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Spessart

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Spessart
Übersichtskarte Spessart
Übersichtskarte Spessart
Übersichtskarte Spessart
Spessart bedeutet „Spechtswald“
Spessart bedeutet „Spechtswald“
Spessart bedeutet „Spechtswald“
Höchster Gipfel Geiersberg (586 mÂ ĂŒ. NHN)
Lage Bayern und Hessen in Deutschland
Teil des SĂŒdwestdeutschen Schichtstufenlandes
Koordinaten 50° 0â€Č N, 9° 25â€Č OKoordinaten: 50° 0â€Č N, 9° 25â€Č O
Typ Mittelgebirge
Gestein vorwiegend Buntsandstein
FlĂ€che 2.440 kmÂČ

Der Spessart ist ein Mittelgebirge zwischen Vogelsberg, Rhön und Odenwald in Bayern und Hessen. Er umfasst das grĂ¶ĂŸte zusammenhĂ€ngende Gebiet aus LaubmischwĂ€ldern in Deutschland und liegt nördlich des die Grenze zum Odenwald bildenden Mains – etwa 55 km ostsĂŒdöstlich von Frankfurt und 40 km westnordwestlich von WĂŒrzburg. Die höchste Erhebung ist mit 586 mÂ ĂŒ. NHN[1] der Geiersberg im Hohen Spessart.

Der Name leitet sich aus Specht und Hardt („Bergwald“) her, steht so fĂŒr Spechtswald.[2] Er ist im Jahr 839 belegt als Spehteshart, um 1000 als Speshart. Der Name kommt auch in der Schreibweise Spechteshart vor.[3] Im 18. Jahrhundert nahm man auch noch römischen Ursprung an; demnach wĂ€re Spessart eine Zusammenziehung der lateinischen Wörter spissa et ardua silva, was etwa ĂŒbersetzt werden könnte mit dichter und beschwerlicher Wald.[4]

Blick vom Ludwigsturm (Hahnenkamm) sĂŒdostwĂ€rts zum Geiersberg (586 m), höchster Berg im Spessart
Blick auf Hobbach und Dammbach aus der Luft
Typische Spessartlandschaft mit bewaldeten HÀngen und WiesentÀlern (Weihersgrund)

Der Spessart wird im Wesentlichen von drei FlĂŒssen eingegrenzt: vom Main zwischen GemĂŒnden und Hanau, von der Kinzig im Norden und von der Sinn im Nordosten. Merkspruch: „Kinzig, Sinn und Main schließen rings den Spessart ein.“ Er ist ein bewaldetes Massengebirge mit abgerundeten Kuppen, die nur wenig die Gesamthöhe ĂŒberragen. Die unteren AbhĂ€nge sind besiedelt oder landwirtschaftlich genutzt, auf den Höhen bedecken Eichen- und BuchenwĂ€lder den Spessart.

Der HauptrĂŒcken zieht sich von Miltenberg im SĂŒden 75 km lang nach Norden bis zur Gegend von SchlĂŒchtern. Die Höhen der Gipfellagen liegen zwischen etwa 450 und 586 mÂ ĂŒ. NHN, und die höchste Erhebung ist der Geiersberg mit dem Sender Breitsol bei Rohrbrunn.

Die Geishöhe, offiziell Oberwintersbach (Ortsteil von Dammbach), ist mit 521 mÂ ĂŒ. NHN Höhe die höchstgelegene Besiedelung im Spessart. Die Ortschaft Heinrichsthal im Nordspessart ist mit 436 mÂ ĂŒ. NHN Höhe die höchstgelegene selbstĂ€ndige Gemeinde im Spessart.

Die bedeutendsten unter den zahlreichen BĂ€chen des Spessarts sind Sinn, Jossa, Lohr, Hafenlohr, Haslochbach, Elsava, Aschaff, Kahl, Bieber und Orb. Siehe dazu auch die Liste der FlĂŒsse im Spessart.

Der Untergrund des Spessarts besteht besonders in seinem westlichen Teil (Vorspessart) bis östlich Aschaffenburg aus Diorit, verschiedenen Arten von Gneis und Glimmerschiefer. Es gibt um Aschaffenburg auch gangartige Vorkommen an Spessartit, die aber in der Regel bereits in kleinen SteinbrĂŒchen abgebaut wurden und heute kein Material mehr liefern. Meist besteht der Untergrund aber aus Buntsandstein, der die kristallinen Gesteine ĂŒberlagert. Ganz im SĂŒdosten sind noch Muschelkalkrelikte erhalten. Im Norden liegen unter dem Buntsandstein auch Ablagerungen aus dem Perm (Rotliegendes und Zechstein). Zechsteinkalk und Dolomit wurden frĂŒher zum Beispiel bei Altenmittlau und Feldkahl gewonnen.

Das Gestein Spessartit und das Mineral Spessartin wurden nach dem Spessart benannt.[5]

Ebenfalls im Norden des Spessarts wurden im Zechstein kleinere Eisen- (Bieber, bis 1925) und Manganvorkommen (im Ersten Weltkrieg) abgebaut. Bei Bieber wurde ĂŒber lĂ€ngere Zeit (besonders im 18. Jahrhundert bis 1806) auch der hier den Kupferschiefer vertretende geringmĂ€chtige Kupferletten gewonnen, der geringe Mengen Kupfer, Blei und Silber fĂŒhrt. Mit Siderit, Baryt und fallweise Co-Ni Arseniden (z. B. Skutterudit, sogar gediegener Wismut) vererzte Verwerfungen wurden im Bieberer Lochborn bis etwa 1867 zur Gewinnung von blauen Keramikfarben abgebaut. ErzfĂŒhrung war aber nur unter- und oberhalb des Kupferlettens verbreitet. Ein kleines deszendentes Kupfervorkommen (Bornit etc.) bei Sommerkahl leitet seinen Kupfergehalt vermutlich ebenfalls aus dem Kupferletten ab. Verbreiteter waren gangförmige BarytlagerstĂ€tten (Schwerspat), die auch im Buntsandstein auftreten (z. B. Partenstein, im Westen z. B. bei Waldaschaff).[6]

Siehe auch: Liste von Bergwerken im Spessart

Seine Ă€ußersten Verzweigungen erstrecken sich bis Hanau, SchlĂŒchtern und ins Sinntal. Er erstreckt sich ĂŒber 2440 kmÂČ FlĂ€che, davon gehören zu Bayern 1710 kmÂČ, zu Hessen 730 kmÂČ. Das Mainviereck bezeichnet den sĂŒdlichen Teil des Spessarts mit den vier Eckpunkten Lohr, Wertheim, Miltenberg und Aschaffenburg.

