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Matthias Donath

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Matthias Donath (* 19. April 1975 in Freital) ist ein deutscher Kunsthistoriker, Historiker und Autor.

Matthias Donath studierte an den UniversitĂ€ten Leipzig und Freiburg Kunstgeschichte, Christliche und Klassische ArchĂ€ologie. WĂ€hrend seines Studiums wurde er Mitglied der Landsmannschaft Plavia-Arminia Leipzig und der Landsmannschaft Cimbria Freiburg. 1998 wurde er mit einer Dissertation zur Baugeschichte des Meißner Doms promoviert. Danach arbeitete er als VolontĂ€r am Landesdenkmalamt Berlin. Seit 2001 ist Donath freiberuflich als Historiker, Museumskurator und Buchautor kunsthistorischer Publikationen tĂ€tig.

Donath, der mit der OpernsĂ€ngerin und Musikwissenschaftlerin Romy Petrick verheiratet ist, ist seit 2010 EigentĂŒmer des denkmalgeschĂŒtzten Herrenhauses Niederjahna bei Meißen, das er als Wohnsitz fĂŒr seine Familie ausgebaut hat.[1][2] Dort betreibt Donath seit 2013 mit Lars-Arne Dannenberg das „Zentrum fĂŒr Kultur//Geschichte“, eine Forschungseinrichtung mit Archiv und Bibliothek, das sich Forschung, Ausstellungen, Publikationen und weiteren Aufgabenfeldern widmet, speziell zur Geschichte des sĂ€chsischen Adels.[3]

Seine wissenschaftlichen Abhandlungen befassen sich hauptsÀchlich mit sÀchsischer Geschichte, insbesondere mit der Bauforschung zu sÀchsischen Adelssitzen und Schlössern, aber auch mit der Familiengeschichte von sÀchsischen Adelsgeschlechtern. Dresden und die Architektur des Nationalsozialismus bilden weitere Forschungsschwerpunkte.

Seit 2008 hat er den Vorsitz des „Dombauvereins Meißen e. V.“ inne. Auch ist er Vorsitzender des 2013 gegrĂŒndeten „Freundeskreises Schlösserland Sachsen“. Donath ist Mitglied der Historischen Kommission des SĂ€chsischen Adels und der „Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften“ sowie Ehrenritter des Johanniterordens, Subkommende Oberlausitz.

Seit 2015 ist er gemeinsam mit Lars-Arne Dannenberg Herausgeber und Verleger der SÀchsischen HeimatblÀtter.

Publikationen (Auswahl)

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  • Rote Sparren auf blauem Grund. Die Familie von Breitenbuch (Breitenbauch) in Sachsen und ThĂŒringen (= Adel in Sachsen, Bd. 8. Hrsg. von Lars-Arne Dannenberg und Matthias Donath). Meißen 2016.
  • Schwarz und Gold: Die Familie von Watzdorf in ThĂŒringen, Sachsen und Schlesien. Adel in Sachsen, Bd. 6. Hrsg. von Lars-Arne Dannenberg und Matthias Donath. Meißen 2015.
  • RotgrĂŒne Löwen. Die Familie von Schönberg in Sachsen (= Adel in Sachsen. Bd. 4, hrsg. von Lars-Arne Dannenberg und Matthias Donath). Meißen 2014.
  • 100 Jahre Residenzschloss Waldenburg 1912–2012. Hrsg. vom Landkreis Zwickau. Zwickau 2012.
  • Burgen & Schlösser in Sachsen. Petersberg 2012.
  • Der Große Garten in Dresden. Leipzig 2012.
  • Albrechtsburg Meißen. Leipzig 2011.
  • Der Zwinger zu Dresden. Leipzig 2011 (engl. The Dresden Zwinger. Leipzig 2011).
  • Die Geisterseher. Leipzig 2011.
  • Hamburg 1933–1945. Petersberg 2011.
  • Kloster Altzella. Leipzig 2011.
  • Sachsens schönste Schlösser, Burgen und GĂ€rten. Leipzig 2011.
  • Schlösser und HerrenhĂ€user im Vogtland. Meißen 2011.
  • Schloss Nossen. Leipzig 2011.
  • Schlösser im westlichen Erzgebirge. Meißen 2010.
  • Schlösser im mittleren Erzgebirge. Meißen 2009.
  • NĂŒrnberg 1933–1945. „Stadt der Reichsparteitage“ – ein ArchitekturfĂŒhrer. Petersberg 2010.
  • Altes & neues Dresden. 100 Bauwerke erzĂ€hlen Geschichten einer Stadt. Mit Fotografien von Jörg Blobelt. Dresden 2007.
  • Architektur in MĂŒnchen 1933–1945. Ein StadtfĂŒhrer. Berlin 2007.
  • Architektur in Dresden 1933–1945. Ein StadtfĂŒhrer. Dresden 2007.
  • Denkmale in Berlin. Bezirk Tempelhof-Schöneberg, Ortsteile Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade. Berlin 2007.
  • Der Dresdner Neumarkt. Ein Platz kehrt zurĂŒck. Dresden 2006.
  • Denkmale in Berlin. Bezirk Treptow-Köpenick, Ortsteile Nieder- und Oberschöneweide. (Mit Gabriele Schulz). Berlin 2003.
  • Denkmale in Berlin. Bezirk Mitte, Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen. (Mit Gabriele Schulz). Berlin 2004.
  • Architektur in Berlin 1933–1945. Ein StadtfĂŒhrer. Berlin 2004.
  • Der Meissner Dom. Monument sĂ€chsischer Geschichte. Mit Fotografien von Steffen Wirtgen. Beucha 2002.
  • SpĂ€tgotische Giebel in Sachsen, Beucha 2001.
  • Die Baugeschichte des Doms zu Meißen 1250–1400. Beucha 2000.

