Verkauf vo meefarbige RÀppli polizeilig verbotte.)
Grubbierige
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]An dr Basler Fasnacht kamme vorallem die folgende fimpf Arte vo Grubbierige beobachte:
Clique
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Zue de Àltischte Formatione keere d Fasnachtsclique.
Si marschiere dur d Altstadt und spiilen uff Piccolo und Basler Drummle FasnachtsmĂ€rsch. E soone Formation bestoot in dr Regel usseme Vordrab wo fir dr neetigi Blatz sorgt, Zeedel verdailt und oft au ze dr LadÀÀrne aane non e Requisit mitziet. Denn kömme Pfyffer mit ihre Piccolo, dr Dambourmajor wo dr Taggt aagit und d Damboure wo drummle (ruesse). Usser am CortĂšge laufe d' Clique nid uff feschtgleggte Route. Drum ische nid ussergwehnlig as sich d Clique grĂŒzze mien. In somene Fall stoppt die ainti Clique und loot die anderi verby. (Es git kai RĂ€chtsvordritt oder bestimmti ReglĂš). Zueschauer anderersyts wĂ€rde heeflig vom Vordraab ab dr Route beglaitet.
Gugge
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An dr Basler Fasnacht laufen au Guggemuusige, churz Gugge, umme (lueg au d Lischte vo Gugge). Die setze sich ÀÀnlig zÀmme wien e Marschmuusig oder e BlÀchorcheschter. Es git s Spiil mit Drumbeete, Posuune, Heerner usw. und dr Schlag mit Pauke, Drummle, Snaredrums, faarbare Schlagzyyg, Xylofoon und no meh InschtrumÀnt. D Gugge mache nit am Morgestraich mit. Si laufe am MÀndig und Mittwuch am CortÚge, z Oobe in de Gasse und speziell am Zyschtig z Nacht hÀnn si ihri beriehmte Gugge KonzÀrt.
Schnitzelbangg
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]E Schnitzelbangg isch e SĂ€nger (oder e Grubbe), wo sich in gsungene VĂ€rs ironisch-witzig bis sarkastisch iber aggtuelli Eraignis rund um Basel luschtig macht. Mee und mee kemmen au Sujet, wo nit dirĂ€ggt mit Basel z due hĂ€n, zem Zug (Ă€cht will me denn eender im FĂ€rnsee kunnt?). Drzue wĂ€rde Helge zaigt, wo ze den ainzelne VĂ€rs passe. Me ka dr Schnitzelbangg im wyytschte Sinn mit de BĂŒttenred verglyyche, au wenn de BĂŒttenrede eender de "Zeedel", wo am CortĂšge vertailt wĂ€rde, glyyche.
D SchnitzelbÀngg drÀtte vor allem am MÀndig und Mittwuch z Oobe in de Baizen uff. Als wie mee sin BÀngg aber au am Zyschtig unterwÀggs. Denn aber vor allem in de Clique-KÀller, de paragaschdronomische Baize vo de Fasnachtsgsellschafte.
Waage
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Nummen am CortÚge kamme d WÀÀge (oder: WaggiswÀÀge) gsee. Das sin dekorierti AahÀnger, wo vo Traggtore zooge wÀrde und wo Waggis druffsitze und Sache verdaile. Vorwiegend wÀrde Orange, Mimösli und DÀÀfeli uusegeh, aber au SchnÀpsli, Spielzyyg und vyyli Glainigkaite meh. UsserdÀmm sin d Waggis uff de WÀÀge au d Hauptquelle fir die bekannte RÀppli.
Vyyli vo dÀne WÀÀge sin vom MÀntig z Oobe bis am Mittwuch morge uff em KasÀrnenareal ussgstellt.
Chaise/SchÀse
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]ĂĂ€nlig wiene Waage sin d Chaise, nur halt gmÀÀchliger und nadyyrlig vyyl firnÀÀmer. Schliesslig kemme si mittere PfĂ€rdekutsche und verdailen in Gschtalt vo zwai bis vier Alte Tante ihri Mimösli und Siessigkaite.
Ainzelmasgge
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]Laider gseht men als wie weniger Ainzelmasgge wo mit aigene Sujet am CortÚge laufe. An dr Fasnacht 2007 sin grad emol vier Ainzelmasgge bim Comité agmolde gsi. Zue verainzelte, streunende, "wilde" Waggis sait men ammen au Ainzelmasgge.