Nachbarlandschaften

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Der Main trennt den Spessart im Osten von der FrĂ€nkischen Platte und im SĂŒden und Westen vom Odenwald. Der Spessart wird im Nordwesten durch die Kinzig vom den Vogelsberg sĂ€umenden BĂŒdinger Wald und im Nordosten durch die Sinn vom SĂŒden der Rhön und der sich sĂŒdlich anschließenden SĂŒdrhön geschieden. Dabei sind Odenwald, BĂŒdinger Wald und SĂŒdrhön dem Spessart Ă€hnliche Landschaften und bilden mit ihm zusammen die naturrĂ€umliche Großregion Odenwald, Spessart und SĂŒdrhön.

Den Spessart bilden das Àltere Grundgebirge und der deutlich mehr FlÀche einnehmende Buntsandstein-Anteil.

LandlÀufige Gliederung

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LandlĂ€ufig wird als Spessart die orografisch definierte Berglandschaft zwischen der Kinzig im Norden, dem Main im Westen und SĂŒden und der Sinn im Osten angesehen. Als weitere Untergliederung wird nicht selten der gut 120 Jahre alte Text aus Meyers Konversations-Lexikon zitiert:

„Der Ă€ußere Saum lĂ€ngs des Mains, namentlich im Westen, wird als Vorspessart, das innere, aus dicht zusammenschließenden Bergen bestehende Waldgebirge, welches keine breite Bergebene aufweist, als Hochspessart und die plateauartige Absenkung gegen die Kinzig und Kahl hin, welche auch das sogen. Orber Reisig, mehrere mit EichengebĂŒsch bedeckte Anhöhen bis zur Stadt Bad Orb, umfasst, als Hinterspessart bezeichnet.“

– Meyers Konversationslexikon 1888/89

Die hier als „Hinterspessart“ beschriebene Landschaft fasst geologisch recht verschiedene Gebiete zusammen. Sie wird auch in der Fachliteratur und auf Karten nicht verwendet.

NaturrÀumliche Gliederung

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Der Spessart bildet geologisch eine Einheit mit dem sich sĂŒdwestlich anschließenden Odenwald, dem nordwestlich angrenzenden BĂŒdinger Wald am Fuße des Vogelsbergs und der im Nordosten abzweigenden SĂŒdrhön, der sĂŒdwestlichen Abdachung der Rhön. Er gliedert sich in den, den Großteil der FlĂ€che einnehmenden, Sandsteinspessart und den Vorderen Spessart im Westen, unmittelbar östlich des Mains zwischen Aschaffenburg und Hanau, welcher bei Hanau jedoch vom Sandsteinspessart umsĂ€umt wird. Im Vorderspessart steht Ă€lteres Grundgebirge an, im Sandsteinspessart Buntsandstein.

Als naturrĂ€umliche SĂŒdgrenze des Sandsteinspessarts zum Sandsteinodenwald wird nicht exakt das Maintal angesehen. Vielmehr wird im östlicheren SĂŒden die Wertheimer HochflĂ€che,[7] ein durch den Unterlauf der Erf von der MĂŒndung flussaufwĂ€rts bis westlich KĂŒlsheims und ab dort von einer West-Ost-Linie bis zur Tauber separierter, kleinerer Teil sĂŒdlich des Mains noch hinzu gerechnet, wodurch nach jener Definition auch Baden-WĂŒrttemberg einen kleinen Anteil am Spessart hĂ€tte. Überdies liegt ein weiterer kleiner, nicht mit dem Odenwald verbundener Teil des Sandsteinspessarts, das Massenbucher Spessartvorland sĂŒdlich GemĂŒndens, links des Mains.

An der Westflanke des orographischen Spessarts wird wiederum ein kleiner Teil der Landschaft zwischen Kahl, Rodenbach und Gelnhausen, das Nordwestliche Spessartvorland, bereits zur Haupteinheitengruppe des Oberrheingrabens gezÀhlt.

Der Spessart gliedert sich naturrÀumlich wie folgt:[8][9]

Folgende Landkreise und kreisfreie StÀdte haben Anteil am Spessart:

Erstes Titelbild der Zeitschrift Spessart von 1906
Spessartkarte des Paul Pfinzing, NĂŒrnberg, von 1562/1594

Der Spessart war unter den Merowingern als Reichswald ein königlicher Bannforst. Auf dem Michaelsberg in Rorinlacha, dem heutigen Neustadt am Main, soll schon um 640 ein Jagdschloss gestanden haben. SpÀter diente er den römisch-deutschen Wahlkönigen als Jagdrevier, in dessen NÀhe sie ihre Königspfalzen Gelnhausen und Seligenstadt errichteten. In der Folge waren lange Jahrhunderte die Mainzer Kurerzbischöfe die Landesherren. Erst ab dem 12. und 13. Jahrhundert duldeten sie die Besiedlung des Spessarts. Manche Siedlungen, wie Grubingen, erlangten regionale Bedeutung, verschwanden jedoch spÀter wieder.

Der Spessart wurde immer von außen regiert: durch das Erzbistum Mainz, das Hochstift WĂŒrzburg sowie einige kleinere Herrschaften, wie zum Beispiel die Grafen von Rieneck. Die politische Zersplitterung ohne grenzĂŒbergreifende Strafverfolgung begĂŒnstigte das Aufkommen von RĂ€uberbanden. Belegt sind die SpessartrĂ€uber am Anfang des 19. Jahrhunderts, denen Wilhelm Hauff 1827 mit der ErzĂ€hlung Das Wirtshaus im Spessart und Kurt Hoffmann 1958 mit dem gleichnamigen Film ein Denkmal setzten.

