Westfalenhallen
| Westfalenhalle GmbH | ||
|---|---|---|
| Die Westfalenhallen von Osten aus gesehen | ||
| FrĂŒhere Namen | ||
|
Westfalenhallen Dortmund GmbH | ||
| Daten | ||
| Ort | Strobelallee 45 | |
| Koordinaten | 51° 29âČ 47âłÂ N, 7° 27âČ 21âłÂ O | |
| EigentĂŒmer | Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH | |
| Betreiber | Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH | |
| Baubeginn | 1920er Jahre | |
| Eröffnung | 1925 1952 (nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg) | |
| OberflÀche | Beton Parkett PVC-Bodenbelag EisflÀche Kunstrasen Holz-Radrennbahn (200 m, bis 2011) | |
| KapazitÀt | 15.380 PlÀtze (maximal) | |
| Lage | ||
|
| ||
Die Westfalenhallen Dortmund sind ein Messe-, Kongress- und Veranstaltungszentrum am Rheinlanddamm in der nordrhein-westfĂ€lischen Stadt Dortmund. Unter der FĂŒhrung der Muttergesellschaft Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH arbeiten insgesamt drei Tochterunternehmen: Messe Dortmund GmbH, Kongress Dortmund GmbH und Westfalenhalle GmbH. Alleinige Gesellschafterin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH ist die Stadt Dortmund. Der Jahresumsatz der Gesellschaft liegt bei 40 bis 50 Millionen Euro.
Die Westfalenhallen umfassen insgesamt neun Messehallen mit einer GesamtflĂ€che von rund 63.000 Quadratmetern[1] und eine Eingangshalle. Die bekannteste ist die denkmalgeschĂŒtzte Westfalenhalle (ohne Nummer). Sie gehört zu den traditionsreichsten Veranstaltungsarenen Deutschlands. Zum Areal gehören auĂerdem die Messe Dortmund, das Kongresszentrum Dortmund und das Mercure-Hotel Messe & Kongress Westfalenhallen.
Die Westfalenhallen verzeichnen rund 1,7 Millionen Besucher jĂ€hrlich.[2] 2009 konnte der 100-millionste Besucher seit 1952 begrĂŒĂt werden.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Westfalenhalle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Westfalenhalle ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.[3]
1925 bis 1943: Bau und erste Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die erste Westfalenhalle wurde in der Zeit von April bis November 1925 in nur sieben Monaten auf Anregung des damaligen Stadtbaurates Hans Strobel als Holzkonstruktion fĂŒr 15.000 Besucher in Dortmund erbaut und war zeitweise die gröĂte Halle Europas. Sie wurde am 28. November 1925 offiziell eröffnet.
Die Halle umfasste mehrere FestsĂ€le, eine Reitbahn sowie Stallungen fĂŒr 400 Pferde. Sie war Schauplatz von Messen und BĂŒhnenfestspielen, LeichtathletikwettkĂ€mpfen, Reit- und Eissportturnieren und politischen Veranstaltungen.
1927 ging die Westfalenhalle in die Geschichte des Boxsports ein, als Max Schmeling den Belgier Fernand Delarge besiegte und Europameister wurde.
Zwischen 1926 und 2008 fanden in der Westfalenhalle insgesamt 67 Sechstagerennen statt.[4] 1935 wurde dafĂŒr vom MĂŒnsteraner Architekten Clemens SchĂŒrmann eine 200 Meter lange Radrennbahn eingebaut.
Auf dem Parteitag des Gau Westfalen der NSDAP in 1930 sprach General Karl Litzmann in der Westfalenhalle. Es war die erste Veranstaltung der NSDAP an diesem Ort.[5] Im Jahre 1932 besuchte Adolf Hitler am 10. MĂ€rz und 30. Oktober im Rahmen seines Wahlkampfes die Westfalenhalle. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde die Halle hĂ€ufig zu Propagandazwecken genutzt. Nach dem Kriegsbeginn mit dem Ăberfall auf Polen beschlagnahmte die Wehrmacht die Westfalenhalle. Die Wehrmacht errichtete dann in der Halle und spĂ€ter, als der Platz in der Halle nicht mehr ausreichte, in umliegenden Holzbaracken das Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager, kurz Stammlager VI D. In diesem Kriegsgefangenenlager waren bis 10.000 Kriegsgefangene gleichzeitig,[6] vornehmlich Polen, Russen und Franzosen, untergebracht. Insgesamt durchliefen das Stalag VI D, 77.000 Gefangene, die in der Dortmunder Schwerindustrie als ArbeitskrĂ€fte eingesetzt wurden.
