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Schlotte

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Zwergenloch am Sachsenstein aus dem SĂŒdharzer Gipskarst

Eine Schlotte ist eine natĂŒrliche Höhle im Karstgebirge.

Schlotten entstehen durch Auswaschungen des umgebenden Gesteins, hauptsĂ€chlich in Anhydrit oder Kalkstein. Sehr viele erschlossene Schlotten gibt es im Mansfelder Land, wo sie durch den Kupferschieferbergbau angefahren wurden. WassergefĂŒllte Schlotten stellen eine Gefahr fĂŒr den Bergbau dar und waren fĂŒr einige WassereinbrĂŒche in Bergwerken verantwortlich.

Die Schlotten besitzen Schacht-, Trichter-, Kessel- oder Zylinderform und entstehen vor allem in Karstgebieten durch die Erweiterung bestehender Spalten, KlĂŒfte oder Schlundlöcher.[1] In vielen FĂ€llen sind in Karstschlotten Boden und Sedimente erhalten, die RĂŒckschlĂŒsse auf die Landschaftsgeschichte erlauben.[2]

  • Reinhard Völker: Die BrandschĂ€chter Schlotte bei Pölsfeld. In: Mitteilungen des Karstmuseums. (Heft 6 + 7, Uftrungen).
  • Schlotten. In: Kleines Karstlexikon. Ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar);
  • Karsterscheinungen im Überblick. BegriffserklĂ€rungen mit Beispielen aus dem (SĂŒd-)Harz. harzhilfe.de;
  • Schlotten. In: Mineralienatlas Lexikon. Geolitho Stiftung;

Einzelnachweise

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  1. ↑ Hans Murawski: Geologisches Wörterbuch. 8. Auflage. Enke, Stuttgart 1983, ISBN 3-432-84108-6, S. 195.
  2. ↑ Harald Zepp: Grundriß allgemeine Geographie. In: Geomorphologie. Eine EinfĂŒhrung. 4. Auflage. Band 2164, 2008, S. 249 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).