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Angeln (Halbinsel)

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Lage von Angeln nördlich der Halbinsel Schwansen und südlich der Halbinsel Sundewitt
Der Leuchtturm Falshöft an der Angelner Ostseeküste
Strand bei Pottloch in Ostangeln

Angeln (dänisch Angel, lateinisch Anglia)[1] ist eine deutsche Halbinsel in der Ostsee auf der Kimbrischen Halbinsel. Sie ist von der Flensburger Förde und der Schlei umgeben und liegt nördlich der Halbinsel Schwansen und südlich der Halbinsel Sundewitt (dänisch: Sundeved) im Gebiet des Kreises Schleswig-Flensburg im Nordosten Schleswig-Holstein. Angeln stellte in historischer Zeit niemals eine politische Einheit dar. Dennoch nennen sich die Menschen dort Angelner oder Angeliter (angelboer) und pflegen eine damit verbundene Identität.

Das Volk der Angeln wurde um 98 n. Chr. von Tacitus in seiner Ethnographie Germania als Anglii erstmals erwähnt. Ab dem 5. Jahrhundert wanderten zahlreiche Angeln nach Britannien aus, wo sie zunächst wohl als foederati dienten und schließlich die Herrschaft an sich rissen (siehe Angelsachsen). Sie nahmen dabei den Namen ihrer Heimatregion mit, so dass sowohl England als auch die englische Sprache ihre Namen letztlich auf die Halbinsel Angeln zurückführen. Auch der Name der englischen Region East Anglia geht auf die Angeln zurück.

Der Landschaftsname Angeln (germanisch vermutlich Angulaz, altenglisch: Ongel, dänisch: Angel) wird bereits im 8. Jahrhundert im Widsith verwendet und bezeichnete entweder etwas Hakenförmiges (vgl. Angel) oder war eher die ursprüngliche Benennung der Schlei (zu germ. angwa ‚eng‘). In den ältesten Formen war vermutlich nicht allein die heutige (enger gefasste) Landschaft, sondern generell das Siedlungsgebiet der Angeln gemeint.[2][3]

Die Schlei

Die Halbinsel Angeln ist ein Teil des Schleswig-Holsteinischen Hügellandes und geht im Westen in die Schleswigsche Geest über. Die Grenze zur Geest folgt dem historischen Ochsenweg (dänisch: Hærvejen, Sakservejen oder Adelvejen; niederdeutsch: Ossenpadd), heute weitgehend gleichlaufend mit der Bundesautobahn 7. Der westliche Grenzbereich Angelns wird auch Luusangeln genannt. Grob veranschaulicht wird die Lage Angelns häufig auch über das Städtedreieck Flensburg – Kappeln – Schleswig.[4]

Steilküste bei Holnis

Das Land wurde von den Grund- und Endmoränen der letzten Eiszeit gebildet, im Wesentlichen durch große Gletscherzungen, die auch die Förden ausschürften. Hier befinden sich auch die meisten abflusslosen Senken zwischen den Kuppen, die im Laufe der Zeit vermoorten, und einige von Bächen durchflossene Seen. Die Hügelkette zwischen Husby und Kappeln stellt die Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee dar, östlich fließen kleine Auen in die nahe Ostsee oder eine ihrer Förden, während westlich z. B. die Treene 60 km bis Friedrichstadt und dann über die Eider in die Nordsee fließt.

Angelns Landschaft wird durch Knicks geprägt

Das Landschaftsbild ist, obwohl stark ackergeprägt, durch das sanft hügelige Relief, die Gewässer und in weiten Bereichen ein gut ausgeprägtes Knicknetz, aufgelockert und harmonisch. Der Waldanteil ist mit 5 % verhältnismäßig gering. Das Angelner Hügelland mit seinen kurvenreichen Straßen wird häufig durch kleinere Buchen- und Mischwälder unterbrochen, so dass es wie ein natürlicher Landschaftspark wirkt.

Konik-Herde in der Geltinger Birk

Bedingt durch fruchtbare Geschiebelehme wird das Land überwiegend für Ackerbau genutzt. Die Moorböden der Niederungen und Senken sind zwar weitgehend melioriert und ebenfalls unter Ackernutzung genommen worden, doch beträgt der Anteil an Grünländern noch ca. 20 %, Viehzucht ist verbreitet. In Dollerup wird seit einigen Jahren Wein angebaut.