1944 bis 1953: Zerstörung und Neubau
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. Mai 1944 wurde die Westfalenhalle durch einen Bombenangriff zerstört. Dabei starben tausende Kriegsgefangene, die den Angriffen schutzlos ausgeliefert waren.
Unmittelbar nach dem Krieg beschloss der Rat der Stadt Dortmund 1945, die Westfalenhalle neu zu erbauen.
Am 2. Februar 1952 eröffnete BundesprĂ€sident Theodor Heuss die neue 118 m lange, 98 m breite und 29 m hohe Halle. Die von den Architekten Walter Höltje, damals 28-jĂ€hrig, und Horst Retzki[7] als Betonkonstruktion geplante Halle besitzt eine freitragende Dachkonstruktion â so konnte auf störende StĂŒtzpfeiler im Innenraum verzichtet werden. Die Radrennbahn wurde von SchĂŒrmann durch eine neue Bahn ersetzt.[8]
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]âDie Kundgebung heute Abend hier in der Westfalenhalle, die Eröffnungskundgebung hat begonnen. Dort unten liegt glitzernd die EisflĂ€che. Heute Nacht wird diese EisflĂ€che verschwunden sein, damit morgen dort die Handballer und die Leichtathleten in Aktion treten können. Und immer wieder ist es faszinierend, die Schönheit und die Eleganz dieses Baus zu betrachten. Es ist ein Zusammenklang von Beton und Stahl.â
âEine ReprĂ€sentation der LeistungsfĂ€higkeit der Dortmunder industriellen und gewerblichen Wirtschaft: Gegossen in Stahlbeton, rund 20.000 Kubikmeter, und gekrönt mit einer kĂŒhn konstruierten, 1.500 Tonnen schweren Stahlkuppel.â
âDiese Glaswand gibt dem Bau drauĂen eine sehr leichte und zarte Haltung trotz der ungeheuren Massen. Und der menschliche MaĂstab, der an sich wichtig ist, gerade bei diesen unmenschlichen MaĂen, der ist durch eine feine Teilung dieser Glaswand erreicht worden.â
âEs kommt darin ein GrundgefĂŒhl zum Ausdruck, das in der Gemeinschaft, im Sich-begegnen mit den Anderen Werte findet und zu Werten sich bekennt, die ĂŒber das Materielle hinausgehen. Also: die Million, die Million, die Million â wie verzinst sich denn das? In Gesundheit und Lebensfreude!â
1968 bis 2002: Das U auf dem Dach, Pink Floyd und die Kelly Family
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf dem Dach dreht sich seit 1968 ein groĂes beleuchtetes âUâ, welches das Symbol der Dortmunder Union-Brauerei ist.
1981 war die Westfalenhalle, neben Los Angeles Memorial Sports Arena, Earls Court (London) und Nassau Coliseum (New York), einer von weltweit nur vier Veranstaltungsorten der The Wall Tour von Pink Floyd.
Zu dem Konzert der Scorpions am 12. Dezember 1988 kamen 23.500 Zuschauer.
