IngÄ
| Wappen | Karte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | |
| Landschaft: | Uusimaa |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Raseborg |
| Geographische Lage | 60° 3âČ N, 24° 1âČ O |
| FlĂ€che: | 954,07 kmÂČ[1] |
| davon LandflĂ€che: | 349,85 kmÂČ |
| davon BinnengewĂ€sserflĂ€che: | 8,11 kmÂČ |
| davon MeeresflĂ€che: | 596,11 kmÂČ |
| Einwohner: | 5.402 (31. Dez. 2024)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 15,4 Ew./kmÂČ |
| Gemeindenummer: | 149 |
| Sprache(n): | Schwedisch, Finnisch |
| Website: | inga.fi |
IngĂ„ [] (finn. Inkoo []) ist eine Gemeinde an der SĂŒdkĂŒste Finnlands. Sie liegt in der Landschaft Uusimaa 55 km westlich der Hauptstadt Helsinki. 59 % der Einwohner von IngĂ„ sind Finnlandschweden. Die Gemeinde ist offiziell zweisprachig mit Schwedisch als Mehrheits- und Finnisch als Minderheitssprache.
Unter Ausschluss der Meeresgebiete hat IngĂ„ eine FlĂ€che von 357,49 kmÂČ. Davon sind 9,68 kmÂČ BinnengewĂ€sser. Der KĂŒste von IngĂ„ vorgelagert ist ein ausgedehntes SchĂ€rengebiet, das von rund 300 Menschen dauerhaft bewohnt wird. Die gröĂten Inseln sind Orslandet, Barölandet und Ălgsjölandet. Barölandet ist ĂŒber eine BrĂŒcke mit dem Festland verbunden, von Barölandet wiederum fĂŒhrt eine FĂ€hre nach Orslandet. Die SchĂ€ren von IngĂ„ sind ein beliebtes Ferienziel, sie beherbergen etwa 2000 FerienhĂ€user.
Rund die HĂ€lfte der Bevölkerung wohnt im Gemeindezentrum an der Meeresbucht KyrkfĂ€rden (Inkoonlahti?). Der zweitgröĂte Ort der Gemeinde ist Degerby, daneben umfasst IngĂ„ die Siedlungszentren TĂ€kter (TĂ€htelĂ€), Solberg (PĂ€ivölĂ€), Fagervik, IngĂ„ station (Inkoon asema) und Barösund. Durch die NĂ€he zu Helsinki wĂ€chst die Bevölkerungszahl von IngĂ„ stetig. Durch den Zuzug aus anderen Teilen des Landes erhöht sich auch der finnischsprachige Bevölkerungsanteil.

IngĂ„ wurde erstmals im Jahr 1335 urkundlich erwĂ€hnt. Die Kirche von IngĂ„ stammt aus dem frĂŒhen 16. Jahrhundert. 1646 wurde in Fagervik ein Hochofen errichtet. Durch die EisenhĂŒtte wurde IngĂ„ im 18. Jahrhundert zu einem wichtigen Industrieort. Daneben ernĂ€hrten sich die Bewohner von IngĂ„ hauptsĂ€chlich durch Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei. WĂ€hrend der russischen Zeit ab 1809 ging es fĂŒr die EisenhĂŒtte abwĂ€rts, endgĂŒltig geschlossen wurde sie 1902. 1873 wurde die Eisenbahnstrecke von Hanko nach HyvinkÀÀ eröffnet, 1903 folgte die Strecke zwischen Karis und Helsinki. Damit konnten die Einwohner von IngĂ„ nun in einer halben Stunde in die Hauptstadt reisen, wĂ€hrend sie frĂŒher auf eine fĂŒnfstĂŒndige Dampfschiffverbindung angewiesen waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste Finnland 1944 das Gebiet der Halbinsel Porkkala fĂŒr 50 Jahre an die Sowjetunion verpachten. Zu dem Gebiet gehörte fast ganz Degerby (damals eine eigenstĂ€ndige Gemeinde) und ein Teil der Gemeinde Porkkala. Die Sowjetunion gab Porkkala bereits 1956 zurĂŒck, kurz darauf wurde Degerby in IngĂ„ eingemeindet.
IngĂ„ liegt an der KönigsstraĂe, dem alten Weg der schwedischen Könige von Ă bo nach Wiborg. Heute ist die KönigsstraĂe eine touristische Route. Zu den SehenswĂŒrdigkeiten von IngĂ„ gehören die Kirche aus dem 13. Jahrhundert und die alte EisenhĂŒtte von Fagervik mit einem angeschlossenen Gutshof von 1773 und einer Holzkirche aus dem Jahr 1737.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zu den bekanntesten Einwohnern der Gemeinde gehören der zweifache Rallye-Weltmeister Marcus Grönholm (* 1968) und die Schauspielerin Venla Savikuja (* 1990).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Maanmittauslaitos (finnisches Vermessungsamt): Suomen pinta-alat kunnittain 1. 1. 2010. (PDF; 199Â kB)
- â Statistisches Amt Finnland: 11ra -- Key figures on population by region