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Christian Piwarz

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Christian Piwarz (2025)
Christian Piwarz (2013)

Albert Erwin Christian Piwarz[1] (* 23. Juli 1975 in Dresden) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit 2006 Mitglied des SĂ€chsischen Landtags. Seit 2024 ist er SĂ€chsischer Staatsminister der Finanzen im Kabinett Kretschmer III. Zuvor war er von 2017 bis 2024 SĂ€chsischer Staatsminister fĂŒr Kultus in den Kabinetten Kretschmer I und Kretschmer II.

Christian Piwarz leistete nach dem Abitur am Joseph-Haydn-Gymnasium in Dresden-Striesen von 1994 bis 1995 seinen Wehrdienst in Bad Frankenhausen und Dresden ab. Er studierte von 1995 bis 2001 Rechtswissenschaften an der TU Dresden. Im Juni 2001 legte er das Erste und nach dem Referendariat im Dezember 2003 das Zweite Juristische Staatsexamen ab. 2004 bis 2005 und wieder seit 2006 arbeitete er bis zum Antritt des Ministeramts im Dezember 2017 als selbstÀndiger Rechtsanwalt in einer Dresdner Anwaltskanzlei und war von 2005 bis 2006 Referent in der SÀchsischen Staatskanzlei.

Piwarz lebt in Dresden und hat drei Kinder.[2]

Er ist seit 2005 PrÀsident des American Football Verbandes Sachsen e. V.,[3] des Landesverbandes des deutschen Dachverbandes American Football Verband Deutschland.

Christian Piwarz gehört seit 2006 als Nachfolger fĂŒr den ausgeschiedenen Uwe Albrecht dem SĂ€chsischen Landtag an. WĂ€hrend der 4. Wahlperiode (von seinem Eintritt bis 2009) war er im Innenausschuss, im Ausschuss fĂŒr Schule und Sport und im 1. Untersuchungsausschuss zur Sachsen-LB tĂ€tig.

Piwarz war Obmann der CDU-Fraktion im 2. Untersuchungsausschuss der 4. Wahlperiode des SĂ€chsischen Landtags „Untersuchung der Verantwortung von Mitgliedern der Staatsregierung fĂŒr etwaige schwerwiegende MĂ€ngel bei der Aufdeckung und Verfolgung krimineller und korruptiver Netzwerke unter Beteiligung von Vertretern aus Politik und Wirtschaft, von Richtern, StaatsanwĂ€lten und sonstigen Bediensteten der sĂ€chsischen Justiz, Polizei, von Landes- und kommunalen Behörden sowie fĂŒr das Versagen rechtsstaatlicher Informations-, Kontroll- und Vorbeugungsmechanismen in Sachsen (Kriminelle und korruptive Netzwerke in Sachsen)“.

Bei der Landtagswahl 2009 zog Piwarz ĂŒber ein Direktmandat im Wahlkreis Dresden 6 erneut in den Landtag ein. In der 5. Wahlperiode war er 1. stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Parlamentarischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer der CDU-Landtagsfraktion sowie Mitglied im Ausschuss fĂŒr GeschĂ€ftsordnung und ImmunitĂ€tsangelegenheiten, im WahlprĂŒfungsausschuss und von April 2012 bis 2014 eines von 19 Mitgliedern des sĂ€chsischen NSU-Untersuchungsausschusses „Neonazistische Terrornetzwerke in Sachsen“.

Bei der Landtagswahl in Sachsen 2014 errang Piwarz wiederum das Direktmandat in seinem Wahlkreis (nach einer Wahlkreisreform nun Dresden 2). Die CDU-Fraktion wĂ€hlte ihn erneut zum 1. Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Parlamentarischen GeschĂ€ftsfĂŒhrer.

Er gehörte der 14. und 15. Bundesversammlung zur Wahl des BundesprÀsidenten an.

In der FlĂŒchtlingskrise in Europa ab 2015 kritisierte er gemeinsam mit anderen CDU-Politikern den Kurs der Bundeskanzlerin Angela Merkel.[4]

Am 18. Dezember 2017 berief der sĂ€chsische MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer ihn in sein Kabinett als Staatsminister fĂŒr Kultus.[5]

Bei der Landtagswahl in Sachsen 2019 am 1. September 2019 errang Piwarz wiederum das Direktmandat in seinem Wahlkreis Dresden 2.[6] Anschließend wurde er erneut zum Kultusminister ernannt.[7]

Bei der Landtagswahl 2024 wurde er ĂŒber das Direktmandat im Wahlkreis Dresden 3 erneut in den Landtag gewĂ€hlt. Am 19. Dezember 2024 wurde Piwarz von MinisterprĂ€sident Kretschmer in das Amt des Staatsministers der Finanzen berufen.[8] Er ist Vorsitzender des Verwaltungsrats der SĂ€chsischen Aufbaubank.[9]

Piwarz wurde im Januar 2021 wĂ€hrend der COVID-19-Pandemie angesichts der angespannten Pandemielage unter anderem von der GEW fĂŒr die im Gegensatz zu anderen BundeslĂ€ndern frĂŒhe Öffnung der Bildungseinrichtungen fĂŒr Abschlussklassen kritisiert.[10] Am 4. MĂ€rz 2021 setzte er den Wechsel in den PrĂ€senzunterricht ab 15. MĂ€rz 2021 durch.[11]

Der Landeselternrat Sachsen kritisierte Piwarz fĂŒr die zu positive Bewertung der sĂ€chsischen Bildungspolitik wĂ€hrend der Coronajahre und forderte stattdessen eine neutrale Bestandsaufnahme.[12]

Commons: Christian Piwarz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Ergebnisse Landtagswahl 2024 in 42 - Dresden 3. Abgerufen am 1. September 2024.
  2. ↑ Christian Piwarz. Abgerufen am 13. Mai 2026 (deutsch).
  3. ↑ Piwarz Pressesprecher des AFVD. Abgerufen am 13. Mai 2026.
  4. ↑ CDU-FunktionĂ€re gegen Merkels FlĂŒchtlingspolitik. In: Frankfurter Allgemeine. 7. Oktober 2015, abgerufen am 2. September 2024.
  5. ↑ MinisterprĂ€sident Kretschmer stellt neue Regierung vor. In: www.sachsen.de. SĂ€chsische Staatskanzlei, abgerufen am 18. Dezember 2017.
  6. ↑ Landtagswahlen: Sachsen & Brandenburg – Alle Wahlkreise, alle Sieger - WELT. Abgerufen am 8. Mai 2026.
  7. ↑ MinisterprĂ€sident Kretschmer stellt neue Regierung vor. Ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 8. Mai 2026. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  8. ↑ Neues Kabinett in Sachsen: Ministerposten neu besetzt. 19. Dezember 2024, abgerufen am 19. Dezember 2024 (deutsch).
  9. ↑ Gremien. Abgerufen am 8. Mai 2026 (deutsch).
  10. ↑ Teilöffnung ab Montag ist verantwortungslos - Schulen mĂŒssen bis Winterferien komplett geschlossen bleiben. (PDF) GEW, 14. Januar 2021, abgerufen am 18. Januar 2021.
  11. ↑ Sachsen öffnet ab 15. MĂ€rz wieder alle Schulen – Wechselunterricht in Gymnasien und Oberschulen. Leipziger Volkszeitung, 4. MĂ€rz 2021, abgerufen am 4. MĂ€rz 2021.
  12. ↑ Sachsens Landeselternrat kritisiert den Bildungsminister. In: SĂ€chsische.de. 5. April 2022, abgerufen am 25. Dezember 2022.