Am 15. Mai 1994 spielte die Kelly Family ein Konzert, welches den Durchbruch der Familienband darstellt. Die Band, die vorher vorwiegend StraĂenmusik in ganz Europa machte, fĂŒllte die Westfalenhalle ohne Veranstalter und spielte an diesem Tag in einer ausverkauften Halle.[10]
2003 bis 2012: Umbau der Westfalenhalle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2003 wurde die Radrennbahn in der Westfalenhalle renoviert.[8]
Das 2006 veröffentlichte Bild Mayday V des deutschen Fotografen Andreas Gursky zeigt die Glasfassade der Westfalenhalle wÀhrend der jÀhrlichen Techno-Veranstaltung Mayday. Mittels Fotomontage erzeugt Gursky die Illusion eines 18-stöckigen Turmes.[11]
Im Jahr 2011 und 2012 wurde der Innenraum der Westfalenhalle umgebaut. Dabei wurde im Jahr 2011 die Radrennbahn ausgebaut, da es durch den Wegfall des Sechstagerennens im Jahr 2008 fĂŒr diese keinen Bedarf mehr gab.[12] Durch die daraus resultierenden Platzgewinne erhöhte sich die KapazitĂ€t auf bis zu 16.140 Zuschauer.[13]
Im selben Jahr kam auf die eine Seite der Dachwerbung ein C hinzu, das Logo des Werbepartners âDie Continentaleâ.[14]
Sonstiges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Westfalenhalle wurde viele Jahre lang die Auszeichnung Goldene Westfalenhalle vergeben. PreistrĂ€ger sind u.âa. James Last, Udo JĂŒrgens, Freddy Quinn und Otto Waalkes.
Es fanden in der Halle bereits mehr als 30 Weltmeisterschaften und ĂŒber 50 Europameisterschaften statt. Die Konzertstatistik umfasst weit mehr als 1.000 KĂŒnstlernamen. FĂŒr einige Stars, wie Chris de Burgh und Marius MĂŒller-Westernhagen, war ein Konzert in der GroĂen Westfalenhalle gar der Durchbruch auf dem Weg zum Superstar.
Von einer Vielzahl namhafter Interpreten wurden Konzertmitschnitte von ihren Auftritten in der groĂen Westfalenhalle als CD oder DVD veröffentlicht, unter ihnen Weltstars wie Bob Marley, Iron Maiden, Joe Cocker und Prince.
Die frĂŒhere Westfalenhalle 1 heiĂt seit dem 1. April 2019 nur noch Westfalenhalle, um die Bedeutung der Halle in den Vordergrund zu stellen.
Entwicklung des MessegelÀndes und der sonstigen Hallen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Messe Dortmund und das Kongresszentrum umfassen insgesamt neun Messehallen, inklusive der Westfalenhalle.
Die genannten Nummern der Hallen entsprechen der Bezeichnung zum Zeitpunkt der Eröffnung.

1926 bis 1953: Kongresszentrum und Goldsaal
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Rosenterrassen wurden 1926 eröffnet. Ein Jahr spĂ€ter folgte der Goldsaal, der beispielsweise durch den dortigen Beschluss des DFB am 28. Juli 1962 fĂŒr die GrĂŒndung der FuĂball-Bundesliga Geschichte schrieb.
1954 bis 1988: Neue Hallen und RĂ€ume
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die erste zusĂ€tzliche Halle, die Halle 2N, wurde 1954 eröffnet. Ein Jahr spĂ€ter kam die Halle 2 hinzu. 1959 kamen die Hallen 3 (ab 2004: 3A), 4 und 5 hinzu. Die AusstellungsflĂ€che wuchs damit auf 20.000 mÂČ in insgesamt 6 Hallen.[15] Die Hallen 2 und 3A gehören dabei zum Kongresszentrum.
Im Jahr 1973 wurde der Bau von 13 neuen KonferenzrĂ€umen fĂŒr das Kongresszentrum beschlossen. Dies wird als eigentliche Geburt des Kongresszentrums gesehen.[16]
Die Halle 6 wurde im Jahr 1985 fertiggestellt und erweiterte das MessegelĂ€nde somit nochmal um weitere 7.000 mÂČ AusstellungsflĂ€che. Im selben Jahr wurde ein Messezentrum eingeweiht, welches die Hallen 4 und 5 verbindet und einen zusĂ€tzlichen Eingang anbot.
1989 bis 2007: Wachstum auf die nahezu doppelte FlÀche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1989 wurde das GelĂ€nde um eine achte Halle, die Halle 7 mit 6500 mÂČ, erweitert. Somit boten die Westfalenhallen eine AusstellungsflĂ€che von 42.000 mÂČ an. 1996 wurde die Halle 8 eröffnet, diese erweiterte damit die AusstellungsflĂ€che auf 47.700 mÂČ.
