Wasserburgen-Route
| Wasserburgen-Route | |
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| Gesamtlänge | ca. 470 km[1] |
| Lage | Eifel, Kölner Bucht / Nordrhein-Westfalen |
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| Orte am Weg | Aachen (Bf), Stolberg (Bf), Kreuzau (Bf), Düren (Bf), Nideggen (Bf), Heimbach (Bf), Mechernich (Bf), Zülpich, Euskirchen (Bf), Rheinbach (Bf), Meckenheim (Bf), Wachtberg, Bad Godesberg (Bf), Swisttal (Bf), Weilerswist (Bf), Erftstadt, Kerpen, Bergheim (Bf), Bedburg (Bf), Jülich (Bf), Aldenhoven, Eschweiler-Kinzweiler, Alsdorf (Bf), Herzogenrath (Bf), Würselen |
| Bodenbelag | ca. 90 % Asphalt oder Beton, ca. 5 % wassergebundener Belag, Rest Naturwege |
| Schwierigkeit | Familienstrecke. Nur selten über 5 % Steigung. |
| Verkehrsaufkommen | gering |
| Anschluss an | Grünroute, Deutsche Fußballroute NRW, Zwei-Länder-Route, Kaiser-Route, Mittelland-Route (D4), Pilgerroute (D7), RurUfer-Radweg, Tälerroute, Rhein-Radweg, Erft-Radweg, 3-Länder Route |
| ADFC-Zertifizierung | 3 von 5 Sternen[2] |
| Webadresse | www.die-wasserburgen-route.de |
Die Wasserburgen-Route ist ein Radwanderweg, der auf einem rund 470 Kilometer langen Radwegenetz am Rande der Eifel und der Kölner Bucht entlang durch die wasserburgenreichste Region Europas führt. Innerhalb der Route wurden Alternativrouten ausgeschildert. Dadurch sind individuelle Tages- und Mehrtagestouren möglich.
Charakteristik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wasserburgen-Route ist als ca. 470 km langer Rundkurs ausgebildet, wobei mehrere Teilstrecken auf jeweils zwei Alternativrouten zurückgelegt werden können. Diese bilden dann lokale Rundkurse die für kleinere Touren genutzt werden können. Auch sind Abzweige ausgeschildert, die zu touristisch interessanten Objekten führen. Die Route verläuft weitgehend auf asphaltierten Wegen abseits des Straßenverkehrs. Der ADFC gibt ca. 75 % der Strecke als rennradgeeignet an. Der Streckenverlauf ist weitgehend ohne größere Steigungen, nur auf dem Abschnitt Kreuzau – Euskirchen, der durch das Rurtal führt, sind einige stärkere Steigungen zu bewältigen. Alternativ kann hier die kürzere und flachere Streckenführung über Zülpich gewählt werden.
Die Wasserburgen-Route als große Runde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Beschreibung folgt dem Rundkurs entgegen dem Uhrzeigersinn und startet in Aachen.
Aachen – Kreuzau
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Marschiertor Aachen
- Propsteikirche Kornelimünster
- Burg Stolberg
- Burg Holzheim
- Schloss Merode
- Schloss Burgau
Dieser Abschnitt ist ca. 52 km lang und enthält Anstiege von zusammen ca. 560 Höhenmetern (ohne die Stichstrecken zu Sehenswürdigkeiten).
Die Beschilderung führt durch die historische Altstadt von Aachen. Eine Stichstrecke ist zum Marschiertor an der äußeren Aachener Stadtmauer ausgewiesen. Im sogenannten Frankenberger Viertel führt ein weiterer ca. 200 m langer Abstecher zur Burg Frankenberg. Durch die Stadtteile Hitfeld und Eich führt die Route aus der Stadt und erreicht nach ca. 10 km Kornelimünster den südöstlichen Stadtteil von Aachen. Er liegt im Tal der Inde, sodass die Route einen Geländeeinschnitt mit ca. 40 Höhenmetern durchquert. Kornelimünster besitzt eine historische Altstadt mit der ehemaligen Reichsabtei Kornelimünster aus dem der Ort hervorging. Die Route verläuft dann in östlicher Richtung und erreicht nach weiteren 10 km Stolberg mit seiner restaurierten Altstadt und Burg (keine Wasserburg). Hier führt die „lokale Runde Aachen“ Richtung Würselen zurück in die Stadt Aachen. Die „große Runde“ verläuft vom Bahnhof Stolberg-Altstadt weiter Richtung Nordosten durch die Eschweiler Ortschaften Hastenrath und Scherpenseel zur Burg Holzheim. Bis hierher sind nochmals runde 10 km zurückzulegen, wobei ein Anstieg von ca. 1,5 km Länge mit ca. 5 % Steigung auf den Radler wartet. Danach verläuft die Route durch die Ortschaft Heistern und direkt danach zum ehemaligen Prämonstratenser Kloster Wenau. Nur 600 Meter später ist ein Abzweig zur ca. 1,6 km entfernten Laufenburg beschildert. Bis dorthin sind ca. 60 Höhenmeter zu bewältigen. Vom Abzweig bis zur nächsten Ortschaft Langerwehe sind es dann gut drei Kilometer, mit einem Anstieg von ca. 40 Höhenmetern, und dann noch einmal ca. zwei Kilometer zum Schloss Merode, das sich im gleichnamigen Ortsteil von Langerwehe befindet. Es gilt als eines der schönsten Wasserschlösser des Rheinlands im Renaissance-Stil.
