Zum Inhalt springen

MatthÀusfriedhof (Essen)

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Friedhofskapelle aus den Jahren 1960/61

Der evangelische MatthÀusfriedhof wurde 1859 in Borbeck eingeweiht. Borbeck wurde 1915 zur Stadt Essen eingemeindet.

In den Jahren 1856 bis 1859 ließ der erste evangelische Pfarrer von Borbeck, Friedrich Georgi, den MatthĂ€usfriedhof anlegen. Es existieren noch heute RuhestĂ€tten aus dem 19. Jahrhundert. SĂŒdlich des Friedhofes wurde 1864 die erste evangelische Kirche Borbecks, die MatthĂ€uskirche, eingeweiht. Sie steht seit 1995 unter Denkmalschutz.[1]

Auf dem MatthÀusfriedhof gibt es ein KriegsgrÀberfeld mit einem Gedenkstein, auf dem steht: DER OPFER GEDENKEN; DEN FRIEDEN SUCHEN; GOTT ALLEIN EHREN. Auf dieser KriegsgrÀberstÀtte ruhen 16 Kriegstote aus dem Ersten Weltkrieg und 34 Kriegstote aus dem Zweiten Weltkrieg. Darunter sind 49 Deutsche und einer aus der ehemaligen Sowjetunion.[2]

Als die MatthÀuskirche im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, erlitt auch der Friedhof SchÀden. 1960 bis 1961 errichtete man die heutige Leichen- und Trauerhalle.

Nach dem Pfingststurm Ela am 9. Juli 2014 musste der Friedhof vorĂŒbergehend komplett geschlossen werden. Orkanartige Böen mit Starkregen verursachten durch teilweises UmstĂŒrzen des alten Baumbestandes und herabfallende Äste SchĂ€den in Höhe von rund 30.000 Euro.

GrabstÀtten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben mehreren Fußballspielern des Essener Vereins Rot-Weiss Essen, wie beispielsweise August Gottschalk oder Fritz Abromeit, ist auch der Bergwerksdirektor und Essener FußballfunktionĂ€r Georg Melches hier bestattet.

Ebenso wurde Heinz-Horst Deichmann hier beigesetzt, der aus einem SchuhmachergeschĂ€ft die nach ihm benannte Schuh-Einzelhandelskette Deichmann machte und diese zur grĂ¶ĂŸten in Europa entwickelte.

Zudem gibt es hier die oben genannte KriegsgrÀberstÀtte.

Zu den GrĂ€bern aus dem 19. Jahrhundert gehört das von Wilhelm aus dem Bruch († 1892), dem technischen Leiter der ehemaligen Arenbergschen AG fĂŒr Bergbau und HĂŒttenbetriebe, die um 1920 von Rheinstahl ĂŒbernommen worden war.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Auszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen; abgerufen am 5. Januar 2017
  2. ↑ Volksbund Deutsche KriegsgrĂ€berfĂŒrsorge e.V. KriegsgrĂ€berstĂ€tte Essen-Borbeck,Evangelischer Friedhof; abgerufen am 5. Januar 2017

Koordinaten: 51° 28â€Č 5″ N, 6° 57â€Č 0″ O