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Cubjac

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Cubjac
Cubjac (Frankreich)
Cubjac (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Gemeinde Cubjac-Auvézère-Val d’Ans
Koordinaten 45° 13′ N, 0° 56′ OKoordinaten: 45° 13′ N, 0° 56′ O
Postleitzahl 24640
Ehemaliger INSEE-Code 24147
Eingemeindung 1. Januar 2017
Status Commune déléguée

Cubjac am Fluss Auvézère

Cubjac (Aussprache [kybˈʒak], okzitanisch Cujac) ist ein Dorf mit 731 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) in der französischen Gemeinde Cubjac-Auvézère-Val d’Ans im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Als bis 2016 selbstständige Gemeinde gehörte Cubjac zum Arrondissement Nontron. Die Bewohner werden Cubjacois und Cubjacoises genannt.

Der Erlass der Präfektin vom 26. September 2016 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2017 die Eingliederung von Cubjac als Commune déléguée zusammen mit den früheren Gemeinden La Boissière-d’Ans und Saint-Pantaly-d’Ans zur Commune nouvelle Cubjac-Auvézère-Val d’Ans fest.[1]

Lagekarte von Cubjac

Cubjac liegt etwa 40 Kilometer südöstlich von Nontron, etwa 43 Kilometer nordnordwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 18 Kilometer ostnordöstlich von Périgueux in der Région naturelle des Périgord central, Teil des touristisch benannten Périgord blanc. Das Ortsgebiet befindet sich im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert von der Auvézère, die es von Ost nach West durchquert.

Das Relief des Gebiets von Cubjac zeigt beiderseits der Auvézère eine hügelige, bewaldete Landschaft, die sich markant vom breiten Tal der Auvézère abhebt. Der höchste topografische Punkt mit 253 m befindet sich im Südteil des Ortsgebiets im äußersten Südosten an der Grenze zur Nachbargemeinde Montagnac-d’Auberoche, der tiefste Punkt mit 107 m Höhe im Südwesten beim Austritt der Auvézère aus dem Ortsgebiet. Das Ortszentrum liegt am rechten Ufer der Auvézère auf einer Höhe von etwa 114 m.

Umgeben wird Cubjac von vier Nachbargemeinden und einer weiteren Commune déléguée von Cubjac-Auvézère-Val d’Ans:

Savignac-les-Églises
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt La Boissière-d’Ans
(Cubjac-Auvézère-Val d’Ans)
Bassillac et Auberoche Montagnac-d’Auberoche Brouchaud

Etymologie und Geschichte

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Der Name des Dorfes erschien erstmals im 13. Jahrhundert in der Schreibweise Cupzac nach dem Bau der romanischen Kirche, von der man weiß, dass sie im 12. Jahrhundert von der Abtei Saint-Pierre in Moissac an die Abtei Chancelade übertragen wurde. Der Übergang des -p- zum -b- ist normal und im 14. Jahrhundert wurde die Form Cubzac belegt (1382), vorausgegangen war eine latinisierte Form Cubzacum (1365). Das Wort setzt einen gallorömischen Personennamen Cupitius fort, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehängt wurde (somit Cupitiacum, Domäne des Cupitius). Es handelt sich um eine Variante von Cupitus, einem römischen Spitznamen (deutsch gewünscht).

Bereits während der Französischen Revolution wurde im Jahr II des Französischen Revolutionskalenders die Gemeinde Monbayol, heute ein Dorf östlich des Ortszentrums, eingegliedert. Monbayol ist eine Zusammensetzung des okzitanischen mont (deutsch Anhöhe, Hügel), abgeleitet vom lateinischen mons, und von Bayol, einem Personennamen. Dieser ist ein Diminutiv des okzitanischen bai (deutsch (rot)braun), das zu Personen mit dunkelroten Haaren vergeben wurde.[2]

Im 14. Jahrhundert gehörte Cubzac zur Kastellanei von Auberoche.[3]

