Der Spinnenmörder
| Film | |
| Titel | Der Spinnenmörder |
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| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 1978 |
| LĂ€nge | 88Â Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Gerhard Klingenberg |
| Drehbuch | Avery Hopwood, Mary Roberts Rinehart (literarische Vorlage), JĂŒrgen Scheschkewitz (Ăbersetzung) |
| Produktion | Hans Prescher |
| Kamera | Werner Rosemann |
| Schnitt | Brigitte Siara |
| Besetzung | |
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Der Spinnenmörder ist eine deutsche Fernseh-Kriminalkomödie aus dem Jahr 1978.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Cornelia Gorder ist eine Ă€ltere Dame, die sich mit ihrem DienstmĂ€dchen Lizzie und ihrer Nichte Dale Ogden in einem einsamen Landhaus eingemietet hat. Das Haus gehörte einem Bankdirektor, der vor Kurzem starb und es an seinen Neffen Richard Fleming vererbte. Aus dessen Bank sind eine Million Pfund verschwunden, und es kommen nur zwei Möglichkeiten in Frage: Entweder ein ebenfalls plötzlich verschwundener Bankangestellter hat das Geld gestohlen, oder der Bankdirektor hat vor seinem Tod das Geld selbst beiseite geschafft und im Haus versteckt. In der Zeitung lesen Lizzie und Miss Gorder vom geheimnisvollen âSpinnenmörderâ, der eine Spinne als Markenzeichen an den Tatorten seiner Verbrechen hinterlĂ€sst. Gorder erhĂ€lt anonyme Drohungen und Aufforderungen, das Haus zu verlassen, und hat deshalb den Polizeiinspektor Anderson ins Haus geholt. WĂ€hrend Lizzie in stĂ€ndiger Angst vor Verbrechern oder Geistern lebt, scheint sich Gorder darauf zu freuen, mal in ein Abenteuer verstrickt zu werden.
Miss Gorder möchte einen GĂ€rtner einstellen, und als Bewerber stellt sich ein gewisser Brooks vor und wird auch angenommen. Was sie nicht weiĂ: Er heiĂt eigentlich Jack Bailey, ist der verschwundene Bankangestellte und auĂerdem der heimliche Verlobte ihrer Nichte Dale. Diese wiederum lĂ€dt Richard Fleming ins Haus ein, um von ihm zu erfahren, wo im Haus sich der Geheimraum mit dem Geld befindet. Er holt einen Bauplan des Hauses, will ihn Dale aber nicht aushĂ€ndigen, es kommt zu einem Kampf, und plötzlich wird Fleming von der Galerie aus erschossen.
Anderson verhört alle Anwesenden, darunter auch den mit Gorder und Dale befreundeten Arzt Doctor Wells und dessen Freund Joshua Beresford. Nach einigen Verwicklungen und falschen VerdĂ€chtigungen steht ein Mann vor der TĂŒr, der beim Ăffnen der TĂŒr ohnmĂ€chtig ins Haus fĂ€llt und, wie sich nach seinem Erwachen herausstellt, sein GedĂ€chtnis vorĂŒbergehend verloren hat.
Es kommt zu einem Showdown im Geheimraum hinter dem Kamin, wo ein maskierter Einbrecher das Geld stehlen will, dann aber enttarnt wird: Es handelt sich um den angeblichen Inspektor Anderson. Dieser ist in Wahrheit ein Verbrecher, der den echten Anderson (den OhnmĂ€chtigen an der TĂŒr) ĂŒberwĂ€ltigt hatte.
Stil
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Film verbindet eine klassische Whodunit-Handlung mit eher Slapstick-artigen Gags (wie etwa einer Treppenstufe, ĂŒber die jeder einmal stolpert) sowie vielen typischen Krimi-Motiven und -klischees, die in parodierender Form gezeigt werden: das neugierige Ă€ltere FrĂ€ulein, den Pfeife rauchenden Ermittler, falsche VerdĂ€chtige, ein unheimliches Haus mit knarrenden TĂŒren, ein Geheimraum, falsche IdentitĂ€ten und GedĂ€chtnisverlust.
Produktion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Spinnenmörder basiert auf dem TheaterstĂŒck The Bat von Mary Roberts Rinehart und Avery Hopwood, das 1920 erfolgreich am Broadway uraufgefĂŒhrt wurde. Das StĂŒck ist wiederum eine Adaption von Rineharts Roman The Circular Staircase von 1908.
Weitere Verfilmungen desselben Stoffes sind:
- 1926: Das RĂ€tsel der Fledermaus
- 1930: The Bat Whispers
- 1959: Das Biest
Der Film wurde vom Hessischen Rundfunk produziert und am 30. Juli 1978 zum ersten Mal ausgestrahlt. Bei Pidax Film erschien er 2013 auf DVD.
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Film wird teils fĂŒr seine Unterhaltsamkeit gelobt, aber auch dafĂŒr kritisiert, dass Spannung und Humor sich nicht ergĂ€nzen, sondern eher behindern:
â[e]in unausgegorener Mix aus Krimi und Komödie, der zur Groteske mutiert und weder besonders lustig, noch besonders spannend ist.â
âRegisseur Klingenberg kombinierte reizvoll Krimi-Spannung und KrimispaĂ, zog alle erdenklichen Wer-war's-Register und trieb mit den altbekannten Situationen sein intelligent-sarkastisches Spiel. Sensationen waren nicht zu verzeichnen, doch man unterhielt sich stilvoll und weit ĂŒber dem Durchschnitt.â
âDer Fernsehfilm aus den spĂ€ten 1970ern kann sich nicht recht entscheiden, ob er ein Krimi oder eine Komödie sein will und gerĂ€t zu einem recht wirren Genremix. Die Zutaten - altes englisches Landhaus, unerschrockene alte Dame, gruseliger Mörder und undurchsichtiger Inspektor - reichen aber fĂŒr eineinhalb Stunden mittelgute Unterhaltung mit einem Anflug von GĂ€nsehaut.â
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Der Spinnenmörder bei IMDb
- Stefan Dabrock: Das Zweiraum-RÀtsel. Rezension zur DVD-Version auf dvdheimat, veröffentlicht am 15. Juli 2013
- Eintrag im Edgar Wallace Forum mit vielen Zitaten und Bildern aus dem Film