Bardonnex
| Bardonnex | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | keine Bezirkseinteilung |
| BFS-Nr.: | 6605 |
| Postleitzahl: | 1257 |
| UN/LOCODE: | CH LCR (La Croix-de-Rozon) |
| Koordinaten: | 496578 / 111833 |
| Höhe: | 470 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 414–502 m ü. M.[1] |
| Fläche: | 5,00 km²[2] |
| Einwohner: | 2528 (1. Januar 2026)[3] |
| Einwohnerdichte: | 506 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 25,6 % (1. Januar 2026)[4] |
| Website: | www.bardonnex.ch |
Bardonnex, Luftbild | |
| Lage der Gemeinde | |
Bardonnex [] ist eine politische Gemeinde des Kantons Genf in der Schweiz.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bardonnex befindet sich im Süden des Kantons Genf, entlang der französisch-schweizerischen Grenze. Die Gemeinde grenzt an Perly-Certoux, Plan-les-Ouates und Troinex.
Das Gemeindegebiet umfasst zu einem grossen Teil (73,2 %) landwirtschaftliche Flächen, weitere 3,4 % sind Waldflächen. Wohn- und Infrastrukturflächen machen 23,5 % der Gesamtfläche aus. Bardonnex ist eine ländliche Gemeinde, in der der Ackerbau auf der Hochebene dem Weinbau am Südhang weicht.
Zur Gemeinde gehören die Dörfer und Weiler Bardonnex, Charrot, Croix-de-Rozon, Compesières, Landecy, La Mure und Cugny.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1153 wurde das schon zu Römerzeiten besiedelte Bardonnex als Bardonacum erwähnt. Von 1536 bis 1567 war Bardonnex unter Berner Herrschaft, ehe es zum Herzogtum Savoyen gelangte. 1754 ging es mit dem Vertrag von Turin an das Königreich Sardinien über. 1816 gelangte Bardonnex als Gemeinde Compesières schliesslich an den Kanton Genf und wurde 1851 eigenständig, als Compesières in die Gemeinden Bardonnex und Plan-les-Ouates aufgeteilt wurde.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bevölkerungsentwicklung | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1860 | 1900 | 1950 | 1990 | 2000 | 2010 | 2012 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 |
| Einwohner | 666 | 708 | 747 | 1704 | 2094 | 2195 | 2220 | 2241 | 2260 | 2244 | 2226 |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Legislative – Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die gesetzgeberische Gewalt wird durch den Munizipalrat (Conseil municipal) wahrgenommen. Er zählt 13 Sitze und wird alle fünf Jahre direkt vom Volk im Proporzwahlverfahren mit einer 7-Prozent-Hürde gewählt. Der Munizipalrat bestimmt das Budget und stimmt über Vorlagen der Regierung (Conseil administratif) ab. Ausserdem kann er selber Vorstösse lancieren. Die oben stehende Grafik zeigt die Sitzverteilung nach den letzten Gemeindewahlen vom März 2025.[5]
Exekutive
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Exekutive von Bardonnex besteht aus drei Mitgliedern und ist wie folgt aufgestellt:
- Béatrice Guex-Crosier (Die Mitte): Bürgermeisterin (Maire) seit 2015; Abteilungen "Wirtschaft, Finanzen und Sicherheit" und "Soziales und Kultur"
- Ginior Rana-Zolana (FDP.Die Liberalen): Assistent (Adjoint) seit 2015; Abteilungen "Strassen, Bauwerke und kommunale Flächen" und "Entwicklung, Stadtplanung und Mobilität"
- Luc Lavarini (Die Mitte): Assistent (Adjoint) seit 2020; Abteilungen "Gebäude, Schulen und Sport" und "Umwelt und nachhaltige Entwicklung"
Nationalratswahlen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Bardonnex: Mitte 17,2 %, Grüne 16,1 %, FDP 15,8 %, SP 14,7 %, SVP 13,7 %, MCG 10,5 %, glp 5,5 %, PdA 2,3 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 49 %.
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bardonnex ist vor allem von Weinbau und Landwirtschaft geprägt, wobei auch einige wenige Lokalbetriebe vorhanden sind. Teile des Gemeindegebiets sind besonders geschützt, was das Ausweisen neuer Zonen für den Wohnungsbau oder die Landwirtschaft schwierig macht.[6]
Auf dem Gemeindegebiet liegt das Autobahnzollamt der A1, die auf französischer Seite fliessend in die französische Autobahn A41 übergeht und kurz darauf die A40 kreuzt, die südlich am Kanton Genf vorbeiführt.
1936 begann der Abbau an der Kiesgrube im Süden der Gemeinde, welcher bis heute fortgeführt wird.[7]
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Horace Micheli (1866–1931), Journalist und Politiker
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dominique Zumkeller: Bardonnex. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2014.
- Isabelle Brunier: Compesières (Dorf). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2003.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Website der Gemeinde Bardonnex
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
- ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
- ↑ Bardonnex - Résultats détaillés - Election des conseils municipaux du 23 mars 2025 - République et canton de Genève - GE.CH. Abgerufen am 26. August 2026.
- ↑ Architecture of Territory | Prof. Milica Topalovic: The Frozen Landscape of the *Campagne Genevoise*. Abgerufen am 27. August 2026.
- ↑ Bardograves SA. Abgerufen am 30. August 2026 (französisch).

