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Gymnastiklehrer

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Gymnastik im Park

Gymnastiklehrer ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, der mit der staatlichen Anerkennung abschließt. Gymnastiklehrer leiten Menschen jeden Alters einzeln oder in Gruppen zu BewegungsĂŒbungen und zur Körperschulung an. Sie arbeiten im Gesundheitsbereich sowie in Bildungs- und Freizeiteinrichtungen. Der Begriff Gymnastik wird sowohl die einzelne Übung gebraucht als auch fĂŒr das Fachgebiet als Ganzes.

Die schulische Ausbildung an Berufsfachschulen ist in Deutschland landesrechtlich geregelt. Sie dauert zwischen zwei und drei Jahren.[1] Gymnastiklehrer können Mitglied im Berufsverband staatlich geprĂŒfter Gymnastiklehrerinnen und -lehrer, Deutscher Gymnastikbund (DGymB)[2] werden, der neben der Vertretung der beruflichen Interessen und der Weiterentwicklung des Faches auch Fortbildungen organisiert.

Daneben besteht die Möglichkeit, die Ausbildung als duales Studium zu absolvieren, welches mit einem Bachelor abschließt. Angeboten wird z. B. ein vierjĂ€hriges duales Studium zum Bachelor PrĂ€ventions-, Therapie- und Rehabilitationswissenschaften.[3][4]

In der Schweiz gibt es ein dreistufiges Ausbildungssystem. Das erste Level mit dem Abschluss als „Bewegungstrainerin“ umfasst mindestens 950 Stunden, einschließlich Selbststudium, und dauert ein bis zwei Jahre. Mit dem Level zwei und drei wird das Berufsbild „BewegungspĂ€dagogin“ genannt, Level zwei umfasst mindestens 1720 Stunden und dauert zwei bis drei Jahre, Level drei Umfang umfasst mindestens 2450 Stunden und drei bis vier Jahre. Weil Gymnastik und Bewegungstraining ein typischer Frauenberuf ist, auch wenn er mĂ€nnlichen Interessenten offensteht, wird die Berufsbezeichnung in der Schweiz in der weiblichen Form angegeben. Das erste Level qualifiziert fĂŒr die Anleitung zur Körper- und Haltungsschulung, Bewegungsformung und Bewegungsgestaltung, die Bereiche Rhythmus, Musik und Bewegung, die Bewegungs- und Trainingslehre und die DurchfĂŒhrung von Nothelferkursen. Mit dem Level zwei kommen die Arbeitsbereiche Tanz und Choreographie und RĂŒckengymastik hinzu, mit Level drei auch die Arbeit im therapeutischen Bereich und die DurchfĂŒhrung von Samariterkursen.[5]

Voraussetzungen

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Die Voraussetzungen fĂŒr die Zulassung zur Ausbildung sind nicht einheitlich geregelt. Als Schulabschluss wird zumeist die Mittlere Reife gefordert. Wichtig sind gute sportliche Leistungen, daneben solche in den FĂ€chern Biologie und Musik. Körperliche und gesundheitliche Voraussetzungen sind u. a. allgemeine Fitness, Belastbarkeit der WirbelsĂ€ule, Beine, Arme und HĂ€nde, ausreichende Körperkraft, Beweglichkeit und KoordinationsfĂ€higkeit.[6]

FĂŒr den Beruf sind neben Freude an der Gymnastik und eigenem Können im Bewegungsbereich, das Interesse am Umgang mit Menschen, an einer praktischen und pĂ€dagogischen TĂ€tigkeit, an kreativ-gestalterischen wie an organisatorischen Aufgaben wichtige Voraussetzungen.[7]

TĂ€tigkeitsfelder

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Gymnastiklehrer arbeiten in Freizeit- und Fitnesszentren, bei Sportvereinen, in Fort- und Weiterbildungseinrichtungen, in Sport-, Wellness- und Kurhotels sowie in Schulen und sozialpĂ€dagogischen Einrichtungen. Ein weiterer TĂ€tigkeitsbereich sind Einrichtungen der PrĂ€vention und der Rehabilitation. Dort sind sie in Kliniken wie in der betrieblichen und ambulanten Gesundheitsvorsorge tĂ€tig. FĂŒr den Bereich der Behandlung sind ggf. weitere, in Weiter- oder Fortbildungen erworbene Qualifikationen, notwendig.[8]

Gymnastiklehrer bieten – angepasst an die verschiedenen TĂ€tigkeitsfelder und die BedĂŒrfnisse ihrer Klientel – verschiedene Formen von Gymnastik an wie Aerobic, Pilates, Rhythmische Sportgymnastik, Funktionsgymnastik, Dehngymnastik, Ästhetische Gruppengymnastik und Wassergymnastik. ÜbergĂ€nge zur Krankengymnastik finden sich in Formen wie Beckenbodengymnastik und WirbelsĂ€ulengymnastik. Sie können als Wellness-Trainer tĂ€tig sein und Fitnesstraining, Personal Training sowie verschiedene Entspannungsverfahren anbieten.

Weiterbildungsmöglichkeiten

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Fort- und Weiterbildungen können sich auf spezielle Konzepte beziehen wie z. B. Yoga, Tai Chi Chuan, Qigong, Bothmer-Gymnastik und Eurythmie oder spezielle Anwendungen oder Anwendungsbereiche betreffen wie z. B. SturzprĂ€vention, Faszientraining, Entspannungsverfahren, Hanteltraining, Gymnastikball, Latexband. Sie können zu einer weiteren beruflichen Qualifikation fĂŒhren, etwa der des Physiotherapeuten, Bewegungstherapeuten oder Tanztherapeuten oder sich auf erweiterte Berufsmöglichkeiten beziehen, wie z. B. die Weiterbildung zum Fitnessfachwirt[9] oder die Arbeit mit bestimmten Gruppen, etwa der Gymnastik fĂŒr Kinder, der Seniorengymnastik oder Bewegungsangebote im Bereich inklusiver Projekte.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Information „Gymnastiklehrer/in“ bei Berufenet der Bundesagentur fĂŒr Arbeit
  2. ↑ Website des Berufsverbands staatlich geprĂŒfter Gymnastiklehrerinnen und -lehrer, Deutscher Gymnastikbund (DGymB) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2026. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
  3. ↑ Bachelor PrĂ€ventions-, Therapie- und Rehabilitationswissenschaften Gluckerschule (Memento des Originals vom 7. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. ↑ Bachelor PrĂ€ventions-, Therapie- und Rehabilitationswissenschaften Dresden International University
  5. ↑ „Bewegungstrainerin“ (Memento des Originals vom 28. August 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. in Berufsverband fĂŒr Gesundheit und Bewegung in der Schweiz
  6. ↑ Berufenet: gesundheitliche Voraussetzungen
  7. ↑ Berufenet: Interessen
  8. ↑ Arbeitsfelder und TĂ€tigkeitsbereiche (Memento des Originals vom 4. April 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. beim DGymB
  9. ↑ IHK Abschluss Fitnessfachwirt