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L’Isle VD

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(Weitergeleitet von L'Isle VD)
VD ist das KĂŒrzel fĂŒr den Kanton Waadt in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen EintrĂ€gen des Namens L’Islef zu vermeiden.

L’Isle
Wappen von L’Isle
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Waadt Waadt (VD)
Bezirk: Morgesw
BFS-Nr.: 5486i1f3f4
Postleitzahl: 1148
Koordinaten: 521423 / 163494Koordinaten: 46° 37â€Č 5″ N, 6° 24â€Č 46″ O; CH1903: 521423 / 163494
Höhe: 660 mÂ ĂŒ. M.
Höhenbereich: 599–1429 m ĂŒ. M.[1]
FlĂ€che: 16,22 kmÂČ[2]
Einwohner: 1102 (1. Januar 2026)[3]
Einwohnerdichte: 68 Einw. pro kmÂČ
AuslÀnderanteil:
(Einwohner ohne
Schweizer BĂŒrgerrecht)
15,0 %
(1. Januar 2026)[4]
Website: www.lisle.ch
Lage der Gemeinde
Karte von L’IsleFrankreichGenferseeLac de JouxFrankreichFrankreichBezirk Gros-de-VaudBezirk Jura-Nord vaudoisBezirk LausanneBezirk NyonBezirk Ouest lausannoisAclensAllamanAubonne VDBallensBerolleBiĂšreBougy-VillarsBremblensBuchillonLa Chaux (Cossonay)Chavannes-le-VeyronChevilly VDChigny VDClarmontCossonayCuarnensDenensDengesDizy VDEchandensEchichensEclĂ©pensEtoy VDFĂ©chyFerreyresGimel VDGollionGrancyHautemorgesL’Isle VDLavigny VDLonayLully VDLussy-sur-MorgesMaurazMoiry VDMollens VDMont-la-VilleMontricher VDMorgesOrny VDPompaplesPrĂ©verengesRomanel-sur-MorgesSaint-LivresSaint-OyensSaint-PrexLa SarrazSaubrazSenarclensTolochenazVaux-sur-MorgesVillars-sous-YensVufflens-le-ChĂąteauVullierensYens
Karte von L’Isle
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L’Isle ([lilə̆], im einheimischen frankoprovenzalischen Dialekt [(a) ˈliːla])[5] ist eine politische Gemeinde im Distrikt Morges des Kantons Waadt in der Schweiz.

Luftbild (1949)

L’Isle liegt auf 660 mÂ ĂŒ. M., 14 km nordwestlich der Bezirkshauptstadt Morges (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich nahe den Quellen der Venoge und am Bach Chergeaule, am JurasĂŒdfuss und auf dem davor liegenden Jurafussplateau, in der westlichen Randzone des WaadtlĂ€nder Mittellandes.

Die FlĂ€che des 16,3 kmÂČ grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Jurafussplateaus und des WaadtlĂ€nder Juras. Der Gemeindeboden erstreckt sich von der Talniederung des Veyron nach Nordwesten ĂŒber das auf rund 650 mÂ ĂŒ. M. liegende Jurafussplateau bis zu den Quellen der Venoge bei L’Isle. Westlich des Dorfes umfasst das Gebiet den zumeist dicht bewaldeten JurasĂŒdhang (Prins Bois) beidseits des Taleinschnitts der Combe Ă  Berger, welcher von der Chergeaule, einem Quellbach der Venoge, geschaffen wurde. In einem schmalen Streifen reicht die GemeindeflĂ€che nach Westen ĂŒber den Höhenzug ChĂątel (bis 1420 mÂ ĂŒ. M.) und die Mulde des PrĂ© de l’Haut bis auf die Antiklinale der Mont-Tendre-Kette, auf der bei La Biole mit 1428 mÂ ĂŒ. M. der höchste Punkt von L’Isle erreicht wird. Auf den Jurahöhen befinden sich ausgedehnte Hochweiden (darunter der PrĂ© de l’Haut) mit den typischen mĂ€chtigen Fichten, die entweder einzeln oder in Gruppen stehen. Von der GemeindeflĂ€che entfielen 1997 5 % auf Siedlungen, 46 % auf Wald und Gehölze und 49 % auf Landwirtschaft.

Zu L’Isle gehören die Weiler Villars-Bozon (660 mÂ ĂŒ. M.) am Bach Morand, La Coudre (837 mÂ ĂŒ. M.) am JurasĂŒdhang bei Mont-la-Ville, Les Mousses (647 mÂ ĂŒ. M.) am Jurafuss oberhalb der Venoge und zahlreiche Einzelhöfe. Nachbargemeinden von L’Isle sind Montricher, Mauraz, Hautemorges, Chavannes-le-Veyron, Cuarnens, Mont-la-Ville und L’Abbaye.

Mit 1102 Einwohnern (Stand 1. Januar 2026) gehört L’Isle zu den kleineren Gemeinden des Kantons Waadt. Von den Bewohnern sind 94,1 % französischsprachig, 2,7 % deutschsprachig und 1,3 % englischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von L’Isle belief sich 1900 auf 865 Einwohner. Nachdem die Bevölkerung bis 1970 auf 666 Personen abgenommen hatte, wurde wieder eine deutliche Bevölkerungszunahme verzeichnet.