Die gröĂte Halle, die Halle 3 mit 10.600 mÂČ AusstellungsflĂ€che, wurde im Jahr 2004 eröffnet. Seitdem ist die AusstellungsflĂ€che nicht weiter gewachsen und es wurden keine weiteren Messehallen gebaut.[15]
Zur FuĂball-Weltmeisterschaft 2006 wurde in der Halle 3 (damals 3B) ein Medienzentrum eingerichtet. Die restlichen FlĂ€chen wurden zur Ăbernachtungsmöglichkeit fĂŒr auswĂ€rtige Besucher umgebaut und hatten eine KapazitĂ€t von knapp 4000 Betten. AuĂerdem wurde vier Wochen lang ein groĂes âFan Festâ veranstaltet.

Am GrĂŒndonnerstag 2007 wurde ein Gedenkstein vor der Westfalenhalle 3 zur Erinnerung an das dortige Kriegsgefangenenlager eingeweiht.
2015 bis 2019: Neuer Messeeingang und neue Nummerierung der Hallen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Kongresszentrum wurde in den Jahren 2015 und 2016 modernisiert.
Im Januar 2016 kĂŒndigte die Westfalenhalle das Projekt âWelcome2018â an. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine 4500 mÂČ groĂe Eingangshalle, die diverse Vorteile bieten soll. Es soll zum einen die BesucherfĂŒhrung und der Einlassbereich deutlich vereinfacht und auch barrierefrei und moderner gestaltet werden. Zuvor waren die Ticketschalter ĂŒber das GelĂ€nde verteilt und je nach Veranstaltung musste ein anderer aufgesucht werden. Diese Bereiche lagen teils auĂerhalb der Hallen und erforderten somit ein Warten auĂerhalb wettergeschĂŒtzter Bereiche. ZusĂ€tzlich wurden neue Gastronomiebereiche geschaffen, neue KonferenzrĂ€ume, ein separater Eingang fĂŒr Aussteller und ein neues Speditions- und LogistikbĂŒro. Der Messeeingang Nord wurde Ende MĂ€rz 2019 eröffnet und im Mai das erste Mal benutzt.[17][18]

Mit der Eröffnung des Messeeingang Nord wurde im April 2019 die Hallennummerierung geÀndert. Die Namen der Hallen Ànderten sich wie folgt:
| Bis MĂ€rz 2019 | Ab April 2019 | ||
|---|---|---|---|
| 1 | Nur âWestfalenhalleâ | ||
| 2 | 2U | 1 | 1U |
| 2N | 1B | ||
| 3A | 2 | ||
| 3B | 3 | ||
| 4 | Keine Ănderung | ||
| 5 | |||
| 6 | |||
| 7 | |||
| 8 | |||
Planungen im Jahr 2019
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im FrĂŒhjahr 2019 erarbeitete die Stadt Dortmund mit den Westfalenhallen ein Zukunftsprojekt ĂŒber die nĂ€chsten 20 bis 30 Jahre fĂŒr die Westfalenhallen und das Areal um diese herum. WĂ€ren die Olympischen Sommerspiele 2032 nach Dortmund gekommen, hĂ€tte dieses Projekt binnen 15 Jahren realisiert werden sollen. Geplant war der Abriss der Hallen 4 bis 8 und der Neubau von neun Hallen und einer weiteren Eingangshalle auf derselben FlĂ€che.
Die Finanzierung blieb ungeklÀrt. 2019 rechneten die Planer mit Kosten im unteren dreistelligen Millionenbereich. Diesen Betrag konnten die Stadt und die Westfalenhallen nicht aufbringen. Deshalb sollten Landes- und Bundesmittel beantragt werden.[21]
Hallen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kennzeichnend fĂŒr die Messe ist das kompakte Hallenensemble, das sich auf eine GrundflĂ€che von 300 Ă 750 m verteilt. Jede Halle ist maximal 200 m vom Haupteingang entfernt.
