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Hummel

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Singular Plural
Nominativ die Hummel die Hummeln
Genitiv der Hummel der Hummeln
Dativ der Hummel den Hummeln
Akkusativ die Hummel die Hummeln
[1] eine Hummel auf einem Blatt;
Aufnahme von Benutzer Roman Köhler am 13. Mai 2008
[1] Clip, in dem Hummeln (Bombus terrestris) in ihrem Nest mit der Königin zu sehen sind;
Aufnahme von Benutzer Stefan de Konink am 26. Februar 2012

Nebenformen:

[2] landschaftlich (Schlesien) historisch: Hummler[1]

Worttrennung:

Hum·mel, Plural: Hum·meln

Aussprache:

IPA: [ˈhʊml̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Hummel (Info)
Reime: -ʊml̩

Bedeutungen:

[1] Entomologie: Vertreter einer Gattung aus der Familie der Echte Bienen mit plumpem, rundlichem Körper und einem pelzigen, hÀufig bunten Haarkleid (Bombus)
[2] umgangssprachlich scherzhaft: weibliche Person (vor allem [kleines] MĂ€dchen), die ausgelassen, lebhaft, ungestĂŒm, voller Temperament beziehungsweise ĂŒbermĂŒtig ist

Herkunft:

[1] Das Wort geht ĂŒber die mittelhochdeutschen Formen hummel → gmh / humel → gmh m[2] und humbel → gmh m[3] auf die fĂŒr das 10. Jahrhundert bezeugte althochdeutsche Form humbal → goh m[4] zurĂŒck.[5][6] Vermutlich handelt es sich dabei um ein Onomatopoetikum nach dem summenden Ton des Insekts.[6][7]
Es lĂ€sst sich vergleichen mit den mittelniederdeutschen Formen homele → gml,[6] hummel → gml,[5] hummele → gml,[5] den mittelniederlĂ€ndischen Formen hommel → dum,[5][6] hƍmel → dum,[5][6] hummel → dum,[5] der mittelenglischen Form humbil → enm,[6] niederlĂ€ndischem hommel → nl[5] sowie schwedischem humla → no.[5][6] Zieht man russisches ŃˆĐŒĐ”Đ»ŃŒÂ (ĆĄmelÊč☆) → ru und (ablautend dazu) litauisches kamanė → lt, lettisches kamene → lv sowie altpreußisches camus → prg ‚Hummel‘ heran, so kann eine indoeuropĂ€ische Wurzel *kem- ‚summen‘ vorausgesetzt werden.[5][7]
[2] Die umgangssprachliche BedeutungsĂŒbertragung ist seit dem 19. Jahrhundert bezeugt.[8]

Synonyme:

[1] umgangssprachlich: Brummer[9]
[1] ostmitteldeutsch: Brumme, Brummse

Sinnverwandte Wörter:

[2] salopp: veraltend: Biene
[2] Wildfang
[2] landschaftlich: Brumme,[10] Range
[2] veraltend, zumeist scherzhaft: Wirbelwind

Oberbegriffe:

[1] Insekt, HautflĂŒgler
[1] Biene, Stechimme, Wehrimme

Unterbegriffe:

[1] Ackerhummel (Bombus pascuorum), Alpenhummel (Bombus alpinus), Armeniacushummel (Bombus armeniacus), Baltische Hummel (Bombus semenoviellus), Baumhummel (Bombus hypnorum), Berghummel (Bombus mesomelas), Berglandhummel (Bombus lapponicus, Syn.: Bombus monticola), Bergwaldhummel (Bombus wurflenii), Cullumanushummel (Bombus cullumanus), Deichhummel (Bombus distinguendus), Dufthummel / Fragranshummel (Bombus fragrans), Eisenhuthummel (Bombus gerstaeckeri), Erdbauhummel (Bombus subterraneus), Erdhummel, Feldhummel (Bombus ruderatus), Gartenhummel (Bombus hortorum), Glockenblumen-Hummel (Bombus soroeensis), Grashummel (Bombus ruderarius), Grauweiße Hummel (Bombus mucidus), Heidehummel (Bombus jonellus), Höhenhummel (Bombus sicheli), Laesushummel (Bombus laesus), Mooshummel (Bombus muscorum), Obsthummel (Bombus pomorum), PyrenĂ€enhummel (Bombus pyrenaeus), Samthummel (Bombus confusus), Sandhummel (Bombus veteranus, Syn.: Bombus equestris), Steinhummel (Bombus lapidarius), Taigahummel (Bombus sporadicus), Tonerdhummel (Bombus argillaceus), Trughummel (Bombus mendax), Ungarische Hummel (Bombus haematurus), VerĂ€nderliche Hummel (Bombus humilis), Waldhummel (Bombus sylvarum), Wiesenhummel (Bombus pratorum)
siehe auch Liste der Hummelarten in der Wikipedia