Nach Kreuzau im Erholungsgebiet der Rureifel sind es jetzt noch ca. 13 km, mit nur einer nennenswerten Steigung (ca. 20 Höhenmeter) im Dürener Stadtteil Birgel.
Knotenpunkt Kreuzau
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Kreuzau besteht Anschluss an die Rurtalbahn in Richtung Düren. Für die Weiterfahrt nach Euskirchen kann jetzt, die mit 68 km Länge und 780 Höhenmetern Steigungen, anspruchsvollere Strecke durch das Rurtal, über Nideggen und Mechernich gewählt werden. Oder es kann die nur 33 km lange und mit 190 Höhenmetern auch flachere Strecke über Zülpich nach Euskirchen genutzt werden. Die beiden Alternativrouten bilden zusammen die „Euskirchener Runde durch das Rurtal“. Die beiden Routen trennen sich erst kurz hinter Kreuzau am Parkplatz „Düren IX“. Vorher werden noch der Bahnhof Düren-Tuchmühle und das Schloss Burgau passiert. Die Ursprünge des 1974 wieder aufgebauten Schlosses stammen aus dem 13. Jahrhundert. Von hier ist eine ca. 7 km lange Stichstrecke in die Innenstadt bzw. den Bahnhof von Düren ausgeschildert. In der Stadt gibt es noch Reste der mittelalterlichen Stadtmauer mit dem Dicken Turm und dem Grönjansturm. Das bekannteste Museum der Stadt ist das Leopold-Hoesch-Museum.
Kreuzau – Rurtal – Euskirchen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Burg Nideggen
- Wasserschloss Eicks
- Burg Satzvey
- Burg Veynau
- Burg Zievel
- Untere Burg in Antweiler
- Burg Kirspenich
- Herrenhaus der Burg Langendorf
- Landesburg Zülpich
- Das Kölntor in Zülpich
Diese Alternative hat bei einer Länge von 68 km und Steigungen von 780 Höhenmetern. (Ohne die Stichstrecken zu Sehenswürdigkeiten.)
Nach Kreuzau führt die Route entlang der Rur nach Obermaubach am Rurstausee Obermaubach. Von hier weiter am östlichen Ufer des Stausees und danach am Rurufer bis zum Bahnhof Nideggen-Brück, wo ca. 16 km der Teilstrecke zurückgelegt sind. Es gibt hier die Möglichkeit die Route über das oberhalb der Rur gelegene Nideggen zu wählen, wobei ca. 6 km mit 150 Höhenmetern zurückgelegt werden müssen oder weiter an Rur entlang zu fahren, was mit ca. 4 km und 51 Höhenmetern die weniger anstrengende Variante ist. Die Nideggener Altstadt besteht aus sehenswerten Fachwerk- und Buntsandsteinhäusern. Vom zentralen Marktplatz aus blickt man auf die beiden trutzigen Stadttore, und nach zehn Minuten Fußweg steht man vor den Toren der Burg Nideggen. In Abenden treffen sich die beiden Alternativrouten und verlaufen zusammen mit dem RurUfer-Radweg bis Hausen. Hier verlässt die Route das Rurtal und führt nach Vlatten mit der Oberburg. Eine im 9. Jahrhundert gegründete karolingische Königspfalz mit der Pfarrkirche St. Dionysius aus dem 12. Jahrhundert. Beim Verlassen des Rurtals sind etwa 160 Höhenmeter zu bewältigen. Hinter Vlatten beginnt das Stadtgebiet von Mechernich. Die Route führt durch die Stadtteile Berg, Floisdorf, Eicks mit seinem spätbarocken Wasserschloss in den Stadtteil Kommern. Kommern ist wegen seines geschlossenen Fachwerkensembles im historischen Ortskern bekannt. Touristische Attraktionen sind auch das Rheinische Freilichtmuseum und der Hochwildpark Kommern. Entlang des Bleibaches verläuft die Route weiter in den Stadtteil Firmenich, wo sich die Burg Firmenich befindet. Von hier sind es nur