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Bioggio

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Bioggio
Wappen von Bioggio
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Agno
BFS-Nr.: 5151i1f3f4
Postleitzahl: 6934 Bioggio
6935 Bosco Luganese
6992 Cimo
6993 Iseo
UN/LOCODE: CH BIO
Koordinaten: 713777 / 96990Koordinaten: 46° 0â€Č 54″ N, 8° 54â€Č 28″ O; CH1903: 713777 / 96990
Höhe: 314 mÂ ĂŒ. M.
Höhenbereich: 275–941 m ĂŒ. M.[1]
FlĂ€che: 6,40 kmÂČ[2]
Einwohner: 2802 (1. Januar 2026)[3]
Einwohnerdichte: 438 Einw. pro kmÂČ
AuslÀnderanteil:
(Einwohner ohne
Schweizer BĂŒrgerrecht)
22,2 %
(1. Januar 2026)[4]
GemeindeprÀsident: Eolo Alberti (Lega)
Website: www.bioggio.ch
Bioggio, dahinter Agno und Luganersee im Hintergrund
Bioggio, dahinter Agno und Luganersee im Hintergrund
Lage der Gemeinde
Karte von BioggioLago MaggioreLago DelioLago di PianoLago di OriglioLago di MuzzanoLuganerseeComer SeeItalienItalienItalienKanton GraubĂŒndenBezirk BellinzonaBezirk LocarnoBezirk MendrisioAgno TIBioggioCademarioMuzzano TIVernate TIAlto MalcantoneArannoLema TICapriascaCapriascaOriglioPonte CapriascaPonte CapriascaKommunanz Capriasca/LuganoCollina d’OroGranciaMelide TIMorcoteParadiso TIVico MorcoteArognoBissoneBrusino ArsizioVal MaraLuganoCaslanoCurio TICurio TIMagliasoNeggioTresa TIPura TIBediglioraBedanoGravesanoManno TIMezzovico-ViraMezzovico-ViraMonteceneriTorricella-TaverneCadempinoCanobbioComano TICuregliaLamoneMassagnoPorzaSavosaSorengoVezia
Karte von Bioggio
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Bioggio ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin. Sie gehört zum Kreis Agno und zum Bezirk Lugano und liegt im Malcantone.

Bioggio liegt im SĂŒden des Malcantone und in der Ebene des Flusses Vedeggio, 2 Kilometer sĂŒdwestlich von Lugano, zu dessen Agglomeration die Gemeinde gehört. Bioggio besteht aus den Dörfern Bioggio, Bosco Luganese, Cimo und Iseo und zahlreichen kleinen Weilern.

Die Nachbargemeinden sind im Norden Alto Malcantone, im Osten Manno, Vezia und Lugano, im SĂŒden Muzzano, Agno, Vernate, Lema, im Westen Aranno und Cademario.

Das alte Wappen von Bioggio

„Die Anwesenheit der Römer rund um den Luganersee ist ab dem 1. Jahrhundert vor Christus belegt; sie hatten nördlich des Sees in Bioggio zumindest ein wichtiges Zentrum.“[5]

Die erste urkundliche ErwĂ€hnung von Bioggio datiert aus dem Jahre 1022 als Biegio. 1992 wurden bei Ausgrabungen Reste eines römischen GebĂ€udes aus dem 3. Jahrhundert entdeckt, das wahrscheinlich als Thermen genutzt wurde. Im Mittelalter waren Adelsfamilien aus Lugano und Como in Bioggio begĂŒtert. Bioggio hing von der Pfarrei Agno ab, wurde aber 1708 eine selbstĂ€ndige Unterpfarrei. Die Kirche des heiligen Maurizius, erwĂ€hnt 1261, wurde nach dem Bau der gegenwĂ€rtigen, vom Architekten Girolamo Grossi errichteten und am 7. Juli 1791 eingeweihten Pfarrkirche abgebrochen.

Ab 1960 entstand östlich des Vedeggio eine Industriezone, die heute zur Agglomeration Lugano gehört. Am 4. April 2004 wurde die alte Gemeinde Bioggio mit den bis dahin selbststĂ€ndigen Gemeinden Bosco Luganese und Cimo fusioniert. Die neue Grossgemeinde ĂŒbernahm den Namen Bioggio, liess jedoch ein neues Wappen aus Elementen der frĂŒheren Gemeinden schaffen. Auf den 20. April 2008 wurde die Gemeinde Iseo in die Gemeinde Bioggio integriert.