Zur Messe Dortmund gehören neun klimatisierte Hallen mit zwischen 1000 und 10.600 Quadratmetern FlĂ€che. Die neueste Halle, die Westfalenhalle 3, wurde im Herbst 2004 mit einer FlĂ€che von 10.600 mÂČ eröffnet. Die Messe Dortmund bietet eine HallenflĂ€che von rund 60.000 mÂČ. Damit liegt Dortmund auf dem deutschen Messemarkt im mittleren GröĂenbereich.
| Halle | AusstellungsflÀche | ||
|---|---|---|---|
| Westfalenhalle | 4.700 mÂČ | ||
| 1 | 1B | 970 mÂČ | 1.800 mÂČ |
| 1U | 1.000 mÂČ | ||
| 2 | 1.730 mÂČ | ||
| 3 | 10.600 mÂČ | ||
| 4 | 8.300 mÂČ | ||
| 5 | 5.100 mÂČ | ||
| 6 | 7.200 mÂČ | ||
| 7 | 6.000 mÂČ | ||
| 8 | 5.500 mÂČ | ||
Kongresszentrum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Kongresszentrum Dortmund umfasst rund 30 SĂ€le und Hallen, in denen Kongresse und Tagungen fĂŒr bis zu 10.000 Teilnehmer durchgefĂŒhrt werden können.
Unternehmensstruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alleinige Gesellschafterin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH ist die Stadt Dortmund. Der Jahresumsatz der Gesellschaft liegt bei 40 bis 50 Millionen Euro.
Der Gesellschaft gehören die âWestfalenhalle GmbHâ, die âMesse Dortmund GmbHâ und die âKongress Dortmund GmbHâ.
GeschĂ€ftsfĂŒhrer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bisherige GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Westfalenhallen seit 1952:
- 1952â1953: Wilhelm Wortelmann, Sportjournalist
- 1953â1971: Helmut Körnig, ehemaliger Sportler
- 1971â1985: Hermann Heinemann, Politiker
- ab 1972: JĂŒrgen Klocke (* 1938), Hotelkaufmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Westfalenhalle GmbH[22]
- 1985âJuli 2011: Ludwig Jörder, Rechtsanwalt und Notar
- seit August 2011: Sabine Loos
Westfalenhalle GmbH
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zur Westfalenhalle GmbH zÀhlen die Westfalenhalle und die Hallen 1 bis 2. Flaggschiff des Unternehmensverbundes ist die Westfalenhalle mit einem Fassungsvermögen von 15.400 Menschen.
Messe Dortmund GmbH
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Messe Dortmund GmbH betreibt die Hallen 3 bis 8 und veranstaltet u. a. europa- oder weltweit fĂŒhrende Messen, wie die Jagd & Hund, die Creativa, die Intermodellbau oder die InterTabac.
Kongress Dortmund GmbH
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kongress Dortmund GmbH betreibt neben einem Hotel sowie dem Kongresszentrum Westfalenhallen auch Restaurants an den Westfalenhallen und anderen Orten in Dortmund.
Messen und Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]RegelmĂ€Ăige Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ADAC Super-Cross
- Night of the Proms
- Mayday
- Schlagerbooom
- Syndicate Festival
- Holiday on Ice
- Internationales Reit- und Springturnier Signal Iduna Cup
RegelmĂ€Ăige Messen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2025 nahmen 9378 Aussteller an 88 Messeveranstaltungen teil.