Das Dorf, das regelmäßig Hochwasser der Auvézère erlitt, lag an einer der Passagen vom Périgord ins Limousin. Eine ursprünglich aus Holz errichtete Brücke über die Auvézère wurde 1643 bei einem verheerenden Hochwasser in einem bereits jämmerlichen Zustand zerstört. Der 1655 vorgenommene Wiederaufbau erwies sich als nicht ausreichend stabil, so dass 1659 bei einer Überquerung Tiere in die noch überschwemmte Auvézère stürzten. Der Bau der neuen Brücke, länger, breiter und höher, mit neun Pfeilern, dauerte bis 1783. Wieder einmal wurde sie einer Laune der Auvézère folgend zur Hälfte zerstört.[4]

Im Jahr 1541 wurde das Lehen Cubjac vom ersten Präsidenten des Parlements von Bordeaux, François de Beleier, erworben.[5]

Bevölkerungsentwicklung

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Cubjac: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020
Jahr  Einwohner
1793
  
851
1800
  
910
1806
  
934
1821
  
1.126
1831
  
1.085
1836
  
1.036
1841
  
1.123
1846
  
1.347
1851
  
1.206
1856
  
1.198
1861
  
1.139
1866
  
1.126
1872
  
1.112
1876
  
1.155
1881
  
1.175
1886
  
1.163
1891
  
1.147
1896
  
1.166
1901
  
1.027
1906
  
1.084
1911
  
1.122
1921
  
950
1926
  
841
1931
  
796
1936
  
759
1946
  
644
1954
  
635
1962
  
614
1968
  
572
1975
  
594
1982
  
646
1990
  
636
1999
  
643
2006
  
669
2013
  
723
2020
  
730
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[6] INSEE ab 2006[7][8][9]
Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Sehenswürdigkeiten

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  • Die dreischiffige Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption ist der Himmelfahrt Mariens geweiht. Der Bau wurde im 19. Jahrhundert an der Stelle einer mittelalterlichen Kirche errichtet, von der noch das Eingangsportal erhalten blieb.
  • Die Brücke über die Auvézère wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts – jedoch unter Berücksichtigung von Plänen des Architekten Nicolas Rambourg aus dem Jahr 1643 – neu gebaut.[10]
  • Mehrere Herrensitze (Castel de Puy-ol-Faure, Château de la Borie, Chartreuse du Maine; Château du Rozier, Château de la Sudrie und Manoir de la Faurie) wurden im 19. Jahrhundert um- oder neugebaut. Die mittelalterlichen Teile befinden sich meist in Ruinen.
  • Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Éditions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Commons: Cubjac – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Recueil des actes administratifs N°24-2016-026. (PDF) Département Dordogne, 30. September 2016, S. 114–118, abgerufen am 27. Januar 2026 (französisch).
  2. ↑ Siehe Tanet, Hordé, Seiten 128–129
  3. ↑ Yan Laborie: Auberoche : un castrum périgourdin contemporain de l’an Mil. In: Archéologie du Midi Médiéval. Persée, 2006, S. 167–193, abgerufen am 27. Januar 2026 (französisch).
  4. ↑ Histoire et Patrimoine. Gemeinde Cubjac-Auvézère-Val d’Ans, abgerufen am 27. Januar 2026 (französisch).
  5. ↑ Dictionnaire topographique du département de la Dordogne. In: Bulletin de la société historique et archéologique du Périgord. Du Pont & Cie, 1876, S. 267, abgerufen am 27. Januar 2026 (französisch).
  6. ↑ Notice Communale Cubjac. EHESS, abgerufen am 27. Januar 2026 (französisch).
  7. ↑ Populations légales 2006 Commune de Cubjac (24147). INSEE, abgerufen am 27. Januar 2026 (französisch).
  8. ↑ Populations légales 2013 Commune de Cubjac (24147). INSEE, abgerufen am 27. Januar 2026 (französisch).
  9. ↑ Populations légales 2020. INSEE, abgerufen am 27. Januar 2026 (französisch).
  10. ↑ Cubjac – Brücke (französisch) (Memento vom 14. Dezember 2018 im Internet Archive)