Bioggio-Bosco Luganese-Muzzano-Agnuzzo bildet nach wie vor eine eigenstĂ€ndige BĂŒrgergemeinde.[6][7]

Die Bevölkerung von Bioggio (inkl. Bosco Luganese/Cimo (Eingemeindung 4. April 2004) und Iseo (Eingemeindung 20. April 2008)) entwickelte sich wie folgt:


 Bevölkerungsentwicklung Bioggio 
EinwohnerJahr0500100015002000250030001719182418701910195019902020Bioggio (Gemeindestand seit 2008)Bioggio (Gemeinde bis 2004)Bosco Luganese (Gemeinde bis 2004)Cimo (Gemeinde bis 2004)Iseo (Gemeinde bis 2008)
Bundesamt fĂŒr Statistik[8][9]

Durch die Gemeinde fĂŒhren die Hauptstrasse von Manno und von Lugano nach Ponte Tresa. An das öffentliche Verkehrsnetz ist die Gemeinde durch zwei Haltestellen der Lugano-Ponte-Tresa-Bahn angeschlossen. Ein Teil des Flughafens Lugano liegt auf dem Gemeindegebiet.

Wirtschaft und Finanz

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SehenswĂŒrdigkeiten

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  • Pfarrkirche San Maurizio erwĂ€hnt 1261, wurde nach dem Bau der gegenwĂ€rtigen, vom Architekten Gerolamo Grossi errichteten und am 7. Juli 1791 eingeweihten Pfarrkirche abgebrochen[12][13]
  • Glockenturm der Pfarrkirche[12]
  • San Maurizio di Bioggio (archĂ€ologischer Fundplatz)[14]
  • ArchĂ€ologische Strecke: Römische KultstĂ€tte und antike Siedlung von San Maurizio[15]
  • Oratorium Sant’Ilario mit Stuckarbeiten, reicht wahrscheinlich auf das 13. Jahrhundert zurĂŒck; sie wurde 1680 fast vollstĂ€ndig wiederaufgebaut[12][16]
  • Oratorium Beata Vergine dei Mulini mit ÖlgemĂ€lde Riposo durante la fuga in Egitto des Malers Giuseppe Antonio Maria Torricelli aus Lugano, zweite HĂ€lfte des 18. Jahrhunderts[12]
  • Betkapelle San Rocco[12]
  • Palast Riva[12]
  • Villa Rusca (Gemeindehaus)[12]
  • Turm Cuccarello[12]
  • Football Club Bioggio[17]

Persönlichkeiten

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Commons: Bioggio – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen wurden die FlĂ€chen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der stĂ€ndigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt fĂŒr Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ StĂ€ndige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei spĂ€teren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. ↑ Historisches Lexikon der Schweiz: HLS, Bern: Lugano, Römerzeit. Abruf: 26. MĂ€rz 2021.
  6. ↑ Patriziato di Bioggio, EigentĂŒmer. In: m4.ti.ch/fileadmin/DI/DI_DI/SEL/Patriziati. Abgerufen am 24. Juli 2024 (italienisch; mit Mappe).
  7. ↑ Patriziato di Bioggio-Bosco Luganese-Muzzano-Agnuzzo auf patriziatidelmalcantone.ch
  8. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt fĂŒr Statistik, NeuchĂątel, 16. Juni 2023, abgerufen am 29. Juni 2026.
  9. ↑ Daten der Eidgenössischen VolkszĂ€hlungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt fĂŒr Statistik, NeuchĂątel, 12. Juli 2024, abgerufen am 29. Juni 2026 (Öffnung in Excel nur ĂŒber "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  10. ↑ Guess Bekleidungsindustrie auf northdata.de
  11. ↑ Soho Flordis International Switzerland SA (italienisch/englisch) auf farmaindustriaticino.ch
  12. 1 2 3 4 5 6 7 8 Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft fĂŒr Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 394–399.
  13. ↑ San Maurizio di Bioggio auf ETHorama
  14. ↑ San Maurizio di Bioggio (archĂ€ologischer Fundplatz) auf ETHorama
  15. ↑ KultgebĂ€ude 5./6. Jahrhundert, Thermenanlage usw. (PDF; 49 kB)
  16. ↑ Bioggio auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz (abgerufen am 26. Juni 2017)
  17. ↑ Football Club Bioggio