knapp zwei Kilometer zur Burg Satzvey im gleichnamigen Stadtteil. Von Satzvey aus ist eine ca. drei Kilometer lange Stichstrecke zur Burg Veynau als Wasserburgen-Route ausgeschildert. Diese größte Burganlage im Kreis Euskirchen zählt zu den eindrucksvollsten und bedeutendsten Burgen im Rheinland. Direkt hinter der Satzvey nach der Autobahnbrücke liegt links die Burg Zievel auf dem Gelände eines Golfplatzes. Weiter führt der Weg in die Mechernicher Stadtteile Lessenich und Wachendorf. Am Ortseingang von Wachendorf ist ein ca. ein Kilometer langer Stichweg zur Oberen- und Unteren-Burg von Antweiler ausgeschildert. Hinter Wachendorf folgt ein ca. ein Kilometer langer Anstieg mit ca. 40 Höhenmetern und anschließender Anfahrt nach Iversheim das zur Stadt Bad Münstereifel gehört. Am Ortseingang vor der Bahnlinie kann eine Römische Kalkbrennerei besichtigt werden. Von hier kann man die Beschilderung des Erft-Radwegs benutzen, um der ca. 4 km entfernten Innenstadt von Bad Münstereifel einen Besuch abzustatten. Bad Münstereifel besitzt eine nahezu vollständig erhaltener restaurierter Stadtmauer mit historischem Stadtkern. Die Rundroute folgt jetzt dem Tal der Erft und führt über Arloff, vorbei an der Burg Kirspenich im gleichnamigen Stadtteil, zur ca. 5 km entfernten Hardtburg. Von hier sind es jetzt noch 7 km bis zum Bahnhof von Euskirchen. Alternativ kann hier direkt Richtung Rheinbach und Meckenheim abgebogen werden und der Besuch von Euskirchen auf die Rückfahrt verschoben werden.
Kreuzau – Zülpich – Euskirchen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Diese Alternative hat eine Länge von 33 km und weist 190 Höhenmeter Steigungen auf. (Ohne die Stichstrecken zu Sehenswürdigkeiten.)
Die Teilstrecke startet mit einem Anstieg von ca. 25 Höhenmeter und führt dann flach weiter durch Stockheim und Soller mit seiner Wallfahrtskirche. Deren im 19. Jahrhundert erbaute Lourdes-Grotte, in der Septemberoktav viele Pilger anzieht. Danach folgen die Orte Froitzheim und Juntersdorf, letzterer gehört bereits zur Stadt Zülpich. Am Ortseingang liegt die Wasserburg Juntersdorf. Es folgt der Stadtteil Langendorf wieder mit einer Wasserburg, der Burg Langendorf. Die Burg gehört zu den besterhaltenen und gepflegtesten Wasserburgen im Rheinland. Nach weiteren drei Kilometern wird Zülpich-Hoven erreicht, wo sich das Kloster Marienborn befindet. In dem ehemaligen Zisterzienserinnenkloster wurde 1888 von der Kölner Genossenschaft der Cellitinnen nach der Regel des hl. Augustinus übernommen, die hier die Krankenanstalten Marienborn einrichteten, eine Pflegeanstalt zur psychiatrischen Versorgung von schwer psychisch kranken Frauen. Traurige Berühmtheit erlange die Hovener Krankenanstalt in der Zeit des Nationalsozialismus, wo sie besonders durch die NS-Gesetzgebung zur Rassenhygiene und deren Vollzug betroffen war. Direkt danach folgt die Römerstadt Zülpich. Hier findet man die Römerthermen aus dem 2. Jahrhundert, über denen das Museum der Badekultur errichtet wurde. Die Mittelalterliche Stadtbefestigung wurde größtenteils restauriert und besitzt vier gut erhaltene Stadttore. Teil der Stadtbefestigung ist die Kurkölnische Landesburg Zülpich. Nach weiteren 12 km entlang der ehemaligen Bördebahn wird Euskirchen erreicht.