In der Umbruchzeit um den Zusammenbruch des Heiligen Römischen Reiches erlebte das RĂ€uber(un)wesen im Spessart einen letzten Höhepunkt. Nach Neuordnung der Territorien und mit wirksamerer Verwaltung wurde das RĂ€uberproblem in kĂŒrzester Zeit bereinigt.

Im Ersten Koalitionskrieg rĂŒckten 1796 französische Truppen in den Spessart ein. Die von ihnen verĂŒbten GrĂ€ueltaten und PlĂŒnderungen erbitterten die Bauern, die sich an mehreren Orten, jedoch nicht koordiniert, gegen die Besatzer erhoben.[12] Am 5. September 1796 gelang es den Spessarter SchĂŒtzen, Aschaffenburg zu befreien und die Franzosen ĂŒber den Main zurĂŒckzudrĂ€ngen.[13]

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss endete 1803 das KurfĂŒrstentum Mainz, der Spessart kam zum FĂŒrstentum Aschaffenburg, spĂ€ter dann zum Großherzogtum Frankfurt. Schließlich wurden Großteile dem Königreich Bayern zugeschlagen. Aber auch heute noch ist der Spessart aufgeteilt in vier Landkreise in zwei BundeslĂ€ndern.

Der Spessart verfĂŒgte neben einer wenig ertragreichen Landwirtschaft ĂŒber Naturvorkommen wie Holz, Wasserkraft, Salz, Erze und Mineralien. Diese Ressourcen bildeten die Grundlage fĂŒr Köhler, Töpfer, EisenhĂ€mmer und Bergwerke. 1795 kaufte Georg Ludwig Rexroth den Höllenhammer im Elsavatal und produzierte Eisenartikel fĂŒr Landwirtschaft und Handwerk. Nach Umzug nach Lohr entwickelte sich daraus ein Weltunternehmen fĂŒr Hydraulik, das in der heutigen Bosch Rexroth aufgegangen ist.

Die GlashĂŒtte Weibersbrunn, ein 1706 gegrĂŒndeter Betrieb der Kurmainzischen Spiegelmanufaktur

Die Glasprodukte und Spiegel aus Spessarter GlashĂŒtten wurden europaweit vertrieben. Noch heute ist in Lohr eine GlashĂŒtte in Betrieb.

Der Spessart war durchzogen von vielfÀltigen Handelswegen, auf denen die Landesherren Zolleinnahmen erzielten. Die vielen Kirchen und Klöster, Burgen und Schlösser bezeugen durchaus prosperierende Zeiten.

Frammersbacher Fuhrleute zogen von hier aus durch ganz Europa. Mit Eisenbahn und verbesserter Flussschifffahrt gingen die Fuhrleute wirtschaftlich nieder.

Über die Jahrhunderte war der Spessart unterschiedlich stark bewaldet. Seit dem 18. Jahrhundert wurde eine systematische Wiederaufforstung betrieben.

Mit der industriellen Revolution gerieten die meisten Mittelgebirge wirtschaftlich ins Hintertreffen. Verbesserte und billigere Transportwege erlaubten den Absatz billigerer Waren aus den großen Zentren in die entlegensten Winkel. Der Spessart verarmte. 1852 berichtete der damals an der UniversitĂ€t WĂŒrzburg lehrende Mediziner Rudolf Virchow in seiner Studie ĂŒber „die Not im Spessart“[14] von der hĂ€ufig desaströsen Versorgungslage der Menschen im von ihm bereisten[15] Spessart.

Der Dreiklang Wald, Armut und SpessartrÀuber ist im Bewusstsein der Menschen haften geblieben, obwohl das nur eine kurze Phase im Auf und Ab der Entwicklung darstellte.

Die Armut im Spessart gilt als wesentlicher Grund fĂŒr das dort weitverbreitete Wilderertum.

Manche Wilderer wurden dabei zu regionalen BerĂŒhmtheiten, wie z. B. der „Erzwilderer“ Johann Adam Hasenstab aus Rothenbuch (1716–1773).

WĂ€hrend zeitgenössische Berichte der damaligen Obrigkeiten Wilderer generell diffamieren und mit Begriffen wie „Gesindel“ und „Faulenzer“ belegen, geht die historische Forschung heute davon aus, dass Wilderei im Spessart wesentlich aus der materiellen Not der Spessartbewohner herrĂŒhrt. Die Wilderer im Spessart entstammten fast ausnahmslos den sozialen Unterschichten, Wilderei war das klassische Armutsdelikt auf dem Land.[16]

Dabei kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Wilderern und Förstern, die auf beiden Seiten Leben kosteten. Der letzte Vorfall war die Ermordung von Förster Hubert Staub (1923–1947) in Rothenbuch, der 1947 von Wilderern hinterrĂŒcks erschossen wurde.[17] Die rechtliche Beurteilung der Taten war dabei unterschiedlich: Erschoss ein Förster einen Wilderer, so galt dies als Notwehr, umgekehrt hingegen als Mord. An etliche dieser tödlichen ZusammenstĂ¶ĂŸe erinnern heute noch Bildstöcke und SĂŒhnekreuze im Spessart. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts verschwand die Wilderei im Spessart weitgehend.

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

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Wasserschloss Mespelbrunn

AussichtstĂŒrme

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Der Ludwigsturm auf dem Hahnenkamm

Folgende AussichtstĂŒrme sind öffentlich zugĂ€nglich (sortiert nach Höhenlage):

