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Clemens Schickentanz

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Clemens Schickentanz, 1975

Clemens Schickentanz (* 24. Mai 1944 in Coesfeld) ist ein ehemaliger deutscher Automobilrennfahrer.

Schickentanz startete 1967 seine Rennfahrerlaufbahn im Tourenwagensport. Im selben Jahr errang er seinen ersten Klassensieg bei der ADAC-Junioren Trophy in Zandvoort mit einem BMW 2000 TI in der Tourenwagenklasse 2000 und wurde Dritter im Gesamtergebnis.[1] Ebenfalls 1967 und in den folgenden Jahren fuhr er erfolgreich mit BMW-, Alfa-Romeo- und Porsche-Rennwagen in der Deutschen Automobil-Rundstrecken-Meisterschaft (DARM) und anderen Tourenwagenrennen gute Platzierungen und auch Siege in der GT-Klasse ein.

1968 fuhr er beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps mit Hans-Dieter Dutsi und Josef von Kerckerinck auf einem Alfa Romeo 1300 GT Junior auf dem 12. Gesamtrang und dem 1. Platz in der Gruppe 5 1.3 zu seinem ersten Langstreckenrennerfolg. 1970 siegte Schickentanz mit Hans-Joachim Stuck beim ersten 24-Stunden-Rennen auf dem NĂŒrburgring auf einem BMW 2002 TI und feierte den ersten Gesamtsieg.[2] Beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps in der Tourenwagen-Europameisterschaft 1971 gelang ihm zusammen mit Hans Heyer ein Achtungserfolg, als sie mit einem von AMG zum 6,8-Liter-Rennwagen umgebauten Mercedes 300 SEL 6.3 den 2. Gesamtplatz und den Klassensieg der Division 3 erreichten.[3] 1978 wieder mit Hans Heyer und 1980 mit Jörg Denzel wiederholte er seine RenneinsĂ€tze fĂŒr AMG auf einem Mercedes-Benz 450 SLC in der Tourenwagen-Europameisterschaft.

In der Deutschen Rennsport-Meisterschaft (DRM) fuhr er in der 1. Division regelmĂ€ĂŸig ab 1972 bis 1976 bei den RennlĂ€ufen auf dem NĂŒrburgring und Hockenheim. 1973 nahm er an einer kompletten Rennsaison teil und erreichte dort den 6. Platz in der Gesamtwertung.[4] 1972 bis 1975 bestritt Schickentanz RenneinsĂ€tze fĂŒr die Rennteams Oldenkott Pipe and Tobacco Racing, Samson Kremer und zuletzt fĂŒr Tebernum Porsche Racing mit einem Porsche 911 Carrera RSR in der Europameisterschaft fĂŒr GT-Fahrzeuge. Sein grĂ¶ĂŸter Erfolg in seiner Laufbahn war 1973 der Titelgewinn in dieser Rennserie.[5] 1974 konnte er in der Europameisterschaft fĂŒr GT-Fahrzeuge sich den 3. Gesamtplatz sichern.[6] Er fuhr neben vielen verschiedenen GT- und Tourenwagenrennen auch einige Rennen in der 2-Liter-Sportwagen-Europameisterschaft und in der Interserie. Dort pilotierte er ab 1971 einen Chevron B19 Ford[7] und ein Jahr spĂ€ter einen Chevron B21-BMW.[8] Seine beste Platzierung mit einem 2-Liter-Sportprototypen-Rennwagen war 1971 beim SĂŒdwest-Pokal Hockenheim der 7. Rang.

Von 1971 bis 1976 und nach Unterbrechungen auch in den Jahren 1978, 1983 und 1984 fuhr er mit Porsche-Rennwagen angefangen vom 911 S, 911 Carrera RSR ĂŒber 934, 935/77A bis hin zum Porsche 956 Rennen in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Dort errang der zusammen mit seinen Fahrerkollegen wie Erwin Kremer, JĂŒrgen Neuhaus, Paul Keller, JĂŒrgen Barth oder Hartwig Bertrams etliche Spitzenresultate und Klassensiege.

