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Phytozoenose

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
(Weitergeleitet von Pflanzengemeinschaft)

Bei einer Phytozoenose (altgr. φυτόΜ phytĂłn „Pflanze“ und ÎșÎżÎčΜός koinĂłs „gemeinsam“), Phytocoenose, Phytozönose oder auch Pflanzengemeinschaft handelt es sich um einen bestimmten rĂ€umlichen Ausschnitt aus der Vegetation oder um einen davon abgeleiteten Typus, der aus zahlreichen solchen Ausschnitten abstrahiert wurde.[1][2] Teilweise wird vorgeschlagen, den Ausdruck nur fĂŒr die konkreten AusprĂ€gungen und BestĂ€nde zu reservieren, dies hat sich aber nicht allgemein durchgesetzt. Phytozoenosen sind in jedem Falle AusprĂ€gungen der spontanen Vegetation, wĂ€hrend vom Menschen zusammengestellte und angepflanzte BestĂ€nde nicht so bezeichnet werden.

Das Studium der Phytozoenosen wird teilweise traditionell als „Phytozoenologie“ umschrieben, dieser Ausdruck ist vor allem in der russischen Forschungstradition (Sukatschow) verbreitet. In Deutschland spricht man hĂ€ufiger in gleichem Sinne von Geobotanik.

In Mitteleuropa wird die Erforschung von Phytozoenosen durch die Methodik der Pflanzensoziologie (begrĂŒndet von Josias Braun-Blanquet) dominiert, so dass andere ForschungsansĂ€tze nur selten verwendet werden. Grundeinheit der Vegetation ist hier die Pflanzengesellschaft. Eine einzelne Phytozoenose (als Einzelbestand) wird darin durch eine Vegetationsaufnahme abgebildet, d. h. die Beschreibung einer ProbeflĂ€che innerhalb eines gleichförmigen (uniformen), von benachbarten BestĂ€nden erkennbar verschiedenen Bestands. Aus zahlreichen solcher Aufnahmen kann durch Gruppierung und Vergleich die Pflanzengesellschaft als Typ abgeleitet werden. In anderen LĂ€ndern und Regionen sind zum Teil andere ForschungsansĂ€tze vorherrschend, z. B. die United States National Vegetation Classification (USNVC) in den USA.[3] Die Kontroverse der verschiedenen wissenschaftlichen AnsĂ€tze entzĂŒndet sich teilweise am Gegensatz zwischen eher holistischen AnsĂ€tzen, die die Typen als erkennbare, individuelle Einheiten betrachten, und solchen, die die UnabhĂ€ngigkeit der Einzelarten in ihrer Ökologie und Verbreitung betonen und daher eher ein Kontinuum innerhalb der Vegetation annehmen. Beide Forschungsrichtungen nĂ€hern sich in der neueren Forschung aneinander an. Hauptproblem ist, dass die Pflanzensoziologie mit nicht-zufĂ€llig ausgewĂ€hlten ProbenflĂ€chen arbeitet und daher nur bedingt den Einsatz statistischer Methoden zulĂ€sst.[4]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Eddie van der Maarel: Vegetation ecology – an overview. In: E. van der Maarel & J. Franklin (editors): Vegetation Ecology. 2nd edition 2013, Wiley-Blackwell.
  2. ↑ Richard Pott: Plant communities as subject of research of phytosociology in Germany. In: J. Loidi (editor): Avances en Fitosociologia (Advances in phytosociology). Servicio Editorial Universidad del Pals Vasco, Bilbao 1996, S. 115–124.
  3. ↑ Robert K. Peets, David W. Roberts: Classification of natural and semi-natural vegetation. In: E. van der Maarel & J. Franklin (editors): Vegetation Ecology. 2nd edition 2013, Wiley-Blackwell.
  4. ↑ Vgl. Alessandro Chiarucci (2007): To sample or not to sample? That is the question
 for the vegetation scientist. Folia Geobotanica 42. S. 209–216.