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Knight’s Foundry and Shops

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
(Weitergeleitet von Samuel Knight)
Knight Foundry (1996)

Knight’s Foundry and Shops oder auch Knight Foundry war eine Gießerei fĂŒr Gussteile sowie ein Metallbearbeitungsbetrieb in der Eureka Street von Sutter Creek, Kalifornien. Die Anlage wurde 1873 gebaut, um schwere AusrĂŒstungsteile fĂŒr die Goldminen und Bauholzverarbeitung des Gold Countrys zu liefern und die Reparatur von Maschinen zu ermöglichen. Samuel N. Knight entwickelte eine gusseiserne Impuls-Wasserturbine, die ein VorlĂ€ufer der Pelton-Turbine war. TurbinenrĂ€der dieses Types wurden in einigen der ersten Wasserkraftwerke Kaliforniens, Utahs und Oregons eingebaut. Die Anlage ist der letzte durch Wasserkraft getriebene Gießerei- und Metallbearbeitungsbetrieb in den Vereinigten Staaten.[1] Ein Knight Wheel mit 105 cm Durchmesser treibt die Haupt-LĂ€ngsschneidvorrichtung an, einige kleinere wassergetriebene Motoren dienen dem Antrieb anderer Maschinen. Die Anlage wurde am 1. Juli 1975 in das National Register of Historic Places eingetragen.[2]

Samuel Knight kam 1863 aus Maine nach Kalifornien. Das von ihm entwickelte Knight Wheel war die erste Wasserturbine, bei welcher die DĂŒse, aus der das Wasser strömte, so angeordnet war, dass der Hochdruckstrahl leicht außerhalb des Zentrums der Turbinenlöffel auftraf. Dadurch wurde die Wasserenergie effektiver genutzt.[3] In den 1890er Jahren hatte das Unternehmen mehr als 300 Knight Wheels produziert, die ĂŒberall in den westlichen Vereinigten Staaten eingesetzt wurden.

Lester Allan Peltons konkurrierende Pelton-Turbine wurde 1878 entwickelt und basierte auf einem Ă€hnlichen Prinzip. Es verwendete statt eines jedoch zwei nebeneinanderliegende Löffel, wobei der Wasserstrahl direkt dazwischen gerichtet war. Dies erwies sich 1883 bei einem direkten Vergleich beider Typen als effizienter. Das Pelton Wheel wurde so zum Industriestandard. Den ĂŒberlegenen Entwurf Peltons anerkennend entwarf Knight einen verbesserten elektrischen Regler, der den Wasserzufluss fĂŒr jeden Turbinentyp verbesserte, der auf dem Impulsprinzip beruhte.[4]

WĂ€hrend des Kalifornischen Goldrausches war die Gießerei einer von vieler solcher Betriebe in dem Gebiet, von denen GegenstĂ€nde hergestellt wurden, die zu jener Zeit benötigt wurden, etwa AusrĂŒstung fĂŒr den Bergbau oder Teile fĂŒr die Straßenbeleuchtung, als die Gegend prosperierte und die StĂ€dte wuchsen. Als der Goldrausch vorbei war, blieb die Gießerei im GeschĂ€ft, weil sie sich auf Erzeugnisse verlagerte, die nicht durch Massenproduktion erzeugt werden konnten.[1] Außerdem entwickelte Knight AusrĂŒstung fĂŒr den Bergbau, die Gießerei hielt insgesamt acht Patente fĂŒr Maschinen, die in dem Betrieb entwickelt wurden, davon eine erst nach Knights Tod. Knights Pumpen fĂŒr Baggerschiffe wurden beim Ausbaggern von San Francisco Bay und Puget Sound sowie Willamette und Columbia River verwendet.[3]

Knight verstarb 1913 und hinterließ das Eigentum an der Gießerei seinen Angestellten. Das Unternehmen blieb in deren Besitz, bis 1970 der letzte der vormaligen Angestellten starb. Danach wurde die Gießerei durch Carl Borgh erworben, einem Luft- und Raumfahrttechniker aus Kalifornien, der zuvor ein Kunde des Unternehmens war.

