In sensu
Als in sensu (lateinisch sensus âSinn, Empfindung, GefĂŒhlâ) bezeichnet man in der Psychologie Prozesse, die in der Vorstellung ablaufen.
Verhaltenstherapie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Psychotherapie kennzeichnet der Zusatz in sensu eine Imaginationstechnik der Verhaltenstherapie. Hierbei wird der Patient ânurâ in seiner Vorstellung einer Konfrontation (auch Exposition) ausgesetzt. Die VorstellungsĂŒbungen können zur EinĂŒbung verĂ€nderter Reaktionen und Verhaltensweisen (z. B. problembehaftete Situationen im sozialen Umfeld des Patienten) genutzt werden oder in der Konfrontationstherapie die AnnĂ€herung an die Angst (z. B. Aufzug fahren, sich Höhen aussetzen, Spinnen begegnen) erleichtern.
Gegensatz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Exposition in der RealitÀt wird mit in vivo bezeichnet.
Techniken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Je nach angewendeter Technik der Verhaltenstherapie wird eine Behandlung in sensu oder in vivo durchgefĂŒhrt. Beispielsweise wird der Patient bei der systematischen Desensibilisierung zunĂ€chst schrittweise mit der Vorstellung eines Objektes in sensu konfrontiert. Beim Flooding erfolgt eine Exposition in vivo.[1]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Wolfgang Hiller: Phobien. (PDF) Johannes Gutenberg-UniversitĂ€t Mainz Psychologisches Institut, 2014, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 8. Februar 2016; abgerufen am 8. Februar 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.