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Gleichgewicht (Systemtheorie)

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
(Weitergeleitet von Stabiles Gleichgewicht)

Im allgemeinen Sinn ist ein System im Gleichgewicht, wenn es sich ohne Einwirkung von außen zeitlich nicht verĂ€ndert. Bei dynamischen Gleichgewichten werden im Allgemeinen nur makroskopische VerĂ€nderungen betrachtet.[1] Bei einem thermodynamischen Gleichgewicht ist beispielsweise der Makrozustand eines Gases mit den ZustandsgrĂ¶ĂŸen Druck, Temperatur und chemisches Potential konstant, wĂ€hrend sich der Mikrozustand, also die Position und Geschwindigkeit einzelner Gasteilchen Ă€ndern kann.

Der Zustand, den das System ohne Einwirkung von außen nicht verlĂ€sst, wird allgemein Gleichgewichtszustand, kritischer Punkt, Fixpunkt, stationĂ€rer Zustand, Gleichgewichtslage genannt. Je nach Kontext, werden die genannten Begriffe nicht synonym verwendet, sondern beinhalten eine zusĂ€tzliche Klassifizierung des Zustands, etwa hinsichtlich der StabilitĂ€t. Bei der Betrachtung von offenen Systemen, wird ein sich nicht Ă€ndernder Zustand als „stationĂ€rer Zustand“ bezeichnet, wĂ€hrend der Begriff „Gleichgewicht“ fĂŒr einen stationĂ€ren Zustand nach Isolierung des Systems gebraucht wird.[2]

Allgemeine Definition

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Betrachtet wird zunĂ€chst ein abgeschlossenes dynamisches System. Der Zustand eines dynamischen Systems zum Zeitpunkt , lĂ€sst sich allgemein durch ein Tupel beschreiben, also eine geordnete Menge aller ZustandsgrĂ¶ĂŸen. Damit der Zustand ein Gleichgewichtszustand ist, muss dieser fĂŒr alle Zeiten gleich sein, man sagt auch „invariant gegenĂŒber einer Dynamik “.

Die Lage und Anzahl der GleichgewichtszustĂ€nde eines Systems ist unabhĂ€ngig davon, in welchem Zustand das System sich befindet, also auch unabhĂ€ngig davon, ob es „im Gleichgewicht“ ist oder nicht. Die GleichgewichtszustĂ€nde ergeben sich als Lösungen der Gleichgewichtsbedingungen. Je nach Anzahl an Lösungen der Gleichungen fĂŒr die jeweilige Gleichgewichtsbedingung, kann ein System beliebig viele GleichgewichtszustĂ€nde besitzen.

Kontinuierliches dynamisches System

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Beispiel fĂŒr ein eindimensionales System. Die x-Achse ist der Zustandsraum; die schwarzen Pfeile zeigen die Zeitentwicklung. Die zwei Nullstellen der Funktion f sind die GleichgewichtszustĂ€nde x1 und x2. Die Funktion f lĂ€sst sich als negativer Gradient eines Potentials E darstellen.

FĂŒr ein kontinuierliches dynamisches System, dessen Zeitentwicklung gegeben ist durch die Differentialgleichung

ist ein Gleichgewichtszustand gegeben durch die Gleichgewichtsbedingung[3]

da dann entsprechend die zeitliche Ableitung ist. Ein Gleichgewichtszustand ist also eine zeitunabhÀngige Lösung der gewöhnlichen Differentialgleichung bzw. eine Nullstelle der Funktion .

Diskretes dynamisches System

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Konvergenz zu einem stationÀren Zustand in einem zeitdiskreten makroökonomischen Stock-Flow Consistent Model

Ein diskretes dynamisches System, welches nur diskrete Zeitschritte erlaubt, lÀsst sich durch eine iterierte Abbildung

beschreiben. Die Gleichgewichtsbedingung fĂŒr den Gleichgewichtszustand ist

Der Gleichgewichtspunkt ist also ein zeitunabhÀngiger Fixpunkt der Abbildung .

Gleichgewichtszustand und Potential

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Anstelle der Nullstellen der Funktion zu betrachten, lĂ€sst sich fĂŒr viele Systeme ein Potential finden, so dass sich als negativer Gradient des Potentials schreiben lĂ€sst. Ein Gleichgewichtszustand entspricht dann einem Extrempunkt des Potentials. Bei einem thermodynamischen System ist dies ein geeignetes thermodynamisches Potential. Zum Beispiel eignet sich fĂŒr ein System bei konstanter Temperatur und konstantem Druck, wie eine chemische Reaktion, die Gibbs freie Enthalpie, welche minimal ist, wenn das System im thermodynamischen Gleichgewicht ist.

