Daniel J. White
Daniel Jerome Auguste White (* 22. Mai 1912 in Malakoff; â 24. Mai 1997) war ein französischer Filmkomponist schottischer Abstammung.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Daniel White wuchs in West Yorkshire auf; seine Familie zog in seinen Jugendjahren nach Paris und hoffte auf die FortfĂŒhrung des TextilgeschĂ€ftes. WĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges arbeitete White als Ăbersetzer und erlitt bei der Evakuation von DĂŒnkirchen ernsthafte Verletzungen. ZurĂŒck im Zivilleben â das TextilgeschĂ€ft war bankrottgegangen â verdiente sich White seinen Lebensunterhalt mit Klavierspiel in Nachtclubs und Cabarets.
Im Jahr 1950 konnte er den ersten Auftrag fĂŒr eine Filmmusik erlangen. AdĂ©maĂŻ au poteau-frontiĂšre sollten Musiken fĂŒr ĂŒber 130 Filme folgen; daneben war er u. a. fĂŒr die Fernsehwerbung tĂ€tig. Unter seinen Kollaborationen ragen zumindest quantitativ zahlreiche mit Regisseur Jess Franco heraus, eine Zusammenarbeit, die 1962 fĂŒr La mano de un hobre muerto begann. White wird nachgesagt, bis zu zwölf StĂŒcke am Tag aufgenommen zu haben; er war ein sehr produktiver Komponist, der unter zahlreichen Namen Platten diverser Stilrichtungen aufnahm; besonders gerne schrieb er fĂŒr die menschliche Stimme. Als Emile Doryphore et sa CoopĂ©rartive Agricole nahm er fĂŒr âComedy Recordsâ auf, als Guy Forlane Rockmusik, unter dem Namen Virginia Morgan Orgelkompositionen.[1]
Gelegentlich ĂŒbernahm White kleine Schauspielparts in Filmen Francos; bei einigen war er auch als Produktionsassistent aufgefĂŒhrt.
Filmografie (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1957: Patrouille de choc
- 1963: Fuera de la ley
- 1964: La carga de la policĂa montada
- 1964: La tumba del pistolero
- 1965: Das Geheimnis des Doktor Z (Miss Muerte)
- 1968: Der Todeskuss des Dr. Fu Man Chu
- 1969: Die sieben MĂ€nner der Sumuru
- 1973: Les filles du Golden Saloon
- 1975: FrauengefÀngnis 3 (Des diamants pour l'enfer)
- 1980: Jungfrau unter Kannibalen (El canĂbal)
- 1981: Sadomania â Hölle der Lust
- 1981: Alice â Wild und unersĂ€ttlich (L'amour aux sports d'hiver)
- 1981: Sumpf der lebenden Toten (Le lac des morts-vivants)
- 1983: Diamonds of Kilimandjaro (El tesoro de la diosa blanca)
- 1983: Oase der Zombies (La tumba de los muertos vivientes)
- 1999: Vampire Sex â Lady Dracula 3 (Vampire Blues)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Daniel J. White bei IMDb
- Daniel J. White bei Discogs
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | White, Daniel J. |
| ALTERNATIVNAMEN | White, Daniel Jerome Auguste (vollstÀndiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Filmkomponist schottischer Abstammung |
| GEBURTSDATUM | 22. Mai 1912 |
| GEBURTSORT | Malakoff |
| STERBEDATUM | 24. Mai 1997 |