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Hude (Oldenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Hude (Oldenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hude (Oldenburg) hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 53° 7′ N, 8° 28′ OKoordinaten: 53° 7′ N, 8° 28′ O
Bundesland:Niedersachsen
Landkreis: Oldenburg
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 124,79 km²
Einwohner: 15.842 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27798
Vorwahlen: 04408, 04484
Kfz-Kennzeichen: OL
Gemeindeschlüssel: 03 4 58 010
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Parkstraße 53
27798 Hude (Oldenburg)
Website: www.hude.de
Bürgermeister: Jörg Skatulla (parteilos für die SPD)
Lage der Gemeinde Hude (Oldenburg) im Landkreis Oldenburg
KarteLandkreis OldenburgNiedersachsenLandkreis VechtaLandkreis DiepholzDelmenhorstBremenLandkreis CloppenburgLandkreis AmmerlandOldenburg (Oldenburg)Landkreis WesermarschColnradeWinkelsettWildeshausenGroßenknetenPrinzhöfteBeckelnDötlingenWardenburgHattenHarpstedtHudeGanderkeseeDünsenKirchseelteGroß Ippener
Karte

Hude (Oldenburg), amtlich Hude (Oldb), ist eine Gemeinde zwischen Oldenburg (Oldb) und Bremen. Sie gehört zum Landkreis Oldenburg in Niedersachsen und ist einer der so genannten Hude-Orte.

Die Gemeinde liegt am Rande der leicht hügeligen Wildeshauser Geest und wird durch zahlreiche Bachläufe sowie sumpfiges Gelände geprägt.

  • Höchster Geländepunkt: 31,5 m ü. NHN (Hohenbökener Weg)
  • Tiefster Geländepunkt: 0,2 m unter NHN (Hollersiel)

Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt 124,6 km², davon werden 9290 ha landwirtschaftlich genutzt. Der Rest besteht aus Waldland (1146 ha) und bebauten Flächen sowie Straßenland (898 ha).

Gemeindegliederung

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Zur Gemeinde Hude gehören folgende Ortsteile:

Oberflächengewässer, Moore und andere Feuchtgebiete

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Das Gemeindegebiet von Hude (Oldb) gehört hydrologisch zum Einzugsgebiet der Hunte und damit zum Flusssystem der Weser und liegt im naturräumlichen Übergangsbereich zwischen Delmenhorster Geest und Wesermarsch. Die Gewässerlandschaft ist geprägt durch Fließgewässer, Entwässerungsgräben, Stillgewässer sowie Moor- und Feuchtgebiete.[2]

Das wichtigste Fließgewässer ist die Hunte, die das Gemeindegebiet am nordwestlichen Rand streift und als Hauptvorfluter dient. Ihre Niederungsbereiche, Altarme und Auenflächen prägen insbesondere den westlichen Teil der Gemeinde.

Die Berne ist ein Zusammenfluss von Kimmer Bäke und Brookbäke die aus Süden kommend, an der Klosterruine vorbei in das Gemeindegebiet der Ortschaft Berne fließt.

Ergänzt wird das Gewässernetz durch zahlreiche Entwässerungsgräben und Vorfluter, die vor allem der landwirtschaftlichen Nutzung dienen. Bedeutendstes Stillgewässer ist der Tweelbäker See, ein in den 1970er-Jahren entstandener Baggersee, der heute der Naherholung und als Lebensraum für Wasservögel dient.

Zu den wichtigsten Feuchtgebieten zählt das Naturschutzgebiet Nordenholzer Moor (NSG WE 232)[3] ein rund 78 Hektar großes Hochmoor- und Geestrandmoor östlich des Ortskerns. Es stellt einen Rest des ehemaligen Bookholzberger Moores dar und besitzt eine hohe Bedeutung für Klimaschutz, Wasserhaushalt und Biotopverbund. Ein kleiner Teil des Blankenburger Moores liegt im südwestlichen Gemeindegebiet; von der Gesamtfläche von rund 215 Hektar entfallen etwa 6 Hektar auf Hude. Ergänzend bestehen kleinere Feuchtwiesen, Bruchwälder und grabenbegleitende Feuchtbiotope, insbesondere entlang der Hunte-Niederung.[4]

Aufgrund der naturräumlichen Lage ist Hude in besonderem Maße von hydrologischen und ökologischen Herausforderungen betroffen. Zentrale Themen sind Hochwasserschutz, Moorentwässerung, Gewässerökologie und Klimaanpassung. Die Hunte weist ausgedehnte Überschwemmungsgebiete auf, die dem Hochwasserrückhalt dienen. Zunehmende Starkregenereignisse und Winterhochwasser erfordern fortlaufende Deichverstärkungen und Gewässerausbaumaßnahmen.[5][6][7][8]