AufsÀtze (Auswahl)

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  • Ein Farbenstreit in Meißen. Zur Putz- und Farbgestaltung der Meißner Albrechtsburg. In: Monumenta Misnensia. Jahrbuch fĂŒr Dom und Albrechtsburg zu Meißen. 9 (2009/2010), S. 110–120.
  • Wohnung, Verwaltungssitz, Herrschaftszeichen. Die Schlösser der Bischöfe von Meißen als Symbole bischöflicher Landesherrschaft. In: Klaus Neitmann, Heinz-Dieter Heimann (Hrsg.): SpĂ€tmittelalterliche Residenzbildung in geistlichen Territorien Mittel- und Ostdeutschlands. Berlin 2009, S. 209–237.
  • Die spĂ€tmittelalterlichen Residenzen der Bischöfe von Meißen. In: Monumenta Misnensia. Jahrbuch fĂŒr Dom und Albrechtsburg zu Meißen. 8. (2007/2008), S. 59–85.
  • SpĂ€tmittelalterliche Bischofsresidenzen in Sachsen. In: Burgenforschung aus Sachsen. 20 (2007), S. 7–32.
  • Erkenntnis versus Genauigkeit. Kritische Fragen an die Bauforschung. In: Bauforschung – eine kritische Revision. Berlin 2005, S. 53–72.
  • Das Ende der Illusionen – Schlössersterben in Sachsen. In: Burgenforschung aus Sachsen. 18/2 (2005), S. 47–60.
  • Zur Außenfarbigkeit mittelalterlicher Backsteinbauten. In: Ernst BadstĂŒbner, Dirk Schumann (Hrsg.): Backsteintechnologien in Mittelalter und Neuzeit. Studien zur Backsteinarchitektur. Band 4. Berlin 2003, S. 178–206.
  • Bemerkungen zum Bautyp der Moritzburg in Halle/Saale. In: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt. 12 (2003) S. 208–237.
  • Herzog Albrecht der Beherzte und die Bauten auf dem Meißner Burgberg. SpĂ€tgotische Baukunst im ausgehenden 15. Jahrhundert. In: AndrĂ© Thieme (Hrsg.): Herzog Albrecht der Beherzte. Ein sĂ€chsischer FĂŒrst im Reich und in Europa. Weimar 2002, S. 233–281 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Haus Dittmar in Berlin-Kaulsdorf. Ein vergessenes Monument der Moderne. In: Die Denkmale in Berlin. Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Kaulsdorf, Mahlsdorf, Hellersdorf. Berlin 2002, S. 124–129.
  • „Meister Jhan der niderlendische maler“. Ein flĂ€mischer Maler am Hof Friedrichs des Weisen und seine Werke fĂŒr die Meißner FĂŒrstenkapelle und die Wittenberger Schloßkirche. In: Ecclesia Misnensis. 2001, S. 50–76.
  • Zwischen „Augiasstall“ und „Universitas litterarum“. Die UniversitĂ€t Leipzig um 1800. In: Leipzig um 1800. BeitrĂ€ge zur Sozial- und Kulturgeschichte. Beucha 1998, S. 43–59.
  • Der Dom zu Meißen. Die Geschichte, die Konstruktion und die Konsolidierung der SchĂ€den des Steinbaus. In: Das MĂŒnster. 51 (1998), S. 194–211 (mit GĂŒnter Donath).
  • Die AltĂ€re im Meißner Dom im Zeitraum von 1250 bis 1400. In: Ecclesia Misnensis. 1998, S. 19–46.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Zur Geschichte des Herrenhauses Niederjahna. In: herrenhaus-niederjahna.de. Archiviert vom Original am 29. Mai 2017; abgerufen am 11. Januar 2018.
  2. ↑ JĂŒrgen MĂŒller: Der Herr des Herrenhauses. In: SĂ€chsische Zeitung. 20. April 2019, abgerufen am 1. August 2022.
  3. ↑ Das Zentrum fĂŒr Kultur // Geschichte verbindet kulturelle und historische Fakten mit der Gegenwart und bewahrt sie vor dem Vergessen.