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Klaus Jänich

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Klaus Jänich 1976

Klaus Jänich (* 24. Januar 1940 in Dresden; † 7. September 2026[1]) war ein deutscher Mathematiker und Hochschullehrer.

Jänich studierte zunächst Physik und dann Mathematik in Jena, Tübingen und Bonn und wurde 1964 an der Universität Bonn bei Friedrich Hirzebruch mit seiner Dissertation Vektorraumbündel und der Raum der Fredholmschen Operatoren promoviert. 1965 arbeitete er an der Cornell University und 1966/67 am Institute for Advanced Study in Princeton. Ab 1969 war er ordentlicher Professor für Mathematik an der Universität Regensburg. Im Jahr 2006[2] ging er in den Ruhestand.

Jänich beschäftigte sich seit den 1960er Jahren mit algebraischer Topologie und Differentialtopologie, wobei er sich unter anderem mit Indextheorie von Differentialoperatoren auf Mannigfaltigkeiten, der Klassifikation von G-Mannigfaltigkeiten (auf denen differenzierbare Wirkungen durch Transformationsgruppen G existieren) und der Theorie von Singularitäten differenzierbarer Abbildungen („Katastrophentheorie“) von René Thom beschäftigte. 1965 bewies er den von Michael Atiyah vermuteten Satz von Atiyah-Jänich.

Jänich wurde bekannt für seine pädagogisch geschickten, aufs Wesentliche beschränkten Lehrbücher mit vielen Abbildungen und ausführlichem erklärendem Text. Sein Buch mit Theodor Bröcker über Differentialtopologie ist ein Standard-Lehrbuch, das auch ins Englische übersetzt wurde. Daneben pflegte er stets die Zusammenarbeit mit theoretischen Physikern (in Regensburg und auch anderswo) bei konkreten Grenzfragen zwischen den beteiligten Disziplinen.

  • „Das Denken lässt sich nicht immer durch Rechnen ersetzen.“[3]
Commons: Klaus Jänich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Nachruf auf Professor Dr. Klaus Jänich. In: Universität Regensburg. 22. Oktober 2026, abgerufen am 25. Oktober 2026.
  2. ↑ Emeritierungen und Pensionierungen. (PDF) In: Jahresbericht 2006. Universität Regensburg, S. 4, abgerufen am 10. Juli 2026.
  3. ↑ Edmund Weitz: Anwendung: Dateivergleich. In: Konkrete Mathematik (nicht nur) für Informatiker: Mit vielen Grafiken und Algorithmen in Python. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-658-21565-1, S. 781–786, doi:10.1007/978-3-658-21565-1_62.