Bei einem Hamiltonschen System lĂ€sst sich der Zustand durch die Ortskoordinaten und Impulse beschreiben. FĂŒr einen Gleichgewichtszustand gilt und . Die Dynamik ist durch die kanonischen Gleichungen gegeben. Einsetzen der Gleichgewichtsbedingung ergibt, dass bei einem Gleichgewichtszustand die partiellen Ableitungen der Hamiltonfunktion und Null sind, der Gleichgewichtszustand ist daher ein Extrempunkt des Potentials.

In der Mechanik wird der Ort mit den Koordinaten des Gleichgewichtszustandes auch Ruhelage oder statische Ruhelage genannt. Insbesondere erfĂ€hrt ein Teilchen in der Ruhelage keinerlei Kraft. „Ruhelage“ ist in dieser Hinsicht etwas irrefĂŒhrend: Zwar wirkt auf ein Teilchen in der Ruhelage keine Kraft, das Teilchen muss sich dort allerdings keinesfalls in Ruhe befinden. Erst bei einem statischen Zustand, bei dem die Gleichgewichtsbedingung auch fĂŒr die Impulse erfĂŒllt ist, ist das Teilchen dort in Ruhe und das System im Gleichgewicht.

Verhalten von Gleichgewichten bei Störungen

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Die zeitliche Entwicklung eines dynamischen Systems lÀsst sich qualitativ durch Charakterisieren der GleichgewichtszustÀnde abschÀtzen. Ein Gleichgewichtszustand lÀsst sich grob einteilen in

stabil
Das System kehrt nach einer Störung wieder in seinen Ausgangszustand zurĂŒck.
labil
Das System geht bei der kleinsten Störung in einen anderen Zustand ĂŒber. Siehe aber auch Spontane Symmetriebrechung: Kuppel-Paradox
indifferent
Das System kommt nach jeder Störung in einem neuen Zustand zur Ruhe.
metastabil
Das System geht nach einer ausreichend großen Störung in einen stabileren Gleichgewichtszustand ĂŒber. Bei zwei GleichgewichtszustĂ€nden spricht man auch von bistabil.

Zur mathematisch exakten Einteilung gibt es in der StabilitĂ€tstheorie mehrere StabilitĂ€tsbegriffe. Im Folgenden wird ein kontinuierliches System angenommen, Ă€hnliche Begriffe lassen sich auch fĂŒr Systeme mit diskreten Zeitschritten definieren.

Ljapunov-stabil
Ein Gleichgewichtszustand ist Ljapunov-stabil, wenn eine hinreichend kleine Störung stets klein bleibt oder prĂ€ziser: FĂŒr jedes existiert ein derart, dass fĂŒr alle Zeiten und alle Trajektorien mit gilt: .
asymptotisch stabil
Ein Gleichgewichtszustand ist asymptotisch stabil, wenn er Ljapunov-stabil und attraktiv ist, also bei einer Störung wieder in den Gleichgewichtszustand zurĂŒckkehrt. Attraktiv bedeutet, dass es ein gibt, sodass jede Trajektorie mit fĂŒr alle existiert und die Bedingung erfĂŒllt.

Eine Methode zur StabilitÀtsanalyse ist, das System um den Gleichgewichtszustand zu linearisieren. Mit dem Satz von Hartman-Grobman lÀsst sich der Gleichgewichtszustand dann anhand der Eigenwerte der Jacobi-Matrix charakterisieren.

Thermisches Gleichgewicht bei einem Haus

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Der zeitliche Verlauf der Temperatur in einem ungeheizten Haus in AbhĂ€ngigkeit von der Außentemperatur lĂ€sst sich in einem einfachen Modell durch die Differentialgleichung

beschreiben. Die Konstante berechnet sich aus FlĂ€che , WĂ€rmeĂŒbergangskoeffizient der HauswĂ€nde sowie der WĂ€rmekapazitĂ€t der Luft. Die Funktion auf der rechten Seite der Gleichung bestimmt die Dynamik des Systems. FĂŒr einen Gleichgewichtszustand gilt

.

Das System besitzt also einen Gleichgewichtszustand bei . Da die Ableitung

negativ ist, ist der Gleichgewichtszustand stabil. Wenn das Haus wĂ€rmer bzw. kĂ€lter als die Umgebung ist, kĂŒhlt bzw. wĂ€rmt es sich solange auf, bis es diesen Gleichgewichtszustand erreicht. Auf diese Weise lassen sich durch die Bestimmung der Gleichgewichtspunkte und deren StabilitĂ€t Aussagen ĂŒber das Verhalten des Systems treffen, ohne explizit den zeitlichen Verlauf der Temperatur berechnen zu mĂŒssen. Die Integration der Gleichung, die fĂŒr diese explizite Berechnung notwendig wĂ€re, ist bei nichtlinearen Systemen im Allgemeinen nicht einfach oder analytisch nicht möglich.