Das Schloss in Lohr am Main beherbergt das Spessartmuseum
  • In Lohr am Main ist im Schloss das Spessartmuseum untergebracht. Dargestellt werden Geschichte und Erzeugnisse aus dem Spessart, insbesondere Glas und Spiegel, sowie Schmiede- und Gießereiprodukte.
  • Die frĂŒher herausragende Bedeutung der Glasherstellung im Spessart wird in Wertheim eigens in einem Glasmuseum gewĂŒrdigt.
  • Das Lapidarium in Neustadt am Main ĂŒber dem ehemaligen Kapitelsaal der Abteikirche zeugt von der karolingischen Vergangenheit der Benediktinerabtei. Das wohl bedeutendste StĂŒck stellt der sogenannte Gertraudenmantel dar. Öffnung auf Anfrage im Kloster oder im PfarrbĂŒro.
  • Eine reprĂ€sentative Darstellung der Mineralogie und Geologie des Spessarts findet man im Naturkundlichen Museum Schönborner Hof in Aschaffenburg.
  • Das Biebergrundmuseum in BiebergemĂŒnd zeigt neben Trachten der Region vor allem AusstellungsstĂŒcke zum Bergbau im Spessart. Weitere Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen von Spessartbahn sowie der Land- und Forstwirtschaft.
  • Ein Fahrradmuseum ist die „Pedalwelt“ in Heimbuchenthal.
  • In Altenbuch eröffnete 2012 das Heimatmuseum im neu renovierten „Haus der Armen Schulschwestern“. FĂŒhrungen auf Anfrage.
  • Heimatmuseum in Weibersbrunn im alten Schwesternhaus. Glas aus der Weibersbrunner GlashĂŒtte und anderen Spessartorten. FĂŒhrungen auf Anfrage.
  • Die Bahnstrecke WĂ€chtersbach–Bad Orb, eine Dampfkleinbahn, verkehrt an Sonn- und Feiertagen als Museumsbahn.
Markierung von Wanderwegen im Spessart

Der Spessart ist seit vielen Jahrzehnten durch markierte Wanderwege fĂŒr Wandertouristen erschlossen. Außergewöhnlich alt und vermutlich schon ĂŒber 2.000 Jahre in Gebrauch ist der Eselsweg, eine so genannte Altstraße, die ĂŒber den Hauptkamm des Spessarts fĂŒhrt und vermutlich ihren Namen von den Eselskarawanen des Mittelalters erhalten hat. Heute ist der Eselsweg eine mit einem schwarzen „E“ auf weißem Grund markierter Fernwanderweg, der den Spessart fast ohne OrtsberĂŒhrung in Nord-SĂŒd-Richtung quert (Ă€hnlich dem Rennsteig im ThĂŒringer Wald).

Fast ebenso bekannt ist die Birkenhainer Straße, ein mittelalterlicher Heer- und Handelsweg zwischen Rheinfranken und Ostfranken. Er verbindet auf 71 km LĂ€nge Hanau mit GemĂŒnden am Main. Heute ist die Birkenhainer Straße ein Fernwanderweg, der mit schwarzen „B“ auf weißem Grund gekennzeichnet ist. In der Pfinzing Karte von 1592(62) ist die Birkenhainer Straße nicht erkennbar.

Der Spessart wird außerdem vom Maintalhöhenringweg, („R“) auf drei Seiten eingerahmt.

Der 1990 angelegte FrĂ€nkische Rotwein Wanderweg ist besonders fĂŒr Weintrinker interessant und wird intensiv beworben. Er verlĂ€uft am Westrand des Spessarts entlang dem Maintal.

Durch den Spessart fĂŒhren zahlreiche Kulturwege des ArchĂ€ologischen Spessart-Projekts e. V. Sie widmen sich verschiedenen Schwerpunktthemen zur Landschaft und ihrer Nutzung durch den Menschen und wollen den Spessart als Kulturlandschaft nĂ€her bringen.[18] Die Wege werden seit 1998 im Rahmen der Programme European Cultural Paths und European Pathways to Cultural Landscapes entwickelt. Das Logo der Kulturwanderwege ist, in Anlehnung an die Europafahne, ein gelber Sternenkranz mit einem gelben Boot in der Mitte auf blauem Grund.

Seit 2012 fĂŒhrt der Spessartbogen rund 90 km durch den hessischen Spessart von Langenselbold ĂŒber Bad Orb nach SchlĂŒchtern.

Durch den Spessart fĂŒhrt der Limesweg des Spessartbunds als Teilabschnitt des Deutschen Limes-Wanderwegs.

Durch das Himmelreich verlĂ€uft der Heunweg. Der Heunweg verlief von Urphar kommend, durch die ehemalige Furt, auf die andere Seite des Mains. Dann durch das Himmelreich, dort befand sich einst die Wettenburg, dann durch den Bettingberg und Eichberg, vorbei am denkmalgeschĂŒtzten Bildstock am Erbschlag aus dem Jahr 1680, nach Unterwittbach. Der Heunweg verlief nie durch Kreuzwertheim, dennoch wurde vor kurzem diese falsche Beschilderung vom Spessartbund durchgefĂŒhrt.

Vereinslogo des Spessartbund e. V.

Aschaffenburg ist der Hauptsitz des Spessartbundes, der 9.000 Mitglieder in 75 Ortsgruppen vereint. Dieser Verein ist wiederum Mitglied im Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine sowie dessen LandesverbÀnden in Bayern und Hessen.

Die OrtsverbĂ€nde verteilen sich auf den Raum von Bad Orb im Norden bis Tauberbischofsheim im SĂŒden, von Frankfurt am Main im Westen bis WĂŒrzburg im Osten.

Die Geschichte des Spessartbundes beginnt mit der GrĂŒndung des „Freigerichter Bundes“ durch den Studenten Karl Kihn im Jahre 1876. Nach GrĂŒndung von zahlreichen Zweigvereinen formierte sich 1912 eine Arbeitsgemeinschaft, die den Kern des im Jahre 1913 in Hanau gegrĂŒndeten Spessartbundes bildete. Im Jahre 1927 wurde der Bund in das Vereinsregister eingetragen.

Heute haben der Spessartbund und seine Ortsgruppen folgende Ziele und Aufgaben:

In Teilen des Spessarts wurden Schutzgebiete ausgewiesen: Naturparke, Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete. Wegen der besonderen SchutzwĂŒrdigkeit als grĂ¶ĂŸtes zusammenhĂ€ngendes Mischwaldgebiet Deutschlands, wird die Einrichtung eines Nationalparks derzeit diskutiert.

