Muusigtheater
S Muusigtheater (au: Musikalischs Theater) isch Ă€ini vo de vier klassische Sparte vom Theater â die andere si s SprĂ€chtheater (Schauspiil), s Figuuretheater und s Danztheater (Ballett). Es isch us em Schaner vo dr Opere entstande. Au Mischforme si mööglig. Zum Muusigtheater ghöre alli Forme, won e dramatischi Handlig (usdruckt in Beweegig und Sprooch) mit Muusig verbinde, im AllgemĂ€ine mit sogenannter klassischer Muusig.
Wie s entstande isch und sich entwigglet het
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]Zum Muusigtheater zelt mĂ€ im dĂŒtsche Sproochruum nĂ€ben e baar Sonderforme d Opere, d Operette, s Singspiel, wo kabarettistisch gfĂ€rbt isch, und s Miusikl, eo in dere RĂ€ijefolg entstande si. Alli vier Gattige si öbbe zwĂ€i Joorduusig jĂŒnger as s SprĂ€chtheater, wo in dr Antike entstande isch und hĂ€i sich uf dĂ€m sinere stofflige und daarstellerische Grundlaag entwigglet.
Es het zerst Mischforme gee, wo s Schauspiil bzw. d Muusig nume die anderi Kunstform wien e Illistrazioon beglÀitet het, vo dr Rönessans aa si Gattige entstande, wo bin ene dr Logos und dr Mimus voll ufenander abgstimmt gsi si. Drbii isch nie klaar gsi, öb d Muusig dr Teggst söll diktiere, oder öb si dÀm söll underworfe si. Im 20. Joorhundert het mÀ au mit Forme umegspiilt, wo s Schauspiil und d Musik eender assoziativ nÀÀbenenander hÀi lo gÀlte.
UrsprĂŒnglig hĂ€i bi UffĂŒerige vom Muusigtheater Schauspiiler, SĂ€nger (dĂ€ilwiis in Personalunion) und Orchester mitgspiilt. In dr nöijere Zit wird d Muusig vilmol vo DoondrÀÀger abgspiilt und zum DĂ€il mit Döön gmischt, wo lĂ€if erzĂŒgt wĂ€rde.
InstrumÀnt
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]Zum ene Muusigtheater chönne alli InstrumĂ€nt vom ene klassische Orchester ghööre und natĂŒrlig au die menschligi Stimm. Im 20 und 21. Joorhundert het mĂ€ s Instrumentarium vom Muusigtheater erwiteret und jetz chönne au InstrumĂ€nt us dr Pop- und DschĂ€smuusig (E-Gitarre, Keyboards, Synthesizer, E-Bass etc.) iigsetzt wĂ€rde. In dr jĂŒngste Zit git s immer mee mixed media Inszenierige, wo digitalisierti Muusig und Muusig, wo lĂ€f gspiilt wird, gmischt wĂ€rde.
Begriffsgschicht
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]
Dr Begriff vom Muusigtheater sĂ€lber isch erst im 20. Joorhundert brĂ€gt worde, wo mĂ€ sich kritisch mit dr dradizionelle Opere, wo d Muusig bin ere vorherscht, und dr Art, wie si ufgfĂŒert wird, befasst het und sich draa het afo stööre, ass dr Begriff âOpereâ fĂŒr son e Hufe verschidnigi Forme brucht worden isch, wo bis denn entstande si.
Zerst het dr nöi Begriff experimentelli Mischforme bezĂ€ichnet, im Lauf vo dr Zit isch er aber immer mee as SĂŒnonĂŒĂŒm fĂŒr d Opere brucht worde, wo mit modĂ€rne Middel inszeniert worde isch. Mit dĂ€m hĂ€nggt zĂ€mme ass mee und mee sit em Joorhundert vorhÀÀr d Rolle vom Reschissöör as genau so verantwortigsvoll und kĂŒnstlerisch wichdig anerkennt worde isch wie die vom Autor, vom Komponist, vo de Schauspiiler und SĂ€nger, vom DirigĂ€nt und vom BĂŒĂŒnebildner. Dr Reschissöör Walter Felsenstein, wo sich drfĂŒĂŒr iigsetzt het, ass d Muusig und dr Teggst bi dr Kommunikazioon gliichberĂ€chdigt sötte si, und wo d Inszenierige von em langi Zit as bischbilhaft gulte hĂ€i, het vil drfĂŒr gmacht, ass sich dr nöi Begriff iibĂŒrgeret het. Noch iim sött mĂ€ zum Bischbil au dr Oscar Fritz Schuh, dr GĂŒnther Rennert und dr Götz Friedrich erwÀÀne.
FĂŒr Forme vom Muusigtheater, wo weder Opere, no Operette oder Miusikel si, het dr Komponist Mauricio Kagel dr Begriff "Nöis Muusigtheater" brĂ€gt. S nöije Muusigtheater isch nit uf e Gsang konzentriert, sondern goot vom Klang us, wo uf dr BĂŒĂŒni in Akzioon umgsetzt wird, musikalisch, dĂ€nzerisch und daarstellerisch. [1]
Im angloamerikanische Sproochruum isch âMusical Theatreâ nit dr Ooberbegriff fĂŒr alli Forme vom Muusigtheater, wo oobe nooch erwÀÀnt wĂ€rde. Es wird mĂ€istens as SĂŒnonĂŒĂŒm fĂŒr s Miusikel und anderi, eender liichti Forme verwĂ€ndet, zum sĂ€ vo dr dradizionelle Opere (âOperaâ) abzgrĂ€nze.
Litratuur
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]- Dirk Böttger: Das Musikalische Theater. 2002, ISBN 3-538-07138-1.
- Reclams Opernlexikon: Musiktheater. Digitale Bibliothek, Band 52.
- Brockhaus-Riemann Musiklexikon: Musiktheater. Digitale Bibliothek, Band 38.
- Bettina Knauer, Peter Krause: Von der Zukunft einer unmöglichen Kunst â 21 Perspektiven zum Musiktheater. Aisthesis, 2006, ISBN 3-89528-542-0
- Musiktheater, in: Deutscher Musikrat (Hrsg.): Musik-Almanach 2007/2008. Daten und Fakten zum Musikleben in Deutschland. ConBrio, Regensburg 2006, S. 805â819.
- Jury Everhartz, Kristine Tornquist (Hg.): Fragen an das Musiktheater. 2012, ISBN 978-3-902498-68-7.
Weblingg
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]- Themeportal Muusigtheater vom DĂŒtsche Muusiginformazionszentrum
- Liste vo de Muusigtheater z DĂŒtschland
- Muusigtheater z DĂŒtschland (Kartografischi Daarstellig vom DĂŒtsche Muusiginformazionszentrum; PDF; 172Â kB)
Fuessnoote
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]- â Dieter Schnebel: Mauricio Kagel. Musik, Theater, Film. Dumont Schauberg, Köln 1970, S. 338.
| DĂ€ Artikel basiert uff ere frĂ€ie Ăbersetzig vum Artikel âMusiktheaterâ vu de dĂŒtsche Wikipedia. E Liste vu de Autore un Versione isch do z finde. |