Publikumsmessen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jagd & Hund
- MotorrÀder
- Creativa
- Hund & Heimtier[Anm. 1]
- Intermodellbau
- German Film & Comic Con Dortmund
- Cake & Bake
- ARTe Kunstmesse Dortmund
- Fair Trade & Friends
- Hund & Pferd[Anm. 1]
Fachmessen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weltmeisterschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1952: Weltmeisterschaften im Rollkunstlauf
- 1955: Spiele der Eishockey-Weltmeisterschaft
- 1959: 25. Tischtennisweltmeisterschaft
- 1961: Spiele der Handball-Weltmeisterschaft MĂ€nner
- 1964: Eiskunstlaufweltmeisterschaften
- 1965: Finalspiele der Handball-Weltmeisterschaft Frauen
- 1966: Weltmeisterschaften im Turnen
- 1980: Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften
- 1982: Spiele der Handball-Weltmeisterschaft MĂ€nner
- 1983: Spiele der Eishockey-Weltmeisterschaft
- 1983: Weltmeisterschaft der Professionals in den lateinamerikanischen TĂ€nzen
- 1984: 4. Skatweltmeisterschaft
- 1985: Weltmeisterschaft der Professionals in den StandardtÀnzen
- 1988: Weltmeisterschaft der Professionals in den lateinamerikanischen TĂ€nzen
- 1989: 40. Tischtennisweltmeisterschaft
- 1990: Weltmeisterschaft der Professionals ĂŒber zehn TĂ€nze
- 1992: Weltmeisterschaft der Professionals ĂŒber zehn TĂ€nze
- 1993: Spiele der Eishockey-Weltmeisterschaft
- 1994: Weltmeisterschaft der Professionals in den lateinamerikanischen TĂ€nzen (KĂŒr)
- 1994: Box-Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht: Henry Maske/Deutschland â Ernesto Magdaleno/USA und Henry Maske/Deutschland â Andrea Magi/Italien
- 1994: Mannschaftsweltmeisterschaften im Turnen
- 1995: Boxweltmeisterschaft im Halbschwergewicht: Henry Maske/Deutschland â Graciano Rocchigiani/Deutschland
- 1996: Boxweltmeisterschaft im Halbschwergewicht: Henry Maske/Deutschland â Duran Williams/USA
- 1996: Weltmeisterschaft der Professionals ĂŒber zehn TĂ€nze
- 1998: Tanz-Weltmeisterschaft Allround der Professionals
- 1999: Skateboard-Weltmeisterschaft
- 2000: Weltmeisterschaft der Professionals in den lateinamerikanischen TĂ€nzen
- 2000: Skateboard-Weltmeisterschaft
- 2002: 21. Skateboard-Weltmeisterschaft
- 2003: 22. Skateboard-Weltmeisterschaft
- 2004: 23. Skateboard-Weltmeisterschaft
- 2004: Eiskunstlaufweltmeisterschaften
- 2005: 14. ITF â Taekwon-Do Weltmeisterschaft
- 2006: 11. FIRA RoboWorld Cup
- 2007: Spiele der Handball-Weltmeisterschaft
- 2012: Tischtennisweltmeisterschaft 2012
- 2025: Handball-Weltmeisterschaft der Frauen 2025
Europameisterschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1955: Halbschwergewichtsboxen um die Europameisterschaft: Gerhard Hecht besiegt Willi Hoepner durch K. o.
- 1956: Europameisterschaft der Rad-Steher
- 1966: EuropÀische Hallenspiele 1966
- 2011: Ringer-Europameisterschaften 2011
- 2018: European Darts Championship 2018 (ugs. Darts-EM)
- 2022: European Darts Championship 2022
- 2023: European Darts Championship 2023
- 2024: European Darts Championship 2024
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Artur Poppe, Andreas Weber: Westfalenhallen Dortmund. Die Chronik. Dortmund 2010, ISBN 978-3-00-030023-3.
- LWL-Medienzentrum fĂŒr Westfalen (Hrsg.): Erich, lass mal Laufen! Die Filme der Elisabeth Wilms. MĂŒnster 2011, ISBN 978-3-939974-16-1. (DVD, unter anderem mit dem Film âDortmunds neue Westfalenhalle â Der Gigant unter den SportpalĂ€stenâ mit Aufnahmen aus den Jahren 1951/52 ĂŒber die Bauarbeiten)
- Regina Mentner: Das Kriegsgefangenenlager Dortmund Westfalenhalle (Stalag VI D), 1939-1945. Aschendorff Verlag, MĂŒnster 2021, ISBN 978-3-402-26136-1.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- westfalenhallen.de: Offizielle Seite
- dortmund.de: Seite der Stadt Dortmund
- westfalen-regional.de: Westfalen regional: Westfalenhallen in Dortmund â 100 Mio. Besucher
- Neue Westfalenhalle im Bau ( vom 9. Juli 2015 im Internet Archive)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â https://www.auma.de/de/zahlen-und-fakten/branchenkennzahlen
- â Gutes GeschĂ€ftsjahr 2016 fĂŒr Westfalenhallen. In: dortmund.de. Stadt Dortmund, abgerufen am 10. Juli 2017.
- â Nr. A 0570. Denkmalliste der Stadt Dortmund. (PDF) In: dortmund.de â Das Dortmunder Stadtportal. Denkmalbehörde der Stadt Dortmund, 14. April 2014, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 15. September 2014; abgerufen am 12. Juni 2014 (180 kB).
