Zum Inhalt springen

Hanfbach

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Hanfbach
Oberlauf: Irmerother Bach
Hennef, Hanfbach, in der NĂ€he von Lanzenbach, Luftaufnahme
Hennef, Hanfbach, in der NĂ€he von Lanzenbach, Luftaufnahme
Daten
GewÀsserkennzahl DE: 27272
Lage Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Flusssystem Rhein
AbflussÂ ĂŒber Sieg → Rhein → Nordsee
Quelle Östlich von Buchholz-Irmeroth
50° 42â€Č 18″ N, 7° 25â€Č 37″ O
Quellhöhe ca. 273 mÂ ĂŒ. NHN[1]
MĂŒndung In Hennef in die SiegKoordinaten: 50° 46â€Č 25″ N, 7° 17â€Č 24″ O
50° 46â€Č 25″ N, 7° 17â€Č 24″ O
MĂŒndungshöhe 66 mÂ ĂŒ. NHN[2]
Höhenunterschied ca. 207 m
SohlgefĂ€lle ca. 11 ‰
LÀnge 19 km[3]
Einzugsgebiet 51,495 kmÂČ[4]
Abfluss am Pegel Geisbach[5]
AEo: 48,9 kmÂČ
Lage: 1,37 km oberhalb der MĂŒndung
NNQ (1976-08-26)
MNQ 1976/2007
MQ 1976/2007
Mq 1976/2007
MHQ 1976/2007
HHQ (1992-06-20)
35 l/s
81 l/s
567 l/s
11,6 l/(s kmÂČ)
12,7 m³/s
43,2 m³/s
Karte
Verlauf Hanfbach
(Daten aus Wikidata und OSM)

Die ehemalige Grube Silistria förderte bis 1891 Zinkblende und Bleierze im Hanfbachtal.
Die ehemalige Grube Silistria förderte bis 1891 Zinkblende und Bleierze im Hanfbachtal.

Der Hanfbach ist ein linker Zufluss der Sieg. Er entspringt in Rheinland-Pfalz etwa 800 Meter nordwestlich der Ortschaft Griesenbach auf rund 273 mÂ ĂŒ. NHN als Irmerother Bach. Nahe der Ortschaft Buchholz-Mendt vereinigt er sich mit dem Mendter Bach und trĂ€gt ab hier den Namen Hanfbach. Er mĂŒndet in Hennef auf einer Höhe von 66 m. Seine LĂ€nge betrĂ€gt ĂŒber 19 km, davon fließen 13,6 km in Nordrhein-Westfalen. Der Hanfbach durchfließt das Naturschutzgebiet Hanfbach und ZuflĂŒsse.[6]

Auch wenn der Bach frĂŒher die sogenannte HanfmĂŒhle antrieb, hat der Name nichts mit Hanf bzw. Hanfanbau in diesem Gebiet zu tun. Er wurde 948 erstmals urkundlich erwĂ€hnt[7] und Forscher gehen davon aus, dass der Name sich ĂŒber hanapha (hanafa) vom germanischen hanan (singen, tönen) und apa (Fluss, Wasser) abgeleitet hat. Er könnte also so viel wie tönender Fluss bedeutet haben.[8] In der Tat verwandelt sich der Hanfbach bei starken RegenfĂ€llen in ein reißendes GewĂ€sser und der Höhenunterschied von der Quelle bis zur MĂŒndung ist mit ca. 207 m auf 13 km auch recht beachtlich.

Zudem leitet sich der Name der Stadt Hennef von diesem Bach ab. FrĂŒher hieß der Ort Hannafo.

Außerdem liegen im ĂŒber 51 kmÂČ großen Wassereinzugsgebiet des Hanfbaches die Ortschaften

Einzugsgebiet und ZuflĂŒsse

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Einzugsgebiet des Hanfbachs ist 51,495 kmÂČ groß und entwĂ€ssert ĂŒber Sieg und Rhein in die Nordsee.

ZuflĂŒsse des Hanfbachs[3]
Stat.
in km
Name GKZ[Z 1] Lage LĂ€nge
in km
EZG
in kmÂČ
MĂŒn­dung
017,60 Oberscheider Bach (Quelle: Druden-Born) 27272-114 links0 001,0520 Mendt
017,50 Mendter Bach 27272-12 rechts 001,5570 0001,2270 Mendt
017,40 Steinberg Bach 27272-132 rechts 001,1130  
015,20 Buchholzer Bach (Liesbach) 27272-14 links0 001,0310  
014,80 Louisengraben 27272-152 rechts 001,4730  
014,60 Solbach 27272-16 links0 001,8600 Seifen
014,20 Krautscheider Bach 27272-172 rechts 001,1290 Seifen
013,70 Krummenaster Bach 27272-18 links0 002,2280 0002,1040 Seifen
013,30 N. N. 27272-1912 links0 000,9590  
012,80 Wertenbach 27272-192 rechts 002,0060 Kotthausen
011,80 Eudenbach 27272-2 links0 004,0990 0003,2330 Hanf
010,50 N. N. 27272-312 rechts 001,0350  
010,50 Dollenbach 27272-32 links0 003,0550 0002,1870 HanfmĂŒhle
010,30 Eulenbach 27272-392 rechts 001,5360  
009,40 MĂŒferpĂŒtzbach 27272-394 links0 002,0600 Dahlhausen
009,40 Scheußbach 27272-4 rechts 005,0040 0005,8760 Dahlhausen
008,30 Derenbach 27272-6 rechts 003,9300 0003,1490 
007,90 N. N. 27272-712 links0 001,3210  
006,90 Mokelbach 27272-714 rechts 000,8860 Röttgen
005,70 Westerhausener Bach 27272-72 links0 001,9090 0002,0220 Kurenbach
004,40 Kuchenbach 27272-732 rechts 001,6930  
004,20 Rosentaler Bach 27272-74 links0 002,4550 0002,1880 Lanzenbach
003,10 Ingenbach 27272-76 links0 001,1410 0000,6720 
001,40 Höhner Bach 27272-8 rechts 004,3690 0003,4670 
001,20 LĂŒppigsbach 27272-92 links0 002,3290 Hennef

Anmerkungen zur Tabelle

  1. ↑ GewĂ€sserkennzahl, in Deutschland die amtliche FließgewĂ€sserkennziffer mit zur besseren Lesbarkeit eingefĂŒgtem Trenner hinter dem PrĂ€fix, das einheitlich fĂŒr den allen gemeinsamen Vorfluter Hanfbach steht.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)
  2. ↑ Deutsche Grundkarte 1:5000
  3. 1 2 GewĂ€sserverzeichnis des Landesamtes fĂŒr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW 2010 (XLS; 4,67 MB)(Hinweise)
  4. ↑ Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW
  5. ↑ Deutsches gewĂ€sserkundliches Jahrbuch Sieg/Geisbach 2007 (Memento vom 4. MĂ€rz 2016 im Internet Archive) (PDF, 22,9 kB)
  6. ↑ Naturschutzgebiet „Hanfbach und ZuflĂŒsse“ im Fachinformationssystem des Landesamtes fĂŒr Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen
  7. ↑ Ines Bresler: Wie viel Hanf ist im Hanfbachtal? In: General-Anzeiger (Bonn). 9. Mai 2023, abgerufen am 8. Juni 2025.
  8. ↑ vgl. Albrecht Greule: Deutsches GewĂ€ssernamenbuch. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1, S. 207 f., „Hanfbach“ (Auszug in der Google-Buchsuche).