Beispiele:

[1] Die Hummel ist weltweit verbreitet, außer in Afrika sĂŒdlich der Sahara und in Australien.
[1] „WĂ€hrend am Rande der Arktis gewisse Hummeln zum solitĂ€ren Dasein zurĂŒckgekehrt sind, da ihnen dort nur wenige Sommerwochen zur VerfĂŒgung stehen, bilden manche Hummeln und Wespen der Tropen volkreiche Kolonien, die viele Jahre ĂŒberdauern und sich wie unsere Honigbienen durch ausgesandte SchwĂ€rme vermehren.“[11]
[1] „Hummeln kosteten von blauen Anemonen und gaben ein Baßkonzert, Spatzen neckten sich in der Krone des Olivenbaumes, irgendwo im Dorf bellte ein Hund.“[12]
[1] „Hummeln brummten, Libellen schwebten ums Regenfaß, Blumenduft zog ins Haus.“[13]
[1] „Dann flog eine Hummel in den Hochstand, die so groß war, daß sie auch eine Hornisse sein konnte.“[14]
[1] „Eine Hummel ist durch das gekippte Fenster geflogen und kĂ€mpft zornig gegen die Glasscheibe an; ein duftender Jasminzweig in der Vase wird sie angelockt haben.“[15]
[2] „Nun bin ich der Barbara im Ernƿte gram. Das iƿt eine kleine ungezogene Hummel !“[16]
[2] „Wie er Ćżich der blonden SchoÍ€nheit Ćżo genau erinnern und Ćżie mit der Tochter des liederlichen Pachters, einer wilden Hummel von BruÍ€nette, verwechĆżeln kann, die Nachodine hieß, und die, wer weiß wohin gerathen iĆżt, das bleibt mir voÍ€llig unbegreiflich und intriguirt mich ganz beĆżonders.“[17]
[2] „Ja die Predigerstöchter ĆżtĂŒrzten mit Euch nach der Schenke, das Ćżind gute MĂ€dchen, aber wilde Hummeln.“[18]
[2] „Und da iƿt mir dieƿe Hummel Helene ƿchon begreiflich, das arme Ding!“[19]
[2] „Großmutter [
]. Sie stammt aus Groß Partwitz, die kleine Hummel, dĂŒrfen wir nicht vergessen, und der Großvater, der lange Laban, stammt aus Klein Partwitz.“[20]

Redewendungen:

umgangssprachlich: Hummeln haben[21]
salopp: Hummeln im Arsch haben[21]
salopp: Hummeln im Hintern haben, Hummeln unter dem Hintern haben[21]
umgangssprachlich: Hummeln in der Hose haben[21]
umgangssprachlich veraltet: Hummeln im Kopf haben[22]
salopp: Hummeln im Loch haben[21]
umgangssprachlich: Hummeln in der Perlonhose haben[21]
umgangssprachlich: Hummeln kriegen[21]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] eine dicke, braune, schwarze Hummel
[1] eine Hummel brummt, summt, fliegt, krabbelt
[1] eine Hummel besucht die Blumen, sammelt BlĂŒtenstaub
[2] wilde Hummel

Wortbildungen:

Adjektiv: hummeltoll, hummelwitzig
Substantive: Hummelart, Hummelbau, Hummelbiene, Hummelblume, HummelfÀnger, Hummelfliege, Hummelhirn, Hummellied, Hummelmilbe, Hummelmotte, Hummelvogel
Verb: hummeln

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1] Wikipedia-Artikel „Hummeln“
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Hummel“
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Hummel“
[1] The Free Dictionary „Hummel“
[1] Duden online „Hummel“
[1] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Hummel“ auf wissen.de
[1] wissen.de – Lexikon „Hummeln“
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Hummel“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Hummel“
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 BĂ€nde in 32 TeilbĂ€nden. Leipzig 1854–1961 „Hummel“
[2] Heinz KĂŒpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »Hummel«, Nummer 8.
[1, 2] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 9.[, vollstĂ€ndig ĂŒberarbeitete und erweiterte] Auflage. Dudenverlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-411-05509-8, Stichwort »ÂčHummel«, Seite 909.