Lage des Naturpark Spessart (Bayerischer Spessart) und Naturpark Hessischer Spessart

Der Spessart liegt heute auf dem Gebiet der BundeslĂ€nder Bayern und Hessen, was zur GrĂŒndung zweier Naturparks gefĂŒhrt hat:

  • Der Naturpark Spessart (auch Bayerischer Spessart, 1960 gegrĂŒndet) in Nordwest-Bayern ist 1710 kmÂČ groß und liegt im sĂŒdlichen Spessart (Mainviereck).
  • Der Naturpark Hessischer Spessart (auch Hessischer Spessart, 1963 gegrĂŒndet) in SĂŒdost-Hessen ist 740 kmÂČ groß und liegt im nördlichen Spessart.

Landschaftsschutzgebiete

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Landschaftsschutzgebiete im Spessart sind:

  • Grund- und Bergwiesen im Einzugsbereich von Jossa und Sinn (2435004)
  • Lindigwald in der Gemarkung Karlstein (00293.02)
  • LSG in den Gemarkungen Kahl am Main und Alzenau in Ufr. (00293.01)
  • LSG innerhalb des Naturparks Spessart (ehemals Schutzzone) (00561.01)
  • Mainwiesen (00594.01)

Naturschutzgebiete

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Die folgenden Naturschutzgebiete (alphabetisch sortiert; mit NSG-Nummern) liegen im bayerischen Spessart:[19]

Ein Großteil der Naturschutzgebiete im Main-Kinzig-Kreis befinden sich im hessischen Spessart:

FĂŒr den Bereich des bayerischen Hochspessarts als Kern des grĂ¶ĂŸten deutschen Laubmischwaldes war geplant, den Nationalpark Spessart auszuweisen.[20] Hierbei war der Spessart allerdings nicht die einzige Region, die fĂŒr den dritten Nationalpark in Frage kam. Der Nationalpark sollte rund 109 kmÂČ einnehmen.[21] Dies entspricht weniger als 4,5 % der FlĂ€che des Naturparks. Neben der regionalen Eigenart des Brennholzrechts,[22] ein in GrundbĂŒchern verbĂŒrgtes Recht zum Sammeln von Holz aus dem staatlichen Teil des Waldes, profitieren vor allem Unternehmen vom Holzeinschlag; diese versuchten, die Einrichtung des Nationalparks zu verhindern.[23] Wohl wegen heftigen Widerstands wurden die PlĂ€ne im Juli 2017 fallen gelassen.[24]

Wirtschaft und Infrastruktur

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Blick auf den Spessart vom „Neurod“, einem Naherholungsgebiet sĂŒdlich von Aschaffenburg

Der Spessart, insbesondere der Naturpark Spessart, lebt inzwischen in hohem Maß vom Tourismus. Der Wald als (Nah-)Erholungsgebiet bietet vielerlei Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Die malerischen FachwerkstĂ€dte entlang des Mains wie GemĂŒnden, Lohr, Marktheidenfeld, Wertheim, Miltenberg, Klingenberg oder die Residenzstadt Aschaffenburg sind attraktive Ausflugsziele.

Die Bundesautobahn 3 (A 3; Frankfurt am Main–WĂŒrzburg) sowie die Bundesstraßen 26 und 276 durchqueren den Spessart. Die Deutsche Ferienroute Alpen–Ostsee und die Spessart-Höhenstraße fĂŒhren durch den bayerischen und hessischen Spessart.

Die Main-Spessart-Bahn WĂŒrzburg–Aschaffenburg(–Frankfurt am Main) (Kursbuchstrecke 800) verlĂ€sst in Lohr das Maintal und verlief durch den Spessart ĂŒber Partenstein, Wiesthal, HeigenbrĂŒcken, Laufach und Hösbach nach Aschaffenburg. Seit Juni 2017 wird zwischen Wiesthal und Laufach eine fĂŒr den GĂŒterverkehr und den Hochgeschwindigkeitsverkehr WĂŒrzburg–Frankfurt ausgebaute, steigungsĂ€rmere Strecke genutzt. Eine seit langem diskutierte, aber bisher nicht umgesetzte Strecke durch den Spessart ist die Mottgers-Spange.

AnsÀssige Unternehmen

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In Lohr sitzen die Bosch Rexroth AG, in Laufach die Eisenwerke DĂŒker und in BiebergemĂŒnd Engelbert Strauss. Nach wie vor gibt es im Spessart viele holzverarbeitende Betriebe.

Der Spessart in der Literatur

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SchauererzĂ€hlungen, Sagen und MĂ€rchen aus dem Spessart genießen Bekanntheit ĂŒber die Region hinaus. So wurde bereits das Grimmsche MĂ€rchen vom Schneewittchen im SpessartstĂ€dtchen Lohr am Main verortet[25] und auch andere bekannte Sagenfiguren wie Frau Holle tauchen in regionalen Sagen immer wieder auf. Das Aaleborgfraale gehört bis in die heutige Zeit zu den bekanntesten Sagenfiguren des Spessart.[26][27] Die ErzĂ€hlungen beschreiben sie als ein Wesen in Frauengestalt, welches das ganze Jahr ĂŒber einen uralten Schatz in den Ruinen der legendenhaften Altenburg bewacht. Ausschließlich in der Johannisnacht können Schatzsucher sie ĂŒberlisten, jedoch nur, wenn bei der Bergung der Truhe kein Sterbenswort gesagt wird. Gelingt dies nicht, erscheint beim Öffnen der Truhe kein Schatz und der Kiste entsteigt stattdessen die grauenhafte Gestalt des Aaleborgfraale in weißem Gewand. Volkskundler stoßen heute noch auf Berichte Einheimischer von Begegnungen mit der kulturell tief im Spessart verwurzelten Sagenfigur.[26]

Um den Erhalt der Sagen, grĂ¶ĂŸtenteils SchauererzĂ€hlungen, vereinzelt aber auch ironische Moralgeschichten, hat sich fĂŒr die heutige Zeit vor allem der Aschaffenburger Lehrer und Volkskundler Valentin Pfeifer (1886–1964) verdient gemacht. Sein Buch Spessart-Sagen erfuhr bisher 17 Auflagen. DarĂŒber hinaus betrieb Pfeifer Forschungen und veröffentlichte Werke ĂŒber Sagen, MĂ€rchen, Geschichten und BrĂ€uche des Spessarts. In seinem Buch Spessartvolk (1929) berichtet er nicht nur ĂŒber die GebrĂ€uche und Sitten im Spessart, auch der Aberglaube, der in der Volksmedizin sehr verbreitet war, findet hier seinen Platz. Weitere Sagen und Gruselgeschichten aus der Region finden sich in dem von Wolfgang Weismantel herausgegebenen Band Von Aufhockern, schönen Frauen und anderen DĂ€monen: Spessartsagen auf der Spur.