Die Höhen im Östlichen Hügelland erreichen in Angeln 60–70 m ü. NHN. Die höchste Erhebung Angelns ist nicht – wie oft angenommen – der Scheersberg (71 m), auf dessen Kuppe sich wohl eine alte germanische Thingstätte befand und heute der Bismarckturm, der als Aussichtsturm dient, sondern der Höckeberg in Freienwill mit 82 m.

Eines der neolithischen Großsteingräber bei Glücksburg

Die Halbinsel zwischen Schlei und Flensburger Förde war bereits früh besiedelt, wie insbesondere neolithische Großsteingräber bei Glücksburg, Süderbrarup und Oeversee bezeugen. Aus der vorrömischen Eisenzeit stammt ein Wagengrab bei Husby (2. Jahrhundert v. Chr.).

Siedlungsgebiet der Angeln

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Rekonstruierter Thingplatz in Gulde

Der heutige Name der Landschaft geht auf den germanischen Volksstamm der Angeln zurück, der in der Antike in der Landschaft Angeln und den angrenzenden Räumen ansässig war (das damalige Angeln dürfte deutlich größer gewesen sein und reichte im Süden vermutlich bis zur Eider). In Kapitel 40 seiner Germania erwähnt Tacitus die Angeln unter den Stämmen, welche die Erdgottheit (terra mater) Nerthus gemeinsam verehrten. Kultisches Zentrum Angelns scheint das Thorsberger Moor gewesen zu sein – darauf deutet weniger der Name hin, der wohl erst in der Zeit der Wikinger entstand, sondern vor allem zahlreiche archäologische Funde, von denen ein großer Teil aus dem Römischen Reich stammt. Bei Schaalby in Südangeln wurden 2026 seltene Westlandkessel aus der Spätantike entdeckt.[5]

König Offa ist eine der Sagengestalten des Volkes der Angeln. Die wohl bekannteste niedergeschriebene Fassung dieser Sagen stammt von Karl Müllenhoff, der sie 1845 mit anderen Sagen aus Angeln und ganz Schleswig-Holstein veröffentlichte.[6] Unter den aus Angeln gesammelten Sagen finden auch der sagenhafte König Sceaf und der berühmte Held Beowulf Erwähnung.[7] Diese Mythen lebten bei den Angelsachsen fort: Ab etwa 400 n. Chr. wanderte ein Großteil der Angeln u. a. nach Britannien aus und siedelte dort unter anderem in East Anglia. Der Umstand, dass das deutsche Angeln weiterhin ihren Namen trägt, lässt aber vermuten, dass ein Teil des Stammes dort zurückblieb.

Reste von germanischen Flurbegrenzungen aus der Römischen Kaiserzeit sind an über 50 Stellen (z. B. Ausselbeck, Gemeinde Klappholz) in den kleinflächigen Gutswäldern bekannt. Sie bestehen aus Erdwällen von 0,2–0,6 m Höhe und 4–12 m Breite, in Hanglagen auch aus Terrassenkanten (Hochrainen) und entsprechen den in Jütland gefundenen Oldtidsagre.

Funde aus dem Thorsberger Moor

Gräberfelder sind in Sörup (1375 Bestattete), Husby (1360) und Süderbrarup (1234) bekannt. Diese rund 4000 Männergräber sind durch eine geringe Zahl recht bescheidener Beigaben gekennzeichnet. Die Zahl der Frauengräberfelder ist viel geringer. In ihnen wurden jedoch mehr und zudem deutlich wertvollere Beigaben gefunden. Das Besondere am Süderbraruper Gräberfeld ist seine sehr lange Belegungszeit: Um 100 n. Chr. wurden die drei Gräberfelder angelegt; während ab ca. 320 n. Chr. die Belegung der beiden anderen Friedhöfe deutlich abnahm, stieg diese in Süderbrarup an und setzte sich bis ins 6. Jahrhundert fort. Die Siedlungsdichte verringerte sich in Angeln im 5. und 6. Jahrhundert offenbar deutlich; viele Dörfer verfielen, und ein Rückgang der Getreidepollen lässt auf eine Verödung vieler ehemaliger Äcker schließen. Verlassen wurden dabei zunächst Standorte mit schweren, lehmigen Böden. Da an einigen Standorten der Geest zeitgleich mehr Pollen gefunden werden, wird vermutet, dass sich das Klima verändert hatte: Erhöhte Regenmengen könnten dieses Ausweichen auf die sandigen Geestflächen erklären.