Knotenpunkt Euskirchen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Euskirchen ist gut mit der Bahn zu erreichen, da es an der Eifelstrecke Köln – Trier liegt. Von hier bieten sich mehrere lokale Rundwege auf der Wasserburgen-Route an. In der Euskirchener Kernstadt gibt es an Sehenswürdigkeiten die teilweise noch erhaltene mittelalterliche Stadtbefestigung, den historischen Markt und die Martinskirche als eines der ältesten und bedeutendsten Bauwerke.
Um zurück auf die „Große Runde“ zu gelangen, folgt man der Wasserburgen-Route in Richtung Rheder, Hardtburg, Rheinbach.
Euskirchen – Wachtberg – Bonn Mehlem
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Euskirchen, Alter Markt
- Hexenturm in Rheinbach
- Ruine Tomburg auf dem Tomberg
- Burgruine Münchhausen
- Burg Adendorf
- Burg Odenhausen in Berkum
Diese Teilstrecke hat eine Länge von ca. 54 km und weist 473 Höhenmeter Steigungen auf. (Ohne die Stichstrecken zu Sehenswürdigkeiten.)
Aus der Stadt Euskirchen verläuft die Route in Richtung Stadtteil Rheder und danach hinauf zu Hardtburg die ca. 90 Höhenmeter über der Kernstadt liegt und nach ca. 8 km erreicht wird. Die Hardtburg macht durch ihren nach dem 14. Jahrhundert kaum mehr veränderten Bestand den Charakter einer mittelalterlichen Wasserburg auch für den Laien anschaulich. Zwei Kilometer später wird der Stadtteil Niederkastenholz erreicht wo sich die Burg Niederkastenholz befindet. Seit der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts ist die reichsunmittelbare Reichsabtei Kornelimünster als Grundherr der Burg und des Dorfes Niederkastenholz bezeugt, welche unter dem Schutz des Herzogs von Jülich stand. Das heutige Erscheinungsbild entspricht im Wesentlichen dem des 18. Jahrhunderts. Haupt- und Vorburg vermitteln das Bild einer ländlichen Burganlage des 18. Jahrhunderts. Nur eineinhalb Kilometer später wird bereits der Stadtteil Flamersheim erreicht. Dort befindet sich die Burg Flamersheim und ein Feuerwehrmuseum. Die am Flämmerbach gelegene Burg Flamersheim wurde 1358 zum ersten Mal erwähnt und am Ende des 18. Jahrhunderts im zeitgenössischen Stil des Barock umgebaut. Heute ist von einer großen Parkanlage umgeben, deren weitläufige Graben- und Teichanlagen aus den ursprünglichen Burggräben entstanden. Das 1992 entstandene Feuerwehrmuseum biete einen Überblick über die Feuerwehrgeschichte der letzten hundert Jahre. Schon zwei Kilometer später wird der Euskirchener Stadtteil Schweinheim und mit ihm die Burg Schweinheim erreicht. Bei der ehemaligen Wasserburg handelte es sich um eine zweiteilige Burganlage umgeben von Wassergräben. Im 19. Jahrhundert wurde die Vorburg bis auf einen Eckturm und geringe Mauerreste abgebrochen und entwickelte sich danach zu einem großen landwirtschaftlichen Gehöft. Außerhalb der Ortschaft wird ca. 1,2 Kilometer später die Burg Ringsheim erreicht. Von dem im 17. Jahrhundert untergegangenen Dorf Ringsheim ist nur noch die Kirchenruine im Schlosspark übrig. Im 17. Jahrhundert wurde die weitgehend zerfallene Burg zum barocken Schloss umgebaut. Im späten 19. Jahrhundert entstand daraus ein Landsitz nach englischem Vorbild. Die Route führt jetzt an einer Reihe von landwirtschaftlichen Anwesen vorbei und erreicht nach ca. 7 km die Stadt Rheinbach. Die Stadt bietet ein Glas- und ein Kutschenmuseum sowie den Rheinbacher Hexenturm. In