Langlebige Kiefer
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Langlebige Kiefer (Pinus longaeva) im südlichen Nevada | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pinus longaeva | ||||||||||||
| D.K.Bailey |
Die Langlebige Kiefer (Pinus longaeva), auch Langlebige Grannen-Kiefer oder Westliche Grannen-Kiefer genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kiefern (Pinus) innerhalb der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Bis etwa 1970 wurde sie als eine lokale Varietät der Grannen-Kiefer (Pinus aristata) angesehen und wurde dann als eigene Art Pinus longaeva abgetrennt. Im Patriarch Grove in den White Mountains in Kalifornien stehen 17 Exemplare der Langlebigen Kiefer, die über 4000 Jahre alt sind. Eines davon, dessen Alter durch Auszählung der Jahresringe in einem kleinen Bohrkern bestimmt wurde, ist rund 4850 Jahre alt und trägt den Namen „Methuselah“.[1]
Beschreibung und Ökologie
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Erscheinungsbild
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Langlebige Kiefer ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen von 5 bis 20 Meter und Brusthöhendurchmesser von bis zu 1,5 Meter, in Ausnahmefällen bis 3,5 Meter, erreicht. Die Stammform und Wuchshöhe hängen stark vom jeweiligen Standort ab. Diese Art behält auch nahe der Baumgrenze eine aufrechte Wuchsform bei. Junge Baumexemplare wachsen gerade und besitzen kurze, schlanke Äste. Altbäume, die Wind oder starker Trockenheit ausgesetzt sind, stellen meist bei 5 bis 10 Meter das Höhenwachstum ein und wachsen fast nur noch im Umfang. Extreme Brusthöhendurchmesser werden wahrscheinlich durch das Zusammenwachsen mehrerer Stämme erreicht. Als arttypisch gelten die herabhängenden, gebogenen und in verschiedene Richtungen weisenden Äste. Langtriebe werden zwischen 0,8 und 7,2 Zentimeter lang. Viele Seitentriebe entstehen aus dem Terminalknospen der Kurztriebe.[2]
Borke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die grau bis rötlichbraune Borke variiert sowohl in der Färbung als auch in der Struktur stark.[3] Die Borke bedeckt vor allem an Extremstandorten nur einen Bruchteil des Stammes. Es wird dadurch nur ein Teil der Krone regelmäßig versorgt und ist damit grün.[4]
Holz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das rötlich getönte Holz ist harzreich und relativ hart. Gelegentlich treten Harzkanäle in den Holzstrahlen auf. Die Jahresringe sind gut zu erkennen. Das Holz lässt sich weder anatomisch noch im Erscheinungsbild von dem der Grannen-Kiefer (Pinus aristata) oder dem der Fuchsschwanz-Kiefer (Pinus balfouriana) unterscheiden.[3]
Nadeln
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die 2 bis 4 Zentimeter langen Nadeln stehen zu fünft, selten zu viert, dicht zusammen an Kurztrieben und liegen dem Zweig eng an. Sie sind glänzend dunkelgrün gefärbt, relativ steif und besitzen eine stumpfe Spitze. Auf der Nadelunterseite befinden sich mehrere Spaltöffnungsreihen. Es werden selten farblose Harztropfen mit glatter Oberfläche gebildet. Die Nadeln verbleiben zwischen 25 und 30, in Extremfällen bis zu 38 Jahre am Baum. Mögliche Ursache für so ein hohes Nadelalter ist die jährliche Erneuerung des Phloems der Nadelbündel oder die Mächtigkeit der Cuticulawachsschicht, die nicht mit dem Nadelalter abnimmt, sondern immer zwischen 5 und 9 Mikrometer dick ist.[5]
Blüten, Zapfen und Samen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die rötlichen, 10 bis 12 Millimeter langen, aufrecht stehenden, männlichen Blütenzapfen stäuben von Juli bis Anfang August. Die ebenfalls aufrechst stehenden weiblichen Blütenzapfen sind blau. Die anfangs tief purpurroten, spindelförmigen Zapfen sind 5,5 bis 8,5 Zentimeter lang und an ihrer Basis am breitesten. Ein geringer Teil der Population bildet grüne Zapfen aus. Die Zapfenschuppen sind stark verharzt und besitzen einen Nabel, der in einer 4 bis 6 Millimeter langen, grannenartigen Verlängerung ausläuft. An der Zapfenbasis sind diese Verlängerungen kürzer oder fehlen ganz. Selbst 3.000 Jahre alte Bäume bilden noch Zapfen aus.[6]
Die blass braunen, ein wenig marmorierten, 6 bis 8 Millimeter langen Samen reifen Ende September/Anfang Oktober und sind geflügelt. Der Flügel ist nur schwer vom Samenkörper zu trennen.