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Gisela Jaacks

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Gisela Jaacks (* 19. August 1944 in GĂŒstrow) ist eine deutsche Volkskundlerin und ehemalige Leiterin des Museums fĂŒr Hamburgische Geschichte.

Gisela Jaacks ist als Tochter des PĂ€dagogen und Rektors Gerhard Jaacks[1] in LĂŒbeck aufgewachsen. Der frĂŒh verstorbene Kunsthistoriker GĂŒnther H. Jaacks (1941–1971) war ihr Bruder.[2]

Nach dem Abitur machte sie eine Lehre zur BuchhÀndlerin und ein Volontariat im Verlagswesen. Ab 1966 studierte sie an den UniversitÀten Hamburg und Kiel Volks- und Altertumskunde, Geschichte, Germanistik, Kunstgeschichte, Musik- und Theatergeschichte.[3]

1971 wurde sie in Hamburg mit einer volkskundlichen Dissertation zum LĂŒbecker Volks- und Erinnerungsfest zum Dr. phil. promoviert. Es folgte ein Volontariat und dann die Festanstellung im Museum fĂŒr Hamburgische Geschichte. Hier betreute sie die Einzelblattsammlung, spĂ€ter auch Kleidung und Textilien, GemĂ€lde und Mode sowie die Musikinstrumente. 1972 initiierte sie die Reihe Konzerte auf der Kaufmannsdiele des Museums.

Seit 1993 Stellvertreterin des Direktors Jörgen Bracker, wurde sie mit Wirkung vom 1. Januar 2002 seine Nachfolgerin. Sie leitete das Museum bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand zum 1. Juli 2008.[4] Ihre Nachfolgerin wurde Lisa Kosok.

Ab 1986 lehrte Gisela Jaacks als Honorarprofessorin an der Hochschule fĂŒr KĂŒnste Bremen[5] das Fach Kulturgeschichte.

  • Das LĂŒbecker Volks- und Erinnerungsfest [Allgemeines Scheibenschiessen]: Untersuchungen zur Entstehung und Entwicklung eines Grossstadt-Volksfestes. Hamburg: Hamburger Museumsverein e. V. 1971, zugl. Diss., Univ. Hamburg, Philos. Fak., 1971 (Volkskundliche Studien 5)
  • Lebendige VolksbrĂ€uche in Schleswig-Holstein. Heide in Holstein: Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens 1973 (Kleine Schleswig-Holstein-BĂŒcher)
2. Auflage 1976 ISBN 3-8042-0113-X
  • Von Hamburg nach Blankenese : Menschen, HĂ€user, Schiffe; das Leben an der Elbe um 1900. Hamburg: Christians 1976 ISBN 3-7672-0419-3
  • 300 Jahre Oper in Hamburg: 1678-1978. Hamburg: Christians 1977 ISBN 3-7672-0528-9
  • Musikleben in Hamburg zur Barockzeit. Hamburg: Museum fĂŒr Hamburgische Geschichte 1978 (Hamburg-PortrĂ€t 8)
  • Diese Frau sah mehr: mit Ebba Tesdorpf durch Alt-Hamburg von der Herrlichkeit bis zur Kehrwiederspitze. Hamburg: Christians 1978
  • Hamburg in Zeichnungen und Aquarellen des 19. Jahrhunderts. Hamburg: Christians 1980 ISBN 3-7672-0687-0
  • Weihnachtszeit in Europa. Hamburg: Jungheinrich 1981
  • (mit Renate Paczkowski) Orgeln in Schleswig-Holstein. Heide in Holstein: Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens 1981 ISBN 3-8042-0244-6 (Kleine Schleswig-Holstein-BĂŒcher)
  • (mit Nina Gockerell) Weihnachtliche BrĂ€uche in Hamburg und Norddeutschland in MĂŒnchen und Oberbayern. MĂŒnchen: Bayerische Vereinsbank 1985
  • Hamburger PortrĂ€ts des 17. Jahrhunderts. Hamburg: Museum fĂŒr Hamburgische Geschichte 1987 (Hamburg-PortrĂ€t 23)
  • Hamburg zu Lust und Nutz: bĂŒrgerliches MusikverstĂ€ndnis zwischen Barock und AufklĂ€rung (1660–1760). Hamburg: Verein fĂŒr Hamburgische Geschichte 1997 ISBN 3-923356-80-3 (Veröffentlichung des Vereins fĂŒr Hamburgische Geschichte 44)
  • (Hrsg.) Hamburgs Geschichte: Mythos und Wirklichkeit. Hamburg: Ellert & Richter 2008 ISBN 978-3-8319-0315-3

Gisela Jaacks verfasste zahlreiche Personenartikel fĂŒr die Hamburgische Biografie.

  • FestzĂŒge in Hamburg: 1696–1913. BĂŒrgerliche Selbstdarstellung und Geschichtsbewusstsein. Ausstellung 9. Mai – 10. Sept. 1972, Museum f. Hamburg. Geschichte. Hamburg: Hamburger Museumsverein e. V. 1972 (Aus den Schausammlungen 2)
  • Gesichter und Persönlichkeiten: Bestandskatalog der PortrĂ€tsammlung im Museum fĂŒr Hamburgische Geschichte I: ÖlgemĂ€lde, Pastelle, Miniaturen, Aquarelle und Zeichnungen. Hamburg: Museum fĂŒr Hamburgische Geschichte 1992
  • (mit Carsten Prange) Zeremoniell und Freiheit: Europa im 18. Jahrhundert. Die Welt des Johann Adolf Hasse. Museum fĂŒr Hamburgische Geschichte 1999
  • Kirchen, Kanonen und Kommerz: FĂŒhrer durch die Abteilungen Mittelalter bis 17. Jahrhundert im Museum fĂŒr Hamburgische Geschichte. Hamburg: Museum fĂŒr Hamburgische Geschichte 2003 ISBN 3-9809110-1-2
  • Der Traum von der Stadt am Meer: HafenstĂ€dte aus aller Welt. Hamburg: Stiftung Museum fĂŒr Hamburgische Geschichte [2003] ISBN 3-9809110-0-4
  • (mit Carsten Prange, Ralf Wiechman) Die Neustadt – religiöse Vielfalt und Toleranz. Hamburg: Museum fĂŒr Hamburgische Geschichte 2006

Einzelnachweise

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  1. ↑ Eintrag zu Gerhard Jaacks im Rostocker Matrikelportal
  2. ↑ Olof Ahlers: Nachruf GĂŒnther H. Jaacks, mit Bibliographie von Gisela Jaacks, in: Zeitschrift des Vereins fĂŒr LĂŒbeckische Geschichte und Altertumskunde 51 (1971), S. 138ff
  3. ↑ Die neue Herrin ĂŒber das GedĂ€chtnis der Stadt., Die Welt vom 3. Dezember 2001, abgerufen am 6. August 2016
  4. ↑ Gisela Jaacks: Abschied vom Hamburgmuseum, Hamburger Abendblatt vom 20. Juni 2008, abgerufen am 6. August 2016
  5. ↑ Unsere Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren, HfK Bremen, abgerufen am 6. August 2016