Chuniophoenix
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Burret |
Chuniophoenix ist eine in SĂŒdostasien heimische Palmengattung. Die Gattung ist nach dem chinesischen Botaniker Chun Woon-Young (1890â1971), Direktor des Botanischen Institutes der Sun-Yatsen-UniversitĂ€t in Kanton, benannt.[1]
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Vertreter sind kleine, mehrstĂ€mmige Palmen. Sie sind unbewehrt, mehrmals blĂŒhend und zwittrig (seltener polygamo-diözisch). Der Stamm ist zierlich mit mittelstark, aufrecht und mit Blattnarben geringelt.
Die Chromosomenzahl ist 2n = 36.
BlÀtter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die BlĂ€tter sind fĂ€cherförmig und induplicat (v-förmig) gefaltet. Die Blattscheid ist zunĂ€chst röhrig, spĂ€ter gegenĂŒber dem Blattstiel aufgerissen. Der Blattstiel ist gut ausgebildet und hat glatt RĂ€nder. Eine Hastula fehlt. Die Blattspreite ist unregelmĂ€Ăig fast bis zur Basis in ein- bis mehrfach gefaltete Segmente zerteilt.
BlĂŒtenstĂ€nde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der BlĂŒtenstand steht zwischen den BlĂ€ttern, er ist Ă€hrenförmig oder bis zu zweifach verzweigt. Der BlĂŒtenstandsstiel ist gut ausgebildet. Das Vorblatt ist kurz, ausdauernd, röhrig und zweikielig. Am BlĂŒtenstandsstiel gibt es mehrere HochblĂ€tter. Diese sind ausdauern, röhrig, eng scheidig und entfernt stehend. Die BlĂŒtenstandsachse, so vorhanden, ist kĂŒrzer bis viel lĂ€nger als der BlĂŒtenstandsstiel. Ihre HochblĂ€tter gleichen denen am BlĂŒtenstandsstiel. Die blĂŒtentragenden Achsen (Rachillae) sind aufrecht bis abstehend und tragen spiralig angeordnete, ausdauernde, röhrige HochblĂ€tter, in denen jeweils eine BlĂŒtengruppe sitzt.
BlĂŒten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die BlĂŒten stehen einzeln oder in gedrĂ€ngten Wickeln von bis zu sieben BlĂŒten. Der Kelch ist röhrig, leicht zwei- bis dreilappig. Die Krone hat eine lange, stielförmige Basis und drei dreieckige valvate, spĂ€ter zurĂŒckgebogene, fleischige Zipfel. Es gibt sechs StaubblĂ€tter mit langen, fleischigen Filamenten und ovalen bis lĂ€nglichen Antheren. Der Fruchtknoten ist etwas gestielt, lĂ€nglich mit basal stehenden Septalnektarien und dreifĂ€chrig. Der Griffel besitzt drei Furchen, ist lange und an der Spitze dreiteilig. Die Samenanlagen sind anatrop und setzen an der inneren Fachwand an der Basis an.
FrĂŒchte und Samen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Frucht ist klein, rundlich und einsamig. Unreif ist sie grĂŒn und wird zur Reife scharlachrot. An der Spitze sitzen Narbenreste. Das Exokarp ist glatt, das Mesokarp fleischig, das Endokarp dĂŒnn. Der Samen ist unregelmĂ€Ăig kugelig, das Endosperm ist gefurcht oder homogen.
Verbreitung und Standorte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gattung ist in SĂŒdchina und Nordvietnam beheimatet sowie auf der Insel Hainan. Sie wĂ€chst im Unterwuchs der WĂ€lder.

Taxonomie und Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gattung Chuniophoenix wurde 1937 von Karl Ewald Maximilian Burret in Notizblatt des Botanischen Gartens und Museums zu Berlin-Dahlem Band 13 Seite 580 erstbeschrieben.
Die Gattung Chuniophoenix Burret wird innerhalb der Familie Arecaceae in die Unterfamilie Coryphoideae, Tribus Chuniophoeniceae gestellt. Die Gattung ist monophyletisch. Ihre genaue Stellung innerhalb der Tribus ist noch unklar.
In der World Checklist of Selected Plant Families der Royal Botanic Gardens, Kew, werden folgende Arten anerkannt:[2]
- Chuniophoenix hainanensis Burret: Die Heimat ist Hainan.[2]
- Chuniophoenix nana Burret (Syn.: Chuniophoenix humilis C.Z.Tang & T.L.Wu): Die Heimat ist das sĂŒdliche Hainan und das nördliche Vietnam.[2]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- John Dransfield, Natalie W. Uhl, Conny B. Asmussen, William J. Baker, Madeline M. Harley, Carl E. Lewis: Genera Palmarum. The Evolution and Classification of Palms. Zweite Auflage, Royal Botanic Gardens, Kew 2008, ISBN 978-1-84246-182-2, S. 287â290.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Lotte Burkhardt 2022: Eine EnzyklopĂ€die zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen & ihren Pflanzen â Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie UniversitĂ€t Berlin. â https://doi.org/10.3372/epolist2022, Berlin 2022.
- 1 2 3 Chuniophoenix. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 3. August 2018.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Chuniophoenix auf der Homepage des Fairchild Tropical Botanic Garden