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Wolfgang Rehm

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Wolfgang Rehm (2014)

Wolfgang Rehm (* 3. September 1929 in MĂŒnchen; † 6. April 2017 in Groß-Gerau) war ein deutscher Musikwissenschaftler mit den zentralen Berufsfeldern „Musikverlag“ und „Neue Mozart-Ausgabe“ (1955 ff.).

Wolfgang Rehm wurde als Sohn des Literaturwissenschaftlers und UniversitĂ€tsprofessors Walther Rehm und dessen Frau Else, geb. von Eck, in MĂŒnchen geboren. Er wuchs in MĂŒnchen und Gießen auf, wo er im FrĂŒhjahr 1948 am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium das Abitur ablegte. Anschließend studierte Rehm von 1948 bis 1952 Musikwissenschaft, Neuere deutsche Literaturgeschichte und Mittelalterliche Geschichte an der Albert-Ludwigs-UniversitĂ€t Freiburg. In Freiburg zĂ€hlten Willibald Gurlitt und Hermann Zenck zu seinen wichtigsten Lehrern. 1952 wurde Rehm bei Gurlitt in Freiburg mit einer Arbeit ĂŒber Das Chansonwerk von Gilles Binchois promoviert.

Von 1952 bis 1954 volontierte Rehm beim Musikverlag Breitkopf & HĂ€rtel Wiesbaden und begann am 1. Mai 1954 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lektor im BĂ€renreiter-Verlag Kassel, zunĂ€chst mit Schwerpunkt Gesamtausgaben, wurde 1971 Cheflektor und 1975 Mitglied der GeschĂ€ftsleitung mit Verantwortungsbereich „Produktion Buch und Musik“.

1981/82 wechselte Rehm nach Salzburg und war dort von 1981 bis 1994 hauptberuflich Mitglied der Editionsleitung der Neuen Mozart-Ausgabe (NMA), in die ihn die Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg als Herausgeberin dieser Ausgabe im Jahr 1960 berufen hatte und in der er bis zum 30. Juni 2007, dem offiziellen Abschluss der aus 132 BÀnden bestehenden NMA, aktiv tÀtig gewesen war und in der er auch mitverantwortlich zeichnete.

Wolfgang Rehm war von 1959 bis 2002 Vorstandsmitglied verschiedener fachbezogener und kĂŒnstlerisch ausgerichteter Gesellschaften und Vereine, zeitweise auch Mitglied im Herausgeberkollegium der Gluck-Gesamtausgabe sowie der New Berlioz Edition, und er gehörte zu den BegrĂŒndern der Neuen Schubert-Ausgabe.

1975 bis 1986 war Rehm verantwortlich beteiligt an der Programm-Gestaltung fĂŒr die Kasseler Musiktage, von 1985 bis 1997 fĂŒr jene der Salzburger Mozartwoche. Seit 1965 war er Mitglied des Zentralinstitutes fĂŒr Mozart-Forschung (heute: Akademie fĂŒr Mozart-Forschung) bei der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg, deren Kuratorium er von 1991 bis 1999 angehört hat.

Rehm starb am 6. April 2017 in Groß-Gerau bei Darmstadt.[1]

Ehrungen (Auswahl)

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Rehm war zudem Ehrenmitglied der meisten fachbezogenen Gesellschaften, fĂŒr die er in seiner aktiven Berufszeit tĂ€tig war.

Veröffentlichungen

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  • (seit 1989 in Auswahl; siehe aber bei Festschrift im Abschnitt Literatur)
  • Editionen im Rahmen der Neuen Mozart-Ausgabe (u. a. 1991 CosĂŹ fan tutte sowie 1998 NachtrĂ€ge. Band 3: Klaviermusik, beides mit Faye Ferguson), vor allem aber Kritische Berichte zu bereits frĂŒher vorgelegten NMA-BĂ€nden:
  • 1996 zu X/29: Werke zweifelhafter Echtheit. Band 2 (zusammen mit Franz Giegling)
  • 1998 zu V/18: Klavierkonzerte. Band 8
  • 1998 zu IX/25: Klaviersonaten. Band 1 und 2
  • 1999 zu II/5/9: Il re pastore (zusammen mit Pierluigi Petrobelli)
  • 2000 zu IX/27: KlavierstĂŒcke Band 1 und 2
  • 2003 zu II/5/17: Il dissoluto punito ossia il Don Giovanni
  • 2004 zu II/5/2: La finta semplice
  • Das Chansonwerk von Gilles Binchois. (Freiburg (Breisgau), Univ., Diss., 1952).
  • Die Neue Mozart-Ausgabe. Texte. Bilder. Chronik 1955–2007 (zusammen mit Dietrich Berke und unter Mitarbeit von Miriam Pfadt), Kassel etc. 2007
  • Mozarts Nachlass und die AndrĂ©s. Dokumente zur Vertheilung und Verlosung von 1854, Offenbach am Main 1999
  • Musikwissenschaftliche EinfĂŒhrung zur Faksimile-Ausgabe von Mozarts Autograph zum Don Giovanni KV 527, in: Mozarts Operas in Facsimile IV, The Packard Humanities Institute Los Altos/California 2009
  • Dietrich Berke und Harald Heckmann (Hrsg.): Festschrift Wolfgang Rehm zum 60. Geburtstag am 3. September 1989. Mit einer Bibliographie bis 1989. Kassel etc. 1989.
  • Artikel Rehm, Wolfgang. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite, neu bearbeitete Ausgabe, herausgegeben von Ludwig Finscher, Personenteil 13. Kassel etc. und Stuttgart-Weimar 2005, Spalten 1445–1446 (dort Auswahl-Bibliographie)

Einzelnachweise

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  1. ↑ Wolfgang Rehm – Biographische Informationen aus der WeGA. Archiviert vom Original am 30. November 2024; abgerufen am 2. Dezember 2025.