Zum Inhalt springen

Prismenkreis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Prismenkreis (auch Spiegelprismenkreis) ist ein präzises Winkelmessinstrument, das 1770 von Tobias Mayer erfunden und vielfach verfeinert wurde. Er ist eine Weiterentwicklung des klassischen Sextanten und wurde bis etwa 1930 für astronomische und geodätische Messungen verwendet.

Im Gegensatz zum Sextanten benützt er statt eines 60°-Bogens einen Vollkreis und Prismen statt Spiegel, wodurch das Gerät an Lichtstärke gewinnt und die Winkel genauer abgelesen werden können.

Durch das Fernrohr wird das erste Objekt direkt angepeilt, während das Licht des zweiten Ziels über das Prisma doppelt reflektiert wird. Beide Bilder werden zur Deckung (Koinzidenz) gebracht und der Winkel auf dem fein geteilten Kreis abgelesen.

Bedeutende Hersteller im frühen 19. Jahrhundert waren u. a. Pistor & Martins und CA Steinheil & Söhne.