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Markus Tiwald

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Markus Tiwald (* 29. September 1966 in GĂŒssing)[1] ist ein österreichischer katholischer Theologe und UniversitĂ€tsprofessor fĂŒr Neues Testament an der Katholisch-Theologischen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Wien.

Von 1986 bis 1993 studierte er katholische Theologie in Wien und Lyon (Diplomarbeit eingereicht in Wien bei Jacob Kremer zum Thema: „Passus sub Pontio Pilato : Das Pilatusbild im Lichte der neueren Forschung“. Sponsion zum Magister der Theologie am 14. Dezember 1993). Nach der Priesterweihe 1994, dann Kaplansjahr in Maria Enzersdorf bei Wien (Inkardination in der Erzdiözese Wien) absolvierte er von 1995 bis 1998 ein Lizentiatsstudium am Studium Biblicum Franciscanum mit Schwerpunkten in biblischen Sprachen, Judaistik und biblischer ArchĂ€ologie. Lizenziatsarbeit eingereicht bei FrĂ©dĂ©ric Manns zum Thema: „Der JĂŒnger, der bleibt bis zum Kommen des Herrn : SelbstverstĂ€ndnis und Lehrmethode der „Johanneischen Schule“ – demonstriert an sechs paradigmatischen Perikopen des Johannesevangeliums.“ Abgeschlossen am 3. Februar 1998 mit dem Titel „Licentiatus in S. Theologia cum Specializatione Biblica“ (magna cum laude). Von 1997 bis 2007 war er UniversitĂ€tsassistent am Institut fĂŒr Neutestamentliche Bibelwissenschaft der UniversitĂ€t Wien. Nach der Promotion 2001 mit Auszeichnung zum Doktor der Theologie in Wien. Dissertation eingereicht bei Roman KĂŒhschelm zum Thema: „Wanderradikalismus : Jesu erste JĂŒnger – ein Anfang und was davon bleibt“. war er von 2001 bis 2007 stellvertretender Vorsitzender der ArgeAss (Arbeitsgemeinschaft der Assistentinnen und Assistenten an bibelwissenschaftlichen Instituten in Österreich) und Kuratoriumsmitglied des Österreichischen Katholischen Bibelwerkes.

Von 2001 bis 2010 machte er eine Ausbildung zum Psychotherapeuten. Abschluss der Ausbildung am 17. Mai 2010, seitdem ordentliches Mitglied der „Gesellschaft fĂŒr Logotherapie und Existenzanalyse“ (in der Nachfolge Viktor Frankls). 2005 lehrte er in einer geblockten Semesterveranstaltung als Gastprofessor an der Pontificia UniversitĂ  Antonianum zum Thema: „La nuova ricerca sul GesĂč storico : Concetti di GesĂč – concetti della chiesa primitiva“. Von 2005 bis 2009 war er Kolumnist bei der zweitgrĂ¶ĂŸten österreichischen Tageszeitung („Kurier“): Verfasser der sonntĂ€glichen Kolumne „Gedanken“, in der biblische und religiöse Inhalte einem breiteren Publikum vermittelt werden.

Nach der Habilitation 2007 fĂŒr das Fach „Neutestamentliche Bibelwissenschaft“ an der Katholisch-Theologischen FakultĂ€t Wien durch einstimmiges Votum der Habilitationskommission lehrte er von 2007 bis 2008 als Privatdozent an der UniversitĂ€t Wien und an der „Kirchlichen PĂ€dagogischen Hochschule Wien“ und war Pfarrer in Floridsdorf. 2008 ĂŒbernahm er die Vertretungsprofessur fĂŒr das Fach „Biblische Theologie und ihre Didaktik / Schwerpunkt Neues Testament“ an der UniversitĂ€t Duisburg-Essen. 2009 wurde zum UniversitĂ€tsprofessor fĂŒr „Biblische Theologie und ihre Didaktik / Schwerpunkt Neues Testament“ in Duisburg-Essen ernannt. 2012 wurde er in den Vorstand des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts fĂŒr deutsch-jĂŒdische Geschichte an der UniversitĂ€t Duisburg-Essen gewĂ€hlt. 2018 wurde er in den Senat der UniversitĂ€t Duisburg-Essen gewĂ€hlt. Mit 1. September 2019 wurde Tiwald auf den Lehrstuhl fĂŒr Neues Testament am Institut fĂŒr Bibelwissenschaften an der UniversitĂ€t Wien berufen,[2] dessen Vorstand er auch ist. ZusĂ€tzlich leitet er die Vienna Doctoral School of Theology and Research on Religion VDTR.[3]

Er ist Mitglied der Studentenverbindungen K.D.St.V. Kaiserpfalz Aachen und KÖStV Rudolfina Wien.

Werke (Auswahl)

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  • Wanderradikalismus. Jesu erste JĂŒnger – ein Anfang und was davon bleibt (= Österreichische biblische Studien. Band 20). Lang, Frankfurt am Main/Berlin/Bern/Bruxelles/New York/Oxford/Wien 2002, ISBN 3-631-39192-7 (zugleich Dissertation, Wien 2001).
  • HebrĂ€er von HebrĂ€ern. Paulus auf dem Hintergrund frĂŒhjĂŒdischer Argumentation und biblischer Interpretation (= Herders biblische Studien. Band 52). Herder, Freiburg im Breisgau/Basel/Wien/Barcelona/Rom/New York 2008, ISBN 3-451-29572-5 (zugleich Habilitationsschrift, Wien 2007).
  • Die Logienquelle. Text, Kontext, Theologie. Kohlhammer, Stuttgart 2016, ISBN 3-17-025627-0.
  • Das FrĂŒhjudentum und die AnfĂ€nge des Christentums. Ein Studienbuch. Kohlhammer, Stuttgart 2016, ISBN 3-17-030922-6.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Library of Congress LCCN Permalink nr2003009423. Abgerufen am 20. Mai 2024.
  2. ↑ Katholisch-Theologische FakultĂ€t Wien. Start ins Wintersemester mit sechs neuen Professoren. In: katholisch.at. 30. September 2019, abgerufen am 22. Juni 2022.
  3. ↑ Leitung. In: Website der VDTR. Abgerufen am 22. Juni 2022.