Morgestraich
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Dr Morgestraich am MÀndigmorge am Vieri ereffnet d Basler Fasnacht. Genau am 4:00 geen in dr ganzen Innerstadt d Liechter uss, d Basler StadtwÀrgg stelle sogar d Stroossebelyychtig ab. S ainzig Liecht wo jetzt no schyynt isch sÀll vo de vyylee LadÀÀrne. Es git "ZugsladÀÀrne" vo de Cliquene, wo ÀntwÀder uff glaine WÀÀge mitzooge oder vo zwei bis vier LadÀÀrnetrÀger drait wÀrde. Denn git s d StÀggeladÀÀrne wo vom Vortrab drait wÀrden und d KopfladÀÀrnli wo am Morgestraich fascht jede FasnÀchtler uf dr Larve montiert het und wo drum zwangslÀufig e bitz glainer sin. E baar vo de Clique hÀn ainhaitligi KopfladÀrnli will me jo bekanntlig am Morgestraich im Charivari lauft und kai ainhaitligg Goschdyym soll draage.
Uff s Kommando "Morgestraich, vorwĂ€rts marsch!" vo de Dambourmajore feen alli Cliquen mit em glyyche Marsch aa, em "Morgestraich". DÀÀ wird wĂ€hrend dr ganze Fasnacht nummen ai ainzig Mool gspiilt. Zem Morgestraich hĂ€n fascht alli Baize in dr Innestadt offe. Do drzue kemme die vyyle CliquekĂ€ller, wo nur an dr Fasnacht effentlig zuegĂ€nglig sin. All die Yykeehrmeegligkaite blyybe in dr Regel, bis es am Dunnschtig am Vieri, wenn s Ăndi vo dr Fasnacht schloot, ohni Unterbruch offe. Egal was sunscht s Joor duure im Lokal serviert wird, an dr Fasnacht kasch druff goh, as dr die traditionelle Fasnachtsgricht â e MÀÀlsubbe und e Ziibele- oder KÀÀswĂ€hjie glĂ€ngt wĂ€rde.
Dr CortĂšge
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]Dr CortÚge isch en Art e Parade wo allewyl am MÀndig- und am Mittwuchnomidaag stattfindet. Er folgt zwai vordefinierte Ringroute. Dr inneri Ring verlauft im Uhrzaigersinn und dr isseri Ring lauft entgegegsetzt. (Me heert au d Bezaichnig Blaui- oder Rooti Route no dr Farb uff em offizielle Routeplan vom Comité.[9])
Gugge KonzÀrt
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Am Zyschdig Oobe gheert s Gebiet umme MÀrtplatz, em Barfi und em Claraplatz de Gugge und iire riisige PlatzkonzÀrt. D Clique und Damboure & Pfyffergruppe zien sich denn in d Sytegasse zem "gÀssle" zrugg.
Dypisch fir d Gugge isch au, as si in dr Innestadt marschiere, kurz fir e glai StÀndeli halt mache fimpf Stiggli Spiile und wyter zien. Oder si gÀn in ere Baiz e KonzÀrt fir die aawÀsende Gescht.
Kinder- (und Familie-) Fasnacht
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]D Kinder- und Familiefasnacht isch am Zyschtig. Au denn zien e huffe Gruppe in riesige Parade dur d Stadt. Nur dismool sins nid d Clique sÀlber sondern Familie mit ihrne Kinder, wo mit LaiterewÀÀgeli dur d Stroose ziehn. Als wie meh wÀrde die Gruppene vo Clique oder Gugge beglaitet, wo d Kinder sogar sÀlber dörfe mitrassle und lÀrme.
Vo de Glainschte kamme nadyyrligg noonig erwarte as sy die ganz Zyt e Larve aahÀn. Drum gseht me deert no vili gschminggti Gsichter und nÀbe traditionelle Goschdyym au mol e Kauboi oder es PrinzÀssli.
LadÀrne Usstellig
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Praggtisch alli LadÀÀrne steen vom MÀntig z Oobe bis am Mittwuch de Morgen uff em Minschterplatz und sin deert gratis z bschaue. Me sait es sigi die wÀltwitt greeschti Freyliechtkunschtusstellig und grad z Nacht wenn d LatÀrne belyychtet sin isch es definitiv e Bsuech wÀrt.