Das Wirtshaus im Spessart

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Das Wirtshaus im Spessart ist die RahmenerzĂ€hlung des dritten Bandes von Wilhelm Hauffs MĂ€rchenalmanach, zuerst veröffentlicht als „Maerchenalmanach fĂŒr Söhne und Töchter gebildeter StĂ€nde auf das Jahr 1828“ in Stuttgart. Hauff verfasste die ErzĂ€hlung auf der Grundlage von Washington Irvings ErzĂ€hlung The Inn at Terracina, welche den Rahmen von The Italian Banditti (1824, dt. 1826) bildet, sowie angeregt durch E.T.A. Hoffmanns ErzĂ€hlung Die RĂ€uber (1820/21).[28] In die ErzĂ€hlung eingebettet sind die ErzĂ€hlungen Die Sage vom Hirschgulden, Das kalte Herz (in zwei Abteilungen), „Saids Schicksale“ und „Die Höhle von Steenfoll“.

Adolf Wenter verfilmte 1923 den Stoff im Film Das Wirtshaus im Spessart.

Der Regisseur Kurt Hoffmann drehte 1957 den Spielfilm Das Wirtshaus im Spessart frei nach Hauffs ErzĂ€hlung, der am 15. Januar 1958 uraufgefĂŒhrt und einer der erfolgreichsten deutschen Filme der 1950er Jahre wurde. Mit Liselotte Pulver in der weiblichen Hauptrolle wurde der Film ein Sensationserfolg. Ihm folgten mit Ă€hnlichen Titeln die Filme Das Spukschloß im Spessart von 1960 und Herrliche Zeiten im Spessart von 1967. Diese Filme waren nicht mehr an die Motive von Wilhelm Hauff angelehnt.

AuffĂŒhrungen einer Bearbeitung fĂŒr das Theater finden in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden auf der FreilichtbĂŒhne am Wasserschloss Mespelbrunn nahe dem Originalspielplatz statt. Als „Original“-Wirtshaus wird das Gasthaus „Zur Post“ in Mespelbrunn-Hessenthal vermutet, in dem Wilhelm Hauff sehr wahrscheinlich auf seiner Reise von Nördlingen nach Frankfurt im Jahre 1826 Station gemacht haben dĂŒrfte. Auch passt die Beschreibung als langgestrecktes, eingeschossiges GebĂ€ude. Das eventuell ebenfalls in Frage kommende Wirtshaus in Rohrbrunn war seit 1820 keine Poststation mehr.

Die literarische und filmische Umsetzung des alten Sagenstoffes trÀgt bis heute wesentlich zur IdentitÀtsbildung der Spessartregion bei.

In freier Anlehnung an Das Wirtshaus schrieb Autor Jason Dark seinen Roman Das Horror-Schloss im Spessart innerhalb der Reihe GeisterjĂ€ger John Sinclair, erschienen im Bastei-LĂŒbbe-Verlag, Bergisch Gladbach (heute Köln).

Der Kampf im Spessart

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Vom Spessartförster Wilderich Buchrodt erzĂ€hlt die bei Reclam erschienene Novelle Der Kampf im Spessart von Levin SchĂŒcking. Buchrodt formiert darin einen Aufstand gegen die Franzosen, die sich nach der verlorenen Schlacht um WĂŒrzburg 1796 auf ihrem RĂŒckzug durch den Spessart befinden. Die ErzĂ€hlung endet mit der Befreiung Frankfurts. Vermutlich erhielt SchĂŒcking seine Inspiration fĂŒr die Novelle von der Inschrift auf einem Gedenkstein im Zentralspessart,[29] auf dem es heißt:

„1796 hat an dieser Stelle der Kurmainzische Oberförster Heinrich Sternheimer in HeigenbrĂŒcken und seinem treuen Helfer Jakob vier Franzosen und einen Offizier erschossen, welcher mit seiner Abteilung das ganze Dorf ausgeplĂŒndert hatten und ihnen ihre Beute auf dem Marsche nach Aschaffenburg abjagte.“

– Inschrift Gedenkstein bei HeigenbrĂŒcken im Zentralspessart

Persönlichkeiten

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Weg ĂŒber den Gipfel des Geiersberg
Mariengrotte im Obernauer Wald Stationenweg von Obernau zur Waldkapelle Maria Frieden
Hinweisschild des ArchÀologischen Spessart-Projekts
Blick von der Aussichtsplattform des Pumpspeicherwerks auf der Sohlhöhe Richtung Norden.

Die höchsten Berge und Gipfel des Spessarts sind (nach Höhe sortiert):

Kleine HöhenzĂŒge im Spessart sind:

Filmdokumentationen

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  • Bilder einer Landschaft: Im bayerischen Spessart. Film von Vera Botterbusch, 45 Minuten, BR 2005.
  • Wildes Deutschland: Spessart und Steigerwald. Deutsche TV-Dokumentation (2015) von Marion Pöllmann, 44 Minuten.

