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Partitionsschema

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Unter Partitionsschema versteht man in der EDV zwei unterschiedliche Begriffe, die mit der Aufteilung von Volumes in Partitionen zu tun haben. Der Begriff ist die deutsche Übersetzung des englischen partition scheme oder partitioning scheme.

Partitionierung

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Unter allen Betriebssystemen gebrĂ€uchlich ist das Partitionsschema als Synonym fĂŒr Partitionstabelle und LVM. Dabei wird ein physikalischer Datenspeicher, ein physisches Volume, in kleinere logische Bereiche unterteilt, sogenannte Partitionen oder logische Volumes, welche von einem oder mehreren Betriebssystemen (Multi-Boot-Systemen) genutzt werden können. WĂ€hrend Partitionstabellen nur die Aufteilung in kleinere Partitionen vorsehen, können mit einem LVM-Partitionsschema[1] umgekehrt mehrere physikalische Datenspeicher in eine oder mehrere grĂ¶ĂŸere Partitionen eingeteilt werden. Außerdem kann ein LVM dynamisch partitioniert werden – das bedeutet, dass im laufenden Betrieb Datenspeicher entfernt und hinzugefĂŒgt werden können. Unter Windows von Microsoft wird dieses Partitionsschema daher auch als „dynamische DatentrĂ€ger“ bezeichnet.[2]

Partitionslayout

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Ebenfalls gebrĂ€uchlich ist der Begriff fĂŒr die Aufteilung eines Unixoiden Systems in separate Partitionen nach dem Filesystem Hierarchy Standard (FHS).[3] Dabei werden einzelne Verzeichnisse als eigene Partitionen im System eingebunden (siehe auch EinhĂ€ngepunkt), was u. a. Vorteile bei der Neuinstallation, der Datensicherung und der Optimierung einzelner Dateisysteme bringt. Unter FreeBSD wird diese Art der Partitionierung als Partitionslayout bezeichnet,[4] unter Debian GNU/Linux als Partitionsschemata.[5]

Bei vielen Linux-Distributionen etwa ist es ĂŒblich eine eigene Partition fĂŒr das Stammverzeichnis zu verwenden, die bei einer Neuinstallation gefahrlos formatiert werden kann, da sie keine vom Anwender erstellten Dokumente enthĂ€lt. Diese wiederum mĂŒssen, damit die vorherige Aussage stimmt, auf einer separaten Partition fĂŒr die Benutzerverzeichnisse liegen, die unter /home eingebunden wird. Ebenso können u. a. auch /usr/local fĂŒr lokale Installationen, /opt fĂŒr zusĂ€tzliche Distributions-fremde Installationen, oder sogar z. B. /var als eigene Partitionen eingebunden werden. Da durch hĂ€ufiges Schreiben von Logdateien das Dateisystem der /var-Partition stark fragmentieren kann, hat dieser Effekt durch die eigene Partition keine Auswirkung auf die anderen Partitionen und deren Dateisysteme. Genauso verhĂ€lt es sich mit Swap-Partitionen.

Unter macOS lĂ€sst sich im Festplattendienstprogramm die Anzahl von zu erstellenden Partitionen im Reiter „Partitionslayout“ auswĂ€hlen.[6]

Andere Bedeutungen

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Unter Microsoft SQL Server gibt es diverse Funktionsaufrufe, die den Wortlaut PARTITION SCHEME enthalten.[7] Diese erstellen, modifizieren oder löschen eine Partition einer SQL-Datenbank.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Kapitel 15. Fortgeschrittene Festplattenkonfiguration. In: SUSE Linux Enterprise Server Bereitstellungshandbuch. Novell, Inc. und Beteiligte., 27. Oktober 2011, abgerufen am 11. Juni 2017: „Das Logical Volume Management (LVM) ist ein Schema fĂŒr die Festplattenpartitionierung, das viel flexibler als die physische Partitionierung in Standardkonfigurationen ist.“
  2. ↑ David Wolski: Linux-Grundlagen: Tipps zum Logical Volume Manager. Am Anfang steht die Partitionierung: Mit LVM (Logical Volume Management) kommen nicht mehr nur Admins in BerĂŒhrung, seit LVM in verbreiteten Linux-Installern auch Desktop-Anwendern angeboten wird. Was steckt hinter dieser DatentrĂ€gerverwaltung? In: PC-WELT. IDG Tech Media GmbH, 11. November 2015, abgerufen am 11. Juni 2017.
  3. ↑ 9.15.5. Empfohlenes Partitionsschema. In: Red Hat Enterprise Linux 6 Installationshandbuch. Red Hat, Inc., 2017, abgerufen am 11. Juni 2017.
  4. ↑ Kapitel 2. FreeBSD installieren. 2.6.1. Ein Partitionslayout entwerfen. In: FreeBSD Handbuch. The FreeBSD German Documentation Project, 10. Juni 2017, abgerufen am 11. Juni 2017 (Version 50357).
  5. ↑ C.3. Empfohlene Partitionsschemata. Anhang C. Partitionieren fĂŒr eine Debian-Installation. In: Debian GNU/Linux – Installationsanleitung. Das Debian-Installer-Team, 2015, abgerufen am 11. Juni 2017.
  6. ↑ Disk Utility fĂŒr Mac: Partitionieren einer physischen Festplatte im Festplattendienstprogramm. Apple, Inc., abgerufen am 11. Juni 2017.
  7. ↑ CREATE PARTITION SCHEME (Transact-SQL). In: Transact-SQL statements. Microsoft, 10. April 2017, abgerufen am 11. Juni 2017 (englisch).