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Opus (Band)

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Opus
Opus (2021)

Opus (2021)

Allgemeine Informationen
Herkunft Judendorf, Österreich
Genre(s) Rock
Aktive Jahre ab 1973
Auflösung
Website www.opus.at
Gründungsmitglieder
Ewald Pfleger
Kurt René Plisnier
E-Bass
Walter Bachkönig (bis 1980)
Schlagzeug
Peter Stipsits (bis 1974)
Aktuelle Besetzung
Gesang, E-Gitarre
Ewald Pfleger
Keyboard
Kurt-René Plisnier
Günter Grasmuck (ab 1974)
Hauptgesang, Akustikgitarre
Herwig Rüdisser (ab 1978)
Ehemalige Mitglieder
E-Bass
Niki Gruber (1980–1991)
Gitarre
Hans Pallier (1974–1980)
Gastmusiker/Bandmitglieder
Gesang, Percussion
Günter Timischl (1983[1]–1985)
E-Bass
Wolfram Abt (1990–2008)[2]
E-Bass
Erich Buchebner
E-Bass
Mischa Krausz
Begleitgesang
Corry Gass
Begleitgesang
Inez Furtlehner[3]

Opus (auch Opús oder Opūs geschrieben) ist eine österreichische Rockband aus Judendorf-Straßengel in der Steiermark,[4] die 1985 einen internationalen Nummer-1-Hit mit dem Titel Live Is Life hatte. Auch in Deutschland war der Song die in diesem Jahr am häufigsten verkaufte Single-Schallplatte. Am 21. Dezember 2021 gab es ein letztes Konzert in der Grazer Oper.[5] Weltweit gilt Opus trotz mehrerer national erfolgreicher Hits als One-Hit-Wonder.

  • Herwig Rüdisser (Herwig Tremschnig)[6][7] ist der Leadsänger der Band. Er kam ursprünglich aus Klagenfurt und lernte ab dem Alter von acht Jahren Klavier; mit zehn kam dann Gitarre dazu. 1972 gewann er mit der Band GFS den Wettbewerb HELP. Darauf folgten die Ausbildung als Grafiker und der Umzug nach Graz. 1978 wurde er Sänger von Opus, mit der er bislang 13 Studioalben aufnahm.
  • Ewald Pfleger stammt aus dem Burgenland und lebt seit 1978 in Graz. Er studierte ab 1973 fünf Jahre Geografie und Geschichte an der Universität Wien und war an der Gründung von Opus beteiligt.
  • Kurt René Plisnier begann 1963 mit der Musik, als er Klavierunterricht an der Musikschule Stegersbach nahm. 1972 trat er der Opus-Vorgängerband bei. Drei Jahre später maturierte er in Fürstenfeld und begann sein Studium an der Musikhochschule Graz.
  • Günter Grasmuck studierte nach der Matura Musik und darstellende Kunst. 1974 wurde er Mitglied der kurz zuvor gegründeten Band Opus. Nebenbei war er bei zwei anderen steirischen Bands, S.T.S. und EAV, und bei der Kurt Gober Band (KGB) engagiert. Außerdem ist er als Produzent für internationale Künstler tätig.

Der 13-jährige Walter „Walt“ Bachkönig hatte aufgrund seiner musikalischen Ausbildung bei den „Wiener Sängerknaben“ eine Leidenschaft für Musik entwickelt, die sich in der Gründung einer kleinen Band im Keller seines Elternhauses in Stegersbach niederschlug. Zu Anfang bestand die Band aus einem Schlagzeug aus leeren Leim-Dosen der Stegersbacher Hemdenfabrik und einer zu Weihnachten geschenkten Bassgitarre samt Verstärker und einer elektrischen Orgel. Mit dem Schlagzeuger Peter „Stevie“ Stipsits und einigen Hobby-Gitarristen begann der „Opus-Pokus“. Der Keller wurde zu einem Anziehungspunkt für junge Musiker aus dem südlichen Burgenland und der Steiermark. 1973 holte „Walt“ den Pianisten Kurt „Kusche“ Plisnier dazu. Mit ihm wurden die improvisierten Sessions zu Melodien. Die jungen Musiker machten klassische Musik wie den „Hummelflug“ von Nikolai Rimski-Korsakow zu Rockmusik und begannen, eigene Lieder zu schreiben. Meistens wurden Bands wie Deep Purple oder Colosseum gecovert. Nebenbei wurden auch Eigenkompositionen eingespielt. Der Name „Opus“ fand sich im „Stowasser“ während der Latein-Hausübungen der Schwester von „Walt“, Edith Bachkönig. Erste Auftritte gab es in Gasthäusern und im Keller des Castells in Stegersbach. 1974 traten der Schlagzeuger Günter Grasmuck und der Gitarrist Hans Pallier der Band bei. Ein erster großer Erfolg war der Sieg beim Steirischen Bandwettbewerb. 1978 rief die Band das erste Austrian Rock Festival ins Leben. Ende dieses Jahres zog die gesamte Band nach Graz, kurze Zeit später kam der Sänger Herwig Rüdisser dazu.

1980 wurde mit dem Produzenten Peter Janda das erste Studioalbum Daydreams aufgenommen, das sich stilistisch noch deutlich von den späteren Alben unterschied und sich nicht in den Charts platzieren konnte. Pallier und Bachkönig verließen kurze Zeit später die Band. Letzterer widmete sich fortan Klassik-Projekten; ihm folgte Niki Gruber.