Als weiterer Grund für das Verlassen küstennaher Siedlungen werden häufigere Angriffe von der See her vermutet. Dieses zunächst regionale Ausweichen würde auch ein weiteres Phänomen erklären: Es gilt heute als wahrscheinlich, dass zwischen dem Einbruch der Bevölkerungsdichte in der heutigen Landschaft Angeln und dem Eintreffen vieler Angeln in Ost- und Mittelengland und der Sachsen in Südengland (= Angelsachsen) bis zu 100 Jahre vergingen.[8] Zunächst wären viele Angeln demnach auf die Geest ausgewichen, bevor sie ihre Heimat ganz verließen.

Besiedlung durch Jüten und Dänen im Frühmittelalter

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Karte von Angeln aus dem Jahr 1596. Die Karte ist geostet und zeigt auf diese Weise Angeln als gut erkennbare Halbinsel.

Es wird vermutet, dass die Halbinsel um 550 dann nur noch recht dünn besiedelt war oder die Bevölkerungsanzahl zumindest deutlich zurückgegangen war. Beda Venerabilis schreibt noch um das Jahr 730, mutmaßlich auf Grundlage älterer Vorlagen: „Von den Angeln aber, die nämlich aus dem Land kommen, das Anglia heißt und von jener Zeit bis heute verlassen zwischen den Ländern der Jüten und der Sachsen geblieben sein soll, stammen die Ostangeln ab“ (Beda I,15). Dass der Name Angeln für das Gebiet erhalten blieb, könnte aber, wie gesagt, darauf hinweisen, dass ein Teil der Vorbevölkerung im Land geblieben war und es an einigen Orten durchaus Siedlungskontinuität gab.[9] Nach 600 siedelten sich jedenfalls Jüten und Dänen auf der Halbinsel an, was heute noch an vielen Ortsnamen in Angeln und im übrigen Schleswig erkennbar ist; so enden viele Ortsnamen auf -by und -rup, was übersetzt „Dorf“ bzw. „Rodung“ heißt. Südlich der Eider kommen solche nordischen Ortsnamen nur sporadisch vor.

Noch heute bekennen sich zahlreiche Angeliter zur dänischen Minderheit. Allerdings begann sich in Angeln, wie im restlichen südlichen Schleswig, in der Neuzeit zunehmend die (nieder-)deutsche Sprache auszubreiten; im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde auch das Angeldänische vom Deutschen gänzlich abgelöst.[10]

Mittelalter und Neuzeit

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Die Kirche Neukirchen liegt direkt an der Ostseesteilküste.

Vermutlich befand sich in Husby in der Wikingerzeit die Residenz eines Königs; hierauf deuten neben dem Ortsnamen auch Funde wie ein großer Silberhort aus dem 10. Jahrhundert hin.[11] Angeln war seit dem Mittelalter Teil des Herzogtums Schleswig. Nach dänischem Brauch war Angeln dabei in Harden gegliedert. Im Erdbuch von Waldemar II. von 1231 sind fünf Angeliter Harden aufgeführt, die dem Istathesyssel untergeordnet waren:

  1. Husbyharde mit dem Haupt- und Thingort Husby
  2. Nieharde mit dem Thingort Sterup
  3. Schliesharde mit dem Thingort Boren
  4. Struxdorfharde mit dem Thingort Struxdorf
  5. Uggelharde, die nur teilweise zu Angeln gehört, mit dem Thingort Oeversee

In späteren Jahrhunderten kamen weitere Harden dazu: Die Munkbrarupharde wurde nach der Reformation aus dem Gebiet des aufgelösten Rüde-Klosters gebildet. Die Satrupharde, die Füsingharde und Mohrkirchharde und die Kappelner Harde entstanden im 18. und 19. Jahrhundert aus aufgelösten Güterbezirken.