GĂ€ssle und Gugge
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]NĂ€b de zimli organisierte AlĂ€ss wie Morgestraich, CortĂšge und GuggekonzĂ€rt exischtiert no e freji Form vor Fasnacht; s GĂ€ssle und Gugge. GĂ€sslet wird theoretisch die ganz Fasnacht lang, also 72 Stund. WĂ€hrend em Morgestraich und de CortĂšges wie au a de VormittÀÀg isch es aber praktisch inexischtĂ€nt: Am Morgestraich sin d Clique jo scho beschĂ€ftigt und Gugge nid zuegloo, am CortĂšge sin praktisch alli Aktyve yygspannt und a de VormittÀÀg wird usgspannt oder gschafft. Die intensivscht Zyt vom GĂ€ssle und Gugge isch drum a de drej Fasnachtsoobe und -nĂ€cht (am Dunschtig bis am vieri am Morge). Bim GĂ€ssle sin d Formatione vo de Clique uffgleest, d FasnĂ€chtler us de verschiidenschte Clique oder au FasnĂ€chtler, wo gar nid zunere Clique gheere, drĂ€ffe sich zu glainschte, glaine und mittelgrosse VerbĂ€nd und ziehn drummelnd und pfyffend dur d Gasse vo dr Innerstadt (vo do au dr Usdrugg GĂ€ssle). D Guggemusigge blybe normalerys in ihrer Formation â wĂ€ge de vile verschiidene InschtrumĂ€nt und Repertoire ka me schlĂ€cht ad hoc VerbĂ€nd bilde. D Gugge ziehn dur die grössere Stroose vor Innerstadt. Vo Beiz zu Beiz underwĂ€gs sin am Obe au d SchnitzelbĂ€ngg. Au uff dr Gass sin Waggis, wo meischtens mit em grosse Sagg RĂ€ppli usgrĂŒschtet am Marodiere sin.
Ăndstraich
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]Dr Ăndstraich isch s Ănd vor Basler Fasnacht. DĂ€ Aloss, wo nid resp. nur cliquenintĂ€rn organisiert isch, findet in de letschte Minute vorem vieri am Donschtig morge statt. Die Aktyve kemme vom GĂ€ssle zrugg und vereinige sich mit ihrer Clique, jedi Clique wĂ€hlt en andere DrĂ€ffpunkt. E letschts Mool wird im Verband e Marsch pfiffe und drummlet und dr Frau Fasnacht Aadie gsait. Mit em Gloggeschlaag am Vieri (theoretisch, in dr Praxis maischtens um die vieri ume) verstumme d InstrumĂ€nt und d Larve wĂ€rde abzooge.
Intrigiere
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]Mit Intrigiere maint mĂ€ an dr Fasnacht, wenn e Masgge öbber uf en Arm nimmt. DĂ€ muess dr Masgge nyt schuldig blyybe und kha zymftig zrugggee. MĂ€ kha sich scho allerhand erlaube, es sotte aber nie Schlötterlig si und ooni Humor wird s Intrigiere schnĂ€ll zun ere Belaidigung. Bsundrigs handfest bim Intrigiere si im Allgemaine d Waggis, wo vo iire WÀÀge aabe d Zueschauer stichle, iine mĂ€nggisch, vor allem de hybsche junge Fraue, Hampflewyys RĂ€ppli in Kraage iine stegge und am Schluss, wie as Entschuldigung, iine e Struuss Mimöösli vereere. Alti FasnĂ€chtler si dr Mainig, ass dr Standard bim Intrigiere sit em Aafang vo dr Massefasnacht am Ăndi vo de 1940er Joor, stargg gsungge sig, vor allem wil sich d Lyt hytzudags kuum me kenne.[10]
S Publikum
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]Anders als bim dytsche Karneval kunnt em Publikum â also allne Lyt, wo nid mit Goschdyym und Larve usgrischtet sin â e bsunders passivi Rolle zue. Gschminkti Gsichter, Goschdyymierige und anders "luschtigs" Zyyg sind gar nid gĂ€rn bim Publikum gseh. S Publikum drait Strooseaaleegi und â als Fasnachtsbezug â e Plaggedde. A de CortĂšge balgd sich Jung und Alt um Orange, DÀÀfi und Mimöösli und versuecht, de RĂ€ppliladige zentkoo, aber susch blybt s Publikum passiv. Am CortĂšge und Morgestraich sin d Stroose fir die Aktyve reserviert, s Publikum hett am Rand zstoo; bim GĂ€ssle isch de Clique dr Vordridd zloo.
