Zum Inhalt springen

Sainte-Valière

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sainte-Valière
Santa Valièira
Sainte-Valière (Frankreich)
Sainte-Valière (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Okzitanien
Département (Nr.) Aude (11)
Arrondissement Narbonne
Kanton Le Sud-Minervois
Gemeindeverband Le Grand Narbonne
Koordinaten 43° 16′ N, 2° 51′ OKoordinaten: 43° 16′ N, 2° 51′ O
Höhe 28–115 m
Fläche 6,39 km²
Einwohner 534 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 84 Einw./km²
Postleitzahl 11120
INSEE-Code
Website Sainte-Valiere

Blick über die Weinreben Richtung Saint-Valière

Sainte-Valière (okzitanisch Santa Valièira) ist ein Ort und eine Gemeinde (commune) mit 534 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Süden Frankreichs im Département Aude in der Region Okzitanien.

Der Ort Sainte-Valière liegt im Süden der geschichtsträchtigen Kulturlandschaft des Minervois in einer Höhe von etwa 80 Metern ü. d. M. Die nächstgrößere Stadt, Narbonne, befindet sich ca. 21 Kilometer (Fahrtstrecke) südöstlich.

Bevölkerungsentwicklung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Jahr1968197519821990199920072018
Einwohner377292324392392535550

Im 19. Jahrhundert stieg die Zahl der Einwohner von etwa 320 auf über 500 Personen an. Die Reblauskrise im Weinbau und die Mechanisierung der Landwirtschaft führten seitdem zu einem kontinuierlichen Bevölkerungsrückgang, der in den 1970er Jahren seinen Tiefpunkt erreichte. Die Nähe zur Großstadt Narbonne hat in den letzten Jahrzehnten wieder zu einem Anstieg der Einwohnerzahlen geführt.

Ein Großteil der landwirtschaftlichen Flächen ist dem Weinbau vorbehalten; die hier produzierten Rot-, Rosé- und Weißweine werden über die Appellationen Aude, Languedoc, Pays Cathare, Minervois sowie Pays d’Oc vermarktet. Einige leerstehende Häuser sind zu Ferienwohnungen (gîtes) umgewandelt worden.

Die Geschichte des Ortes wird auf römische und gallorömische Ursprünge zurückgeführt.

Im Jahr 1224 übergab Amaury de Montfort die von seinem Vater Simon de Montfort, dem Anführer des Albigenserkreuzzugs, eroberten Gebiete – darunter auch Sainte-Valière – dem König von Frankreich. Dieser wiederum gab den Ort an Olivier de Termes, den Erben des im Kerker von Carcassonne verstorbenen ehemaligen Grundherrn Raimund III. Nach der Rückkehr vom sechsten Kreuzzug verkaufte Olivier de Termes den Großteil seines Besitzes an die Abtei von Fontfroide, die bis zum Vorabend der Französischen Revolution die Grundherrschaft (seigneurie) ausübte.

Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Von der mittelalterlichen Burg (château) ist nach den Zerstörungen während des Albigenserkreuzzugs nichts geblieben.
  • Die Pfarrkirche Saint-Martial macht einen sehr unausgewogenen Eindruck: Die