Quellen:

  1. ↑ Walter Mitzka: Schlesisches Wörterbuch. Band Ⅰ[:] A–H, Walter de Gruyter & Co., Berlin 1963, Seite 572 (Zitiert nach Google Books).
  2. ↑ Lexer: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch „hummel“
  3. ↑ Lexer: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch „humbel“
  4. ↑ Althochdeutsches Wörterbuch: „humbal“
  5. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort „Hummel“
  6. 1 2 3 4 5 6 7 Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, DNB 1012311937, Stichwort »Hummel«, Seite 429–430.
  7. 1 2 Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf BĂ€nden. 6., vollstĂ€ndig ĂŒberarbeitete und erweiterte Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-411-04076-6, Stichwort »Hummel«, Seite 380.
  8. ↑ Heinz KĂŒpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »Hummel«, Nummer 8.
  9. ↑ Heinz KĂŒpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »Brummer«, Nummer 1.
  10. ↑ Heinz KĂŒpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »Brumme«, Nummer 2.
  11. ↑ Gert von Natzmer: Tierstaaten und Tiergesellschaften. Von Herden und Familien, von sozialer Ordnung im Tierreich und ihrer höchsten Steigerung in den Insektenstaaten. Safari-Verlag, Berlin 1967, Seite 255 (Zitiert nach Google Books).
  12. ↑ Kerstin Jentzsch: Seit die Götter ratlos sind. Roman. 1. Auflage. Das Neue Berlin, Berlin 1994, ISBN 3-359-00728-X, Seite 218 (Zitiert nach Google Books)
  13. ↑ Jan Koneffke: Paul Schatz im Uhrenkasten. 1. Auflage. DuMont Buchverlag, Köln 2000, ISBN 3-7701-5219-0, Seite 77.
  14. ↑ Gerhard Henschel: Kindheitsroman. Hoffmann und Campe, Hamburg 2004, ISBN 3-455-03171-4, Seite 66.
  15. ↑ Ingrid Noll: Ladylike. Roman. Diogenes, ZĂŒrich 2006, ISBN 978-3-257-06509-1, Seite 23.
  16. ↑ Gottlieb Wilhelm Rabener: [Brief vom 4. JĂ€nner 1758]. In: E. F. Weiße (Herausgeber): Gottl. Wilh. Rabeners freundĆżchaftliche Briefe. [V]on ihm ĆżelbĆżt geĆżammlet und nach Ćżeinem Tode, nebĆżt einer Nachricht von Ćżeinem Leben und Schriften. In der HeilmanniĆżchen Buchhandlung, Biel Ⅿ ⅼ ⅭⅭ â…Źâ…©â…« [1772], Seite 54 (Zitiert nach Google Books).
  17. ↑ Johann Wolfgang von Goethe: Wilhelm MeiĆżters Wanderjahre oder die EntĆżagenden. ErĆżtes Buch. In: Goethe’s Werke. VollĆżtaÍ€ndige Ausgabe letzter Hand. EinundzwanzigĆżter Band, in der J. G. Cotta’ƿchen Buchhandlung, Stuttgart und TuÍ€bingen 1830, Seite 111–112 (Zitiert nach Google Books)
  18. ↑ W[illibald]. Alexis (W. HĂ€ring): Ruhe iĆżt die erĆżte BĂŒrgerpflicht oder Vor fĂŒnfzig Jahren. VaterlĂ€ndiĆżcher Roman. 1. Auflage. ErĆżter Band, Verlag von Carl Barthol, Berlin 1852, Seite 157–158 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv).
  19. ↑ Emil Strauß: Freund Hein. Eine LebensgeĆżchichte. ZwoÍ€lfte Auflage. S. FiĆżcher, Verlag, Berlin 1905, Seite 90 (Zitiert nach Internet Archive; Erstauflage 1902).
  20. ↑ Erwin Strittmatter: Der Laden. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1983, Seite 91.
  21. 1 2 3 4 5 6 7 Alle nach Heinz KĂŒpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »Hummel«, Nummern 13–19.
  22. ↑ Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 BĂ€nde in 32 TeilbĂ€nden. Leipzig 1854–1961 „Hummel“
  23. ↑ Dr. Friedrich Lorentz: Slovinzisches Wörterbuch. Erster Teil. A—ŃČ, Đ˜Đ·ĐŽĐ°ĐœŃ–Đ” ĐžŃ‚ĐŽŃŁĐ»Đ”ĐœŃ–Ń РуссĐșĐ°ĐłĐŸ ĐŻĐ·Ń‹Đșа Đž ĐĄĐ»ĐŸĐČĐ”ŃĐœĐŸŃŃ‚Đž Đ˜ĐŒĐżĐ”Ń€Đ°Ń‚ĐŸŃ€ŃĐșĐŸĐč АĐșĐ°ĐŽĐ”ĐŒŃ–Ń НауĐșъ/Buchdruckerei der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, St. Petersburg 1908 (Digitalisat), Seite 79.
  24. ↑ ClĂ©o Vilson Altenhofen: HunsrĂŒckisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen DialektvarietĂ€t im Kontakt mit dem Portugiesischen. Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06776-0, DNB 946457603, Seite 230, 277.
  25. ↑ ClĂ©o Vilson Altenhofen: HunsrĂŒckisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen DialektvarietĂ€t im Kontakt mit dem Portugiesischen. Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06776-0, DNB 946457603, Seite 226.
  26. ↑ ClĂ©o Vilson Altenhofen: HunsrĂŒckisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen DialektvarietĂ€t im Kontakt mit dem Portugiesischen. Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06776-0, DNB 946457603, Seite 230, 277.
  27. ↑ ClĂ©o Vilson Altenhofen: HunsrĂŒckisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen DialektvarietĂ€t im Kontakt mit dem Portugiesischen. Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06776-0, DNB 946457603, Seite 226.