SchnitzelbĂ€ngg, MĂ€rsch, GuggekonzĂ€rt etc. wĂ€rde in aller Regel schwyygend gnosse, me singt als Publikum nid mit und klatscht nume am Schluss zem Applaudiere. E Doodsynd ischs Fötele am Morgestraich mit Blitzliecht: Dodrby wird d Stimmig kaputtgmacht â und s Foteli au.
Au wenn ar Basler Fasnacht au Alkohol drungge wird, fiechtfrehlig wirds nid. IbermÀssige Alkoholgnuss isch verpönt, vili Aktyve verzichte freiwillig ganz.
A de offizielle FasnachtsalÀss wie Morgestraich, CortÚge und GuggekonzÀrt dörfe nume die offiziell agmÀldete Basler Fasnachtsgsellschafte dailnee. Nume bim GÀssle und Gugge derfe UswÀrtigi aktyv mitmache, solang si d Grundregle vor Basler Fasnacht (Vollgoschdyym mit Ganzkopflarve, Plaggedde, als InschtrumÀnt Gugge, Piccolo oder Drummle) reschpeggtiere. UswÀrtige kenne zuedÀm au Mitgliid in ere Basler Fasnachtsgsellschaft wÀrde - vili Aktyvi stamme hytte nimmi us dr Stadt Basel, sondern em Umland.
Ereignis rund um d Fasnacht
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]Es git e groossi Zahl vo Veraastaltige wo vor und nooch dr Fasnacht stattfinde. Do e Uflischtig vo de Wichtiggschte:
Vorfasnachtsverastaltige
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]Wie dr Namme scho sait kamme vor dr Fasnacht scho divÀrsi Verahstaltige bsueche. E baar glÀnze dur groosartigi ExperimÀnt mit em Thema Fasnacht wie zem Byyschbyyl emene Fasnachts-Musical oder Musigstigger wo FasnachtsinstrumÀnt und MÀrsch mit "klassische" oder fremde InstrumÀnt und KlÀng dien fusioniere. Bi de Maischte vo dene AhlÀss kemme au SchitzelbÀngg oder anderi satirischi ElemÀnt zem Traage. Do isch e Ufflischtig vo Ainige vo dene Vorfasnachtsverahstaltige:
- Mimösli im HÀbse-Theater
- Offiziells Pryysdrummle und -pfyffe (dr offizielli WettbewÀrb fir Tamboure und Pfyffer)
- Pfyfferli im Theater Fauteuil
- Charivari im Volkshuus
- RĂ€ppli-Serenade im Rhypark (s letscht mol isch 2005 gsi)
- Stubete im 'tis (Restaurant 'Atlantis')
- Kinder-Charivari im Theater Basel
- Monstre-Drummelkonzert (au bekannt als "Drummeli") im Musical-Theater Basel
- FasnachtsbÀndeli (fir Kinder und Familie), Theater Arlecchino
- S Ridicule vo dr Helmut Förnbacher Theater Company im Badische Bahnhof
- S Fasnachtskiechli mit Almi & Salvi
LatÀrne yypfyffe
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]S LatÀrne yypfyffe findet immer am Sunntig vor dr Fasnacht statt. D ZugslatÀrne (die meischte no mit Lyndiecher verhillt, will erscht am Morgestraich die ganzi Pracht sell enthillt wÀrde) sinn uff ere kurze Route vom Ort wo si gmoolt, oder montiert worde sin (usserhalb vo der Altstadt), zem Ablaufplatz vo dr Clique (in der Altstadt) am Morgestraich unterwÀggs. Biglaitet wÀrde si nur vo de Pfyffer. D Drummler sinn fir aimool nur Zueschauer und hÀnn d Drummle dehaim glooh.