Allgemeine Literatur

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  • Irene Reif: Am Anfang war der Wald. Memoiren an den Spessart. In: Franken – meine Liebe, OberfrĂ€nkische Verlagsanstalt, Hof 1989, S. 83 f, ISBN 3-921615-91-7
  • Gisbert Diederich, Manfred Laemmlen, Ralf Villwock: Das obere Biebertal im Nordspessart. Neugliederung des Unteren Buntsandstein, ExkursionsfĂŒhrer und geologische Karte. Hessisches Landesamt fĂŒr Bodenforschung, Wiesbaden 1964, Inhaltsverzeichnis
  • Hans Murawski: „Nur ein Stein“: EinfĂŒhrung in die geologische Entwicklung und die geologische Erforschungsgeschichte des Spessarts. Museen der Stadt, Aschaffenburg 1992, ISBN 3-924436-03-7, Inhaltsverzeichnis
  • Joachim Lorenz: Spessartsteine: Spessartin, Spessartit und Buntsandstein – eine umfassende Geologie und Mineralogie des Spessarts; geographische, geologische, petrographische, mineralogische und bergbaukundliche Einsichten in ein deutsches Mittelgebirge, mit 134 Tabellen. Helga Lorenz Verlag, Karlstein a. Main 2010, ISBN 978-3-00-031788-0, Inhaltsverzeichnis
  • Martin Okrusch, Gerd Geyer, Joachim Lorenz: Spessart: geologische Entwicklung und Struktur, Gesteine und Minerale. Borntraeger, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-443-15093-8, Inhaltsverzeichnis
  • Dietz, Ad.: Wegweiser durch den Spessart, mit Touristenweg-Karte in farbiger AusfĂŒhrung der Haupt- und Neben-Routen durch den Spessart ; nebst einem Anhang mit Notizen fĂŒr Radfahrer hinsichtlich Erhebung und Senkung des Strassennetzes und der örtlichen Entfernungen unter sich, im Einzelnen wie im Ganzen sowie der Anschluss-Routen durch den Odenwald im Massstab 1:150,000, WĂŒrzburg. Digitalisate der BSB MĂŒnchen: Ausgaben 1893 und 1898.
  • Franz Ludwig von Cancrin: Geschichte und systematische Beschreibung der in der Grafschaft Hanau MĂŒnzenberg, in dem Amte Bieber und andern Aemtern dieser Grafschaft, auch den dieser Grafschaft benachbarten LĂ€ndern gelegenen Bergwerke. Mit einer Kupfertafel. Christian Gottlieb Hertel, Leipzig 1787 (Nachdruck mit einer Biografie des Verfassers, einer Bibliografie seiner Schriften und einem Glossar bergtechnischer Begriffe, herausgegeben durch Ernst Ludwig Hofmann, Verlag Orbensien, Bad Orb 1979, 2. Auflage als Sonderdruck zum JubilĂ€um „500 Jahre Bergbau in Bieber“ erschienen) Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Klaus Freymann: Der Metallerzbergbau im Spessart: ein Beitrag zur Montangeschichte des Spessarts. Geschichts- und Kunstverein, Aschaffenburg 1991, ISBN 3-87965-054-3, Inhaltsverzeichnis
  • Hans Weber: Die Geschichte der Spessarter Forstorganisation. Ein Beitrag zur Deutschen Forstgeschichte. Bayerischer Landwirtschaftsverlag, MĂŒnchen 1954, Inhaltsverzeichnis
  • Johann Ludwig Klauprecht: Forstliche Statistik des Spessarts. Daniel Knode, Aschaffenburg 1826, Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek
  • 10 Jahre Biber im hessischen Spessart. Hessische Landesanst. fĂŒr Forsteinrichtung, Waldforschung und Waldökologie, Gießen 1998
  • Stefan Zerbe: Die Wald- und Forstgesellschaften des Spessarts mit VorschlĂ€gen zu deren zukĂŒnftigen [zukĂŒnftiger] Entwicklung. Naturwissenschaftlicher Verein, Aschaffenburg 1999, Literaturverz. S. 311–338
  • Joachim Kunkel und Michael Kunkel: DER SPESSART – Eine Fotoreise zu den Naturschönheiten – Bildband – Flora und Fauna mit detaillierten Beschreibungen, Gelnhausen 2021

Kulturgeschichte

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  • Horst GĂŒnther (Hrsg.): Spessart: Bilanz einer Kulturlandschaft; Dokumentation des bayerisch-hessischen Spessart-Projektes 1995. Verlag Orbensien, Bad Orb 1996, ISBN 3-927176-06-0

Wirtschaftsgeschichte

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Medizingeschichte

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  • Rudolf Virchow: Die Noth im Spessart: eine medicinisch-geographisch-historische Skizze; vorgetragen in der Physicalisch-Medicinischen Gesellschaft in WĂŒrzburg am 6. und 13. MĂ€rz 1852. Separatdruck aus den Verhandlungen der Physicalisch-medizinischen Gesellschaft Dritter Band, Stahel’sche Buchhandlung, WĂŒrzburg 1852, Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Josef Braun: Der Landkreis Main-Spessart um 1860: AmtsĂ€rzte berichten aus den Landgerichten Arnstein, GemĂŒnden, Karlstadt, Lohr, Marktheidenfeld, Rothenfels und Stadtprozelten. UniversitĂ€t, WĂŒrzburg 2000, Literaturverz. S. 355–364
  • Julia Hecht, Klaus Reder: Die Landgerichte Aschaffenburg und Rothenbuch um 1860: AmtsĂ€rzte berichten. UniversitĂ€t, WĂŒrzburg 2002
Commons: Spessart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Spessart – ReisefĂŒhrer

