Hans Schmiljan
Hans Kurt Willi Schmiljan (* 6. November 1901 in Wilhelmshaven; â 7. MĂ€rz 1961 in Berlin) war ein deutscher Volkswirt und Politiker (CDU). Er war von 1951 bis 1952 sowie von 1958 bis 1961 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und von 1955 bis 1961 Senator fĂŒr Gesundheitswesen.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schmiljan studierte Nationalökonomie an den UniversitĂ€ten in Danzig, Wien und Königsberg. 1924 erfolgte an der Albertina seine Promotion mit der Dissertation Die Entstehung und Organisation der Kreis- und Stadtbanken in PreuĂen.
WĂ€hrend der Zeit des Nationalsozialismus war er Beigeordneter des Deutschen Gemeindetages und dort Leiter des Referates fĂŒr Arbeitsbeschaffung, Arbeitslosenhilfe, Arbeitseinsatz und Landhilfe.[1]
Nach dem Zweiten Weltkrieg trat Schmiljan in die Berliner CDU ein und war von 1949 bis 1959 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Schöneberg-Friedenau.[2] Von 1950 bis 1955 war er Stadtrat im Berliner Bezirk Schöneberg und stellvertretender BezirksbĂŒrgermeister. Von 1951 bis zu seiner Mandatsniederlegung am 1. Februar 1952 sowie erneut von 1958 bis zu seinem Tode war er Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Nach der Bildung der GroĂen Koalition unter dem Regierenden BĂŒrgermeister Otto Suhr (SPD) wurde er im Januar 1955 als Gesundheitssenator in den Senat gewĂ€hlt. Das Amt behielt er auch unter Suhrs Nachfolger Willy Brandt (Senat Brandt I und Brandt II) und hatte dieses bis zu seinem Tod 1961 inne.
Von Januar 1961 bis zu seinem Tode war er zudem PrÀsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

Am 7. MĂ€rz 1961 starb Schmiljan im Alter von 59Â Jahren an einem Herzinfarkt.[3]
Er wurde auf dem StÀdtischen Waldfriedhof Dahlem in der Abt. 10F-3 beigesetzt.
Ehrungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sein Grab war bis 2014 als Ehrengrab der Stadt Berlin gewidmet.
1962 wurde die ehemalige KirchstraĂe im Berliner Ortsteil Friedenau nach ihm in SchmiljanstraĂe benannt.[4]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Werner Breunig, Siegfried Heimann, Andreas Herbst: Biografisches Handbuch der Berliner Stadtverordneten und Abgeordneten 1946â1963 (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin. Band 14). Landesarchiv Berlin, Berlin 2011, ISBN 978-3-9803303-4-3, S. 238 f.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Wolf Gruner: Das System der FĂŒrsorge in Deutschland. In: Ăffentliche Wohlfahrt und Judenverfolgung. Wechselwirkungen lokaler und zentraler Politik im NS-Staat (1933â1942). (= Studien zur Zeitgeschichte. 62). Oldenbourg, MĂŒnchen 2002, ISBN 978-3-486-56613-0, S. 39.
- â Reinhard Schreiner: Namen und Daten aus sechs Jahrzehnten Parteiarbeit. (PDF; 1,6 MB) Die Vorsitzenden und GeschĂ€ftsfĂŒhrer der CDU-Landes-, Bezirks- und KreisverbĂ€nde seit 1945 (neue LĂ€nder ab 1990). Konrad-Adenauer-Stiftung, Wissenschaftliche Dienste, Archiv fĂŒr Christlich-Demokratische Politik, 2012, S. 74, abgerufen am 13. Oktober 2016.
- â Gestorben. Hans Schmiljan. In: Der Spiegel. Nr. 12, 1961, S. 95 (online â 15. MĂ€rz 1961; Momento des Originals vom 13. Oktober 2016 im Internet Archive)
- â Ronald Hoppe: StraĂen und HĂ€user in Friedenau. Ein FĂŒhrer fĂŒr Friedenauer und andere Entdecker. Norderstedt 2016, ISBN 978-3-7412-5441-3.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schmiljan, Hans |
| ALTERNATIVNAMEN | Schmiljan, Hans Kurt Willi (vollstÀndiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Volkswirt und Politiker (CDU), MdA, Senator |
| GEBURTSDATUM | 6. November 1901 |
| GEBURTSORT | Wilhelmshaven |
| STERBEDATUM | 7. MĂ€rz 1961 |
| STERBEORT | Berlin |