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Einheitspartei

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Als Einheitspartei oder Staatspartei wird die einzige oder zumindest die einzige programmatisch maßgebliche Partei eines Landes bezeichnet, die alle konformen politischen Strömungen eines Landes in sich vereint. Es können – je nach Staat unterschiedlich – daneben zwar noch weitere legale Parteien existieren, diese sind aber in aller Regel in einem Parteienblock der Staatspartei unterworfen und spielen faktisch im Prozess der politischen Entscheidungsfindung keine Rolle. Die Staatspartei ist damit das kennzeichnende und wesentliche Merkmal der Parteidiktatur.

Einheitsparteien nehmen oft fĂŒr sich in Anspruch, den Willen und die Interessen des gesamten Volkes zu vertreten, und leiten daraus ihren Anspruch auf die alleinige Macht ab. Auch die Notwendigkeit einer „nationalen Einheit“ wird oft als BegrĂŒndung fĂŒr das Bestehen eines Einparteienstaates genannt. Solche Parteien bestanden in der Vergangenheit in zahlreichen sozialistischen Staaten. Auch in vielen afrikanischen Staaten entstanden nach der UnabhĂ€ngigkeit Einheitsparteien, von denen die meisten seither zumindest de jure zu einem Mehrparteiensystem ĂŒbergegangen sind. In manchen der betreffenden Staaten – wie Kap Verde, Benin und Senegal[1] – gilt dieser Übergang als erfolgreich, wĂ€hrend in anderen die ehemalige Einheitspartei weiterhin de facto das politische Geschehen dominiert.

Generell ist es möglich, dass sich die Staatspartei an politischen Idealen orientiert, um bestimmte momentane GegensĂ€tze (Klassen, Ethnien usw.) in sich zu vereinen und diese zu ĂŒberwinden, sowie dass die Partei in einem autoritĂ€ren Regime aus dem (auch unfreiwilligen) Zusammenschluss zuvor selbstĂ€ndiger Parteien als Staatspartei entstanden ist wie z. B. die SED der DDR.[2][3]

Zwischen Einpartei- und MilitĂ€rregime ist zu unterscheiden, auch wenn die Grenzen zwischen diesen beiden Formen von autokratischen Systemen hĂ€ufig fließend sind. So schufen sich MilitĂ€rfĂŒhrer wie Mobutu Sese Seko in Zaire die passende Einheitspartei „von oben“, wĂ€hrend in manchen Einpartei-Staaten wie Malawi oder Ruanda das MilitĂ€r dazu diente, mögliche oppositionelle Bewegungen zu unterdrĂŒcken.[4][5]

Sprachlich handelt es sich um ein Oxymoron, da der Begriff Partei aus dem lateinischen pars (=Teil, Richtung) abgeleitet ist, was der Existenz eines einzigen, einheitlichen und die Gesamtheit reprÀsentierenden Exemplars widerspricht.

GegenwÀrtig regierende Einheitsparteien

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Die nachfolgende Liste fĂŒhrt LĂ€nder auf, in denen gegenwĂ€rtig eine Einheitspartei an der Macht ist:

Ehemalige Einheitsparteien

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NamensÀhnliche Parteien

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  1. ↑ Caboverdeinfo.de: Interview: HĂŒseyin Aydin zu Kap Verde
  2. ↑ Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung
  3. ↑ Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung: Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED). In: bpb.de. 14. Oktober 2021, abgerufen am 13. Februar 2024.
  4. ↑ Archivlink (Memento vom 9. Juni 2007 im Internet Archive)
  5. ↑ http://www.diplomatie.gouv.fr/de/frankreich_3/label-france_746/label-france_747/label-france-nr.61_749/das-dossier-afrika-in-bewegung_751/rechtsstaat-in-afrika_1073.html
  6. ↑ siehe auch http://www.abipur.de/hausaufgaben/neu/detail/stat/107091670.html, Archivierte Kopie (Memento vom 3. November 2004 im Internet Archive)