LadÀrne verabschyyde
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S âLadĂ€rne Verabschyydeâ findet in dr Nacht vom Fasnachtsmittwuch uff e Dunschtig statt. Doderby wird e clique-spezifischs Ritual duregspilt. Maischtens bildet die ganzi Clique e Greis um ihri LadĂ€rne und intoniert dr Wettstaimarsch, d Daagwach, d Retraite, dr Basler Marsch, "le Lancier" oder en anderi Komposition. WĂ€hrend em Vortrag wĂ€rde denn d Liechter im LadĂ€rneninnere langsam glöscht. Maischtens findet das Ritual am Punggt 04.00 zum Abschluss vo dr Fasnacht statt, mĂ€nggmool aber au friener am Oobe, und das normalerwys vor em jewylige Stammlokal.
Kehrussball
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]Am Samschtig nooch dr Fasnacht gits an vyyle Ort MasggebÀll wo alli zÀmme unter em Namme Kehruss oder Kehrussball bekannt sinn. Vyyli Clique und Gugge verahstalte aigini BÀll in ihrne Clique KÀller.
Bummel Sunntig
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]Nooch dr Fasnacht halte d Clique und d Guggene e Bummel ab und zwoor immer an aim vo de drey folgende Sunntige noch dr Fasnacht. DĂ€ Ahloos bekundet denn s Ănd fo dr Fasnacht und beinhaltet maischtens e glaine Ussflug und e z NachtĂ€sse. Sowohl underwĂ€ggs als au bi dr Riggkehr noch Basel wird nonemol gĂ€sslet und musiziert. Dismool aber ohni Goschdyym und Larve.
Organisation
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]Sitt 1911 wird d Basler Fasnacht vom Fasnachts-Comité organisiert, wo als offizielle AhsprÀchpartner duet fungiere. S Comité isch au verantwortligg fir d Blaggedde wo jedes Johr uusegÀÀ wird.[11] Es git vier verschiideni Variante: Die Kupfrigi fir 9 Stutz, die Silbrigi fir 18 Stutz, die Goldigi fir 45 Stutz und s Bijou fir lÀppischi 100 Stutz.[12] D Yynaame geen iber Subventione zem greeschte Dail in d Kasse vo de Fasnachtsgruppene. Drumm wird erwartet, s isch aber nid obligatorisch, as sich jede Zueschauer e Blaggedde zueduet. Me sait au: "WÀr kai Blaggedde drait, schadet dr Fasnacht."
D Fasnacht in Zahle
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]Im 2004i sinn yber 480 Ainhaite bim Fasnachts-ComitĂ© registriert gsi: 141 Clique und GruppiĂšrige, 141 WÀÀge und Chaise, 61 Gugge, 86 Pfyffer- und Drummlergruppe und 55 Ainzelmasgge und klaini GrĂŒppli. Im Total sin das yber 12.000 FasnĂ€chtler wo do in organisiĂšrte Gruppe dailgnoh hĂ€n. ZuesĂ€tzligg sin ebbe 6.000 "wildi" FasnĂ€chtler, wo nid aagmolde gsi sinn (sogenannti SchyssdrĂ€ggzygli) unterwĂ€ggs gsi. Alles in allem sin 185 ZuglatĂ€rne an dr Basler Fasnacht "gloffe".
Gschicht
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]Wil bim Basler Ărdbebe 1356 e grosse Deil vo dr Stadt abebrennt isch, si au die meiste DoggumĂ€nt us dr Friezytt vo dr Stadt verlore gange, und mĂ€ weiss nume wenig was denn bassiert isch. Die eltisti ErwĂ€hnig vo dr Fasnacht isch us em Johr 1376, wo die sogenannti «Beesi Fasnacht» vil Ungligg iber d Stadt brocht het. Am Daag vor em Aschermittwuch het uf em MĂŒnsterblatz e Durnier stattgfunde. Dr Leopold III. vo Eestryych isch mit syyne Ritter us em Glaibasel iberekoo, und si hai d Groossbasler Buurger brovoziert. Die hai sich bewaffnet und d Ritter verdryybe. Drbyy si vier Lyt umkoo. Zr Stroof si zwelf Buurger kepft worde und dr Kaiser Karl IV. het d Ryychsacht iber d Stadt verhĂ€ngt.