Substantiv, f, Saiteninstrument

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Singular Plural
Nominativ die Hummel die Hummeln
Genitiv der Hummel der Hummeln
Dativ der Hummel den Hummeln
Akkusativ die Hummel die Hummeln
[1] eine schwedische Hummel;
Aufnahme von Corfitz am 16. Juni 2005

Nebenformen:

Hommel

Worttrennung:

Hum·mel, Plural: Hum·meln

Aussprache:

IPA: [ˈhʊml̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Hummel (Info)
Reime: -ʊml̩

Bedeutungen:

[1] Musik: zu den Bordunzithern gehörendes Zupfinstrument

Herkunft:

Der lautmalerische Name ist möglicherweise vom niederlĂ€ndischen hommelen → nl ‚summen, surren‘ abgeleitet.[1]

Synonyme:

[1] Scheitholt, Scheitholz
[1] SĂŒddeutschland: Raffele, Scherrzither
[1] Schweiz: Hexenscheit

Oberbegriffe:

[1] Saiteninstrument, Zupfinstrument

Beispiele:

[1] „[
], Ćżo rief er Ćżeine Magd herein, und duettirte mit ihr die ĆżchoÍ€ne Aria: Komm mit mir in gruÍ€ne Schatten, komm geliebte Sylvia ⁊c, wobey von Ćżeiner Seite der FluÍ€gel redlich dran mußte, und die KuÍ€chennymphe auf der Hummel akkompagnirte.“[2]
[1] „Der Göttinger Wolfgang Beisert ist einer der wenigen Musiker, die auf der Hummel spielen. Die Hummel sei ein Musikinstrument, das seinen Namen den tief klingenden Begleitsaiten außerhalb des Griffbretts verdankt. Diese ‚brummen beim Spiel auf dem Instrument immer mit – so wie ein Summen und Brummen der Hummeln im Flug‘, beschreibt Ulrich, der Zupfinstrumente baut und restauriert und dank seiner Recherchen als Spezialist fĂŒr Hummel-Instrumente gilt. [
] Die Hummel sei ein VorlĂ€ufer der Konzertzither und werde immer auf dem Tisch liegend gespielt.“[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] auf einer Hummel spielen

Übersetzungen

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[1] Wikipedia-Artikel „Hummel (Instrument)“
[1] Wilfried Ulrich: Die Hummel. Geschichte eines Volksmusik-Instrumentes. Museumsdorf Cloppenburg, 2011, ISBN 978-3-938061-23-7.
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 BĂ€nde in 32 TeilbĂ€nden. Leipzig 1854–1961 „Hummel“

Quellen:

  1. ↑ Wikipedia-Artikel „Hummel (Instrument)“ (Stabilversion)
  2. ↑ Johann Gottwerth MĂŒller: Siegfried von Lindenberg. Erster Theil. Zweyte rechtmaÍ€ĂŸige und durchgehends geaÍ€nderte Ausgabe, bey Carl Friedrich Schneider, Leipzig 1781, Seite 211 (Zitiert nach Google Books; Erstausgabe 1779).
  3. ↑ Britta Eichner-Ramm: Ein anarchisches Instrument. In: Göttinger Tageblatt. 16. Januar 2016, Seite 18.

