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Hammerherrenhaus

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Amonhaus in Lunz am See

Das Hammerherrenhaus ist als Bautyp und reprĂ€sentatives Wohnhaus von Hammerwerk-Besitzern vor allem in der Renaissance entstanden. Es ist in Niederösterreich (vor allem in der Eisenwurzen), in der Steiermark sowie im sĂ€chsischen Erzgebirge und Vogtland in Deutschland beheimatet. Ein bayerisches GegenstĂŒck zum Hammerherrenhaus sind die vor allem in der Oberpfalz vorkommenden Hammerschlösser.

Seit dem Mittelalter verbreiteten sich die sogenannten EisenhÀmmer, die auf der Ausnutzung der Wasserkraft zur Verarbeitung des Eisenerzes beruhten. Stets liegen die HammerherrenhÀuser daher an einem Fluss- oder Bachlauf mit gewisser Strömungsgeschwindigkeit, oft an AbhÀngen.

Die Besitzer der Hammerwerke, die Hammerherren, mussten neben den Rechten zur Wassernutzung auch WĂ€lder zur Holzkohlegewinnung und landwirtschaftlich genutzte GĂŒter zur Versorgung ihrer Arbeiter besitzen. Sie waren wohlhabend und ließen sich große und wuchtige WohnhĂ€user errichten, die an Renaissanceschlösser erinnern.

Es sind dies meist HĂ€user mit KrĂŒppelwalmdach und vielen Gaupen. In ihrer prĂ€chtigsten Form sind sie mit Sgraffito-Malerei in Weiß-Grau geschmĂŒckt.

Beispiele aus Niederösterreich

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Beispiele aus der Steiermark

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Beispiele aus Sachsen

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  • Reinhold Jagersberger: HerrenhĂ€user der Hammerherren, Radmeister und Eisenverleger in der Steiermark. Verlag fĂŒr Sammler, Graz 2015, ISBN 978-3-85365-275-6.
  • Werner Markgraf: Erzgebirgische HammerherrenhĂ€user. Sonderheft der Erzgebirgischen HeimatblĂ€tter, Druck- und Verlagsgesellschaft Marienberg mbH, 1994, DNB 942685350.
Commons: Hammerherrenhaus – Sammlung von Bildern und Audiodateien