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Virtua Cop

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Virtua Cop
Entwickler Sega AM2
Publisher Sega
Leitende Entwickler Yu Suzuki (Direktor)
Veröffentlichung 1994
Genre Rail-Shooter
Spielmodus Bis zu 2 Spieler gleichzeitig
Steuerung Lichtpistole
Gehäuse Standard
Arcade-System Sega-Model-2-Hardware
Monitor Standard
Information Erster Arcade-Shooter mit 3D-Vektorgrafik

Virtua Cop ist ein Arcade Game, welches von Sega AM2 entwickelt wurde. Das Projekt wurde von Yu Suzuki geleitet und das Original war ein Arcade-Game aus dem Jahr 1994, welches 1995 auf die Spielkonsole Sega Saturn portiert wurde. Eine PC-Version wurde 1997 veröffentlicht. Im Jahr 2004 wurde eine Portierung für den Handheld Nokia N-Gage entwickelt, dann aber eingestellt. Einige Testeinheiten wurden allerdings bereits produziert.

Zwei Fortsetzungen folgten Virtua Cop, die beiden Spiele Virtua Cop 2 und Virtua Cop 3.

Später wurden diese Spiele in Japan und Europa in der PlayStation-2-Portierung namens Virtua Cop 2 gebündelt. Das Spiel ist auch als Virtua Squad bekannt.

Spieler übernehmen die Rolle eines Polizeibeamten und benutzen eine Lichtpistole, um Kriminelle zu erschießen. Minuspunkte erhält der Spieler für das Erschießen von Zivilisten. Virtua Cop war seiner Zeit bei Polygongrafiken weit voraus und benutzte diese anstelle von 2D-Grafiken wie zum Beispiel Sprites. Der Name des Spiels kam von der Sega-Serie, die ähnliche Grafiken aufwies und in welcher beispielsweise Spiele wie Virtua Fighter, Virtua Striker und Virtua Racing erschienen sind.

Virtua Cop wurde am 17. März 1997 in Deutschland für PC und wegen Inhaltsgleichheit auch für Sega Saturn in die Liste der jugendgefährdenden Medien aufgenommen.[1] Nach 25 Jahren erfolgte die automatische Listenstreichung.[2]

Wertungsspiegel
PublikationWertung
SaturnWindows
MAN!AC76/100[3]
Mega Fun79 %[4]
PC Action72 %[5]
PC Games82 %[6]
PC PlayerSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[7]
Power Play57 %[8]

Thomas Borovski wies auf die moralische Komponente des Gewaltgrades hin und bewertete lediglich die technische Umsetzung der Portierung für Windows. Es sei optisch bemerkenswert.[6] Christian Müller von PC Action wies darauf hin, dass das Spiel im Vergleich zu anderen Automatenumsetzungen von Sega nicht langfristig motiviere.[5] Monika Stoschek von PC Player bezeichnete das Spielprinzip als einfach gestrickt. Sie machte auf dem PC Probleme mit der Eingabeverzögerung aus.[7] Sascha Gliss von Power Play bezeichnete das Arcade-Spiel zu seinen Favoriten in der Spielhalle. Die PC-Umsetzung besäße eine schlechte Audioqualität. Ohne die Lightgun spiele es sich wenig aufregend. Der Umfang sei zu gering.[8]

Ulf Schneider von Mega Fun bezeichnete die Portierung auf den Sega Saturn als „vorzügliche Arcade-Umsetzung“, die technisch brilliere und einen rauen Charme besäße.[4] Die Zeitschrift Video Games enthielt sich einer Spielspaßbewertung aufgrund des hohen Gewaltgrades.[9]

„Virtuelles Zielschießen in prächtigem Polygon-Ambiente: Trotz linearem Spielverlauf motivierend & voller Action.“

Martin Gaksch: M! Games[3]

Einzelnachweise

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  1. Entscheidung Nr. I 9/97 vom 16.5.1997 bekanntgemacht im Bundesanzeiger Nr. 97 vom 31.5.1977
  2. Indizierungen / Listenstreichungen März 2022. In: Schnittberichte. 25. März 2022, abgerufen am 23. Februar 2026.
  3. 1 2 Martin Gaksch: Virtua Cop – im Klassik-Test (SAT). In: MANIAC.de. 26. März 2022, abgerufen am 23. Februar 2026.
  4. 1 2 Ulf Schneider: Virtua Cop. In: Mega Fun. Januar 1996 (kultboy.com).
  5. 1 2 Christian Müller: Zieh! In: PC Action. Dezember 1996, S. 100 (Textarchiv – Internet Archive).
  6. 1 2 Thomas Borovski: Blaue Bohnen. In: PC Games. Dezember 1996, S. 98 (Textarchiv – Internet Archive).
  7. 1 2 Monika Stoschek: Virtua Cop. In: PC Player. Dezember 1996, S. 86 (Textarchiv – Internet Archive).
  8. 1 2 Sascha Gliss: Virtua Cop. In: Power Play. Dezember 1996, S. 64 (Textarchiv – Internet Archive).
  9. Wolfgang Schaedle: Polygon-Bohnen – Virtua Cop. In: Video Games. Februar 1996, S. 82 (Textarchiv – Internet Archive).