Mechanisches Gleichgewicht bei einem ebenen Pendel

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Ein ebenes Pendel als FahrgeschÀft auf einer Kirmes
Gleichgewichtspositionen des ebenen Pendels
Phasenraum des ebenen Pendels mit Konstanten = 1. Das Potential und der Phasenraum sind bezĂŒglich des Winkels Ξ periodisch mit Periode 2π.

Ein ebenes Pendel ist ein mechanisches System, bei dem eine Masse mit einer Pendelstange fester LÀnge drehbar in einem Punkt befestigt ist. Der Zustand eines solchen Pendels zu einem festen Zeitpunkt lÀsst sich durch einen Winkel und der Winkelgeschwindigkeit beschreiben. Die Bewegungsgleichung ist dann die autonome Differentialgleichung

wobei die Konstante die Fallbeschleunigung ist.

Das System hat damit zwei Gleichgewichtspunkte und , welche die Gleichgewichtsbedingung erfĂŒllen. Der Gleichgewichtspunkt bei einem Winkel von Null ist das stabile Gleichgewicht, wenn das Pendel keine Auslenkung und Geschwindigkeit besitzt. Der zweite Punkt ist das instabile Gleichgewicht, wenn das Pendel keine Geschwindigkeit besitzt und „auf dem Kopf“ steht. Im Phasenraum ist ein elliptischer Fixpunkt, der Punkt ein hyperbolischer Fixpunkt.

In einem statischen System, also einem System, bei dem das Pendel keine Geschwindigkeit besitzt, lĂ€sst sich die Bedingung fĂŒr ein mechanisches Gleichgewicht mithilfe von KrĂ€ften und Momenten formulieren. So ist das Pendel im Gleichgewicht, wenn die Summe aller angreifenden KrĂ€fte und Momente Null ist. In beiden Gleichgewichtspunkten und wird die Gewichtskraft der Masse am Pendel durch die Kraft, mit der die Pendelstange die Masse am Drehpunkt festhĂ€lt, vollstĂ€ndig ausgeglichen. Die resultierende Kraft und das resultierende Moment sind Null.

Ökologisches Gleichgewicht bei einer RĂ€uber-Beute Beziehung

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Phasenraum des Lotka-Volterra-Systems mit Konstanten = 1

Ein einfaches Modell der Wechselwirkung zwischen RĂ€uber- und Beutepopulationen sind die Lotka-Volterra-Gleichungen. Sie beschreiben die zeitliche Entwicklung einer Anzahl an Beutetieren und RĂ€ubern . Mit den jeweiligen Reproduktions- und Sterberaten bzw. und bzw. ergibt sich das Differentialgleichungssystem fĂŒr einen Zustand :

Das System besitzt einen stabilen Gleichgewichtspunkt und einen instabilen Gleichgewichtspunkt . Im Zustand gibt es eine konstante Anzahl an RÀubern und Beutetieren, die in einem ökologischen Gleichgewicht sind. Im Zustand sind beide Populationen ausgerottet.

Dynamische Gleichgewichte

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Ein System in der Natur lĂ€sst sich im Allgemeinen unterschiedlich beschreiben. So gibt es unterschiedlich detaillierte Möglichkeiten die ZustandsgrĂ¶ĂŸen des Systems zu wĂ€hlen. In der Statistischen Physik gibt es zur Unterscheidung unterschiedlich detaillierter Beschreibungen die Bezeichnungen Makrozustand und Mikrozustand. Bei Gleichgewichtsbetrachtungen, etwa bei einem thermodynamischen Gleichgewicht, wird nur der Makrozustand betrachtet. Das System ist im Gleichgewicht, wenn sich der Makrozustand nicht Ă€ndert. Der Mikrozustand des Systems kann sich jedoch Ă€ndern.

Gibt es Prozesse innerhalb des Systems oder FlĂŒsse ĂŒber die Systemgrenzen hinweg, die den Mikrozustand Ă€ndern, sich in ihrem Einfluss auf den Makrozustand des Systems gegenseitig aufheben, wird ein Gleichgewicht als dynamisches Gleichgewicht oder Fließgleichgewicht bezeichnet.

Dynamisches Gleichgewicht in einem geschlossenen System

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Im Fall nicht-offener Systeme sind es nur innere Prozesse, die Einfluss auf die ZustandsgrĂ¶ĂŸen des Systems haben. Die oben formulierte Gleichgewichtsbedingung ist in Systemen chemischer Reaktionen genau dann erfĂŒllt, wenn die chemischen Potentiale ausgeglichen sind. Beispiel: Ein thermisch isolierter Drucktopf mit heißem Wasser und Wasserdampf. Die beiden beteiligten Reaktionen heißen Verdampfung und Kondensation. Verdampfung senkt die Temperatur und steigert den Druck, was weitere Verdampfung verlangsamt bzw. die Kondensation beschleunigt. Nach einiger Zeit stellt sich ein Gleichgewicht ein, in dem beide Reaktionen gleich schnell verlaufen und die ZustandsgrĂ¶ĂŸen Druck, Temperatur und Dampfmenge konstant bleiben.

