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Banater Heide

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Banater Heide ist ein historischer Name fĂŒr die Region des nordwestlichen Banats.

Die Banater Heide ist ein Teil des Pannonischen Flachlandes, etwa umschlossen von Cenad (Tschanad) – SĂąnnicolau Mare (Groß Sankt Nikolaus) – Periam (Perjamosch) – Variaș (Warjasch) – Biled (Billed) – Becicherecu Mic (Klein Betschkerek) – Cărpiniș (Gertjanosch) – Jimbolia (Hatzfeld) – Săcălaz (Sackelhausen) – Teremia Mare (Marienfeld) – Teremia Mică (Albrechtsflor).

Der deutsche Name Heide bezog sich darauf, dass die Gegend lange urwĂŒchsiges Land im Gegensatz zu den bebauten und bewohnten Landschaften war. Erst spĂ€ter wurde das Wort wohl nur im engen Sinne genommen und auf die unbebauten, waldlosen Strecken eingeschrĂ€nkt. In der österreichischen Verwaltungssprache hießen diese unbebauten Landstrecken PrĂ€dien, Einöden und hĂ€ufig auch Heide.

Bis zu den TĂŒrkenkriegen war die pannonische Tiefebene die HĂŒrde Mitteleuropas. Jahrhundertealter Hirtentrieb der Heiducken machte die ursprĂŒnglichen Landschaft zum Weideland. Nach der Vertreibung der TĂŒrken blieb die extensive Weidewirtschaft die HauptbeschĂ€ftigung im Banater Flachland. Die Unternehmer waren oft Griechen, zumeist aber serbische und mazedo-rumĂ€nische Handelsleute.

Im Banat begann man um 1722 langsam mit der Besiedlung mit deutschen Kolonisten. Mit den SchwabenzĂŒgen entstanden die ersten deutschen Siedlungen, die jedoch fast alle wĂ€hrend des erneuten TĂŒrkenkrieges von 1738 bis 1739 wieder zugrunde gingen. Nach dieser Zerstörung wurde die Wiederbesiedlung der Banater Heide wieder in Gang gebracht. Auf dem Ödland entstanden in dem Zeitraum von 1768 bis 1772 zahlreiche neue Dörfer, so im Jahre 1765 Billed, 1766 Hatzfeld, 1767 Lenauheim und Großjetscha, 1768 Grabatz, 1769 Bogarosch, 1770 Kleinjetscha, Marienfeld und Kleintermin, 1772 Triebswetter, Gottlob und Kleinkomlosch. Dazu kamen spĂ€ter Lowrin, Komlosch, Wiseschdia, Nero, und Uihel.

Hans Gehl: Wörterbuch der donauschwÀbischen Lebensformen. Franz Steiner Verlag, 2005, S. 405.