Historische Moorentwässerung führte zu Bodensackung, Torfabbau, CO₂-Freisetzung und einer Verringerung der natürlichen Wasserrückhaltefähigkeit. Aktuelle Moorschutzprogramme setzen auf Wiedervernässung und Renaturierung. Zudem werden begradigte Gewässerabschnitte zunehmend ökologisch aufgewertet, um die Durchgängigkeit zu verbessern und die biologische Vielfalt zu fördern. Der Klimawandel verschärft Nutzungskonflikte zwischen Landwirtschaft, Hochwasserschutz, Siedlungsentwicklung und Naturschutz, wodurch eine integrierte wasserwirtschaftliche Steuerung erforderlich wird.[9]

Untergrundverhältnisse

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Die Gemeinde Hude (Oldenburg) liegt im Übergangsbereich zwischen der Delmenhorster Geest und den Niederungs- und Moorlandschaften der Hunte und Wesermarsch im nordwestdeutschen Tiefland. Der Raum ist geologisch durch quartäre Lockergesteine aus der Saale- und Weichsel-Kaltzeit geprägt.

Die östlichen und südlichen Gemeindeteile gehören zur Geest mit glazifluvialen Sanden, Kiesen und Geschiebelehmen, während nach Westen und Norden holozäne Marsch- und Moorablagerungen dominieren. Besonders ausgeprägt sind Hoch- und Niedermoorflächen, etwa im Nordenholzer Moor. Die Geest erreicht Höhen bis etwa 40 m NHN, die Niederungsgebiete liegen nur wenige Meter darüber.

Unter holozänen Sedimenten folgen pleistozäne Sand- und Kiesschichten mit tonigen Zwischenlagen, die die hydrogeologischen Verhältnisse bestimmen. In den Geestgebieten treten ergiebige Porengrundwasserleiter in 2 bis 6 m Tiefe auf. In den Marsch- und Moorbereichen bildet eine mächtige Ton- und Schluffdecke eine Schutzschicht, unter der mehrere Grundwasserstockwerke liegen. Trotz geringer Neubildung existieren dort regional bedeutsame Süßwasservorkommen, gespeist aus der höher gelegenen Geest. Zur Sicherung der Trinkwasserversorgung werden seit den 2020er Jahren verstärkt Erkundungsmaßnahmen durchgeführt. Der für die Trinkwasserversorgung wichtige zweite Grundwasserleiter befindet sich in einer Tiefe von ca. 20–40 m unter GOK in pleistozäne Sand- und Kieslagen und ist durch tonige Deckschichten.[10][11][12][13]

1232 wurde Hude in den Annales Cistercienses erstmals urkundlich erwähnt, und zwar aus Anlass der Errichtung des Zisterzienserklosters. 1536 wurde das Kloster aufgehoben und die Klostergebäude weitgehend abgerissen, so dass fast nur noch Ruinen vorhanden sind. Die einstige Torkapelle blieb erhalten; sie ist die heutige Elisabethkirche, Pfarrkirche von Hude. Auch das ehemalige Abtshaus besteht noch; nach Verwendung als Jagdschloss wurde es um 1800 zum Herrenhaus umgebaut.[14] Die Schule Von-Witzleben-Allee 4 wurde 1838 gebaut.

1867 wurde die Bahnstrecke Bremen–Oldenburg eröffnet und 1873 die Bahnstrecke Hude–Nordenham.

Hude gehörte bis zum 31. Dezember 2004 zum Regierungsbezirk Weser-Ems, der infolge einer Verwaltungsreform mit Ablauf dieses Datums aufgelöst wurde.

Im August 2009 feierte Hude sein 777-jähriges Bestehen.

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1232 (Ersterwähnung) Hude an der Berne, 1234 Hudha und um 1242 Huda, Hudha, dort auch ein Dorf Hudermoor.