Substantiv, m, Zuchtstier

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Singular Plural 1Plural 2
Nominativ der Hummel die Hummeldie HĂŒmmel
Genitiv des Hummels der Hummelder HĂŒmmel
Dativ dem Hummel den Hummelnden HĂŒmmeln
Akkusativ den Hummel die Hummeldie HĂŒmmel

Anmerkung:

Im SchwÀbischen ist neben der ersten auch die zweite Pluralform gebrÀuchlich.[1]

Worttrennung:

Hum·mel, Plural 1: Hum·mel, Plural 2: HĂŒm·mel

Aussprache:

IPA: [ˈhʊml̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Hummel (Info)
Reime: -ʊml̩

Bedeutungen:

[1] badisch, pfĂ€lzisch, schwĂ€bisch, sĂŒdhessisch: Stier, der zur Zucht verwendet wird

Herkunft:

Das Wort bezieht sich entweder auf das Brummen und BrĂŒllen des Tieres (vergleiche Brummochs, BrĂŒllochs)[2] oder auf Hummel, einer Ă€lteren Bezeichnung fĂŒr eine kleinwĂŒchsige, hörnerlose Rinderrasse, die im ganzen deutschsprachigen Raum verbreitet war.[3] So erwĂ€hnt Tacitus in seiner ethnografischen Schrift »Germania« bereits:
„[
], pecorum fecunda, sed plerumque improcera. ne armentis quidem suus honor aut gloria frontis: [
]“[4] —  „[
], an Vieh reich, aber meistens kleinwĂŒchsig. Selbst den Rindern mangelt ihre eigentĂŒmliche Auszeichnung und der Schmuck ihrer Stirn; [
]“[4]
Das Wort ließe sich in diesem Fall vergleichen mit Hummelbock ‚Bock, Widder ohne Hörner‘,[5] dem mundartlichen, in Nordengland und Schottland gebrĂ€uchlichen englischen hummel → en ‚(von Hirschen und Rindern) geweihlos, hörnerlos‘ sowie ‚Hirsch, der aufgrund von UnterernĂ€hrung im Jungtieralter kein Geweih ausgebildet hat‘, polnischem gomóƂa → pl ‚Hirsch nach dem Abwerfen des Geweihs‘[6] und litauischem gumulis → lt ‚hörnerlos‘.[7]

Synonyme:

[1] Bulle, Fasel, Farren, HĂ€ge, HĂ€gel, Hagen, Muni, Zuchtstier

Oberbegriffe:

[1] Zuchttier, Zuchtvieh

Beispiele:

[1] „Und die Lumpen, die sind frĂŒher, als sie noch auf der Weide waren, aufeinander los und haben geboxt, und da hat sich die Natur geschĂŒtzt und hat dem Hummel, also dem mĂ€nnlichen Tier, eine stĂ€rkere Bauchhaut wachsen lassen.“[8]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] die Kuh zum Hummel fĂŒhren

Übersetzungen

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[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 BĂ€nde in 32 TeilbĂ€nden. Leipzig 1854–1961 „Hummel“
[1] Hermann Fischer, Wilhelm Pfleiderer: SchwĂ€bisches Wörterbuch. In 6 BĂ€nden. Laupp, TĂŒbingen 1904–1936, DNB 560474512, Band 3, Stichwort »Hummel Ⅰ«, Spalte 1866.
[1] Ernst Ochs (BegrĂŒnder), weitergefĂŒhrt von Karl Friedrich MĂŒller, Gerhard W. Baur, Rudolf Post und Tobias Streck: Badisches Wörterbuch. Band 2: F/V, G, H, Verlag von Moritz Schauenburg, Lahr (Schwarzwald) 1942–1974, DNB 901300314, Spalte 789.
[1] Ernst Christmann (BegrĂŒnder), fortgefĂŒhrt von Julius KrĂ€mer, bearbeitet von Rudolf Post; unter Mitarbeit von Josef Schwing und Sigrid Bingenheimer: PfĂ€lzisches Wörterbuch. 6 BĂ€nde und ein Beiheft. Stuttgart 1965–1998, Stichwort „HummelÂČ“.
[1] Friedrich Maurer (BegrĂŒnder), nach den Vorarbeiten von Friedrich Maurer, Friedrich Stroh und Rudolf Mulch bearbeitet von Rudlof Mulch und Roland Mulch; Hessische Historische Kommission, Darmstadt (Herausgeber): SĂŒdhessisches Wörterbuch. Band ⅱ: H—ksch, N. G. Elwert Verlag, Marburg 1973–1977, ISBN 3-7708-0388-4 (Gesamtwerk), DNB 770343333 (Digitalisat des LAGIS), Stichwort »Hummel Ⅵ«, Spalte 779.

