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Kalilauge

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Allgemeines
Name Kalilauge
Summenformel KOH(aq)
Kurzbeschreibung

farblose Lösung[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1310-58-3 (Kaliumhydroxid)
Wikidata Q1722251
Eigenschaften
Molare Masse 56,11 g·mol−1
Aggregatzustand

flĂŒssig[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[3]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-SĂ€tze H: 290​‐​302​‐​314
P: 234​‐​260​‐​280​‐​301+312​‐​303+361+353​‐​305+351+338[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Kalilauge ist der Trivialname fĂŒr eine stark alkalische, Ă€tzende, wĂ€ssrige Lösung von Kaliumhydroxid. Konzentrierte Kalilauge Ă€tzt in geringem Maße Glas. Die Dichte einer 50%igen Lösung betrĂ€gt bei 15 °C 1,539 g/cm3.[1]

Herstellung und Transport

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Technische Kalilauge enthÀlt etwa 50 % Kaliumhydroxid und wird durch Elektrolyse (Chloralkali-Elektrolyse) von Kaliumchlorid-Lösungen hergestellt. Transportiert wird technische Kalilauge meist in EisenfÀssern oder Kesselwagen.[4]

Große Mengen Kalilauge werden in der chemischen Industrie zur Herstellung von Kaliumseife und Farbstoffen verbraucht.[5]

Eine wichtige Anwendung ist der Einsatz als Elektrolyt (meist 20%ige Lösung) in nicht verschlossenen Nickel-Cadmium-Akkumulatoren oder Nickel-Eisen-Akkumulatoren fĂŒr stationĂ€re und mobile Anwendungen (z. B. USV, Notbeleuchtung, Elektrofahrzeuge usw.).

Wie andere Laugen auch, neutralisiert Kalilauge SĂ€uren aller Art, wobei jeweils Kaliumsalze entstehen. Beispielsweise reagiert Kaliumhydroxid (KOH) mit SalzsĂ€ure (HCl aq) zu Wasser und Kaliumchlorid. Wegen ihres höheren Preises wird zur Abwasserneutralisation Kalilauge in geringerem Ausmaß eingesetzt als Natronlauge.[5]

Mit Kalilauge lÀsst sich im Labor Kohlenstoffdioxid aus Gasgemischen entfernen, da es mit dem gelösten Kaliumhydroxid zu Kaliumcarbonat reagiert:

2KOH(aq)+CO2(g)→K2CO3(aq)+H2O(l)

(aq = WÀssrige Lösung)

Gehaltsbestimmung

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Der Kaliumhydroxid-Gehalt von Kalilauge kann durch Titration mit einer SĂ€ure unter Verwendung von Methylorange als Indikator oder durch Messung der Dichte, sowie durch Potentiometrie bestimmt werden.[4]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Max Arnold, G. Christ, K. Dietrich, Ed. Gildmeister, P. Janzen, C. Scriba, B. Fischer, C. Hartwich: Hagers Handbuch der Pharmaceutischen Praxis fĂŒr Apotheker, Ärzte, Drogisten und Medicinalbeamte Zweiter Band. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-50682-6, S. 172 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. ↑ Eintrag zu Potassium hydroxide in der Datenbank ECHA CHEM der EuropĂ€ischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. August 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  3. 1 2 Eintrag zu Kaliumhydroxid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Januar 2017. (JavaScript erforderlich)
  4. 1 2 Otto-Albrecht NeumĂŒller (Hrsg.): Römpps Chemie-Lexikon. Band 3: H–L. 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1983, ISBN 3-440-04513-7, S. 2008.
  5. 1 2 Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1965, S. 612–613.