Iberhaupt het s fasnÀchdlige Dryybe immer wider d Obrigkeit uusegforderet und die het mit Verbot reagiert. 1433 isch verbote worde as Dyyfel umezlaufe oder e Larve aazhaa. Zwai Joor druf het s Konzil s Danze lo verbiete. Im 15. Joorhundert si Faggleumzyyg sehr populÀÀr gsi und d Reet hai se meermols verbote, nid numme wÀge dr Brandgfoohr sondern au, wil s hyfig Ufrier gee het drwÀge.[13]
Wo in de 1520er Johr d Reformation z Basel yygfiehrt worden isch, isch d Fasnacht em reformierte Yyfer nid zum Opfer gfalle, wie s in andere protestantische Stedt bassiert isch. 1529 isch d Fasnachtszit uf die drei DÀÀg vom MÀndig bis zum Mittwuch noch em Aschermittwuch festglait worde und us dÀm Johr waiss mÀ au, ass sich d Lyt mit Larve verklaidet hai.[14] Ass sich d FasnÀchtler verklaidet hai, het die fromme Reet wohrschinlig nit allzusehr versteert, aber won e baar von ene am Aafang vo de 1530er Johr blutt in dr Strooss hai afo umedanze, het mÀ sÀ yyglocht. 1546 isch s Verklaide, s Pfyyfe und s Drummle verbotte worde und 1555 het mÀ fir e Fasnachtsfyyr fimf Pfund Buess iberkoo. Vor allem d Zymft sis gsi, wo d Fasnachtdraditione gege d Verbot vo dr Oobrikait verdaidigt hai. Bi dr Musterig vo 1540 si 600 jungi Manne im Harnisch mit SchwÀrt und Hellebarde dur d Stadt zooge, und sit denn hai d Stadtquardier Umzyyg veraastaltet.[13] WÀr bi dene Umzyyg het welle mitmache, het sich e Blatz miesse kaufe. Es syy also vor allem die Mehbessere gsi, wo mitgmacht hai. Aber au die si gueti Lokalpatriote gsi und hai meh as ainisch mit dene us andere Quardier gschleeglet. 1757 zum Bischbil hai d Glaibasler d Stainlemer abgschlage und ihne ihri Gwehr wÀggnoh.[15]
Wenn friener d Fasnacht verbotte worde isch, wil si unsittlig sig, so het mit dr Helvetik d Baasler Oobrigkait naiji Brobleem mit dr Fasnacht ghaa und het sÀ verbotte, wil si Angst vor enere Kritigg am naije Reschyym ghaa het. Wo die helvetisch Revoluzioon ume gsi isch, het mÀ wider derfe fyyre, bis 1807 d Kiirche e Verbot duuregsetzt het.[16]
Vo de 1830er Joor aa het d Bevelkerig wildi Stroossefasnachte gfyyrt. SchnitzelbĂ€ngg si 1832 zum erste Mol erwÀÀnt worde. 1833 het dr Metzger Bell scho am vieri am Morge in dr Stadt afo LĂ€rm mache, aber wil s ungsetzlig gsi isch, zelt s nit as dr erst offiziell Morgestraich. Im Joor druf isch d Fasnacht z Baasel usgfalle, wĂ€ge dr Schlabbe, wo d Baaselbieter de Stedter am 3. August 1833 bi dr HĂŒlfteschanze byybroocht hai und wo denn zur Dailig vom Kantoon gfiert het. Im neggste Joor het me aber wider derfe fyyre und zum erste Mol isch e Morgestraich am vieri offiziell erlaubt worde und isch vo denn aa Dail vom Bruuch. Wo 1845 d Bolizei verbotte het, mit Faggle in de Stroosse umezlaufe, het mĂ€ zuenigi LadĂ€rne afo bruuche und uf die het mĂ€ kenne bissigi VĂ€rsli schryybe und karikaturistischi Bildli moole. Um 1858 het dr Verain «Quodlibet» d Fasnacht im Groossbaasel afo organisiere und e bitz speeter het s «Wurzegraber-KĂ€mmerli» s Glyyche im Glaibaasel gmacht.[16]