Quellen:

  1. ↑ Hermann Fischer, Wilhelm Pfleiderer: SchwĂ€bisches Wörterbuch. In 6 BĂ€nden. Laupp, TĂŒbingen 1904–1936, DNB 560474512, Band 3, Stichwort »Hummel Ⅰ«, Spalte 1866.
  2. ↑ D.: Hummel. In: G. Karl Frommann (Herausgeber): Die deutschen Mundarten. Vierteljahrsschrift fĂŒr Dichtung, Forschung und Kritik. Sechster Jahrgang, Verlag der C. H. Beck’schen Buchhandlung, Nördlingen 1859, Seite 81–82 (Zitiert nach Google Books).
  3. ↑ Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 BĂ€nde in 32 TeilbĂ€nden. Leipzig 1854–1961 „Hummel“
  4. 1 2 Publius Cornelius Tacitus: DE ORIGINE ET SITU GERMANORUM LIBER. In: www.gottwein.de. Egon Gottwein, 12. MÀrz 2021, abgerufen am 17. Juni 2021.
  5. ↑ Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 BĂ€nde in 32 TeilbĂ€nden. Leipzig 1854–1961 „Hummelbock“
  6. ↑ SƂownik Języka Polskiego – PWN: „gomóƂa“
  7. ↑ LietuviĆł kalbos ĆŸodynas (BĂ€nde I–XX, 1941–2002) (elektroninis variantas): „103850000“
  8. ↑ Frieder Stöckle: Altes Handwerk im 20. Jahrhundert. Dörfliche Arbeits- und Lebenswelten in Nord-WĂŒrttemberg ; Dokumentation, Rekonstruktion, Didaktik. 7. Auflage. 1. Band: Darstellung, Silberburg-Verlag, TĂŒbingen/Stuttgart 1999, ISBN 3-87407-173-1, Seite 397 (Zitiert nach Google Books; Erstausgabe 1993).

Substantiv, f, Malztenne

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Singular Plural
Nominativ die Hummel die Hummeln
Genitiv der Hummel der Hummeln
Dativ der Hummel den Hummeln
Akkusativ die Hummel die Hummeln

Worttrennung:

Hum·mel, Plural: Hum·meln

Aussprache:

IPA: [ˈhʊml̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Hummel (Info)
Reime: -ʊml̩

Bedeutungen:

[1] regional (Obersachsen, Schlesien) historisch: flacher Boden in einer MĂ€lzerei, auf dem das GrĂŒnmalz in sogenannten Haufen ausgebreitet wird
[2] regional (Schlesien) historisch: Ort innerhalb eines Bauernhofs, an dem Kartoffeln und RĂŒben aufbewahrt werden

Herkunft:

Es handelt sich wohl um eine Entlehnung aus einer slawischen Sprache.[1] Vergleichen lassen sich tschechisches humno → cs[2] ‚leerer Platz; (Scheune, Schuppen und Feimen umschließender) Scheunenplatz; Scheune; Dreschtenne; Malztenne‘, niedersorbisches gumno → dsb ‚(traditionell hinter der Scheune befindlicher) Garten, dessen FlĂ€che (teils) mit Gras bewachsen ist, worauf ObstbĂ€ume stehen oder(/und teils) dem Anbau von GemĂŒse beziehungsweise allgemein dem Feldbau dient; (um Bad Muskau) Tenne‘, obersorbisches huno → hsb ‚der freie Platz zwischen der Scheune, wo diese wegen Feuersgefahr weiter zurĂŒck gebaut ist, und zwischen den ĂŒbrigen GebĂ€uden (gewöhnlich umzĂ€unt, damit das Vieh nicht in die GrasgĂ€rten komme); Scheuntenne; Tenne‘[3] sowie polnisches gumno → pl ‚(Scheune, Schuppen und Feimen umschließender) Scheunenplatz, Hof; Scheune; Tenne‘, slowenisches gumno → sl ‚festgestampfter Boden, Tenne, Dreschtenne‘,[4] serbokroatisches ĐłŃƒĐŒĐœĐŸÂ (gumno☆) → sh ‚Dreschtenne‘[5] sowie russisches ĐłŃƒĐŒĐœĐŸÂ (gumno☆) → ru ‚Tenne, Dreschboden; Scheune; Estrich‘[6].[1]

Synonyme:

[1] Haufentenne, Malzraum, Malztenne, Wachse, Wachsdiele, Wachskeller, Wachstenne
[2] Kartoffelkeller; RĂŒbenkeller

Oberbegriffe:

[1] Boden, Tenne
[2] Aufbewahrungsort

Beispiele:

[1] Nach ein paar Tagen in der Hummel hat der Malz gekeimt.
[2]

Übersetzungen

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[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 BĂ€nde in 32 TeilbĂ€nden. Leipzig 1854–1961 „Hummel“
[1] Heinrich Hoffmann von Fallersleben: BeitrĂ€ge zu einem schlesischen Wörterbuche. In: G. Karl Frommann (Herausgeber): Die deutschen Mundarten. Eine Monatsschrift fĂŒr Dichtung, Forschung und Kritik. Vierter Jahrgang, v. Ebner’sche Buchhandlung, NĂŒrnberg 1857, Stichwort »Hummel«, Seite 172 (Google Books).
[1, 2] Walter Mitzka: Schlesisches Wörterbuch. Band Ⅰ[:] A–H, Walter de Gruyter & Co., Berlin 1963, Stichwort »HummelÂČ«, Seite 572 (Google Books).