Die Gießerei blieb bis 1996 in Betrieb, als Borgh in den Ruhestand ging und bestand anschließend als Museumsbetrieb weiter. Der GeschĂ€ftsbetrieb reichte aber nicht aus, um die Kosten fĂŒr die Versicherung der Einrichtung zu decken. Borgh starb 1998 und der Testamentsvollstrecker verkaufte das Anwesen im Jahr 2000 an Richard und Melissa Lyman, einem Ehepaar, dass sich gewerbsmĂ€ĂŸig mit der Erhaltung alter GebĂ€ude befasste. Ihr Kauf diente dazu, dass die Fabrik solange einen EigentĂŒmer hatte, bis die von dem Dokumentarfilmer Andy Fahrenwald gegrĂŒndete gemeinnĂŒtzige Organisation ausreichend Finanzmittel gesammelt hatte. Fahrenwald war nach Sutter Creek gekommen, um einen Dokumentarfilm ĂŒber die Anlage zu drehen. Die von ihm gegrĂŒndete Organisation schaffte es jedoch nicht, genĂŒgend Geld zu sammeln, und schließlich willigte die Stadt Sutter Creek 2007 ein, das Anwesen von den Lymans zu kaufen, obwohl sie es immer noch fĂŒr die gemeinnĂŒtzige Organisation im Besitz hĂ€lt.[1]

Durch Holzhandwerker wird aus Hartholz ein Modell gefertigt, das mit Drehmaschinen, SĂ€gen und Hobeln perfektioniert wird. Alle diese GerĂ€te werden durch Wasserkraft angetrieben. Das Modell wird dann in eine Kiste gelegt, zusammen mit einer Mischung aus Kohle, Bentonitlehm und Pech. Diese Mischung hĂ€rtet dann aus und bildet so eine Form. Das Holzmodell wird dann entfernt, indem die Form in zwei HĂ€lften geteilt wird. SpĂ€ter wird in diese Form geschmolzenes Eisen eingebracht. Wenn das Eisen durch AbkĂŒhlung fest geworden ist, werden die beiden HĂ€lften der Form voneinander getrennt und das fertige GussstĂŒck kann entnommen werden.

GegenwÀrtiger Status

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Zwei Knight-DrehbÀnke im Metallbearbeitungsbetrieb

Die Gießerei wurde durch die Stadt Sutter Creek angekauft. Die HĂ€lfte des Kaufpreises wurde durch Spenden und ZuschĂŒsse aufgebracht. Eine HĂ€lfte des Kaufpreises wurde durch BĂŒrgschaften und Spenden finanziert; fast die vollstĂ€ndigen Kosten fĂŒr die Sanierung des GelĂ€ndes in Höhe von 1,3 Millionen US-Dollar konnten aufgebracht werden. Stadt und die Knight Foundry Corporation hoffen, 2009 den Escrow abzuschließen und mit der Restaurierung und 2010 mit der Sanierung des GelĂ€ndes beginnen zu können. Es ist geplant, außer FĂŒhrungen und Ausstellungen auch Workshops anzubieten, um das historische Handwerk zu erhalten. Das Projekt sieht zusĂ€tzlich vor, die Gießerei im beschrĂ€nkten Umfang zu betreiben, um bei anderen historischen Objekten in der Region historische eiserne Maschinenteile, Lampenpfosten und andere eiserne Bauteile stilgerecht austauschen zu können.

Die Gießerei ist als California Historical Landmark #1007 registriert[5] und in das National Register of Historic Places eingetragen. Sie wurde auch durch die American Society of Mechanical Engineers (ASME) als Mechanical Engineering Historic Site ausgewiesen[6] und wurde von der Smithsonian Institution zu einem von America’s Most Endangered Places erklĂ€rt.[4]

Commons: Knight’s Foundry and Shops – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Eric Bailey: Old foundry a diamond in the rough, Los Angeles Times, 8. August 2007. Abgerufen am 20. Dezember 2008 (englisch). 
  2. ↑ Eintrag im National Register Information System. National Park Service, abgerufen am 24. Mai 2016
  3. 1 2 Historic Knight Foundry: A National Historic Mechanical Engineer Landmark. (PDF; 4,2 MB) American Society of Mechanical Engineers, 25. Februar 1995, archiviert vom Original am 5. Oktober 2006; abgerufen am 20. Dezember 2008 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. 1 2 Knight Foundry and Sutter Creek. Sierra Nevada Virtual Museum, archiviert vom Original am 23. Juli 2011; abgerufen am 20. Dezember 2008 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. ↑ Amador. California Office of Historic Preservation, abgerufen am 20. Dezember 2008 (englisch).
  6. ↑ #182 Knight Foundry and Machine Shop (1873). American Society of Mechanical Engineers, abgerufen am 10. Dezember 2008 (englisch).

Koordinaten: 38° 23â€Č 36,9″ N, 120° 47â€Č 56″ W