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Lila Downs

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Lila Downs (2009)

Ana Lila Downs Sánchez (* 9. September 1968 in Tlaxiaco, Oaxaca, Mexiko) ist eine mexikanisch-US-amerikanische Sängerin. Ihre Musik ist eine Mischung verschiedener Stile, dabei greift sie oft auf indigene Musik aus ihrer mexikanischen Heimat zurück, aus den Kulturen der Mixteken, Zapoteken, Maya und Nahuatl. Sie hat einen klaren politischen Anspruch, den sie in den Texten ausdrückt.

Downs wuchs als Tochter der indigenen, mixtekischen Kabarettsängerin Anita Sánchez und des US-amerikanischen und schottisch-stämmigen Filmprofessors Allen Downs im Bundesstaat Oaxaca, in Minnesota, dem Heimatort des Vaters, und in Südkalifornien auf. Als sie 16 und die ganze Familie in Los Angeles war, verstarb der Vater, weswegen Mutter und Tochter den Beschluss fassten, nach zwei Jahren in den USA zurückzukehren nach Tlaxiaco.

Sie begann Musik und Anthropologie an der Universität von Minnesota zu studieren. Als Fan der Gruppe Grateful Dead wandte sie sich ganz vom Singen ab. Wieder zurück in Mexiko entdeckte sie die Musik als Schlüssel zu ihrem indigenen Hintergrund wieder. Während jener Studienzeit lernte Downs den US-amerikanischen Jazz-Saxophonisten Paul Cohen kennen, mit dem sie in Clubs in Oaxaca und Philadelphia auftrat. Mit ihm realisierte sie alle ihre musikalischen Projekte; er war auch der Produzent ihres ersten Albums Ofrenda. Tourneen führten sie durch viele Länder Amerikas und Europas.[1] Downs und Cohen leben heute in New York und in Coyoacán, einem der teils noch kolonial geprägten Stadtteile von Mexiko-Stadt, in Nachbarschaft zu San Ángel, wo das blaue Haus steht, in dem Frida Kahlo und Diego Rivera lebten.

Bekannt wurde sie durch die Mitwirkung im Film Frida über das Leben der mexikanischen Malerin Frida Kahlo und deren Ehemann Diego Rivera. 2013 erhielt sie für ihr Album Pecados y Milagros den Grammy Award for Best Regional Mexican Music Album (Including Tejano).

Am 9. August 2021 gab sie zum Internationalen Jahrestag der indigenen Völker mit Sara Curruchich die Single Pueblos heraus, welche die Verbundenheit indigener Völker und deren andauernden Kampf um Autonomie beschwört.

Ihr Mann und musikalischer Partner Paul Cohen verstarb am 7. Dezember 2022 nach langer Krankheit im Alter von 69 Jahren. Im Laufe seiner 30 Jahre währenden Beziehung hatte das Paar einen Jungen und ein Mädchen adoptiert, da Lila Downs keine Kinder bekommen konnte.

Lila Downs (2005)
Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2][3]
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 La­tin  ES  MX
2004 Una Sangre: One Blood La­tin28
(9 Wo.)La­tin
— —
Erstveröffentlichung: 7. Juni 2004
2006 La cantina – entre copa y copa La­tin46
(4 Wo.)La­tin
ES91
(2 Wo.)ES
MX22[4]
Gold
Gold

(25 Wo.)MX
Erstveröffentlichung: 29. April 2006
2008 Ojo de culebra
Manhattan Records
— ES75
(1 Wo.)ES
MX48
(8 Wo.)MX
Erstveröffentlichung: 2. September 2008
Shake Away
Manhattan Records
La­tin36
(6 Wo.)La­tin
— MX60
(5 Wo.)MX
Erstveröffentlichung: 2. September 2008
englischsprachige Version von Ojo de culebra
2010 Y la misteriosa en Paris – Live à Fip — — MX27
(11 Wo.)MX
Erstveröffentlichung: 13. April 2010
2011 Pecados y milagros
Columbia Records
La­tin33
(7 Wo.)La­tin
ES56
(1 Wo.)ES
MX2[5]
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(108 Wo.)MX
Erstveröffentlichung: 18. Oktober 2011
2014 Raíz
RCA Records
La­tin11
(3 Wo.)La­tin
ES13
(15 Wo.)ES
MX6[6]
Gold
Gold

(27 Wo.)MX
Erstveröffentlichung: 1. April 2014
mit Niña Pastori & Soledad
2015 Balas y chocolate
RCA Records
La­tin11
(7 Wo.)La­tin
ES73
(4 Wo.)ES
MX2[7]
Gold
Gold

(37 Wo.)MX
Erstveröffentlichung: 24. März 2015
2017 Salón, lágrimas y deseo
RCA Records
— ES39
(4 Wo.)ES
MX7[8]
(26 Wo.)MX
Erstveröffentlichung: 26. Mai 2017
2019 Al Chile
Columbia Records
— — MX5[9]
(25 Wo.)MX
Erstveröffentlichung: 5. Mai 2019

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Weitere Alben

  • 1994: Ofrenda
  • 1996: Azuláo: En vivo con Lila Downs
  • 1997: La Sandunga
  • 2000: Yutu Tata / Árbol de la vida
  • 2002: La línea / Border (über die schwer gesicherte Grenze zwischen Mexiko und den USA, über die Migranten, die beim Grenzüberschritt umkommen, und ihre Kämpfe)
  • 2002: Frida (Filmmusik zum gleichnamigen Film; Lila Downs ist mit mehreren Stücken vertreten)
  • 2012: Canciones pa’ todo el año
  • 2026: Cambias Mi Mundo

Singles (Auswahl)

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  • 2019: Cariñito (MX: PlatinPlatin)
  • 2019: La cigarra (mit Natalia Jiménez, MX: GoldGold)
  • 2021: Pueblos
  1. ↑ Lila Downs (Memento vom 29. Juni 2012 im Webarchiv archive.today), Lila Downs, in Terra.
  2. ↑ Chartquellen: US ES MX
  3. ↑ Auszeichnungen für Musikverkäufe: MX
  4. ↑ Chartplatzierung für La cantina – entre copa y copa in Mexiko
  5. ↑ Chartplatzierung für Pecados y milagros in Mexiko
  6. ↑ Chartplatzierung für Raíz in Mexiko
  7. ↑ Chartplatzierung für Balas y chocolate in Mexiko
  8. ↑ Chartplatzierung für Salón, lágrimas y deseo in Mexiko
  9. ↑ Chartplatzierung für Al Chile in Mexiko
Commons: Lila Downs – Sammlung von Bildern