Quellen:

  1. 1 2 Prof. Schmidt-Göbel: Hummel = Malztenne. In: G. Karl Frommann (Herausgeber): Die deutschen Mundarten. Vierteljahrsschrift fĂŒr Dichtung, Forschung und Kritik. Sechster Jahrgang, Verlag der C. H. Beck’schen Buchhandlung, Nördlingen 1859, Seite 368–369 (Zitiert nach Google Books).
  2. ↑ Bohuslav HavrĂĄnek (Herausgeber): SlovnĂ­k spisovnĂ©ho jazyka českĂ©ho. Prag 1960–1971: „humno“
  3. ↑ Kƙesćan Bohuwĕr Pful: ƁuĆŸiski Serbski SƂownik. BudyĆĄin 1866, Stichwort »huno« (Surface-Link).
    Jurij Kral: Serbsko-nĕmski sƂownik hornjoƂuĆŸiskeje rĕče. Po nakƂadĆșe Maćicy Serbskej, Donnerhakec ćiơćeƕnja, BudyĆĄin 1927, Stichwort »huno« (Surface-Link).
    Wito Bejmak: Obersorbisch-Deutsches Wörterbuch: „huno“
  4. ↑ Fran – Slovarji Inơtituta za slovenski jezik Frana Ramovơa ZRC SAZU: „gumno“
  5. ↑ Đ Đ”Ń‡ĐœĐžĐș српсĐșĐŸŃ…Ń€ĐČатсĐșĐŸĐł ĐșњОжДĐČĐœĐŸĐł Đž ĐœĐ°Ń€ĐŸĐŽĐœĐŸĐł јДзОĐșа. Књога ⅱ[:] Đ±Ń€Đ°Đ·ĐœŃƒŃ‚Đž – ĐłŃƒŃˆŃ‡ŃƒŃ€ĐžĐœĐ°, Đ˜ĐœŃŃ‚ĐžŃ‚ŃƒŃ‚ за српсĐșĐŸŃ…Ń€ĐČатсĐșĐž јДзОĐș, Đ‘Đ”ĐŸĐłŃ€Đ°ĐŽ 1965, Seite 753 (Zitiert nach Google Books).
    Hrvatski jezični portal: „gumno“
  6. ↑ RUW – Das Russisch-Deutsche Universalwörterbuch (Online-Version) „Hummel“
Singular m Singular f Plural 1 Plural 2
Nominativ der Hummel
(Hummel)
die Hummel
(Hummel)
die Hummels die Hummel
Genitiv des Hummel
des Hummels
Hummels
der Hummel
(Hummel)
der Hummels der Hummel
Dativ dem Hummel
(Hummel)
der Hummel
(Hummel)
den Hummels den Hummel
Akkusativ den Hummel
(Hummel)
die Hummel
(Hummel)
die Hummels die Hummel
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen

Anmerkung:

Der mĂŒndliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in sĂŒddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
FĂŒr den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Hummel“ – fĂŒr mĂ€nnliche Einzelpersonen, die „Hummel“ im Singular – fĂŒr weibliche Einzelpersonen; ein oder eine „Hummel“ fĂŒr einen Angehörigen oder eine Angehörige aus der Familie „Hummel“ oder der Gruppe der NamentrĂ€ger. Die im Plural gilt fĂŒr die Familie oder alle NamentrĂ€ger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Worttrennung:

Hum·mel, Plural: Hum·mels

Aussprache:

IPA: [ˈhʊml̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Hummel (Info)
Reime: -ʊml̩

Bedeutungen:

[1] deutscher, österreichischer und Schweizer Familienname

Herkunft:

Der Name samt seiner zahlreichen Varianten kann zum einen auf die mittelhochdeutschen Wörter humbel → gmh und hummel → gmh beziehungsweise auf die mittelniederdeutschen homele → gml und hummel → gml zurĂŒckgehen, die alle ‚Hummel‘ bedeuten, sodass die Bedeutung des Namens als Bezeichnung eines ‚brummigen, aufgeregten Menschen‘ interpretiert werden kann.[1] Das hohe Vorkommen der Namensform Hummel im schwĂ€bischen Sprachraum könnte auch auf mundartliches Hummel ‚Zuchtstier‘ verweisen,[1] sodass die Bedeutung des Namens als Bezeichnung fĂŒr einen ‚wilden, ungebĂ€rdigen Menschen‘ interpretiert werden kann.[2] Zudem besteht (sowohl fĂŒr den Namenstyp auf -u- als auch auf -o-) die Möglichkeit, dass es sich um Patronyme mit -l-Diminutivsuffix aus der Rufnamen-Kurzform Hummo zu Namensformen wie Hunibald (Humbold), Hugimar und Ă€hnlichen sowie zum lateinischen Rufnamen Homilus → la handeln könnte.[1] Das Vorkommen im westdeutschen Sprachraum könnte auch auf WohnstĂ€ttennamen zum ‚hohen Mal‘ (Grenzmal) verweisen.[1] Im ostdeutschen Sprachraum (vor allem fĂŒr den Namenstyp auf -o-) könnte dem Namen außerdem obersorbisches homola → hsb ‚Erhöhung, HĂŒgel, Kaupe, Kegel, Kuppe, Klumpen‘[3] oder tschechisches homole → cs ‚Kegel‘ zugrundeliegen.[1] FĂŒr den Namenstyp auf -u- kommen außerdem Herkunftsnamen zu gleich lautenden Siedlungsnamen vor allem im ehemaligen Schlesien in Frage.[1]

Namensvarianten:

[1] Homel, Hommel, Hommell, Hommels, Humel, Humele, Huml, Humler, Hummeler, Hummell, Hummels, Hummelt, Humml, Hummler

Bekannte NamenstrĂ€ger: (Links fĂŒhren zu Wikipedia)

[1] Annemarie Hummel, Bertold Hummel, Eleonora Hummel, Franz Hummel, Kreszentia Hummel, Lore Hummel, Willy Hummel

Beispiele:

[1] „Der Ulmer Intendant Pavel Fieber wurde mit Drohbriefen eingedeckt: ‚Fahren Sie und der Herr Hummel zur Hölle‘, schrieb ein Schwabe voll christlicher NĂ€chstenliebe, ‚oder bekommen Sie die Syphilis.‘“[4]
[1] „Frau Hummel erzĂ€hlte, wie sie sich in Land und Leute verliebt hat: Sie hatte sechs Wochen mit ihrer Familie im Camper Kanada erfahren.“[5]
[1] „Noch am selben Tag durften Paul und Rosalie den Stand auf dem Großmarkt und das Wohnhaus der Hummels in Sendling ansehen.“[6]

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1] Wikipedia-Artikel „Hummel (Familienname)“
[1] „Hummel“ bei Geogen Deutschland 3.2 Online. Bei Geogen Deutschland v4: „Hummel“
[1] Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands (DFD): „Hummel“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Hummel“

Quellen:

  1. 1 2 3 4 5 6 Christian Bochenek, Kathrin DrĂ€ger; Konrad Kunze, Damaris NĂŒbling (Herausgeber): Deutscher Familiennamenatlas. Band 1: Graphematik, Phonologie der Familiennamen Ⅰ: Vokalismus, Walter de Gruyter, Berlin/New York © 2009, ISBN 978-3-11-018625-3, Seite 210–211 (Zitiert nach Google Books).
  2. ↑ Fritz Berger, Otto R. Etter: Die Familiennamen der Reichsstadt Eßlingen im Mittelalter. Kohlhammer, Stuttgart 1961, Seite 220 (Zitiert nach Google Books).
  3. ↑ Kƙesćan Bohuwĕr Pful: ƁuĆŸiski Serbski SƂownik. BudyĆĄin 1866, Stichwort »homola« (Surface-Link).
    Jurij Kral: Serbsko-nĕmski sƂownik hornjoƂuĆŸiskeje rĕče. Po nakƂadĆșe Maćicy Serbskej, Donnerhakec ćiơćeƕnja, BudyĆĄin 1927, Stichwort »homola« (Surface-Link).
  4. ↑ Hummel und Hölle. In: DER SPIEGEL. Nummer 23, 31. Mai 1987, ISSN 0038-7452, Seite 226.
  5. ↑ Vom ewigen Eis ins blĂŒhende Land. In: SĂŒddeutsche Zeitung. 31. Januar 1992, ISSN 0174-4917 (Beilage).
  6. ↑ Lilli Beck: Wie der Wind und das Meer. Roman. Blanvalet in der Penguin Random House Verlagsgruppe, MĂŒnchen 2017, ISBN 978-3-641-18916-7 (E-Book; zitiert nach Google Books).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Ă€hnlich geschrieben und/oder ausgesprochen:
Levenshtein-Abstand von 1: Hammel, Himmel, Hommel, HĂŒmmel, Hummer