Die St. Johanniskirche Flensburg-Adelby, heute die älteste Kirche Flensburgs, Teil der Husbyharde, wurde vermutlich in der Zeit um 1080 erbaut

Im 11. Jahrhundert begann ausgehend vom Bistum Schleswig die Christianisierung in Angeln. Innerhalb kurzer Zeit wurde eine große Anzahl romanischer Kirchen errichtet (vgl. Liste der romanischen Kirchen in Angeln), die bis heute das Landschaftsbild prägen. Die ersten Kirchen standen meist in den Hauptorten des Harden, oft in der Nähe eines Thingplatzes oder eines vorchristlichen Kultortes. 1191 gründete Bischof Waldemar das Kloster Guldholm, das allerdings nur kurzen Bestand hatte und 1209 als Zisterzienserkloster Rüde im heutigen Glücksburg neu entstand. 1391 wurde das Kloster Mohrkirchen gegründet. Beide Klöster wurden durch die Reformation aufgelöst. Im 17. und 18. Jahrhundert residierten in Glücksburg erstmals Herzöge.

Das Herrenhaus von Gut Roest, einem der ältesten Adelsgüter in Angeln.

Im Gegensatz zu dem südlich der Schlei gelegenen Schwansen ist Angeln bis heute durch kleinere, selbstständige Bauernhöfe gekennzeichnet. Anders als in Schwansen waren hier viele Bauern von Gutsherrschaft und Leibeigenschaft ausgenommen.[12] Eine Ausnahme bildet der Osten Angelns, wo es etwa in Gelting und Oehe bedeutende Güter gab. Die Leibeigenschaft wurde hier 1805 aufgehoben. Als Hofform bildeten sich das jütische Geesthardenhaus und nach der Verkoppelung im 19. Jahrhundert im Osten Angelns der Dreiseithof heraus. Seit 1867 gehörte Angeln gemeinsam mit dem übrigen Schleswig-Holstein zu Preußen.

Das Herrenhaus von Gut Oehe bei Maasholm.

In Angeln erhielt die NSDAP zunächst keine breite Zustimmung. Die Bauern Angelns, mit ihrer Mischwirtschaft aus Milchwirtschaft, Viehzucht und Getreideanbau, waren im Gegensatz zu anderen Bauern in Schleswig-Holstein, die sich beispielsweise auf reine Schweinehaltung und Kohlanbau spezialisiert hatten, weniger von der Weltwirtschaftskrise ab 1929 betroffen. Im östlichen Hügelland Schleswig-Holsteins, in dem Angeln liegt, herrschte damals noch eine Gutshoftradition. Die national-konservativ gesinnten Großgrundbesitzer gaben dort häufig noch in der Politik den Ton an. Die Ortsverbände der NSDAP in Südtondern und Flensburg-Land waren weniger strukturiert und personell schwächer aufgestellt als andere Ortsverbände. Nach den Erfolgen im Südteil der Provinz Schleswig-Holstein rückte auch der Nordteil der Provinz seit 1930 in den Fokus der NSDAP. 1933 forderten der grenzpolitische Sprecher der NSDAP Schleswig-Holstein, Pastor Johann Peperkorn, und Wilhelm Sievers, der Vorsitzende des „Schleswig-Holsteinischen Bundes“ und Oberbürgermeister von Flensburg, dass Nordschleswig wieder Teil des Reiches werden sollte. Danach bildeten sich radikal deutsch-nationale Gruppierungen in der Grenzregion. Infolge der Propaganda zur Grenzfrage erlangte die NSDAP nun auch in Angeln eine breite Zustimmung. Bei der Märzwahl 1933 in den Landkreisen Südtondern und Flensburg-Land erhielt die NSDAP die höchsten Ergebnisse in Schleswig-Holstein.[13]

Festnahme der Regierung Dönitz bei der Sportschule in Mürwik durch das britische Militär 1945

Während der NS-Zeit kam es auch vielerorts in Angeln zu Verfolgungen. Das Reichserbhofgesetz wurde in Angeln wie andernorts durchgesetzt. Der 1928 gegründete Heimatverein Angelns war vom Nationalsozialismus ebenfalls betroffen. 1934 wurde dessen Vorstand abgesetzt und durch Parteimitglieder ersetzt. Der abgesetzte Vorstand konnte seine Arbeit erst nach dem Krieg wieder aufnehmen.[14] Das eher dünn besiedelte Angeln wurde durch alliierte Luftangriffe nur im geringen Maße beschädigt. Durch Glück und Zufall blieben auch die Luftangriffe auf Flensburg erfolglos. Zum Kriegsende flüchteten zahlreiche NS-Größen über die Rattenlinie Nord nach Flensburg-Mürwik in den dortigen Sonderbereich Mürwik sowie die angrenzenden Gebiete Angelns.[15] Himmler hielt sich beispielsweise zeitweise in Ellgaard, Hüholz und Kollerup auf.[16] Die letzte Reichsregierung unter Karl Dönitz wurde schließlich in Flensburgs Vorort Mürwik verhaftet. Die US-amerikanische Times meldete daraufhin: „Das Deutsche Reich starb an einem sonnigen Morgen des 23. Mai [1945] in der Nähe des Ostseehafens Flensburg“, womit auf das in Angeln liegende Mürwik verwiesen wurde.[17][18]

