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Women20

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
W20-Logo zum G20-Gipfel in Hamburg 2017

Women20 (AbkĂŒrzung W20, deutsch „Frauen20“) ist – in Anlehnung an die „G20“ – „einer der jĂŒngsten G20-Dialogprozesse“ mit dem Hauptziel, Frauen wirtschaftlich zu stĂ€rken und Geschlechtergerechtigkeit ins Zentrum der G20 zu stellen.[1]

Das Hauptziel von W20 ist es nach eigener Aussage, „die wirtschaftliche StĂ€rkung von Frauen zu einem integralen Bestandteil der G20-Prozesse werden zu lassen“. „Die W20 schließt sich in einem breiten Dialog den weltweiten Erfahrungen von weiblich gefĂŒhrten zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie UnternehmerinnenverbĂ€nden an, um im Rahmen der G20-Verhandlungen starke Empfehlungen einzubringen.“[2]

Unter der deutschen PrÀsidentschaft der W20 wurden 2017 vier Schwerpunktthemen festgelegt:[2]

  • Inklusion auf dem Arbeitsmarkt: Steigerung der Erwerbsbeteiligung von Frauen sowie des Stellenwerts von traditionell von Frauen ausgefĂŒhrten TĂ€tigkeiten
  • Finanzielle Inklusion: Die Förderung von weiblichem Unternehmertum sowie Zugang zu Kapital fĂŒr Frauen
  • Digitale Inklusion: Überwindung der geschlechtsspezifischen Kluft im digitalen Bereich
  • StĂ€rkung der W20: Geschlechtergerechtigkeit und die wirtschaftliche StĂ€rkung von Frauen im Zentrum der G20-Prozesse

Im Rahmen der deutschen G20-PrÀsidentschaft 2017 bekamen der Deutsche Frauenrat und der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) von der Bundesregierung den Auftrag, den Dialogprozess Women20 zu organisieren.[3]

Im Oktober 2015 fand unter der tĂŒrkischen G20-PrĂ€sidentschaft ein erstes Arbeitstreffen der W20 in Antalya statt:[4] „Dort wurden Forderungen sowie Maßnahmen formuliert, mit denen die ökonomische Beteiligung von Frauen in den G20-Mitgliedstaaten vorangetrieben und ihre Wirtschaftskraft gestĂ€rkt werden sollen.“ Die Themen wurden von der nachfolgenden chinesischen G20-PrĂ€sidentschaft weiter aufgegriffen, hierfĂŒr wurde auf dem W20-Summit („W20-Gipfel“) 2016 ebenfalls eine AbschlusserklĂ€rung (W20-CommuniquĂ©) erstellt[3] und zum G20-Gipfel in Hangzhou 2016 an die G20 ĂŒbergeben.

Diskussion in Berlin 2017

Im Vorfeld des G20-Gipfels in Hamburg 2017 im Rahmen der deutschen G20-PrĂ€sidentschaft am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg fand als Abschluss des „W20-Dialogprozesses 2017“ ein weiterer W20-Gipfel am 25. und 26. April im Hotel InterContinental in Berlin statt.[5] Er stand unter dem Motto „VielfĂ€ltig, belastbar, zukunftsfĂ€hig – Stabilisierung von Wirtschaft und Gesellschaft – Durch die StĂ€rkung der Rolle der Frau“.[2] Der Deutsche Frauenrat und der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) wurden von der Bundesregierung beauftragt, diesen Dialogprozess zu organisieren; das Women Political Leaders Global Forum (WPL) („Globales Forum fĂŒhrender Politikerinnen“) nahm an dem Gipfel teil.[6]

Unter anderen Stephanie Bschorr, PrĂ€sidentin des VdU, Chrystia Freeland, kanadische Außenministerin, Christine Lagarde, geschĂ€ftsfĂŒhrende Direktorin des Internationalen WĂ€hrungsfonds (IWF), Königin MĂĄxima der Niederlande sowie auf Einladung von Angela Merkel Ivanka Trump, Tochter[7] und eine der Hauptberaterinnen des amtierenden US-PrĂ€sidenten Donald Trump waren unter den Teilnehmerinnen.[8] Eine Diskussionsrunde am 25. April wurde von Miriam Meckel moderiert.[9] Verschiedene im FrĂŒhjahr 2017 stattgefundene „Roundtables“ („Runde Tische“) haben Inhalte fĂŒr ein entsprechendes W20-CommuniquĂ© aufgearbeitet, welches der amtierenden G20-PrĂ€sidentin, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel ĂŒberreicht wird, parallel wird ein Netzwerk aus Vertreterinnen von FrauenverbĂ€nden und Unternehmerinnen der G20-Staaten aufgebaut.

Zum Abschluss des Gipfels wurde der Forderungskatalog an Merkel ĂŒberreicht: Neben dem „25 by 25“-Ziel (Steigerung der Frauen-BeschĂ€ftigungsquote um 25 Prozent bis 2025) verlangt das CommuniquĂ© auch mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr Frauen als Unternehmerinnen und eine systematische BerĂŒcksichtigung der Geschlechtergerechtigkeit in der G20-Politik.[10][11]

Anschließend wurde die Verantwortung auf die Vertreterinnen Argentiniens ĂŒbergeben, welches 2018 den Vorsitz der G20 ĂŒbernahm.[3]

Commons: W20 2017 – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ CommuniquĂ© Women20 Germany. (PDF) In: w20-germany.org. Women20, 26. April 2017, abgerufen am 19. Mai 2017.
  2. 1 2 3 Women20 Germany 2017. In: w20-germany.org. 23. April 2017, abgerufen am 8. Juli 2017.
  3. 1 2 3 Willkommen zur W20. In: w20-germany.org. Abgerufen am 4. Juni 2017.
  4. ↑ W20 Turkey. In: w20turkey.org. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 24. April 2017; abgerufen am 25. April 2017 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. ↑ W20 Summit 2017 – Berlin. In: w20-germany.org. Abgerufen am 23. Juni 2017.
  6. ↑ WPL at the Women20 Summit. In: womenpoliticalleaders.org. Abgerufen am 25. April 2017 (englisch).
  7. ↑ In Anlehnung an „First Lady“ auch „First Daughter“ genannt
  8. ↑ Women20-Gipfel in Berlin – „Überall verdienen Frauen weniger als MĂ€nner“ – Christina Boll im GesprĂ€ch mit Britta Fecke. In: deutschlandfunk.de. 23. April 2017, abgerufen am 8. Juli 2017.
  9. ↑ Alexander Smith: Ivanka Trump Grilled, Booed During Women20 Summit in Berlin („Ivanka Trump unter Druck, ausgebuht auf W20-Gipfel in Berlin“). In: nbcnews.com. 25. April 2017, abgerufen am 8. Juli 2017 (englisch).
  10. ↑ Frauengipfel: Forderungskatalog an Merkel. In: bnn.de. 26. April 2017, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 2. August 2017; abgerufen am 8. Juli 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  11. ↑ Katja Brösslin: Frauen auf der BĂŒhne der Weltwirtschaft. In: she-works.de. 27. MĂ€rz 2017, abgerufen am 8. Mai 2017.