Der Wortbestandteil -hude ist in Hude bei Bremen, Ritterhude, Winterhude, Steinhude enthalten. Er stammt aus dem Mittelniederdeutschen „hûde“ und steht für „Holzlagerplatz, Stapelplatz an einer Wasserverbindung, Fährstelle“. Verwandt ist das Wort mit dem Altenglischen „hyð“ und bedeutet: „Platz, der das Schiff bei der Landung aufnimmt, ein passendes niedriges Ufer, ein kleiner Hafen“. Bei dem Namen handelt es sich um eine Ortsnamensippe, die zeigt, dass die germanischen Besiedler Englands in erster Linie aus Niedersachsen gekommen sind. Schon vor mehr als 100 Jahren wurde vom Sprachforscher Hermann Jellinghaus angenommen, dass die -hude-Namen „ein starkes Zeugnis für die Herkunft des Stammes der südenglischen Bevölkerung aus der niederdeutschen Ebene“ seien.[15]

Eingemeindungen

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Am 1. Juli 1972 wurde die zuvor selbständige Gemeinde Wüsting im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen in die Gemeinde Hude eingegliedert.[16]

Einwohnerentwicklung

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JahrEinwohnerQuelle
19053.452[17]
19103.864[17][18]
19508.302[19]
19567.642
197311.205[20]
197511.705 ¹[21]
198011.977 ¹
198512.038 ¹
JahrEinwohnerQuelle
199012.383 ¹[21]
199513.729 ¹
200015.295 ¹
200515.715 ¹
201015.777 ¹
201516.166 ¹
202016.052 ¹

¹ jeweils zum 31. Dezember

Kommunalwahl 2021
Wahlbeteiligung: 67,31 %
 %
40
30
20
10
0
34,1 %
27,9 %
19,7 %
10,5 %
4,5 %
3,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
+1,4 %p
−4,7 %p
+6,0 %p
−1,5 %p
−0,2 %p
−0,8 %p

Der Rat der Gemeinde Hude hat 32 Mitglieder. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 15.001 und 20.000 Einwohnern.[22] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Stimm- und sitzberechtigt im Gemeinderat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister.

Die letzten Gemeinderatswahlen ergaben folgende Sitzverteilungen:

Partei2021[23]2016[24]
CDU1111
SPD910
Bündnis 90/Die Grünen64
FDP34
Freie Wähler22
Die Linke11

Bürgermeister der Gemeinde Hude ist Jörg Skatulla (parteilos für die SPD). In der Stichwahl 2021 wurde er mit 56,47 Prozent der Stimmen gegen Stephan Tapper (parteilos) gewählt.[25] Im ersten Wahlgang erhielt Skatulla 28,71 Prozent der Stimmen.[26]

Liste ehemaliger Bürgermeister

Gemeindewappen (nach der Eingemeindung von Wüsting)

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Wappen von Hude
Wappen von Hude
Blasonierung: „Über blauem Schildfuß, darin in der Fersenstelle ein goldenes Schild belegt mit einem blauen Quadrat, darin vier goldene Windmühlenflügel mit schwarzen Flügelruten und roter Achse, eine rote Kirchenruine in Gold mit zwei von Pfeilern gestützten Spitzbogen, darüber je zwei kleine Spitzbogen.“[27]
Wappenbegründung: Im oberen Teil des Gemeindewappens wird des ehemaligen Zisterzienserklosters gedacht. Im unteren Wappenteil symbolisieren die vier Windmühlenflügel die damaligen Schöpfmühlen, die das Landschaftsbild des Gemeindegebietes prägten. Holländische Siedler stellten diese markanten Mühlen auf und legten Entwässerungsgräben um ihre Felder an, da in den nassen Jahren das Binnenwasser der damaligen Vogtei Wüstenlande nicht abfloss. Die Farben Gold, Rot und Blau im Gemeindewappen weisen auf die Wappenfarben von Oldenburg hin.

Gemeindewappen (vor der Eingemeindung von Wüsting)

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Das ehemalige Kommunalwappen der Gemeinde Hude stammt von dem Heraldiker Manfred Furchert.[28] Das Wappen wurde 1948 vom Niedersächsischen Minister des Innern verliehen.[29]

Wappen von Hude
Wappen von Hude
Blasonierung: „Über blauem Schildfuß in Gold eine rote Ruinenwand mit drei Pfeilern; im Erdgeschoss zwei spitzbogige Tore, oben zwei Spitzbogenfensterpaare.“[29]
Wappenbegründung: Im Wappen der Gemeinde wird des ehemaligen Klosters gedacht. Durch die Farben Gold, Rot und Blau im Gemeindewappen soll an die Wappenfarben von Oldenburg angespielt werden.

Partnerschaften

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Die Partnergemeinden der Gemeinde Hude sind:[30]

StadtLandseit
Arnage Frankreich1983
Kröpelin Deutschland1991
Fiume Veneto Italien2002
Nowe Miasto Lubawskie Polen2003
Šalčininkai[31] Litauen2015[32]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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