FĂŒr Systeme in dynamischem Gleichgewicht gilt der Virialsatz im jeweiligen Teilgebiet der Physik. Die explizite Kenntnis von Bahnen ist dafĂŒr nicht erforderlich.

Quasistatische ZustandsÀnderungen

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Im Allgemeinen gibt es mehr als zwei Reaktionen, die gleichzeitig ablaufen. Das Gleichgewicht kann dann zwischen allen beteiligten Elementen des Systems bestehen oder sich auf ein Teilsystem beschrĂ€nken. Sind die Prozesse des Teilsystems schnell gegenĂŒber Austauschprozessen mit der Umgebung, so treten quasistatische ZustandsĂ€nderungen auf. Beispiel: Der langsam abkĂŒhlende Drucktopf. Die Abgabe von WĂ€rme an die Umgebung senkt die Temperatur, den Druck und die Dampfmenge, aber nicht unabhĂ€ngig voneinander, sondern der Systemzustand bleibt stets nahe an der Dampfdruckkurve.

Ob es in einem speziellen Fall eine Trennung in schnelle und langsame Prozesse gibt und wie die Änderungen der ZustandsgrĂ¶ĂŸen zeitlich verlaufen, ist Gegenstand der Kinetik.

Fließgleichgewichte in offenen Systemen

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Existieren mehrere Kopplungsprozesse mit der Umgebung, so kann der Zustand des Systems konstant bleiben, indem sich diese mehr oder weniger zufĂ€llig in ihrer Wirkung aufheben. Fließgleichgewichte sind stets mit einer Produktion von Entropie verbunden, die fĂŒr einen stationĂ€ren Zustand abgefĂŒhrt werden muss.[4]

Dominiert ein Kopplungsprozess die anderen Prozesse, so ist der Zustand des Teilsystems in der betroffenen ZustandsgrĂ¶ĂŸe festgelegt. Beispiele: Der Topf ist offen, der Druck ist auf den atmosphĂ€rischen Druck festgelegt, selbst große Heizleistung erhöht die Temperatur nicht ĂŒber den Siedepunkt, solange noch Wasser im Topf ist. In der Elektrotechnik ist bei Anschluss eines Kleinverbrauchers an eine Spannungsquelle die Spannung festgelegt (geklemmt). Ein ökonomisches Beispiel ist die Buchpreisbindung (fĂŒr Werke ohne Alternative, etwa spezielle FachbĂŒcher).

Fließgleichgewicht im rĂŒckwirkungsfreien System

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Ohne enge Kopplung werden Systeme meist mit deutlichen Änderungen ihres Zustandes auf Änderungen in der Umgebung reagieren. Die Bezeichnung Fließgleichgewicht legt folgendes Beispiel nahe: Der FĂŒllstand einer Badewanne ohne Stöpsel wird sich bei gegebenem Zufluss so einpegeln, dass der vom Pegel abhĂ€ngige Abfluss dem Zufluss gleich ist. Fließgleichgewichte gibt es aber auch mit vielen anderen physikalischen und nicht-physikalischen GrĂ¶ĂŸen, etwa Energie oder Reichtum.

Homöostatisches Gleichgewicht

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Die FlĂŒsse ĂŒber die Systemgrenze können auch dadurch ausgeglichen werden, indem das System durch interne Regelungsprozesse auf sie Einfluss nimmt. Das Teilsystem eines komplexen Systems, das den Regelungsmechanismus bildet, nennt die Systemtheorie allgemein Homöostat, das prototypische Beispiel ist der Thermostat.

Der Begriff Homöostase wurde im Zusammenhang mit lebenden Systemen geprĂ€gt, in denen meist viele Systemparameter einer Regelung unterliegen: pH-Wert, osmotischer Druck, Enzymkonzentrationen, Temperatur, Zellenzahl – um nur einige zu nennen.

  • Eugene M. Izhikevich: Equilibrium Artikel in Scholarpedia

Einzelnachweise

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  1. ↑ Robert Besancon: The Encyclopedia of Physics. Springer Science & Business Media, 2013, ISBN 1-4615-6902-8, S. 406 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. ↑ Rolf Haase: Thermodynamik. Springer-Verlag, 2013, ISBN 3-642-97761-8, S. 3 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. ↑ Steven H. Strogatz: Nonlinear Dynamics and Chaos. Perseus Books Group, 2001; S. 15.
  4. ↑ Bertram Köhler: Evolution und Entropieproduktion. Abgerufen am 9. April 2017.