Einzelnachweise und Anmerkungen

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  1. ↑ Karten und Daten des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (Hinweise)
  2. ↑ Konrad Kunze: dtv-Atlas Namenkunde. Deutscher Taschenbuchverlag. MĂŒnchen, 1998. S. 101. ISBN 3-423-03234-0.
  3. ↑ Hermann MĂŒller: Über Moenus, Moguntia, Spechteshart und Wirziburg. Julius-Maximilians-UniversitĂ€t WĂŒrzburg, Thein: WĂŒrzburg 1858 (Digitalisat).
  4. ↑ Hugo Eberhart Heim: Historisch-numismatische Abhandlung Über Die Im Kurmaynzischen Obererzstifte Vom Jahre 1783 Bis 86 Vorgefundenen Alten MĂŒnzen, Erfurt 1789.
  5. ↑ Spessartin - Spessartit. Abgerufen am 4. MĂ€rz 2026.
  6. ↑ Literatur: FL von Cancrin 1787 (Reprint 1979), G. Diederich u. M Laemmlen (1964), S. Matthes und M. Okrusch (1965), K.Freymann (1991), H. Murawski (1992).
  7. ↑ Landschaftssteckbrief Wertheimer HochflĂ€che des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (BfN).
  8. ↑ Mehrere NaturraumblĂ€tter verschiedener Autoren:
    – Brigitte Schwenzer: Geographische Landesaufnahme: Die naturrĂ€umlichen Einheiten auf Blatt 139 Frankfurt a. M. Bundesanstalt fĂŒr Landeskunde, Bad Godesberg 1967. → Online-Karte (PDF; 4,9 MB)
    – Brigitte Schwenzer: Geographische Landesaufnahme: Die naturrĂ€umlichen Einheiten auf Blatt 140 Schweinfurt. Bundesanstalt fĂŒr Landeskunde, Bad Godesberg 1968. → Online-Karte (PDF; 4,3 MB)
    – Otto Klausing: Geographische Landesaufnahme: Die naturrĂ€umlichen Einheiten auf Blatt 151 Darmstadt. Bundesanstalt fĂŒr Landeskunde, Bad Godesberg 1967. → Online-Karte (PDF; 4,3 MB)
    – Horst Mernsching, GĂŒnter Wagner: Geographische Landesaufnahme: Die naturrĂ€umlichen Einheiten auf Blatt 152 WĂŒrzburg. Bundesanstalt fĂŒr Landeskunde, Bad Godesberg 1963. → Online-Karte (PDF; 5,3 MB).
  9. ↑ Karte und Legende zu den NaturrĂ€umen Hessens (Internet Archive der Online-Kopie von Die NaturrĂ€ume Hessens, Otto Klausing 1988) im Umweltatlas Hessen des Hessischen Landesamtes fĂŒr Umwelt und Geologie
  10. ↑ UrsprĂŒnglich hieß die Haupteinheit Ronneburger HĂŒgelland, welches aber inzwischen nur noch die Bezeichnung fĂŒr die Untereinheit 233.0 ist.
  11. ↑ Der Spessartanteil von BW/TBB beschrĂ€nkt sich auf die Wertheimer HochflĂ€che im Dreieck Wertheim–Freudenberg–KĂŒlsheim, die zwar naturrĂ€umlich dem Spessart zugerechnet wird, jedoch nach landlĂ€ufiger Definition bereits zum Odenwald gehört, da sie links des Mains liegt – siehe #NaturrĂ€umliche Gliederung.
  12. ↑ Franz Hettinger: Aus Welt und Kirche. Bilder und Skizzen, Band 2: Deutschland und Frankreich. Herder, Freiburg, vierte Aufl. 1897, S. 531–532.
  13. ↑ Franz Hettinger: Aus Welt und Kirche. Bilder und Skizzen, Band 2: Deutschland und Frankreich. Herder, Freiburg, vierte Aufl. 1897, S. 532.
  14. ↑ Rudolf Virchow: Über die Noth im Spessart. Eine medizinisch-geographisch-historische Skizze. WĂŒrzburg 1852; Neudruck Olms, Hildesheim 1968.
  15. ↑ Emil Griebel: Vor 120 Jahren bereiste Virchow den Spessart. In: Spessart. 1972, Heft 3, S. 9.
  16. ↑ Wilddiebe in Partenstein – aus Not oder Abenteuerlust? Geschichtswerkstatt Partenstein, abgerufen am 1. Oktober 2024.
  17. ↑ Veronika Schreck: Zwist im Wald: Förster gegen Wilderer. In: Main Echo. 28. September 2024, S. 24.
  18. ↑ Kulturwege – Ein Profil, Spessartprojekt, abgerufen am 5. Juli 2012.
  19. ↑ ProtectedPlanet.net: Spessart – WDPA-ID 555537731. Abgerufen am 7. MĂ€rz 2021.
  20. ↑ 3. Nationalpark – Konzept zur Festlegung (Memento vom 7. MĂ€rz 2017 im Internet Archive), in: Ein 3. Nationalpark fĂŒr Bayern, auf np3.bayern.de.
  21. ↑ Dritter Nationalpark in Bayern: Spessart ist Favorit, 9. Februar 2017, abgerufen am 21. MĂ€rz 2017, auf nordbayern.de.
  22. ↑ Diskussion 3. Nationalpark – Die Holzrechte auf YouTube, Informationsveranstaltung am 2. MĂ€rz 2017 in Weibersbrunn im Spessart.
  23. ↑ C. Morhart: Der Spessart als Weltkulturerbe – ist das der Ausweg?, Main-Echo, 3. MĂ€rz 2017, abgerufen am 7. MĂ€rz 2017, auf main-echo.de.
  24. ↑ Kein Nationalpark im Spessart, neue PlĂ€ne in der Rhön. In: mainpost.de. 14. Juli 2017 (mainpost.de [abgerufen am 28. November 2018]).
  25. ↑ Schneewittchen – eine Lohrerin? (Memento des Originals vom 31. MĂ€rz 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Durchleuchtung von Schneewittchens möglicher IdentitĂ€t als Maria Sophia Margaretha Catharina von Erthal (1729–vor 1812), auf spessartmuseum.de.
  26. 1 2 Die Altenburg-Sagen: Vom Aleborgfraale und von KnabenrÀubern. In: Spessartprojekt. Abgerufen am 22. Dezember 2019.
  27. ↑ Das Aleborgfraale lebte in der Bronzezeit, Artikel des Main-Echo zur Erforschung der Herkunft der Sagenfigur, 13. September 2008, auf main-echo.de.
  28. ↑ So in der Ausgabe Wilhelm Hauff: SĂ€mtliche MĂ€rchen, Phillip Reclam jun., Stuttgart 1986, S. 434
  29. ↑ Katalog BĂŒcher: Spessart Bin noch da. Ruf mich mal an (Memento vom 3. MĂ€rz 2016 im Internet Archive) (kleine Auflistung von Literatur ĂŒber den Spessart), auf orbensien.de.
  30. ↑ Amtsblatt / Standard-Datenbogen: FFH-Gebiet 6022-371 Hochspessart (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive), auf lfu.bayern.de (PDF; 58,3 kB).
  31. ↑ Amtsblatt / Standard-Datenbogen: Vogelschutzgebiet 6022-471 Spessart (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive), auf lfu.bayern.de (PDF; 57,8 kB).