In de 1870er Joor si die erste Clique, wo denn no Fasnachtsgsellschafte ghaisse hai, entstande. Die eltisti Clique, wo no existiert, isch d VKB («Vereinigte Kleinbasler»), wo 1884 grĂŒndet worde isch. Die Clique hai s Drummle und Pfife pflĂ€gt, wie mĂ€ s scho im 16. Joorhundert bi de Mustrige het kenne heere. Si hai d Muusig witerentwigglet und au vili ElimĂ€nt us uslĂ€ndische Dradizioone ibernoo. Am 26. Februar 1906 hai s Quodlibet und s WurzegrabekĂ€mmerli in dr Halle vo dr Burgvogtei luden e DrummelkonzĂ€rt veraastaltet, wo denn s jöörlige «Drummeli» drus worde isch. 1911 het s Fasnachts-ComitĂ© afo d Fasnacht organisiere und het, zum sĂ€ z finanziere, Fasnachtsblagette afo verkaufe. Au e Fasnachtsfierer het s ComitĂ© uusegee, wo sit 1949 «RĂ€dabĂ€ng» haisst.[16]
WÀÀrend em Erste WĂ€ltkrieg 1914 bis 1918 isch d Stroossefasnacht verbote gsi, aber s Drummeli het stattgfunde und isch guet bsuecht gsii. Vo 1920 aa het s wider Fasnacht gee und immer mee Clique si entstande. Guggemuusige si ufkhoo, und am MĂ€ndig und am Mittwuch hai CortĂšges stattgfunde. Vo 1940 bis 1945 het s wĂ€gen em Zwaite WĂ€ltkrieg non emol kai Stroossefasnacht gee, und d Baasler hĂ€i sich wider mit em Monstre mĂŒesse begniege.[16]
Noch em Krieg het sich die modĂ€rni Massefasnacht afo uusebilde. 1950 hai s ComitĂ©, d Bolizei und d Basler Verkeersbetriib abgmacht, ass wÀÀrend dr Fasnacht d Innestadt fĂŒr e Stroosseverkeer gsperrt wird. Nöiji Clique und Guggene si grĂŒndet worde. D Zaal vo de vorfasnĂ€chtlige Veraastaltige isch gstiige.[16] Au sust isch e Hufe andersch worde. D Buebe vom Waisehuus hai vor em Krieg ooni Larve miesse drummle und d Maitli hai nid emol döfe mitmache. Wenn mĂ€ dennzumol no mit eme gschminggte Gsicht het kenne umelaufe, isch das vollkomme tabu worde. D RĂ€ppli si emol Kartongstyggli us de BandwÀÀbereie gsi und nid bsundrigs broduzierti Gomfetti. Au Spröi het mĂ€ sich friener aagheit und dĂ€ het fiirchterlig grazt, wenn er under s Hemmli khoo isch, und Hienerbai und HienerfÀÀdere, was us hygienische Grind verbote worde isch.[10]
Dr Fasnachtstermin
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]Werum as d Basler Fasnacht hyte e Wuche speeter duet aafoo as in de umliegende Stedt isch nid klar. Die iibligi ErklÀÀrig isch as nooch dr Reformation anno 1520, Basel sy Fasnacht wytter gfyyrt het, wÀhrend alli andere reformierte Regione offiziell drmit uffgheert hÀnn. Me sait as, zem sich vo de katholische Bryych zunterschaide d Fasnacht im Joohr 1529 e Wuche speeter aagsetzt worden isch. Es git aber kaini Schrifte, wo die Theoryy wurde bistÀtige. Erscht 200 Joor speeter wÀrde die Resolutione vo 1529 erwÀhnt. Hitzedaags gilt d Basler Fasnacht als die ainzigi groossi proteschtantischi Fasnacht uff dr ganze WÀlt.
Hischdooriker wyyse zuedĂ€m druff hi, as dr katholisch Fasnachtstermin scho 1091 uff em Konzil z Benevent sĂ€ggs Daag noch vorne gschobe worden isch, will me d Sunntige vo dr vierzigdÀÀgige Faschtezyt usgno hett. Dodrmit isch dr Afang vor Faschtezyt um sĂ€ggs Daag uff dr hitigi Ăschermittwuch fiiregruggt. Bis wyt ins 16. Joorhundert hĂ€n beidi Fasnachtstermin nĂ€benenader exischtiert: Zem aine d "Heere-" oder "Pfaffefasnacht", wo am Ăschermittwuch z Ănd gangen isch und â wies dr Name scho adyttet â vor allem vo de meehbessere Krais gfyyrt worden isch. Zem Andere isch am alte Termin d Buurefasnacht vom gmaine Volk gfyyrt worde. D Basler Fasnacht findet dodrmit wie die z Lieschtel am alte Termin statt. Die Theori isch aber nid ooni Widerspruch, miessti doch noch iire dr Morgestraich scho am Samschtig stattfinde und nid erscht am MĂ€ntig.