FĂŒnfmal startete er beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, in dem er 1973 den 8. Platz[9] und 1983 den 4. Platz[10] der Gesamtwertung erreichte. 1984 beendete Schickentanz nach dem 1000-km-Rennen von Silverstone seine Rennfahrerkarriere.[11]

2012 lernte Schickentanz auf der Essen Motor Show den Essener Paul JĂŒngst kennen, an dessen Nachbau des „Rote Sau“ genannten 1971er 6,8-Liter-Mercedes 300 SEL-Rennwagens (das Original ist verschollen) er selbst und auch der AMG-MitbegrĂŒnder Erhard Melcher mitwirkten.[12][13]

Le-Mans-Ergebnisse

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Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1973 Deutschland Porsche Kremer Racing Porsche 911 Carrera RSR Paul Keller Deutschland Erwin Kremer Rang 8 und Klassensieg
1974 Deutschland Polifac Gelo Racing Team Porsche 911 Carrera RSR Deutschland Georg Loos Ausfall ZĂŒndverteiler
1975 Deutschland Joest Racing Porsche 911 Carrera RSR Deutschland Hartwig Bertrams Ausfall Motorschaden
1976 Deutschland Gelo Racing Team Porsche 911 Carrera RSR Howden Ganley Ausfall KraftĂŒbertragung
1983 Deutschland Joest Racing Porsche 956 Deutschland Volkert Merl Mauricio de NarvĂĄez Rang 4

24-Stunden-von-Spa-Ergebnisse

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Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1968 Deutschland Alfa Romeo Koepchen Alfa Romeo 1300 GT Junior Deutschland Hans-Dieter Dutzi Deutschland Josef von Kerckerinck Rang 12 und Klassensieg
1971 Deutschland Aufrecht-Melcher-Großaspach Mercedes-Benz 300 SEL 6.3 Deutschland Hans Heyer Rang 2
Commons: Clemens Schickentanz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Touringcarracing.net – Internetseite: ADAC-Junioren Trophy in Zandvoort. Auf: touringcarracing.net, abgerufen am 10. September 2012.
  2. ↑ Auto-News.de – Internetseite: 40. Auflage: 24h-Rennen. Auf: www.auto-news.de, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 18. Juli 2012; abgerufen am 10. September 2012.
  3. ↑ Mercedes-Fans.de – Internetseite: RĂŒckblende: Hans Heyer und Clemens Schickentanz fahren 1971 in Spa Franchochamps AMG aufs Siegertreppchen. Auf: www.mercedes-fans.de, abgerufen am 10. September 2012.
  4. ↑ Teamdan – Internetseite: Rennergebnisse und Gesamtplatzierungen der DRM 1973. Auf: www.teamdan.com, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. August 2015; abgerufen am 10. September 2012.
  5. ↑ Dunlop – Internetseite: Clemens Schickentanz – Der ZuverlĂ€ssige. Auf: www.dunlop.eu, ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 10. September 2012. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  6. ↑ Driver Database – Internetseite: Clemens Schickentanz. Auf: www.driverdb.com, abgerufen am 10. September 2012.
  7. ↑ Classicscars – Internetseite: Rennergebnisse der Interserie 1971. Auf: www.classicscars.com, abgerufen am 10. September 2012.
  8. ↑ Classicscars – Internetseite: Rennergebnisse der Interserie 1972. Auf: www.classicscars.com, abgerufen am 10. September 2012.
  9. ↑ Classicscars – Internetseite: Rennergebnisse der Sportwagen-Weltmeisterschaft 1973. Auf: www.classicscars.com, abgerufen am 10. September 2012.
  10. ↑ Classicscars – Internetseite: Rennergebnisse der Sportwagen-Weltmeisterschaft 1983. Auf: www.classicscars.com, abgerufen am 10. September 2012.
  11. ↑ Classicscars – Internetseite: Rennergebnisse der Sportwagen-Weltmeisterschaft 1984. Auf: www.classicscars.com, abgerufen am 10. September 2012.
  12. ↑ Asgard Dierichs: Geschichte einer echten Auto-Liebe: Essener lĂ€sst legendĂ€ren Rennwagen aufleben. 19. August 2026, abgerufen am 23. August 2026.
  13. ↑ Velbert "all in one" - Lions Ruhr Rallye startet bei der Feuerwehr Velbert. In: https://supertipp-online.de. 26. August 2025, abgerufen am 23. August 2026 (deutsch).