Olaf Sund
Olaf Sund (* 31. August 1931 in Heide; â 8. Januar 2010 in Beedenbostel bei Celle) war ein deutscher Politiker (SPD). Er war Mitglied des NiedersĂ€chsischen Landtages, Mitglied des Deutschen Bundestages, Senator und Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und StaatssekretĂ€r im Land Brandenburg.
Biografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ausbildung und Beruf
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aufgrund des Zweiten Weltkrieges erfolgte lediglich ein unterbrochener Schulbesuch bis 1948. Diesen beendete er zunĂ€chst nach vorĂŒbergehender TĂ€tigkeit im Tiefbau und in der Landwirtschaft 1948 ohne Abschluss. Von 1949 bis 1951 absolvierte er eine Verwaltungslehre bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse Heide, von 1951 bis 1952 war er nach seinem Lehrabschluss bei der AOK Rendsburg beschĂ€ftigt. Von 1952 bis 1954 besuchte er die Hochschule fĂŒr Arbeit, Politik und Wirtschaft in Wilhelmshaven-RĂŒstersiel (PropĂ€deutikum). Hier schloss er 1954 seine ReifeprĂŒfung ab. Von 1954 bis 1957 studierte er Sozialwissenschaften und der Volkswirtschaftslehre in Wilhelmshaven, TĂŒbingen und Hamburg. 1957 legte er sein Examen als Diplomvolkswirt an der UniversitĂ€t Hamburg ab. Von 1957 bis 1961 hatte er eine TĂ€tigkeit in der Chemiefaserindustrie inne. 1962 begann er seine hauptberufliche TĂ€tigkeit in der Erwachsenenbildung, Heimvolkshochschule JĂ€gerei Hustedt. 1969 wurde er deren Leiter.
Er war Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sund trat im 1961 als Mitglied der SPD bei.
Er war Mitglied des NiedersĂ€chsischen Landtages in der siebten Wahlperiode vom 21. Juni 1970 bis zum 20. November 1972. Erstmals bei der Bundestagswahl 1972 wurde er im Wahlkreis Celle fĂŒr die SPD direkt in den Bundestag gewĂ€hlt. Bei der Bundestagswahl 1976 zog er ĂŒber die Landesliste der SPD Niedersachsen ins Parlament ein.
Am 2. Mai 1977 wurde er von Berlins Regierendem BĂŒrgermeister Dietrich Stobbe zum Senator fĂŒr Arbeit und Soziales berufen. Daraufhin legte er sein Bundestagsmandat am 17. Mai 1977 nieder. Nach der Berlinwahl 1979 wurde Sund erneut zum Arbeits- und Sozialsenator berufen, zugleich wurde er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Sund verblieb auch nach dem RĂŒcktritt Stobbes und dem Amtsantritt Hans-Jochen Vogels in seinem Ressort. Jedoch stellte sich der neue Senat Vogel per Neuwahlen dem WĂ€hlervotum, das eine Fortsetzung der bisherigen sozial-liberalen Koalition vereitelte. Die SPD ging in die Opposition, so dass Sund nach vier Jahren 1981 aus dem Senat ausschied. Sund ĂŒbernahm die Funktion des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. Am 1. September 1982 legte er sein Abgeordnetenmandat nieder und wurde PrĂ€sident des Landesarbeitsamtes Nordrhein-Westfalen; hier war er bis 1991 tĂ€tig.
Von 1991 bis 1996 amtierte Sund als StaatssekretĂ€r im Ministerium fĂŒr Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen in der von MinisterprĂ€sident Manfred Stolpe gefĂŒhrten Regierung des Landes Brandenburg.
Ehrungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Marie-Juchacz-Plakette der Arbeiterwohlfahrt wurde ihm 1983 verliehen.
Senate
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Senat Stobbe I â Senat Stobbe II â Senat Vogel
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Werner Breunig, Andreas Herbst (Hrsg.): Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963â1995 und Stadtverordneten 1990/1991 (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin. Band 19). Landesarchiv Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-9803303-5-0, S. 363.
- Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946â1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom PrĂ€sidenten des NiedersĂ€chsischen Landtages. NiedersĂ€chsischer Landtag, Hannover 1996, S. 375.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sund, Olaf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD), MdL, MdB, MdA |
| GEBURTSDATUM | 31. August 1931 |
| GEBURTSORT | Heide |
| STERBEDATUM | 8. Januar 2010 |
| STERBEORT | Beedenbostel bei Celle |
- Bundestagsabgeordneter (Niedersachsen)
- Landtagsabgeordneter (Niedersachsen)
- Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
- Arbeitssenator (Berlin)
- Sozialsenator (Berlin)
- StaatssekretÀr (Brandenburg)
- TrÀger der Marie-Juchacz-Plakette
- SPD-Mitglied
- Politiker (20. Jahrhundert)
- Deutscher
- Geboren 1931
- Gestorben 2010
- Mann