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Otto Dobbertin

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Otto Emil Johann Dobbertin (* 29. September 1862[1] in BrĂŒel; † 9. November 1930[2] in Hamburg-Barmbek) war ein deutscher Bildhauer.

Otto Dobbertin war Sohn des Maurers und Bauunternehmers Joachim Johann Dobbertin und dessen Frau Anna, geb. Möbius.[3] Anfang der 1880er Jahre studierte Dobbertin an der Kunstakademie Dresden bei Johannes Schilling. Im MĂ€rz 1885 erhielt er dort die Kleine silberne Medaille. Kurz zuvor hatte er in erster Ehe Juliane Amalie Elise, geb. Groß, geheiratet.[4] 1886 zog die Familie nach Hamburg. In zweiter Ehe heiratete er 1920 in Hamburg Olga, geb. Strachitz, verw. Harms.[5]

Um 1900 machte sich Otto Dobbertin zum FĂŒrsprecher der Hamburger Bildhauer, da AuftrĂ€ge seitens des Bauamtes ohne Ausschreibung oft an auswĂ€rtige KĂŒnstler vergeben wurden. Aus diesem Engagement heraus grĂŒndete er mit einigen Mitstreitern am 9. Oktober 1902 den Bildhauer-KĂŒnstler-Verein zu Hamburg, zu dessen erstem Vorsitzenden er gewĂ€hlt wurde.[6]

Werke (Auswahl)

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  • 1884: „Idylle“, „SchlangenkĂ€mpferin“ (SchĂŒlerarbeiten)
  • 1890: Entwurf zum Fritz-Reuter-Denkmal in Neubrandenburg
  • 1891/92: „St. Johannes“, Bekrönungsstatue am Hamburger Rathaus
  • 1892: „Auf dem Heimwege“ – lebensgroße Figur eines erschöpften nackten Wanderknaben, spĂ€ter auf dem Grab Dobbertin Hamburg-Ohlsdorf (gestohlen)
  • 1904: „Unvergeßlich“ – Preis-Entwurf zu einem Familiengrab (2. Preis)
  • 1904: „Einbringung der KakaofrĂŒchte durch Einheimische“
  • 1905: kolossale Friedrich-Schiller-BĂŒste fĂŒr die Hamburger Schiller-Feier
  • um 1910: Grabmal Flohr, Rellingen
  • 1912: Grabrelief Meier, Friedhof Hamburg-Ohlsdorf
  • 1914: „Geheimnis“, Statuette
  • „Der GlasblĂ€ser“, Statuette als Lampenfuß (Auktion 2026)
Commons: Otto Dobbertin (sculptor) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Taufeintrag BrĂŒel 73/1862
  2. ↑ Sterbeeintrag Standesamt Hamburg 21b C 1648/1930
  3. ↑ Taufeintrag BrĂŒel 73/1862
  4. ↑ Hochzeitseintrag Standesamt Dresden B 77/1885 mit dem Hinweis, dass die Braut kĂŒnftig den Adoptiv-Familiennamen KnĂŒttel fĂŒhrt
  5. ↑ Hochzeitseintrag vom 3. MĂ€rz 1920, Standesamt Hamburg B 109/1920
  6. ↑ Hamburger Fremdenblatt vom 17. Oktober 1902