Heute sind die wichtigsten Sprachen in Angeln Hochdeutsch, Niederdeutsch (Schleswigsch) und Dänisch. Letzteres ist überwiegend in der Variante des Sydslesvigdansk zu hören. Der alte angeldänische Dialekt des Südjütischen ist im 19. Jahrhundert ausgestorben, hat sich jedoch in zahlreichen Ortsnamen erhalten. Das Angler Niederdeutsch – das Angeliter Platt oder Angelner Platt – stand noch lange unter dem Einfluss des Dänischen und besitzt heute noch einige Eigenarten gegenüber anderen Varianten des Niederdeutschen. Beispielhaft wird oft der folgende Satz genannt: De chute Chegend, wo de chrossen cheelen Cheorchinen chanz chräsig chut chedeien („Die gute Gegend, wo die großen gelben Georginen besonders gut gedeihen“). Bei diesem Satz handelt es sich allerdings um kein Niederdeutsch, sondern um Hochdeutsch – wenn auch mit einem regionalen niederdeutschen Einfluss.

Die „Petuhtanten“ sind im Flensburger Raum notorisch und prägten den einheimischen Dialekt.

Ämter und Städte

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Der Flensburger Bahndamm markiert heute die ungefähre Westgrenze Angelns innerhalb der Stadt

Folgende Ämter liegen im Gebiet Angelns: Amt Geltinger Bucht (13.037), Amt Hürup (8661), Amt Kappeln-Land (1375), Amt Langballig (8486), Amt Mittelangeln (9892), Amt Südangeln (13.457) und Amt Süderbrarup (11.422) (Für die jeweils amtsangehörigen Gemeinden und Städte siehe Kreis Schleswig-Flensburg#Gemeinden).

Außerdem befinden sich folgende Städte im Gebiet Angelns: Flensburg (95.568), Schleswig (25.567), Kappeln (8996), Glücksburg (6317) und Arnis (258). Hinsichtlich der drei größten Städte ist anzumerken, dass nur Teile zu Angeln gezählt werden:

  • Von Flensburg gehören die Stadtteile östlich der Flensburger Förde der Region Angeln an, denn um 1100 entstand durch Aussiedlungen aus dem Dorf Adelby die Siedlung Sankt Johannis am Ende der Flensburger Förde. Diese neue Siedlung wuchs und die alte Siedlung wurde kleiner. Auf diese Weise war ein jüngerer Teil der Husbyharde entstanden, welcher später mit noch weiteren entstandenen Siedlungen am Westufer der Förde, nämlich Sankt Nikolai, Sankt Marien und Sankt Gertrud, zusammenwuchs, wodurch Flensburg entstand. Im Laufe der Zeit wuchs die Stadt auch immer weiter am Ostufer lang und so wurden schrittweise Orte, wie beispielsweise Mürwik, die zuvor zum Kirchspiel Adelby gehört hatten, eingemeindet. So wurde das Kirchspiel Adelby immer kleiner, bis das mittlerweile stark geschrumpfte Altdorf Adelby, im Kern nur noch bestehend aus der St. Johanniskirche Adelby, dem Friedhof und ein paar Feldern, schließlich im Jahr 1974 ebenfalls eingemeindet wurde. Das heutige Flensburg gehört somit etwa zur Hälfte zu Angeln.[19]
  • Von Schleswig gehören die Teile zu Angeln, die nicht auf der Halbinsel Schwansen liegen: St. Jürgen und Klosterhof.[19]
  • Von Kappeln gehören die auf Schwansen liegenden Teile der Stadt, also Ellenberg, Kopperby und Olpenitz, nicht zu Angeln.[19]

Glücksburg, welches im Nahbereich von Flensburg liegt, sowie Arnis, die kleinste Stadt Deutschlands, liegen vollständig in Angeln.