ihm befand sich im 17. Jahrhundert vermutlich ein Hexenkerker. Er ist Teil der noch erhaltenen Rheinbacher Burg. Sie wurde im 12. Jahrhundert erbaut und in den Jahren darauf immer mehr erweitert. In unmittelbarer Nähe befinden sich auch Reste der Stadtbefestigung. Im mittelalterlichen Stadtkern sind auch weitere Reste der Stadtbefestigung zu besichtigen, beispielsweise der Wasemer- und der Kallenturm. Rheinbach liegt an der Strecke der Voreifelbahn Euskirchen – Bonn. Die Route verlässt die Stadt und erreicht nach ca. 4 km den Stadtteil Rheinbach-Wormersdorf. Von hier führt ein gut einen Kilometer langer Stichweg zur Burgruine Tomburg, die auf einer ca. 45 m hohen Basaltkuppel liegt. Die bereits um 900 entstandene Burg wurde 1473, in einem Streit der damaligen Besitzer mit dem Herzog von Jülich, vollständig zerstört. Zwei Kilometer nach Wormersdorf erreicht die Route den Mechernicher Stadtteil Ersdorf. Der Ort befindet sich auf der „Rheinbach – Meckenheimer Lößplatte“ und gehört damit zum fruchtbaren Altsiedlungsgebiet des nördlichen Eifelvorlandes. Hier trifft man die dorfbildprägenden geschlossenen traufständigen Häuserzeilen längs den Straßen mit ihren überbauten Hofzufahrten. In Ersdorf befindet sich das „Herrenhaus Burg Altendorf“. Die ehemalige Wasserburg aus dem 16. Jahrhundert ist heute im Besitz der Stadt Meckenheim und wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Die Route führt jetzt über leicht welliges Gelände, überquert die Autobahnen A 61 und A 565 in der Nähe des Autobahnkreuzes Meckenheim und erreicht nach ca. 6 km den Ort Adendorf der zur Gemeinde Wachtberg gehört. Kurz vor Adendorf wird die Ruine der Burg Münchhausen passiert. Ein gut zwei Kilometer langer Stichweg führt zur Burg Adendorf und zum Sommersberger Hof, einem Rittersitz aus dem 15. Jahrhundert. Die Burg Adendorf besteht aus einer von einem Wassergraben umgebenen Kernburg mit vier Ecktürmen und einer vor allem aus Wirtschaftsgebäuden bestehenden Vorburg. Die Kernburg wird von der Besitzerfamilie von Loë seit 1815 als Wohngebäude genutzt. In den letzten Jahren wurde die Burg auch mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz renoviert. Weiter durch das Gemeindegebiet von Wachtberg mit den Ortschaften Klein-Villip, Holzem führt die Route jetzt zum Ortsrand von Berkum, der nach gut 6 km über eine leichte Steigung (ca. 90 Höhenmeter) erreicht wird. Hier befindet sich die Burg Odenhausen. Die mit einem Wassergraben umgebene Burg wurde renoviert und befindet sich heute im Privatbesitz. Durch weitere Ortsteile von Wachtberg verläuft die Route Richtung Rhein, der nach 11,5 km in Bonn-Mehlem erreicht ist. Auf dieser Teilstrecke wird eine Landschaftsmulde durchquert, sodass sich die zurückzulegenden Höhenmeter auf ca. 135 summieren. Nach einem Kilometer am Ufer ist dann die Rheinfähre nach Königswinter erreicht. Dort kann das Siebengebirgsmuseum besucht werden. Außerdem laden der Drachenfels und die Schloss Drachenburg zu einem Besuch mit Hilfe der Drachenfelsbahn ein.
Bonn Mehlem – Euskirchen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ruine der Godesburg
- Bahnhof Kottenforst
- Schloss Lüftelberg
- Schloss Miel
- Herrenhaus der Kleeburg
Diese Teilstrecke hat eine Länge von ca. 45 km und weist 303 Höhenmeter Steigungen auf. (Ohne die Stichstrecken zu Sehenswürdigkeiten.)