L’Isle war bis in die zweite HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprĂ€gtes Dorf. Noch heute haben der Ackerbau und der Obstbau am Jurafuss, die Viehzucht und Milchwirtschaft in den höheren Regionen sowie die Forstwirtschaft eine gewisse Bedeutung in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung.

Im Lauf des 19. Jahrhunderts entwickelte sich L’Isle zu einem regionalen Wirtschafts- und Verwaltungszentrum. Damals befand sich im Dorf eine Fabrik fĂŒr Feuerwehrpumpen, eine Weberei, mehrere MĂŒhlen und eine SĂ€gerei an der Venoge. Ferner gab es einige SteinbrĂŒche. Heute konzentriert sich das Gewerbe auf kleinere und mittlere Betriebe im Bereich des Baugewerbes, des Transportwesens, und der Elektrotechnik. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele ErwerbstĂ€tige sind deshalb Wegpendler, die vor allem in den grösseren Gemeinden entlang des Genfersees und im Grossraum Lausanne arbeiten.

Die Gemeinde ist verkehrstechnisch recht gut erschlossen. Sie liegt an der Hauptstrasse von Cossonay ĂŒber den Col du Mollendruz in das VallĂ©e de Joux. Eine weitere Strasse fĂŒhrt von La Sarraz entlang des Jurafusses nach BiĂšre. Am 12. September 1896 wurde der Abschnitt von L’Isle nach Apples der Schmalspurbahn BiĂšre-Apples-Morges in Betrieb genommen, ein weiterer Bahnhof befindet sich bei Villars-Bozon. FĂŒr die Feinverteilung im öffentlichen Verkehr sorgen die Postautokurse nach Gimel, Cossonay-Gare, La Sarraz und Croy.

Wappen L'Isle (bis 1928)

Die erste urkundliche ErwĂ€hnung des Ortes erfolgte 1299 unter dem Namen Insula. In der Folgezeit erschienen die Bezeichnungen Lile (1343), Lille (1355), Lila (1357), Lilaz (1446), Lyla (1542) und Lylle (1609). Weil sich die Venoge in einem flachen, moorigen Gebiet unterhalb ihrer Quelle in mehrere verschiedene BachlĂ€ufe aufspaltet, welche kleinere Inseln einfassen, entstand der Ortsname L’Isle, der ĂŒbersetzt die Insel bedeutet.

Der Ort hat seinen Ursprung wahrscheinlich im 11. Jahrhundert. Geschichtlich einwandfrei bezeugte Fakten stammen jedoch erst vom ausgehenden 13. Jahrhundert, als die Herren von Cossonay bei den Quellen der Venoge ein ummauertes StĂ€dtchen grĂŒndeten. L’Isle gehörte anfĂ€nglich zur Herrschaft Cossonay, erhielt aber 1431 eigene Freiheiten und bildete seit diesem Datum eine unabhĂ€ngige Herrschaft.

Mit der Eroberung der Waadt durch Bern im Jahr 1536 kam L’Isle unter die Verwaltung der Vogtei Morges. Nach dem Zusammenbruch des Ancien RĂ©gime gehörte es von 1798 bis 1803 wĂ€hrend der Helvetik zum Kanton LĂ©man, der anschliessend mit der Inkraftsetzung der Mediationsverfassung im Kanton Waadt aufging. 1798 wurde es dem Bezirk Cossonay zugeteilt.

SehenswĂŒrdigkeiten

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Das Schloss von L'Isle

L’Isle hat heute den Charakter eines Dorfes mit einigen typischen BauernhĂ€usern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Von der einstigen stĂ€dtischen Siedlung ist nichts mehr zu sehen. Die reformierte Pfarrkirche wurde 1732–1734 neu erbaut, besitzt am Frontturm aber noch ein spĂ€tgotisches Rundbogenportal des VorgĂ€ngerbaus.

Das Schloss wurde 1696 im Stil des französischen Klassizismus fĂŒr Charles de Chandieu erbaut. Es besitzt zwei kleine, rechtwinklig zum HauptgebĂ€ude stehende SeitenflĂŒgel und eine reiche Innenausstattung. SĂŒdlich an das Schloss schliesst sich ein Park mit AlleebĂ€umen an, der sich bis zum breiten Wasserbecken der Venoge ausdehnt. Das Schloss wurde 1877 von der Gemeinde L’Isle gekauft und danach fĂŒr die Gemeindeverwaltung und als Schulhaus genutzt.

Commons: L’Isle VD – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen wurden die FlĂ€chen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der stĂ€ndigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt fĂŒr Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ StĂ€ndige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei spĂ€teren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. ↑ Florence Cattin/Andres Kristol, L’Isle VD (Cossonay) in: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG), Centre de dialectologie, UniversitĂ© de NeuchĂątel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, p. 494f.