- â Jacq van Reijendam: 6-daagsen statistieken 2009. Nr. 17. Hrsg. von der Union International des VĂ©lodromes
- â Der Nationalsozialismus in Westfalen=SĂŒd. Ein Abriss zur jĂŒngsten Geschichte. In: Josef Wagner (Hrsg.): Volk und Kultur im Gau Westfalen SĂŒd. Westfalen-Verlag, Dortmund Mai 1938, S. 53â61 (Veröffentlicht zum Gautag 1938 in Bochum).
- â Christian Zentner (Hrsg.): Ruhrgebiet von den AnfĂ€ngen bis heute â Zentners illustrierte Chronik. Otus, St. Gallen 2010, ISBN 978-3-905851-31-1, S. 111.
- â Westfalenhallen. In: archINFORM.
- 1 2 velodromes.com
- 1 2 3 4 Jochen Stöckmann: 70 Jahre Neue Dortmunder Westfalenhalle. Event-Kathedrale und Architektur-Ikone. In: Kalenderblatt (Rundfunksendung auf DLF). 2. Februar 2022, abgerufen am 2. Februar 2022.
- â Information der Westfalenhalle, aufgerufen am 21. Februar 2021
- â Florian Heine: Mit den Augen der Maler. SchauplĂ€tze der Kunst neu entdeckt. C. J. Bucher Verlag, MĂŒnchen 2009, ISBN 978-3-7658-1612-3 (Kapitel: Mayday V, S. 156f).
- â Andreas WinkelstrĂ€ter: Das Aus fĂŒr die Radrennbahn. In: WestfĂ€lische Rundschau. Funke Mediengruppe, 2. November 2010, abgerufen am 1. Mai 2025.
- â Die Westfalenhalle. Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH, abgerufen am 29. September 2026.
- â Andreas WinkelstrĂ€ter: âCâ dockt auf Westfalenhalle an dem âUâ an. In: WestfĂ€lische Rundschau. Funke Mediengruppe, 3. November 2011, abgerufen am 1. Mai 2025.
- 1 2 Westfalenhallen Dortmund GmbH: Chronik Messe. Abgerufen am 7. Juni 2019.
- â Westfalenhallen Dortmund GmbH: Chronik Kongresszentrum Hotel Catering. Abgerufen am 7. Juni 2019.
- â Neuer Messeeingang Nord der Messe Dortmund eröffnet. 27. MĂ€rz 2019, abgerufen am 7. Juni 2019 (deutsch).
- â Westfalenhallen Dortmund GmbH: Modernisierung. Abgerufen am 7. Juni 2019.
- â Nummerierung der Hallen bis MĂ€rz 2019. (PDF) Abgerufen am 7. Juni 2019.
- â Westfalenhallen Dortmund GmbH: Strategische Weiterentwicklung des Messeplatzes / : 28.03.2019. Abgerufen am 7. Juni 2019.
- â alexpressedo: Stadt Dortmund stellt Mega-Planungen fĂŒr Veranstaltungs-, Sport- und Eventmeile rund um die Strobelallee vor. 16. April 2019, abgerufen am 7. Juni 2019 (deutsch).
- â Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Whoâs who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, LĂŒbeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 650.
- VeranstaltungsstÀtte in Dortmund
- Baudenkmal in Dortmund
- SportstÀtte in Dortmund
- Ausstellungsanlage
- Kongresszentrum
- Sporthalle in Nordrhein-Westfalen
- Route der Industriekultur (Dortmund)
- Ehemalige Radrennbahn in Deutschland
- Leichtathletikhalle in Deutschland
- Unternehmen (Dortmund)
- Bauwerk von SchĂŒrmann Architekten (MĂŒnster)
- Baugruppe (StÀdtebau) in Nordrhein-Westfalen
- Baugruppe (StÀdtebau) in Europa
- Musik (Dortmund)
- Handball (Dortmund)
- Westfalenhalle
- Erbaut 1925
- Erbaut in den 1950er Jahren
- Bauwerk der Moderne in Dortmund
- SportstĂ€tte fĂŒr Handball in Deutschland