Zunächst verläuft die Route entlang des Rheins zusammen mit der Rhein-Radweg bis zur Fähre in Bonn-Bad Godesberg und biegt dann Richtung Westen zum Bahnhof ab. Etwa einen Kilometer weiter wird der Abzweig zur Stichstrecke zur Godesburg erreicht. Bis dahin wurden ca. 5 km der Teilstrecke zurückgelegt. Zur Burg hinauf sind es ca. 600 m, wobei 40 Höhenmeter zu bewältigen sind. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und 1583 von Truppen des Kurfürsten Ernst von Bayern belagert und zerstört. In den letzten Jahren wurde die Godesburg in großen Teilen saniert und beherbergt heute ein Restaurant. Vom Bergfried aus überblickt man das Rheintal, das Siebengebirge und Bad Godesberg. Zusammen mit dem Godesberger Bach verlässt die Route den Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg und durchquert die zu Wachtberg gehörenden Ortschaften Pech, Villip und Villiprot. Nach 8 km wird der Godesberger Bach Richtung Norden verlassen. Die Route führt jetzt durch ein Waldgebiet, kreuzt die Autobahn A 565 und erreicht nach ca. 6 km die Bahnstrecke der Voreifelbahn, die sie beim Bahnhof Kottenforst quert. Die denkmalgeschützte, in Fachwerkbauweise ausgeführte dreigeschossige Station ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Nach weiteren 2,5 km wird Meckenheim-Lüftelberg mit seinem Wasserschloss Lüftelberg erreicht. Die jetzige barocke Form stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Burg ist in Privatbesitz und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Weiter führt die Route durch Flerzheim und erreicht nach ca. drei Kilometern den Abzweig zur Burg Müttinghoven. Der ehemalige Rittersitz ist heute in Privatbesitz. Das Hauptgebäude wurde renoviert und der ehemalige Wassergraben zu einem Teich erweitert. Nach etwa zwei weiteren Kilometern gelangt man zur Burg Morenhoven. Sie ist eine typische rheinische Wasserburg, bestehend aus getrennter Haupt- und Vorburg. Beide waren von Wassergräben umgeben. Nur der Burggraben um das Herrenhaus ist noch erhalten. Die Burg liegt im gleichnamigen Gemeindeteilen von Swisttal. Von Morenhoven führt ein zwei Kilometer langer Stichweg in südliche Richtung zur Wasserburg Peppenhoven. Die Hauptroute führt weiter nach Swifttal-Miel, das nach ca. 3,4 km erreicht wird. Dort befindet sich das barocke Schloss Miel, welches heute von einem Golfclub genutzt wird. Teile des Schlosses sind der Öffentlichkeit zugänglich. Vorbei am Golfplatz erreicht die Route nach vier Kilometern Swifttal-Odendorf mit einem Zehnthof aus dem 18. Jahrhundert. Danach geht es über Palmersheim nach Euskirchen-Kuchenheim in ca. sieben Kilometern Entfernung. Hier befindet sich das Rheinische Industriemuseum Tuchfabrik Müller, welche die Arbeit einer rheinischen Volltuchfabrik mit einem Maschinenpark aus dem frühen 20. Jahrhundert zeigt und die Untere Burg Kuchenheim. Die Burg wird heute von einer Straße durchschnitten. Auf der einen Seite der Südflügel der Vorburg mit dem Torhaus von 1573, auf der anderen das ehemalige Herrenhaus. Direkt nach verlassen des Ortes führt eine 1,5 km lange Stichstraße in nördlicher Richtung zur Kleeburg. Die Wasserburg hat ihr Aussehen seit Jahrhunderten kaum verändert. Sie besteht aus einem relativ kleinen Herrenhaus und einer dreiflügeligen Vorburg. Beide Burgteile sind vom Wassergraben umgeben und durch eine Brücke verbunden. Die aus dem 14. Jahrhundert stammende Burg wird heute durch eine Firma genutzt. Wer Euskirchen bereits besucht hat und auf dem großen Rundkurs bleiben will, kann nach dem Besuch der Kleeburg direkt Richtung Kleinbüllesheim weiterfahren. Andernfalls erreicht man ca. vier Kilometer hinter Kuchenheim das Etappenziel, den Hauptbahnhof von Euskirchen.
Euskirchen – Jülich
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Große Burg Kleinbüllesheim
- Burg Kessenich
- Der Westturm von Burg Bodenheim
- Die „Weiße Burg“ Friesenheim
- Wohnhaus der Burg Kühlseggen
- Vorburg der Burg Buschfeld
- Schloss Gracht – Herrenhaus
- Landesburg Lechenich
- Burg Konradsheim
- Schloss Gymnich
- Schloss Türnich
- Haus Mödrath
- Schloss Loersfeld
- Burg Hemmersbach
- Schloss Paffendorf
- Schloss Bedburg
- Schloss Hambach
- Burg-Obbendorf
Diese Teilstrecke hat eine Länge von ca. 84 km und weist 240 Höhenmeter Steigungen auf. (Ohne die Stichstrecken zu Sehenswürdigkeiten.)
