Irmgarteichen
Irmgarteichen Stadt Netphen | |
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| Koordinaten: | 50° 51âČ N, 8° 12âČ O |
| Höhe: | 408 (380â440) m |
| FlĂ€che: | 2,51 kmÂČ |
| Einwohner: | 798 (30. Juni 2022)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 318 Einwohner/kmÂČ |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1969 |
| Postleitzahl: | 57250 |
| Vorwahl: | 02737 |
Irmgarteichen ist ein Stadtteil von Netphen im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen mit 798 Einwohnern (30. Juni 2022).
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Irmgarteichen hat eine FlĂ€che von 2,5 kmÂČ. Die Bebauung befindet sich auf einer Höhe zwischen 380 und 440 mÂ ĂŒ. NHN, wĂ€hrend der höchste Berg in der Gemarkung, der Pfarrbergskopf eine Höhe von 512,8 mÂ ĂŒ. NHN erreicht. Durch den Ort flieĂt der Geiersgrundbach, der etwas weiter nördlich in den Werthenbach mĂŒndet. Im Ort flieĂt ihm der Seifenbach zu.
Nachbarorte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nachbarorte von Irmgarteichen sind Nenkersdorf im Norden, Werthenbach im Nordosten, Hainchen im Osten, Offdilln im SĂŒdosten, Dillbrecht im SĂŒden, Gernsdorf im SĂŒdwesten, Anzhausen im Westen und Helgersdorf im Nordwesten.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 30. August 1270 wurde Irmgarteichen erstmals urkundlich als âIrmengartechenâ erwĂ€hnt.[2] FrĂŒher hatte die Gemeinde Irmgarteichen eine groĂe (kirchliche) Bedeutung, die Pfarrei war bis 1349 von Netphen abhĂ€ngig und erschien laut Aufzeichnungen ab dann gleichberechtigt zu sein. 1725 wurde auf dem Grund der alten Kirche eine neue errichtet.
Am 1. Januar 1969 wurde das Amt Netphen aufgelöst und der Ort im Zuge der kommunalen Neugliederung in die neue GroĂgemeinde Netphen eingegliedert[3], seit 2000 ist Irmgarteichen ein Stadtteil.
Im April 2008 brannte das unter Denkmalschutz stehende GebĂ€ude des Gasthofs âLeyâ aus, wurde aber originalgetreu wiedererrichtet.[4]
Einwohnerzahlen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einwohnerzahlen des Ortes:[5]
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Entstehungssage und Namensgebung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einer Sage nach soll in Hainchen vor langer Zeit eine fromme Jungfrau namens Irmengart oder Irmgart gelebt haben. Nach schwerer Krankheit gelobte sie Gott einen Tempel zu erbauen. Ein wundersames Vögelchen soll ihr gesagt haben "Wo ech sönge en de Deern, do soll de Kirche hingebaut weern". Die Jungfrau wollte die Kirche aber lieber auf einer Anhöhe zwischen dem jetzigen Irmgarteichen und Gernsdorf bauen. Die dazu beschafften EichenstĂ€mme verschwanden ĂŒber Nacht von der Baustelle und wurden an der Stelle gefunden, an der das Vögelchen zuvor sein Lied gesungen hatte. Nachdem dies mehrere Tage passiert war, entschied sich die Jungfrau die Kirche an diesem Ort zu erbauen. Die Kirche trug seitdem den Namen "Kirche zu den Irmgarteichen" und auch das spĂ€ter um die Kirche erbaute Dorf trĂ€gt diesen Namen.[13]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An die Autobahn 45 ist der Ort ĂŒber Wilnsdorf angebunden. Im Gebiet zwischen Irmgarteichen, Helgersdorf und Werthenbach endete die Strecke der Kleinbahn WeidenauâDeuz, ein Bahnhof befindet sich in Helgersdorf. Auch das GebĂ€ude des Endbahnhofes in Werthenbach ist noch vorhanden und befindet sich in Privatbesitz. Der Busverkehr wurde von der VWS ĂŒbernommen.
Soziale und öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Soziale und öffentliche Einrichtungen im Ort sind unter anderem ein Jugendheim, ein SchĂŒtzenhaus, eine GrillhĂŒtte, ein Bolzplatz, drei KinderspielplĂ€tze und ein Friedhof. Es gibt eine öffentliche BĂŒcherei der Kirchengemeinde.
Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Regional ist Irmgarteichen bekannt fĂŒr den viermal im Jahr stattfindenden âKleintier-, Bauern-, Ăko- und Trödelmarktâ. Dieser ist eine Mischung aus Flohmarkt und Kleintiermarkt, auf dem es auch EssensstĂ€nde und MarktstĂ€nde von gewerblichen HĂ€ndlern gibt.
Seit 1950 wird jĂ€hrlich der âDrette Krestachâ durchgefĂŒhrt. Die Junggesellen versammeln sich am 27. Dezember, ziehen durch den Ort und erzĂ€hlen Dorfgeschichten.
AuĂerdem gibt es in Irmgarteichen jĂ€hrlich eine âOldie-Nightâ (seit 1998), ein Osterfeuer und einen Weihnachtsmarkt.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Stadt Netphen: Haushaltsplan 2023 / Stadt Netphen. (PDF; 22,2 MB) S. 10, abgerufen am 18. September 2023.
- â Siegener Urkundenbuch Band I, Siegen, 1887, S. 27â28, Nr. 40.
- â Martin BĂŒnermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 71.
- â Gasthof Ley - Vom Brand zur Wiedereröffnung
- â Otto Schaefer: Der Kreis Siegen, Siegen 1968
- â WestfĂ€lisches Gemeindelexikon 1887, S. 110 / 111
- â WestfĂ€lisches Gemeindelexikon 1897, S. 112 / 113
- â Der Landkreis Siegen im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 8. April 2023; abgerufen am 13. Februar 2026.
- â genealogy.net: Amt Netphen
- 1 2 Michael Rademacher: Stadt und Landkreis Siegen. Online-Material zur Dissertation, OsnabrĂŒck 2006. In: eirenicon.com.
- â Martin BĂŒnermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 207.
- â Bernhard Oltersdorf: Netphen ( vom 7. MĂ€rz 2014 im Internet Archive) (PDF; 9,0Â MB), ca. 1995
- â Johann Sting: Chronik der Gemeinde Salchendorf : angelegt im April 1864 vom Lehrer Johann Sting. Höpner und Göttert, Siegen 2002, ISBN 3-924948-74-7, S. 70 ff.