Ludwig von Lockstedt
Ludwig Ferdinand von Lockstedt (* 2. Januar 1837 auf Gut Hohenwalde bei Arnswalde, Neumark; â 11. September 1877 in Eberswalde) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Rittergutsbesitzer.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seine Eltern waren Ferdinand von Lockstedt (* 1795; â 1863) und Alwina von Loeper (* 1813; â 1858). Seine Schwester Alwina (* 1835) heiratete 1875 mit Vittorio La Torre einen kgl. ital. MarinekapitĂ€n a. D. und lebte mit ihm in London. Die jĂŒngste Schwester Ferdinandine, geboren 1846, gestorben 1886 zu Berlin, war vermĂ€hlt zu Unheim 1874 mit August Graf von Rittberg. Die drei anderen Geschwister waren BrĂŒder, Arthur, Richard und Emil von Lockstedt, alle in Karow geboren.
Ludwig von Lockstedt begann an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-UniversitÀt Rechtswissenschaft zu studieren. Am 1. April 1856 renoncierte er beim Corps Hansea Bonn.[1] Da er an die Friedrich-Wilhelms-UniversitÀt zu Berlin wechselte, schied er am 24. Oktober 1856 bei Hansea aus. Im Wintersemester 1856/57 war er im Corps Neoborussia Berlin aktiv.[1] Am 23. April 1857 wurde er bei Hansea recipiert.[2] Als Inaktiver ging er im Sommer 1858 wieder nach Berlin.
1859 kam er als Auskultator an das Kammergericht. Er war Referendar in Görlitz und Assessor in Berlin.[2][3] Von der Rechtspflege wechselte er in PreuĂens innere Verwaltung. Von 1871 bis zu seinem Tod 1877 war der Landrat des Kreises Regenwalde.[4]
In der Region war er Erbherr auf Karow und Unheim (1870 erworben).[5]
Familie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ludwig von Lockstedt heiratete 1872 in Breslau Sophie GrÀfin von Rittberg, sie hatten zwei Söhne, Henning (* 10. September 1874) studierte Chemie und war 1900 Reserve-Leutnant in einem Inf.-Regiment (Moritz Prinz von Anhalt-Dessau), Richard (* 24. Dezember 1876) studierte Jura in Berlin.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Genealogie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Marcelli Janecki (Red. zug.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Band, Hrsg. Deutsche Adelsgenossenschaft (D.A.G.), VaterlÀndische Verlagsanstalt-W. T. Bruer, Berlin 1896, S. 207 f.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen HĂ€user. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1900. 1. Jg. Justus Perthes, Gotha 1899, S. 562 f.
- Mitglieder-Verzeichnis des Corps Hansea zu Bonn. 1849-1909. L. Schwann-DĂŒsseldorf, Krefeld/Kassel Pfingsten 1909, S. 21. Nr. 87.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Karl RĂŒgemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910, Carl Gerber GmbH-MĂŒnchen. Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 22 (Corps)/100 (Lfd. Nr. dort); 12/126.
- 1 2 Siehe Literatur: Mitglieder-Verzeichnis der Hansea Bonn. L. Schwann, DĂŒsseldorf 1909.
- â Vgl. Handbuch ĂŒber den Königlich PreuĂischen Hof und Staat fĂŒr das Jahr 1875. Verlag Geheime Ober-Hofbuchdruckerei R. (L.). v. Decker, Berlin 1875, S. 410.
- â Rolf Jehke-Herdecke (Hrsg.): Landkreis Regenwalde Verwaltungsgeschichte und LandrĂ€te, In: Territorial.de.
- â Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern. Teil II, Band 7. W. Dietze-Anklam / B. Feistel-AngermĂŒnde, Berlin und Wriezen 1874, S. 869.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lockstedt, Ludwig von |
| ALTERNATIVNAMEN | Lockstedt, Ludwig Ferdinand von (vollstÀndiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Verwaltungsjurist und Rittergutsbesitzer |
| GEBURTSDATUM | 2. Januar 1837 |
| GEBURTSORT | Arnswalde, Neumark |
| STERBEDATUM | 11. September 1877 |
| STERBEORT | Eberswalde |