Nach dem Start, an der Innenstadtseite des Hauptbahnhofs in Euskirchen Richtung Westen, erreicht die Route nach ca. 3 km, unmittelbar hinter dem Ratsheimer Hof die Abzweigung in nördliche Richtung zur Kleeburg und nach Kleinbüllesheim. Die Wasserburgen-Route verläuft hinter Euskirchen bis nach Bedburg im Wesentlichen zusammen mit dem Erft-Radweg. Am Ortseingang von Kleinbüllesheim befindet sich die Große Burg. 1728 wurde die mittelalterliche Burg abgerissen und ein Herrenhaus errichtet. Die wasserumwehrte Anlage besteht aus dem spätgotischen Torbau, der Vorburg mit den Wirtschaftsgebäuden und dem Herrenhaus. In der nächsten Ortschaft Großbüllesheim, rund 6 km nach dem Start am Bahnhof, befindet sich die Burg Großbüllesheim. Die zweiteilige ehemalige Wasserburg stammt aus dem 14. Jahrhundert. Nur die Vorburg blieb als Gutshof erhalten. Vorbei am Bahnhof an der Eifelstrecke Köln-Trier führt die Route ins unmittelbar angrenzende Wüschheim. Am Ortsende führt geradeaus eine ca. 2 km langer Stichweg zu Burg Kessenich, während die Rundroute rechts abbiegt. Wie die bisherigen, liegt auch diese Burg noch im Stadtgebiet von Euskirchen. Die ehemals zweiteilige Wasserburg des 14. Jahrhunderts ist noch von einem Wassergraben umgeben und besteht aus Herrenhaus, schlichten Wirtschaftsgebäuden und dem historischen Zufahrtsweg. Der Rundweg führt weiter durch das Erfttal und überquert nach gut einem Kilometer die Erft. An der Brücke führt ein Stichweg zur nahen Burg Bodenheim. Die Burg dominiert den Ort Bodenheim der zur Gemeinde Weilerswist gehört. Sie wirkt sehr altertümlich, was in erster Linie mit dem unregelmäßig verwinkelten Aufbau zu erklären ist. Die Rundroute hat jetzt das Stadtgebiet von Euskirchen verlassen und folgt weiter der Erft bis ins ca. 6 km entfernte Weilerswist-Kleinvernich. Von hier führt ein 4 km langer Stichweg zur Weißen Burg Friesheim. Die Wasserburg war früher ein Rittersitz, dessen Herrenhaus im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Die Vorburg ist teilweise noch erhalten. Einer der beiden runden Bastionstürme wurde restauriert. Die Burg befindet sich im Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden. Auf dem weiteren Rundweg werden die beiden Burgen Klein-Vernich und Groß-Vernich erreicht. Von den beiden Burgen sind nur noch Reste erhalten. Nach weiteren ca. 4 km im Erfttal führt die Route zur Burg Kühlseggen, die rechts des Radweges in den Erftauen liegt. Sie ist eine der eindrucksvollsten Wasserburgen der Region. Die im 14. Jahrhundert erstmals erwähnte Burg war lange dem Verfall preisgegeben. Erst ab 1962 ließ Max Freiherr von Eltz-Rübenach die gesamte Anlage umfassend renovieren und wieder aufbauen, um sie als privaten Wohnsitz zu nutzen. Die Route folgt weiter der Erft und erreicht nach vier Kilometern wiederum den Abzweig zu einer Burg, die ca. einen Kilometer östlich liegt. Die Burg Buschfeld gilt als eine der ältesten befestigten Wasserburgen des Rhein-Erft-Kreises. Sie wurde bereits 1170 urkundlich erwähnt. Die Vorburg, in denen heute Wohnungen eingerichtet sind, umgibt noch ein Wassergraben. Der heutige klassizistische Eindruck, den das Herrenhaus vermittelt, ist darauf zurückzuführen, dass das Gebäude in den Jahren 1924 bis 1926 „zeitgemäß erneuert und umgestaltet“ wurde. Immer noch entlang der Erft erreicht der Rundweg nach 2 km einen weiteren östlichen Abzweig, auf dem man in zwei Kilometern Entfernung das Schloss Gracht erreicht. Es gilt als eines der eindrucksvollsten Wasserschlösser des Kölner Raums. Es besteht aus einer zweiteiligen Anlage mit einer dreiflügeligen Vorburg und einem zweiflügeligen Herrenhaus. Der öffentliche, denkmalgeschützte und 9 ha große Schlosspark mit seinem alten und zum Teil exotischen Baumbestand wurde in seinen historischen