Kalilauge
| Allgemeines | ||||||||
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| Name | Kalilauge | |||||||
| Summenformel | KOH(aq) | |||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Lösung[1] | |||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||
| Molare Masse | 56,11 g·molâ1 | |||||||
| Aggregatzustand |
flĂŒssig[1] | |||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0âŻÂ°C, 1000 hPa). | ||||||||
Kalilauge ist der Trivialname fĂŒr eine stark alkalische, Ă€tzende, wĂ€ssrige Lösung von Kaliumhydroxid. Konzentrierte Kalilauge Ă€tzt in geringem MaĂe Glas. Die Dichte einer 50%igen Lösung betrĂ€gt bei 15 °C 1,539 g/cm3.[1]
Herstellung und Transport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Technische Kalilauge enthÀlt etwa 50 % Kaliumhydroxid und wird durch Elektrolyse (Chloralkali-Elektrolyse) von Kaliumchlorid-Lösungen hergestellt. Transportiert wird technische Kalilauge meist in EisenfÀssern oder Kesselwagen.[4]
Verwendung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]GroĂe Mengen Kalilauge werden in der chemischen Industrie zur Herstellung von Kaliumseife und Farbstoffen verbraucht.[5]
Eine wichtige Anwendung ist der Einsatz als Elektrolyt (meist 20%ige Lösung) in nicht verschlossenen Nickel-Cadmium-Akkumulatoren oder Nickel-Eisen-Akkumulatoren fĂŒr stationĂ€re und mobile Anwendungen (z. B. USV, Notbeleuchtung, Elektrofahrzeuge usw.).
Wie andere Laugen auch, neutralisiert Kalilauge SÀuren aller Art, wobei jeweils Kaliumsalze entstehen. Beispielsweise reagiert Kaliumhydroxid (KOH) mit SalzsÀure (HCl aq) zu Wasser und Kaliumchlorid. Wegen ihres höheren Preises wird zur Abwasserneutralisation Kalilauge in geringerem Ausmaà eingesetzt als Natronlauge.[5]
Mit Kalilauge lÀsst sich im Labor Kohlenstoffdioxid aus Gasgemischen entfernen, da es mit dem gelösten Kaliumhydroxid zu Kaliumcarbonat reagiert:
(aq = WÀssrige Lösung)
Gehaltsbestimmung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Kaliumhydroxid-Gehalt von Kalilauge kann durch Titration mit einer SĂ€ure unter Verwendung von Methylorange als Indikator oder durch Messung der Dichte, sowie durch Potentiometrie bestimmt werden.[4]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Max Arnold, G. Christ, K. Dietrich, Ed. Gildmeister, P. Janzen, C. Scriba, B. Fischer, C. Hartwich: Hagers Handbuch der Pharmaceutischen Praxis fĂŒr Apotheker, Ărzte, Drogisten und Medicinalbeamte Zweiter Band. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-50682-6, S. 172 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- â Eintrag zu Potassium hydroxide in der Datenbank ECHA CHEM der EuropĂ€ischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. August 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
- 1 2 Eintrag zu Kaliumhydroxid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Januar 2017. (JavaScript erforderlich)
- 1 2 Otto-Albrecht NeumĂŒller (Hrsg.): Römpps Chemie-Lexikon. Band 3: HâL. 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckhâsche Verlagshandlung, Stuttgart 1983, ISBN 3-440-04513-7, S. 2008.
- 1 2 Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1965, S. 612â613.