1981 stieß Opus auf den erfolgreichen Produzenten Peter Müller, mit dem sie das Studioalbum Eleven aufnahm. Das Album erschien im März 1982 und hielt sich insgesamt 24 Wochen in den österreichischen Albumcharts, wobei es für drei Wochen Platz 6 belegen konnte[8] (bis heute die beste Chartplatzierung für ein Opus-Studioalbum). Die gleichnamige Singleauskopplung Eleven erreichte Platz 12 in der Ö3-Hitparade,[9] die Single Flyin' High kletterte im August bis auf Platz 5 der Austria Top 40 Charts.[10] Im selben Jahr erhielt die Band den Österreichischen Journalistenpreis. Es folgten überregionale Auftritte und Gigs in Deutschland.

Das Konzeptalbum Opusition erschien Anfang 1983 und wurde außerhalb des deutschsprachigen Raums auch in Spanien und Mexiko veröffentlicht.[11] Im Vergleich zum Vorgänger war es nur mäßig erfolgreich, Opusition belegte Platz 16 der österreichischen Albumcharts und fiel bereits nach zwei Wochen aus der Wertung.[12] Die Single Best Thing erreichte Platz 16 der Ö3-Hitparade, die zweite Auskopplung The Opusition konnte sich hingegen nicht platzieren. Im Herbst 1983 veröffentlichte Opus die Non-Album-Single Angie, die sich für sechs Wochen in der Hitparade halten und dabei Platz 18 erreichen konnte.[13]

Opus spielte im Jahr 1983 65 Konzerte vor insgesamt mehr als 100.000 Zuschauern. Höhepunkt war das Ö3-Open-Air-Konzert im Wiener Weststadion, bei dem sie neben bereits bekannten Künstlern wie Wolfgang Ambros oder Rainhard Fendrich auftrat.

Falco engagierte den mittlerweile charakteristischen Chor der Band für sein Stück Junge Roemer.

Im Mai 1984 wurde nach dreimonatiger Studioarbeit das Album Up And Down veröffentlicht, Produzent war abermals Peter Müller. Up and Down erreichte Platz 12 und blieb insgesamt 10 Wochen in den Albumcharts,[14] die Singleauskopplung Positive chartete nicht.

Es folgte eine weitere Tour durch Österreich und Deutschland.

Internationaler Erfolg mit Live Is Life

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Nach Up and Down entschied sich die Band, ein Live-Album zu veröffentlichen. Bei der dazugehörigen Aufnahme bei einem Konzert am 2. September 1984 in Oberwart wurde zum ersten Mal das Lied Live Is Life aufgeführt, welches Pfleger im Sommerurlaub auf Ibiza geschrieben hatte. Laut Pfleger wurde Live Is Life bei der allerersten Darbietung nicht aufgenommen, da das Tonband bereits voll war, weshalb der Titel erneut als Zugabe gespielt und schließlich aufgenommen wurde. Dadurch kannte das Publikum das Lied schon und konnte mitsingen und -klatschen.[15]

Live Is Life wurde anschließend als Single zum Live-Album veröffentlicht und wurde schnell zu einem internationalen Erfolg: 1985 wurde das Lied ein Nummer-eins-Hit in mehreren Ländern, darunter Österreich, Deutschland, Schweden und Frankreich. Auch in Großbritannien und den Vereinigten Staaten war der Song erfolgreich und erhielt jeweils eine Goldene Schallplatte. In weiterer Folge konnten mehrere Opus-Lieder internationale Chartplatzierungen erreichen. Eine Live-Version von Flyin' High wurde als Single veröffentlicht und schaffte es in die deutschen und schweizerischen Charts.[16] Das Lied Up And Down wurde in den Vereinigten Staaten und Kanada als Single ausgekoppelt und konnte sich in den kanadischen Charts insgesamt 7 Wochen halten und erreichte Platz 65.[17] Auch das gleichnamige Album, auf dessen internationaler Ausgabe auch Live Is Life und Flyin' High enthalten waren, konnte sich in Kanada insgesamt 9 Wochen halten und erreichte im Ende März 1986 Platz 51.[18] In den Vereinigten Staaten konnte sich das Album insgesamt 16 Wochen behaupten und erreichte als Spitzenposition Platz 64.[19]

In Folge tourte die Band sowohl durch die USA als auch durch Staaten des Ostblocks, spielte danach Konzerte in Mittel- und Südamerika. Der Erfolg war so groß, dass Opus nach Anton Karas und Falco als erst dritte österreichische Band vom New Yorker Musicstore Tower Records vertrieben wurde.

Weitere Karriere

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1985 veranstaltete Opus ein Konzert im Grazer Stadion Liebenau, das von ca. 25.000 Fans besucht wurde. Opus spielte mit S.T.S., der Ersten Allgemeinen Verunsicherung, der Kurt Gober Band, Wolfgang Ambros, Falco, Maria Bill und Wilfried, allesamt damalige Größen des Austropop. Ein Mitschnitt des Konzerts wurde 2013 unter dem Titel "Opus & Friends" veröffentlicht.

Mit dem 1985 veröffentlichten Studioalbum Solo erreichte Opus zwar abermals eine Top-10-Platzierung in Österreich, konnte an den internationalen Erfolg von Live Is Life aber nicht anknüpfen. Auch die Singleveröffentlichungen konnten nur hintere Plätze in der Hitparade belegen. Auch das selbstbetitelte Studioalbum Opus aus dem Jahr 1987, das die Band unter anderem mit dem früheren Yes-Produzenten Eddy Offord einspielte, konnte sich nur in den österreichischen Charts platzieren. Die Single Whiteland schaffte aber eine Top-3-Platzierung in Österreich. Der Erlös kam