Kelomat

Kelomat ist der Markenname eines Schnellkochtopfes in Ăsterreich.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Unternehmen Gruber & Kaja im oberösterreichischen Traun hat ihn entwickelt und ab 1948[1] produziert. Der Name wurde in Ăsterreich zum Synonym fĂŒr einen Schnellkochtopf. UrsprĂŒnglich aus Aluminium hergestellt, wurde der Kochtopf ab den 1980er Jahren wie auch jene des Mitbewerbs aus Edelstahl erzeugt. Die Produktion war in Rohrbach an der Gölsen in Niederösterreich.
2001 zog sich Gruber & Kaja aufs KerngeschĂ€ft der Druckgusserzeugung fĂŒr die Autozulieferindustrie zurĂŒck und verkaufte die Kelomat-Markenrechte an den neuen Erzeuger, Riess Kelomat GmbH im niederösterreichischen Ybbsitz. Riess Kelomat ist bereits ĂŒber 450 Jahre in der metallverarbeitenden Industrie tĂ€tig und zĂ€hlt zu den Ă€ltesten Unternehmen Ăsterreichs.
Die Kochtöpfe der Marke werden in unterschiedlichen VolumensgröĂen angeboten. Insbesondere gibt es unterschiedliche Höhen, die mit einem Deckel des gleichen Durchmessers versehen werden können. Eine Marke zeigt den Winkel an, bei dem das Bajonett zusammengesetzt werden kann. Eine Rechtsdrehung des Deckels um etwa 30° renkt den Bajonettverschluss vollstĂ€ndig ein.
Die im Deckel vom Nutzer einzusetzende Dichtlippe aus Elastomer hat eine Sicherheitsfunktion. Sollte das zentral im Deckel eingeschraubte Federventil klemmen oder verlegt sein, so kann ab einem höheren Ansprechdruck die Dichtlippe an einem Teil des Umfangs, wo der Topf einen etwas niedriger gefrĂ€sten Rand aufweist, nach auĂen klappen und groĂzĂŒgig Dampf entlassen um ein Platzen des Topfs zu vermeiden.
Unter dem Markennamen Kelomat werden heute neben Kochgeschirren auch Messer und viele andere KĂŒchenutensilien angeboten.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Leo Lugmayr, Josef Hofmarcher, Friedrich Riess: Email Werkstoffe der Könige. Vom Rohmaterial zum Fertigprodukt. Ybbsitz 2010, S. 18â36.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Seit 75 Jahren mit dem Kelomat unter Druck kochen im Standard vom 11. Dezember 2023, abgerufen am 11. Dezember 2023