Kurioses
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]- Im 2002 hÀn d Basler StadtwÀrgg s Strooseliecht e Minute z frieh am 03:59 ussgschalte. TrozdÀmm isch d Fasnacht wie immer bis am Dunnschtig am 4:00 gange. Drumm het d Fasnacht 2002 ai Minute lenger duurt als normal.
- Vom Samschtig uff dr Sunntig vor em Morgestraich 2006 hets innerhalb vo wenige Stund ebbe 50 cm Neyschnee geh, wo d Innestadt vo Basel blockiert hÀnn. S het e Grossyysatz bruucht zem d Stadt rÀchtzyttig fir d Fasnacht vom Schnee z befreie. No nie bishÀr isch e Fasnacht mit meh Schnee duuregfiert worde (scho gar nid mit frisch gfallenem Schnee). 50 cm sinn die drittheggschti SchneemÀngi und die allerheggschti NeuschneemÀngi, wo je in Basel gmÀsse worde sinn.
Literatur
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]- Paul Koelner: Die Basler Fasnacht. Basel 1913
- Fasnacht â Mythos und MissverstĂ€ndnis. Essay. Kultur- und Freizeitmagazin der Basler Zeitung, 9. Februar 2008
Weblink
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]Fuessnoote
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]- â Offiziell aufgenommen: Die Basler Fasnacht ist Kulturerbe der Unesco (Memento vom 26. Juni 2018 im Internet Archive) Ardikel in dr bz vom 7. Dezember 2017
- â D Frau Fasnacht in Frangge und RĂ€ppli en Undersuechig vo dr FHBB iber die volggswirtschaftligi Bedyytig vo dr Basler Fasnacht uff fasnachts-comite.ch
- 1 2 3 4 5 6 7 8 «Figuren» uf Basler Fasnachts History, abgrĂŒeft am 19. Merz 2011
- â D Fasnachtsblaggedde vo 1911 mit em Bild von ere Alte Dante Archivlink (Memento vom 27. JĂ€nner 2011 im Internet Archive)
- â D Fasnachtsblaggedde vo 1914 mit em Bild vom e Dummpeter (Memento vom 27. JĂ€nner 2011 im Internet Archive) Archivlink (Memento vom 27. JĂ€nner 2011 im Internet Archive)
- â D Fasnachtsblaggedde vo 1933 mit em Bild vom ene Junteressli Archivlink (Memento vom 2. Juli 2007 im Internet Archive)
- â D Fasnachtsblaggedde vo 1935 mit em Bild vom ene StĂ€nzler (Memento vom 2. Juli 2007 im Internet Archive) Archivlink (Memento vom 2. Juli 2007 im Internet Archive)
- â D Fasnachtsblaggedde vo 1914 mit em Bild vom ene Ueli (Memento vom 27. JĂ€nner 2011 im Internet Archive) Archivlink (Memento vom 27. JĂ€nner 2011 im Internet Archive)
- â CortĂšge uff fasnachts-comite.ch
- 1 2 Auf eine Intrige mit Herr und Frau Fasnacht Ardiggel uff tageswoche.ch vom 23. Februar 2012
- â Plakettengalerie uff fasnachts-comite.ch
- â Preise und Verkauf uff fasnachts-comite.ch
- 1 2 Die Fasnacht am Ende des Mittelalters uff altbasel.ch abgrĂŒeft am 17. Merz 2011
- â Geschichte der Basler Fasnacht im Zeitraffer (Memento vom 21. MĂ€rz 2019 im Internet Archive) PDF-Datei uff dr Website vom Fasnachtskommitee abgruefen am 22. Merz 2019
- â UmzĂŒge der Basler Quartiere zur Fasnacht uff altbasel.ch abgrĂŒeft am 17. Merz 2011
- 1 2 3 4 5 Geschichte der Basler Fasnacht (Memento vom 24. DezĂ€mber 2018 im Internet Archive) uff altbasel.ch abgrĂŒeft am 17. Merz 2011
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