barocken Zustand zurückversetzt. Im Schloss ist die European School of Management and Technology untergebracht. An gleicher Stelle der Route zweigt nach links der Weg Richtung Erftstadt-Lechenich ab. Alternativ kann der Stadtteil geradeaus, entlang der Erft, umfahren werden. Die Altstadt des Stadtteils wird nach ca. 2,5 km erreicht. Hier befindet sich auch die von einem großen Parkgelände umgebene Landesburg Lechenich. Die Landesburg vermittelt noch als Ruine einen Eindruck von ihrer früheren Bedeutung als stark befestigte Verwaltungsburg des Landesherrn und verdeutlicht den Unterschied zu den zahlreichen Adelssitzen des Rhein-Erft-Kreises. Die Wasserburgen-Route verlässt Lechenich und erreicht nach 1,5 km die Burg Konradsheim im gleichnamigen Stadtteil. Sie ist eine der wenigen noch erhaltenen spätmittelalterlichen Burganlagen. Die aus dem 14. Jahrhundert stammende Burg war in einigen Teil bereits zerfallen, bis sie durch eine Reihe von Baumaßnahmen im Laufe des 20. Jahrhunderts renoviert und in den heutigen Zustand versetzt wurde. Sie befindet sich im Privatbesitz und Teile der Burg werden als Clubhaus des an die Burg anschließenden Golfplatzes genutzt. Die Radroute führt über den Golfplatz zurück zur Erft und erreicht nach ca. 5 km den linken Abzweig zum Schloss Gymnich das gut einen Kilometer westlich liegt. Nach umfangreicher Modernisierung wurde das Schloss bis zum Juli 1990 als Gästehaus der Bundesregierung genutzt. 2012 steht es, nach der Insolvenz des letzten Besitzers, zum Verkauf. Weiterhin entlang der Erft erreicht die Route nach knapp zwei Kilometern den Abzweig zur Schloss Türnich, das ca. 600 m östlich liegt. Die Geschichte des Schlosses lässt sich bis in das Jahr 898 zurückverfolgen. Das heutige spätbarocke Herrenhaus stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Verursacht durch die Grundwasserabsenkung des Braunkohletagebaus ist das Schloss in schlechtem baulichen Zustand und droht auseinanderzubrechen. Der sehenswerte Schlosspark ist öffentlich zugänglich. Nach weiteren drei Kilometern entlang der Erft erreicht man den östlichen Abzweig zur Burg Mödrath. Von Alt-Mödrath ist nur die sogenannte Burg übrig geblieben. Die eigentliche Ortschaft wurde auf Grund des Braunkohletagebaus Frechen im Jahre 1956 umgesiedelt, da sie im Abbaugebiet lag. Auf der Route bleibt es beim zwei Kilometer-Takt für Burgen und Schlössen. Diesmal geht der Abzweig nach Westen und erreicht nach 1,8 km das Schloss Loersfeld. Das Schloss wurde im 15. Jahrhundert erbaut, und ist seit 1819 im Besitz der Freiherren von Fürstenberg. Heute befindet sich im Schloss ein Gourmet-Restaurant. Nach weiteren 2,6 km entlang der Erft und Querung der A1 nahe dem Autobahnkreuz Kerpen kann man sich entscheiden weiter an der Erft zu bleiben oder alternativ durch Kerpen-Horrem zu fahren. Dort befindet sich die Burg Hemmersbach. Auf ihr lebte der Rennfahrer Wolfgang Graf Berghe von Trips. Auf dem Gelände vor der Burg gab es bis 2011 ein Museum über sein Leben und seine Rennsporterfolge. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Burg durch die Familie Berghe von Trips im 19. Jahrhundert. Nach bewegter Geschichte steht sie heute zum Verkauf. Auf beiden Routen gelangt man nach ca. 2 km zum Abzweig Richtung Schloss Schlenderhan, das ca. 3 km östlich des Rundwegs liegt. Bekannt ist das Schloss vor allem durch das dort beheimatete Gestüt Schlenderhan. Der Rundkurs folgt weiter dem Erfttal und erreicht nach knapp sechs Kilometern die Kreisstadt des Rhein-Erft-Kreises, Bergheim. In der Altstadt finden sich als Wahrzeichen von Bergheim das Aachener Tor, Gebäude aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, darunter das Historische Rathaus und die Pfarrkirche St. Remigius. Der Bahnhof von Bergheim liegt an der Strecke der