Matran
| Matran | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | Saane |
| BFS-Nr.: | 2208 |
| Postleitzahl: | 1753 |
| UN/LOCODE: | CH MAT |
| Koordinaten: | 573760Â /Â 181656 |
| Höhe: | 614 mÂ ĂŒ. M. |
| Höhenbereich: | 570â684 m ĂŒ. M.[1] |
| FlĂ€che: | 2,91 kmÂČ[2] |
| Einwohner: | 2094 (1. Januar 2026)[3] |
| Einwohnerdichte: | 720 Einw. pro kmÂČ |
| AuslĂ€nderanteil: (Einwohner ohne Schweizer BĂŒrgerrecht) | 28,1 % (1. Januar 2026)[4] |
| Website: | www.matran.ch |
Matran | |
| Lage der Gemeinde | |
Matran [] (Freiburger Patois ) ist eine politische Gemeinde im District de la Sarine (deutsch: Saanebezirk) des Kantons Freiburg in der Schweiz.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Matran liegt auf 614 mÂ ĂŒ. M., 5,5 km westsĂŒdwestlich der Kantonshauptstadt Freiburg (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich am nördlichen Talhang des unteren GlĂąnetals, kurz vor ihrer MĂŒndung in die Saane, in den Molassehöhen des Freiburger Mittellandes.
Die FlĂ€che des 2,9 kmÂČ grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der Molassehöhen zwischen den TĂ€lern von Sonnaz und GlĂąne. Die sĂŒdliche Grenze verlĂ€uft entlang der GlĂąne, die hier aus einem engen, tief in das Hochplateau eingeschnittenen Tal austritt und einen weiten Talkessel bildet. Von Westen mĂŒndet in dieser Talweitung der Seitenbach Ruisseau de la Bagne. Der Gemeindeboden erstreckt sich von der GlĂąne nordwĂ€rts ĂŒber den Talboden und den Hang von Matran bis auf die angrenzenden Molassehöhen (im Bois de Murat 670 mÂ ĂŒ. M.). Nach Westen reicht der Gemeindebann in den Bois des Morts und entlang des TĂ€lchens der Ruisseau de la Bagne bis auf die Waldhöhe Bois de Chavagny, auf der mit 685 mÂ ĂŒ. M. der höchste Punkt von Matran erreicht wird. Von der GemeindeflĂ€che entfielen 1997 30 % auf Siedlungen, 17 % auf Wald und Gehölze, 52 % auf Landwirtschaft, und etwas weniger als 1 % war unproduktives Land.
Zu Matran gehören ausgedehnte neue Wohnquartiere und Gewerbezonen. Nachbargemeinden von Matran sind im Norden beginnend im Uhrzeigersinn Corminboeuf, Villars-sur-Glùne, Hauterive, Neyruz und Avry.

Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit 2094 Einwohnern (Stand 1. Januar 2026) gehört Matran zu den mittelgrossen Gemeinden des Kantons Freiburg. Von den Bewohnern sind 87,5 % französischsprachig, 7,5 % deutschsprachig, und 1,4 % sprechen Italienisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Matran belief sich 1900 auf 309 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts stieg die Bevölkerungszahl bis 1970 zunÀchst leicht auf 454 Personen an. Seither wurde ein markantes Bevölkerungswachstum verbunden mit fast einer Verdreifachung der Einwohnerzahl innerhalb von 30 Jahren verzeichnet.

Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Matran war bis in die zweite HÀlfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprÀgtes Dorf. Seit den 1970er-Jahren setzte eine rasche Entwicklung zur Agglomerationsgemeinde von Freiburg mit grossen GewerbeflÀchen ein. Zwischen 1950 und 1995 brachte das Kollegium Sankt Joseph der Redemptoristen mit seinen rund 200 Studenten auch einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Die Landwirtschaft mit Milchwirtschaft, Viehzucht und Ackerbau hat heute nur noch einen marginalen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Dank der hervorragenden Verkehrsanbindung haben sich in Matran verschiedene grössere Unternehmen und EinkaufsgeschÀfte niedergelassen. In der Gemeinde sind Betriebe des Bau- und Transportgewerbes, des Metallbaus, der Informationstechnologie, der GetrÀnkeindustrie und des Holzbaus vertreten. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Die neuen Wohnzonen befinden sich am Hang östlich des alten Ortskerns und westlich der Autobahn A12. Zahlreiche ErwerbstÀtige sind deshalb Wegpendler, die vor allem in der Agglomeration Freiburg arbeiten.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde ist verkehrsmĂ€ssig sehr gut erschlossen. Sie liegt etwas oberhalb der Hauptstrasse von Freiburg nach Romont. Der nĂ€chste Anschluss an die 1977 eröffnete Autobahn A12 (Bern-Vevey), welche das Gemeindegebiet durchquert, befindet sich rund 1 km vom Ortskern entfernt. Am 4. September 1862 wurde die Eisenbahnlinie von Lausanne nach Freiburg mit einem Bahnhof bei Matran in Betrieb genommen. FĂŒr die Feinverteilung im öffentlichen Verkehr sorgt eine Buslinie der Transports publics Fribourgeois, die auf der Strecke von Freiburg nach RosĂ© verkehrt.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die erste urkundliche ErwĂ€hnung des Ortes erfolgte 1138 unter dem Namen Martrens en Nuithonie. SpĂ€ter erschienen die Bezeichnungen Martrans (1148), Matrans (1157), Martranz (1285), Martrant (1445), Martrand (1555) und Matrang (1668). Der Ortsname geht auf Martyrus zurĂŒck.
Im Mittelalter hatte die Abtei Payerne reichen Grundbesitz in Matran. Durch Kauf kam das Dorf 1442 unter die Herrschaft von Freiburg und wurde der Alten Landschaft (Neustadtpanner) zugeordnet. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Matran wÀhrend der Helvetik und der darauf folgenden Zeit zum Bezirk Freiburg, bevor es 1848 mit der neuen Kantonsverfassung in den Saanebezirk eingegliedert wurde.
Söhne und Töchter der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Magali Pache (1978â2000), Radrennfahrerin
SehenswĂŒrdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die katholische Kirche Saint Julien wurde erstmals 1146 in einer Bulle von Eugen erwÀhnt. 1651 wurde die Kirche teilweise durch eine Feuersbrunst zerstört. Die Malereien von Gottfried Locher wurden 1974 beim Abbruch der falschen Decke wiederentdeckt und anschliessend restauriert.[7]
- Katholische Kirche Saint Julien in Matran
- DeckengemÀlde von Gottfried Locher
- Innenansicht der Kirche
- Auberge du Tilleul
- Mehrzweckhalle
- Primarschulhaus
- La PietĂ von PĂšre Hugo Heule
- Blick zum Pfarrhaus und zur Kirche
- Autobahn und Einkaufszone
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website der Gemeinde Matran (französisch)
- Marianne Rolle: Matran. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Geographische Kennzahlen â Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- â Geographische Kennzahlen â Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen wurden die FlĂ€chen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- â Bilanz der stĂ€ndigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt fĂŒr Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
- â StĂ€ndige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei spĂ€teren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
- â Martin Schuler: Kanton Freiburg - Die Bevölkerungszahlen auf lokaler Ebene vor 1850. (CSV; 15 kB) Bundesamt fĂŒr Statistik, NeuchĂątel, 16. Juni 2023, abgerufen am 26. Oktober 2025.
- â Daten der Eidgenössischen VolkszĂ€hlungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt fĂŒr Statistik, NeuchĂątel, 12. Juli 2024, abgerufen am 26. Oktober 2025 (Ăffnung in Excel nur ĂŒber "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
- â Quelle: Informationsblatt der Restauratorin ThĂ©rĂšse Mauris

